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"Es wird Zeit, dass es los geht"
Deutsche Turner heiß auf den Start
03.09.07
Fabian Hambüchen und seine Team-Gefährten fiebern dem WM-Start entgegen, die Mitfavoriten aus Rumänien und Russland müssen schon zum Auftakt der Männer-Wettbewerbe bei den 40. Turn-Weltmeisterschaften schwere Ausfälle beklagen. "Es wird nach der langen Warterei endlich Zeit, dass es losgeht. Alle sind fit und gehen zuversichtlich in die Halle", meinte Lokalmatador Thomas Andergassen vor dem mit Spannung erwarteten ersten Auftritt der Riege am Dienstagabend. "Der Pfeil zeigt nach oben. Der Erfolg der Frauen ist gut für das Feeling der gesamten Truppe", bestätigte Cheftrainer Andreas Hirsch.

"Keiner wird ohne Fehler sein. Wichtig ist aber, wie wir dann miteinander umgehen, um die Peking-Tickets zu erkämpfen", nahm der Coach ein wenig den Druck von seinen Männern, von denen DTB-Präsident Rainer Brechtken in Stuttgart Medaillen erwartet. "Die Anspannung wird uns aber keiner nehmen können", fügte Hirsch hinzu. Dass dabei Fabian Hambüchen im Mittelpunkt steht und am ehesten die Chance auf Edelmetall besitzt, ist allen klar. Gerade deshalb hat man den Superstar unmittelbar vor dem Wettkampf ein wenig aus dem Focus der Journalisten gezogen.

Mit dem Japaner Hiroyuki Tomita stellte sich einer der ganz großen Konkurrenten von Hambüchen bereits am Montagmorgen mit einem eindrucksvollen Auftritt dem Publikum vor. Der Weltmeister von Melbourne 2005 turnte mit 93,625 eine Mehrkampf-Punktzahl, die der 19-jährige Hesse noch nie erreicht hat. Die Riege des Olympiasiegers zog erwartungsgemäß gleich an die Spitze (370,725) und dürfte damit nur von Weltmeister China bedrängt werden.

Ungeheures Pech hatten die Russen. Sowohl Nikolai Krjukow als auch Anton Golozuzkow verletzten sich gleich zum Auftakt am Sprungtisch. Trotz ihrer schweren Handicaps - bei Krjukow besteht Verdacht auf Kreuzbandriss, bei Golozuzkow vermuteten russische Trainer einen Fußbruch - musste beide in Ermangelung eines Ersatzturners den Wettkampf fortsetzen. Unter quälenden Schmerzen schleppten sie sich an die Geräte, entledigten sich dieser Aufgabe aber mit Bravour und erhielten Dauer-Beifall der Zuschauer. Nur am Pferd musste Krjukow mit extrem geschwollenen Knie der Verletzung Tribut zollen. Ob die Russen (362,175) nach diesem Drama das Team-Finale erreichen, steht in den Sternen. Weitere Einsätze beider Pechvögel scheinen aus medizinischer Sicht unverantwortbar.

Einen Schock gab es am Montag auch für Rumäniens Riege. Marian Dragulescu, der fünffache Weltmeister und neumalige Europameister, muss wegen einer Verletzung alle Träume vom erneuten WM-Gold begraben. "Es geht nicht. Ich habe mir hier beim Training in Stuttgart eine Fraktur am Rücken zugezogen und muss zwei Monate komplett mit dem Training aussetzen", bedauerte der Sprung- und Boden-Spezialist.
(dpa)
Turn-WM in Stuttgart eröffnet
02.09.07
Stuttgarter Turn-WM mit bunter Show eröffnet Drei Stunden nach dem ersten Auftritt der deutschen Frauen-Riege sind die 40. Turn-Weltmeisterschaften in Stuttgart mit einer abwechslungsreichen Show offiziell eröffnet worden.

Unter dem Motto «Und es blitzen die Sterne» inszenierte Performance-Designer Enno-Ilka Uhde unter Einbeziehung von mehr als 350 Kindern sowie 100 Sportlern, Tänzern und Artisten eine stimmungsvolle Veranstaltung, die viel Beifall der 4500 Zuschauer in der vollbesetzten Porsche-Arena fand.

