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Endspurt bei der Wahl zum "Turner des Jahres"
bis 15. Januar für Favoriten stimmen
14.01.10
Viele Jahre hat das Turnmagazin LEON* die Wahl zum „Turner und zur Turnerin des Jahres“ in Deutschland durchgeführt und die Titelträger geehrt. Jetzt greift der "Turnclub Deutschland" diese Tradition wieder auf und wählt erstmals für 2009 Deutschlands populärste Repräsentanten des Turnens. Die Turnerin und der Turner des Jahres 2009 werden im Rahmen eines großen Turniers im ersten Quartal 2010 geehrt und mit einem Pokal und einem Geldpreis ausgezeichnet.

Der Turnclub Deutschland bietet allen Fans die Möglichkeit, unkompliziert im Internet per Mausklick ihre ganz speziellen Titelfavoriten zu wählen:
Näheres unter www.turnclub-deutschland.de.
Raus aus Hambüchens Schatten
Der Turner Philipp Boy will im Jahr 2010 den internationalen Durchbruch schaffen
14.01.10
Das ständige Auf und Ab kennt er nicht nur von den Schwüngen an seinem Lieblingsgerät Reck: Die bisherige Laufbahn des Turners Philipp Boy ähnelt einer Achterbahnfahrt. Mal steil rauf durch Erfolgserlebnisse, dann wieder rasant runter durch Rückschläge. Doch der 22-Jährige lässt sich nicht entmutigen. Mit enormem Ehrgeiz und eisernem Willen hält er an seinem Ziel fest: „Ich will es schaffen, international Medaillen zu gewinnen“, betont Boy - nach einem durchwachsenen Jahr, in dem ihm der ersehnte Durchbruch in die Weltspitze verwehrt blieb.

Dabei ist es keineswegs so, dass der junge Cottbuser bei großen internationalen Wettbewerben noch nie auf dem Podest stand. Im Gegenteil: Bei der WM 2007 in Stuttgart gehörte er zur umjubelten Bronze-Riege. Ein halbes Jahr später holte er mit der Mannschaft Silber bei der EM in Lausanne. Und bei Olympia 2008 in Peking sprang immerhin der vierte Platz für ihn und das deutsche Team - als beste Europäer - heraus.

Doch mit einer Einzelmedaille sollte es bisher noch nicht klappen. Umso motivierter schaut Boy nun auf das Jahr 2010. „Ich hoffe, dass der Knoten platzt“, sagt er mit entschlossenem Blick. Dafür gibt es gleich zwei Gelegenheiten. Die EM im April in Birmingham und die WM im Oktober in Rotterdam. Dort will der Turner nicht nur mit der Mannschaft an die bisherigen Erfolge anknüpfen, sondern sich auch solo sowohl in der Königsdisziplin, dem Mehrkampf, als auch am Königsgerät, dem Reck, beweisen. Bei der EM 2009 in Mailand verfehlte er als Sechskämpfer nur knapp das Treppchen, sein starker vierter Platz ging zudem in der Euphorie um Fabian Hambüchen unter, der den Titel gewann und einmal mehr das öffentliche Interesse auf sich zog.

Die Lücke zu ihrem Primus zu schließen, daran arbeiten neben Boy in Marcel Nguyen und Matthias Fahrig weitere Athleten. Und der Konkurrenzkampf um den Status der Nummer zwei kann dabei nur von Vorteil sein. Die Chance, aus Hambüchens Schatten zu turnen, bot sich zuletzt bei der WM im Oktober in London, wo der Europameister verletzt passen musste. Doch dort lief es für Boy alles andere als optimal. Er zeigte am Reck zwar eine sehr schwierige Übung mit dem hohen Ausgangswert 7,0, stürzte dann aber beim Abgang und verpasste damit das Finale.

Besonders bitter, da er im Training sogar eine 7,4-Übung schon sauber in den Stand geturnt hat. Zum Vergleich: Der inoffizielle Weltrekord liegt bei 7,5. Boy weiß also, was er kann, steckt sich entsprechend hohe Ziele und ist dann umso enttäuschter, wenn es nicht klappt. In der Vorbereitung auf London hatte den Mehrkampf-13. von Peking die Schweinegrippe ausgebremst. So durfte er statt im Mehrkampf nur am Reck ran, setzte alle Hoffnungen auf diese knappe Minute in 2,55 Meter Höhe - und sich dabei selber unter hohen Druck. Nicht zum ersten Mal. „Manchmal wünsche ich mir Nerven wie Drahtseile“, sagt Boy. Er arbeitet aber mit einem Sportpsychologen bereits daran.

Denn Aufgeben gibt es bei dem 22-Jährigen nicht. Nach einem Schien- und Wadenbeinbruch im Jahr 2003 kämpfte er sich genauso zurück wie nach einem dreifachen Bänderriss im Fuß wenige Monate vor der WM 2007. Den nötigen Rückhalt bekommt er von seiner Familie - und vielleicht einen Tick Zusatzmotivation von den vielen weiblichen Fans, die ihn stets und überall umringen. „Wenn man an etwas glaubt und weiß, wo man hin will, dann schafft man das auch“, lautet das Credo des sympathischen Cottbusers auf dem angepeilten Weg an die Spitze - mit dem großen Ziel Olympia 2012.

Der Blick geht also nach vorn. Die WM in London, an deren Ende zu allem Übel auch noch eine Fußverletzung stand, ist abgehakt. Und die Weichen für medaillenreife Höhenflüge sind gestellt. Ab sofort hat der Sport absolute Priorität im Leben des jungen Mannes. Die bereits begonnene Ausbildung zum Bankkaufmann ist auf Eis gelegt. Stattdessen kann sich Boy als Sportsoldat nach dem Ende seines Grundwehrdienstes hundertprozentig auf das Turnen konzentrieren. Und er will Vollgas geben, um die Achterbahnfahrt zu stoppen.
(Beate Wockenfuß)
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MEILENSTEINE

Festbroschüre zum 20-jährigen Bestehen des SC Cottbus Turnen e.V.
(PDF, ca. 6,0 MB)

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