Stars der Show, bei der Baden-Würtembergs Ministerpräsident Günther Oettinger einen Scheck über 300 000 Euro für die Stiftung Kinderturnen in Empfang nahm, waren die deutsche Pop-Band Pur, eine Artistentruppe des Cirque de Soleil sowie der türkische Welttenor Cenk Biyik. Deutschlands Medaillen-Hoffnung Fabian Hambüchen aus Wetzlar und die Berlinerin Katja Abel sprachen den Eid der Athleten.

Turn-WM
Kleine Fehler bei Generalprobe
01.09.07
Zwar gab es noch einige kleine Fehler, doch insgesamt waren die deutschen Turner nach dem einzigen Podiumstraining vor dem Auftakt der Weltmeisterschaft in Stuttgart zufrieden.
«Wir haben jetzt ein besseres Gefühl für die Geräte. Ich bin froh, dass noch nicht alles perfekt war. Jetzt haben wir ja noch drei Tage Zeit zu üben», meinte Europameister Fabian Hambüchen. Vor allem an seinem Paradegerät, dem Reck, hatte er die schwierigste Übung der Welt (A-Note 7,0) noch nicht optimal präsentieren können.

Zunächst patzte der 19-jährige Wetzlarer beim Adler mit ganzer Drehung und hatte dann für den Markelow-Flieger nicht genug Schwung, um das Element sauber zu turnen. «Dennoch bin ich zufrieden. Ich habe gefightet und die Übung sauber zu Ende gebracht. Beim zweiten Versuch ging ja dann auch alles glatt», sagte er.

Begeistert waren alle Deutschen vor dem «Heimspiel» von der Atmosphäre in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle. «Das war der Wahnsinn, was hier abgeht. So viele Zuschauer beim Training, das ist megageil», meinte Lokalmatador Thomas Andergassen, nachdem über 2000 Zuschauer die WM-Generalprobe der Deutschen am späten Freitagabend verfolgten und mit Beifall nicht sparten.

Cheftrainer Andreas Hirsch war zunächst einmal froh, dass sich keiner seiner Turner eine Verletzung zugezogen hatte, nachdem bei einigen Riegen Stars wie die Olympiasieger Kyle Shewfelt (Kanada) oder Takehiro Kashima (Japan) noch in letzter Minute ausgefallen waren.

«Jedem ist klar, dass keiner fehlerfrei ist. Der Großteil der Übungen hat gestimmt. Was noch nicht okay war, werden wir jetzt kritisch auswerten», meinte der Berliner, der seine Männer nun in Ruhe auf den wichtigen Auftritt am Dienstagabend vorbereiten will.

Probleme hatte die Deutschen vor allem an den Ringen, wo Philipp Boy (Foto: Brand) bei seiner Übung abrutschte und auf die Matte krachte. «Noch einmal passiert mir das nicht. Beim nächsten Mal werde ich das Gerät besser präparieren», meinte der Cottbuser.
(ftd)
40. EnBW-Turn-WM beginnt morgen in Stuttgart
31.08.07


Die 40. EnBW-Turn-Weltmeisterschaften 2007 der Männer und die 31. Welt-Titelkämpfe der Frauen vom 1. - 9. September in der Stuttgarter Hanns Martin-Schleyer Halle stellen zugleich die einzige Qualifikationsmöglichkeit für die Olympischen Spiele 2008 in Peking dar.
Dabei wird mit großer Spannung ein heißer Kampf um die Medaillen und vor allem um die begehrten 12 olympischen Nationen-Startplätze erwartet.

Die deutschen Männer haben am heutigen Abend die Möglichkeit, sich auf dem Podium unter Wettkampfbedingungen zu präsentieren.
Für die Damen wird es bereits morgen ernst, der bis hier wichtigste Wettkampf dieser Olympiade steht an !

Die große Eröffnungsveranstaltung der EnBW Turn-WM™ am 1. September wartet mit einer bunten, fröhlichen Show auf, wie Regisseur Enno Ilka Uhde vor der WM verrät. Neben den über 80 teilnehmenden Nationen sind auch die Akteure der Eröffnungsveranstaltung multinational.
"und es blitzen die sterne"...


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Sechs verschiedene Charaktere, ein gemeinsames Ziel
Männer-Cheftrainer Andreas Hirsch vertraut auf dem Weg nach China der Erfolgsriege von den vergangenen Weltmeisterschaften in Aarhus
31.08.07
Bei den deutschen Männern soll es die gleiche Riege wie bei der WM im vergangenen Jahr in Aarhus richten. Bundestrainer Andreas Hirsch vertraut auf jene sechs Männer, die in Dänemark auf den siebten Platz geturnt waren. Am kommenden Dienstag (19 Uhr) treten sie zur Qualifikation an. „Wir haben in den vergangenen Wochen im Trainingslager ein schlagkräftiges Team geformt, das weiß, was es wert ist“, sagt der Coach.

DER STAR
Wenn vom deutschen Turnen die Rede ist, dann immer in Verbindung mit einem Namen: Fabian Hambüchen. Der 19-Jährige ist zwar immer noch der Jüngste, aber trotzdem einer der Routiniers in der Mannschaft, da er schon seit drei Jahren an der internationalen Spitze mitmischt. Der nur 1,63 Meter kleine Hesse ist ein akribischer Arbeiter, der mit seinen zahlreichen Erfolgen das gesamte Team motiviert. Zuletzt gewann er bei der EM im April in Amsterdam den Titel am Reck. Der Abiturient, der bei der DM vier von sieben Goldmedaillen holte, galt lange als Reck-Spezialist. Inzwischen hat er sich aber - mit Vater und Trainer Wolfgang an seiner Seite - zu einem stabilen Mehrkämpfer entwickelt, was seine Bronze-Medaille bei der WM in Aarhus und EM-Silber in Amsterdam beweisen. Die Mannschaft kann sich auf ihren Star immer verlassen. „Fabian hat das Turnen zu seiner Bühne erklärt und profitiert dabei von seinem großen Erfahrungsschatz und seiner Kontaktfreudigkeit“, sagt Hirsch.

DER OLDIE
Thomas Andergassen, der seit elf Jahren in Stuttgart lebt und am Kunstturnforum trainiert, freut sich auf sein Heimspiel. „Eine WM zu Hause ist das Schönste, das es für einen Sportler geben kann“, ist er besonders motiviert. Der amtierende deutsche Meister an den Ringen ist mit 27 Jahren der Älteste im Sextett und schon lange im Geschäft. Bereits bei den Weltmeisterschaften 2003 in Anaheim, 2005 in Melbourne und 2006 in Aarhus sowie bei Olympia 2004 in Athen war der Spezialist am Pferd, an den Ringen und am Barren fester Bestandteil des Teams. Der Sportsoldat gilt als Grübler. „Er hinterfragt sich zig Mal und denkt viel über sich und seine Leistung nach“, berichtet der Coach, „wenn er lockerer wäre, könnte er auch freier turnen.“

DER GELASSENE
Mannschaftskapitän Robert Juckel stammt aus der Cottbuser Kader-schmiede. Er startet auch in der Bundesliga für den Verein aus seiner Heimatstadt, trainiert aber bereits seit fünf Jahren am Stuttgarter Kunstturnforum. Der mit 25 Jahren Zweitälteste im Team hat wie sein Trainingskollege Andergassen schon reichlich internationale Erfahrung gesammelt und in diesem Jahr seinen ersten Weltcup gewonnen. Er siegte im April in Maribor am Reck, nachdem es am selben Gerät beim Weltcup 2006 in Shanghai bereits zu Bronze gereicht hatte. Der amtierende deutsche Meister am Pferd ist der Ruhepol der Mannschaft und mittlerweile so erprobt, dass er jeder Situation gewachsen ist. „Robert hat das ganze Hin und Her im Leben eines Leistungssportlers schon mitgemacht“, erklärt der Chefcoach. „Er ist ein offener Typ, der sich auch gerne beraten lässt“, schätzt er an seinem Kapitän, der mit den Olympischen Spielen in Peking seine Karriere beenden will.

DER INDIVIDUALIST
Eugen Spiridonov, der deutsche Meister am Boden, gilt als Mister Zuverlässig. Der 25-Jährige hält sich persönlich zwar lieber im Hinter-grund auf, überzeugt aber sportlich durch kontinuierlich gute Leistung und ist ein beständiger Mehrkämp-fer. Sein größter internationaler Erfolg war eine Silbermedaille am Pferd im vergangenen Jahr bei den Europameisterschaften in Volos. Bei der WM 2006 in Aarhus hatte der gebürtige Russe, der 2001 ins Saarland zog, das Finale der 24 besten Mehrkämpfer nur knapp verpasst. „Eugen ist lieber für sich, er arbeitet hart und hält an seinem Trainingssystem fest“, berichtet der Bundestrainer, betont aber auch: „Auf ihn ist absolut Verlass.“

DER IMPULSIVE
Philipp Boy ist ein temperamentvoller (Mehr-)Kämpfer mit enormem Ehrgeiz. Der Vereinskollege von Robert Juckel hat fünf harte Monate hinter sich. Im März erlitt er eine schwere Fußverletzung, die einen Start in Stuttgart bis zuletzt fraglich machte. Doch der 20-Jährige biss sich durch. Mit eisernem Willen und der Unterstützung von allen Seiten schaffte er es, rechtzeitig wieder fit zu werden. Bei seinem Comeback bei den deutschen Meisterschaften im Juli turnte er im Mehrkampf gleich auf den zweiten Platz und sicherte sich das ersehnte WM-Ticket. „Philipp hat hohe Ziele, an denen er sich misst und dann umso enttäuschter ist, wenn es mal nicht so klappt“, sagt Hirsch über den impulsiven Cottbuser, der sich „etwas relaxter einschätzen sollte, um nicht so viele emotionale Hochs und Tiefs erleben zu müssen“. Aber der junge Lausitzer sei auf einem guten Weg.

DER INTROVERTIERTE
Er kann etwas, was nur wenige Turner drauf haben: Marcel Nguyen zeigt beim Abgang vom Barren den schweren Tsukahara und verblüfft damit regelmäßig die Konkurrenz. Der Sohn eines Vietnamesen und einer Deutschen ist mit 54 Kilogramm ein absolutes Leichtgewicht und überhaupt nicht gerne im Fokus des Interesses. Genauso wie Fabian Hambüchen hat auch der 19-Jährige in diesem Jahr während der WM-Vorbereitung sein Abitur gemacht - aber diese Tatsache blieb wie der Youngster selbst eher im Verborgenen. „Marcel ist ein Super-Talent und bewegungstechnisch brutal fit“, nennt Hirsch die Stärken des Bayern. Allerdings sei ihm noch zu wenig bewusst, was er kann. Der Bundestrainer ist sich aber sicher, in Nguyen jemanden für den nächsten Olympia-Zyklus zu haben.
(ez-online.de)
Trainer-Legende Bernd Heide schaut für die DTL hinter die Kulissen der Turn-WM
31.08.07
40 Jahre lang hat Bernd Heide als Chef-Trainer des SC Cottbus den Weg des deutschen Turnens bestimmt, jetzt analysiert die Trainer-Legende bei den Turnweltmeisterschaften in Stuttgart (1. bis 9. September) für die Deutsche Turnliga (DTL) den Weg, den die Nationen der Welt beschritten haben.

In einer täglichen Kolumne ab dem 1. September blickt der 65-Jährige hinter die Kulissen der großen Turnbühne. Heide wird bei der WM nach langer Zeit alte Weggefährten wiedertreffen, aber er wird auch viele neue kennen lernen. Gemeinsam wird man sich Gedanken über die Vergangenheit des Turnens machen, aber auch offen über seine Zukunftschancen sprechen. Völlig jenseits der Ergebnislisten.

«Nach dem Mauerfall war ich 1989 als Turn-Tourist bei der Weltmeisterschaft in Stuttgart. 18 Jahre später ist es unglaublich spannend zu sehen, wie sich das Turnen seitdem weiter entwickelt hat», sagt Heide, der seine Gedanken jeden Abend zu Papier bringen wird.
(DTL)
Heiß auf die WM
DTB-Riege keine "Sonnenscheintruppe"
25.08.07
Der Schweiß fließt in Strömen, das WM-Fieber steigt: Acht Tage vor Beginn der 30. Weltmeisterschaften in Stuttgart fliegen im Trainingslager der deutschen Turner immer häufiger „die Fetzen". Die Wortwahl untereinander sei nach fast vier Wochen in der Abgeschiedenheit von Kienbaum schon ein bisschen „härter" geworden, bemerkt Cheftrainer Andreas Hirsch.

„Mit einer Sonnenscheintruppe wird man die WM nicht bestehen", weiß der Berliner und freut sich daher sogar über Konflikte, die die Männer um Superstar Fabian Hambüchen untereinander austragen. „Wir haben so viel unterschiedliche Charaktere, aber alle verbindet ein Ziel: Peking", sagt Hirsch.

„Nur über Reibungspunkte kommt man zu Arbeitsergebnissen", ist der Coach überzeugt. „Reibung stärkt den Team-Gedanken und vergrößert die Lust, in Stuttgart eine gute Schlacht zu kämpfen", schildert der 49-jährige Berliner, der die deutschen Männer in den zurückliegenden fünf Jahren aus dem Tal der Tränen geführt hat, das Spannungsfeld in seiner Riege wenige Tage vor dem für die Zukunft so wichtigen Kräftemessen. „Von mir aus könnte es sofort losgehen. Alle sind sehr gut drauf und heiß auf Stuttgart", meint der zweimalige Reck-Europameister Fabian Hambüchen, um den sich am Tag der offenen Tür in Kienbaum die Reporter der Fernsehstationen rissen.

Hambüchen will erstes WM-Gold für Deutschland am Reck seit 1995

Obwohl sich die deutschen Turn-Fans von ihrem Liebling in Stuttgart das erste Reck-WM-Gold seit Andreas Weckers Sieg 1995 im japanischen Sabae erhoffen, lässt der 19 Jahre alte Abiturient aus Wetzlar den starken öffentlichen Druck noch souverän abprallen. „Der einzige, der mir Druck machen kann, bin ich doch selbst. Und wenn es denn in Stuttgart doch mal zu heftig werden sollte, habe ich ja noch meinen Onkel Bruno, der mir als Mentaltrainer immer mit Rat und Tat zur Seite steht", sagt der Ausnahme-Athlet der TSG Niedergirmes.

Der Star, der vor einem Jahr in Aarhus schon zwei Mal WM-Bronze im Mehrkampf und beim Sprung holte, beansprucht für sich keinerlei Sonderrechte - weder im Training noch im Wettkampf. Bei all seinen Teamgefährten steht er damit extrem hoch im Kurs. „Fabian hat dem deutschen Turnen wieder einen Namen gegeben. Mir wäre der Rummel zwar ein bisschen viel. Aber ich habe Respekt, wie er das alles bewältigt", meint Routinier Thomas Andergassen aus Stuttgart.

„Die Mannschaft ist der Star"

„Bei uns ist Fabian nicht zum Star erklärt worden: Die Mannschaft ist der Star. Wenn sich die Riege mit zumindest Platz zwölf für Peking qualifiziert, hat jeder einzelne bei Olympia eine weit größere Chance, sich zu präsentieren", sagt Hirsch und fügt selbstbewusst hinzu: „Wenn das Team in Stuttgart eine gute Leistung abliefert, müssen ja auch gute Einzelergebnisse dabei sein."

„Das Training bis hierher hat unheimlich viel gebracht, die Form hat sich positiv entwickelt", lobt der Cheftrainer, der bis zum Freitag noch die Entscheidung zu treffen hat, wer die Rolle des Ersatzturners in Stuttgart ausfüllen soll. Die beiden 19-Jährigen Steve Woitalla (Cottbus) und Brian Gladow (Berlin) legen sich dafür in Kienbaum ebenso ins Zeug wie Robert Weber aus Ehmen. Verlierer wird es in dem Dreikampf nicht geben: Die beiden nach Hirschs Gedankenspielen Unterlegenen reisen auch mit nach Stuttgart und dürfen die WM als Zuschauer mitverfolgen.
DTL-Ligaheft 2007 erscheint zur WM
15 Seiten Bundesliga auch im Cottbuser Magazin "Gustav"
25.08.07
Das DTL-Ligaheft 2007 wird pünktlich zur EnBW Turn-WM in Stuttgart erscheinen und auch dort am Präsentationsstand der Deutschen Turnliga für alle Turnfans bereit liegen.

Auch in diesem Jahr wird natürlich vorrangig über die anstehenden Wettkämpfe der Ligasaison 2007 berichtet, die bei den Männer direkt im Anschluss an die Weltmeisterschaft beginnt. Darüber hinaus gibt es aktuellen Informationen zum Ligafinale.

Aus Cottbuser Sicht bietet dagegen der "Gustav 2007" alle Daten und Fakten zur DTL-Bundesliga-Saison und zum SC Cottbus Turnen. Der 64 Seiten starke "Gustav" zum Cottbuser Turnjahr 2007 enthält 15 Sonderseiten zur Bundesligasaison und ist über den SC Cottbus zu beziehen
Cottbuser Philipp Boy löst Ticket für WM in Stuttgart
Woitalla darf hoffen / Hambüchen bei Länderkampf mit «Weltrekord»
13.08.07
Philipp Boy (Foto) vom SC Cottbus Turnen hat sich beim Dreiländerkampf der Turner in Schaffhausen (Schweiz) einen der beiden freien Plätze in der deutschen Riege für die Weltmeisterschaften vom 1. bis 9. September in Stuttgart gesichert.
Den letzten und sechsten Platz vergab Cheftrainer Andreas Hirsch (Berlin) an Marcel Nguyen (Unterhaching). Offen ist noch der Ersatzturner: Hier darf sich der Cottbuser Steve Woitalla weiter Hoffnungen machen.

Philipp Boy hat sich trotz langer Zwangspause im Frühjahr aufgrund einer Fußverletzung erneut die Fahrkarte zu den Weltmeisterschaften gesichert. «Jetzt muss ich meine Übungen stabilisieren» , sagt der Cottbuser.
Mit Platz vier im Mehrkampf und 89,750 Punkten – trotz eines Abflugs am Reck – empfahl sich Boy und sicherte sich trotz seiner langen Verletzungspause wie im Vorjahr in Aarhus (Dänemark) das WM-Ticket. «Der Fuß hat gehalten und ich wusste, was ich kann. Natürlich war eine gewisse Anspannung bei mir vorhanden, andererseits waren die Übungen schon sehr eingeschliffen» , sagte der 20-Jährige.
Für den deutschen Vizemeister im Mehrkampf kommt es jetzt darauf an, bis zur WM-Mehrkampf-Mannschaftsqualifikation am 4. September seine Übungen weiter zu stabilisieren.
«An den Inhalten wird nicht mehr gearbeitet» , so Boy.

Gleiches gilt für Steve Woitalla. Der Doppel-Junioren-Europameister des Vorjahres könnte sich dann noch den anvisierten Platz als Ersatzturner sichern.
Einziger verbliebener Konkurrent ist Robert Weber (Ehmen).
Zur tragischen Figur wurde Matthias Fahrig (Halle), für den trotz Bronzemedaille am Boden bei den Europameisterschaften in Amsterdam Ende April kein Platz in der WM-Riege blieb.

Bereits vor dem Länderkampf in der Schweiz hatte Cheftrainer Andreas Hirsch Fabian Hambüchen (Wetzlar), Thomas Andergassen (Stuttgart), Eugen Spiridonov (Bous) und Robert Juckel (Cottbus) für die WM im eigenen Land nominiert.

Beim letzten WM-Test in Schaffhausen stellte Reck-Europameister Hambüchen mit 16,45 Punkten einen inoffiziellen „Weltrekord“ auf. Der 19 Jahre alte Abiturient verbesserte seine bisherige Reck-Bestnote von den deutschen Meisterschaften in Gießen im Juli noch einmal um 0,1 Punkte und übernahm damit endgültig die Favoritenrolle für die Welttitelkämpfe in Stuttgart. Mit 91,850 Punkten turnte Hambüchen beim Dreiländerkampf in der Schweiz zudem den besten Mehrkampf und ließ die Rumänen Razvan Selariu (90,85) und Daniel Popescu (90,60) hinter sich. Mit der deutschen WM-Riege belegte er mit 360,300 Punkten hinter Rumänien (365,000) Platz zwei. „Die Übung war sehr gut, aber im asiatischen Raum gibt es doch schon einige, die eine solche Übung turnen könnten. Nicht viele zwar, aber da ist er in guter Gesellschaft“, sagte Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen und trat etwas auf die Euphoriebremse.

Auch die deutschen Turnerinnen hinterließen einen starken Eindruck. Mit 236,70 Punkten blieben sie nur 1,45 Punkte hinter Olympiasieger Rumänien. „Ich hätte nie gedacht, dass wir so nah an die Rumäninnen herankommen können“, sagte Chef-Trainerin Ulla Koch.
(lr-online.de)

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Turn-Länderkampf in Schaffhausen
Boy auf Platz 4 und für WM nominiert
12.08.07
Nach den Frauen hat auch das deutsche Turn-Team der Männer beim Drei-Länderkampf in Schaffhausen (SUI) den zweiten Platz hinter Rumänien belegt. Als bester Mehrkämpfer ragte Fabian Hambüchen (TSG Niedergirmes) heraus.

Mit einer Punktzahl von 365,00 Punkten siegte das Team aus Rumänien vor der deutschen Riege, die 360,30 Punkte erturnte. Die Schweiz wurde mit 354,10 Zählern Dritte. "Wir müssen unbedingt an unserer variablen Verfügbarkeit, also an der Stabilität dran bleiben", erläuterte DTB-Cheftrainer Andreas Hirsch die kommenden Aufgaben für seine Turner. Mit kleinen Fehlern, aber auch sensationellen Höchstleistungen (Reck:16,45 Punkte und Ausgangswert:7,0) holte sich Fabian Hambüchen den Tagessieg im Mehrkampf. Dahinter platzierten sich die beiden Rumänen Razvan Selariu (90,85 Punkte) und Daniel Popescu (90,60 Punkte).

Philipp Boy (SC Cottbus), der nach seiner Fußverletzung seinen ersten internationalen Wettkampf bestritt, konnte sich mit Rang vier (89,75 Punkte) für das WM-Team empfehlen. Trainer Hirsch sieht aber im Hinblick auf die WM noch Potenzial in seiner Mannschaft: "Das war heute noch nicht Stuttgart. Jetzt geht´s darum, bestehende Mängel zu erkennen und die richtigen Schlüsse zu ziehen."
Ebenfalls Platz vier erturnte sich Flavius Koczi aus Rumänien. Als bester Schweizer kam Mark Ramsmeier mit 88,65 Zählern auf den sechsten Platz.
Die deutsche Riege komplettierten Robert Juckel (SC Cottbus), Thomas Andergassen (KTV Stuttgart), Eugen Spiridonov (TV Bous), Steve Woitalla (SC Cottbus) und Marcel Nguyen (TSV Unterhaching).



DTB-Cheftrainer Andreas Hirsch hat nach dem Drei-Länderkampf endgültig das Männer-WM-Team für Stuttgart (1. - 9. September) festgelegt. Neben den gesetzten Fabian Hambüchen, Robert Juckel, Thomas Andergassen, Eugen Spiridonov nominierte der Trainer Philipp Boy und Marcel Nguyen für die Riege.
(dtb-online.de)
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Festbroschüre zum 20-jährigen Bestehen des SC Cottbus Turnen e.V.
(PDF, ca. 6,0 MB)

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