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Brandenburger Turner vertreten Deutschland bei Gymnasiade in Qatar
Sportminister Rupprecht wünscht Schülern der Lausitzer Sportschule Erfolg bei Sportwettkampf
03.12.09
Brandenburgs Sportminister Holger Rupprecht wünscht den Schülern der Lausitzer Sportschule Cottbus viel Erfolg bei ihrer Teilnahme an der Gymnasiade. An dem Sportevent, das vom 6. bis 13. Dezember 2009 in Doha, der Hauptstadt des Staates Qatar stattfindet, nehmen die 5 der besten Turner der Lausitzer Sportschule Cottbus teil. Die Internationale Schulsportföderation veranstaltet den internationalen Schulwettkampf in den Sportarten Turnen, Leichtathletik, Schwimmen und Rhythmische Sportgymnastik im Zyklus von vier Jahren. Teilnahmeberechtigt sind Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 17 Jahren.

Die Cottbuser Sportschule hat das Startrecht über den Bundeswettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" erhalten und vertritt die Bundesrepublik Deutschland und das Land Brandenburg bereits zum zweiten Mal. Im Jahr 2006 belegte das Jungenteam in Athen einen 8. Platz unter den 24 besten Schulteams der Welt. Die Sporttalente aus der Lausitz gehören dem Kaderbereich des Deutschen Turnerbundes (DTB) an. Für die Turnwettbewerbe in Doha steht mit dem Aspire Dom die weltgrößte Sportarena zur Verfügung.

Für die Lausitzer Sportschule Cottbus gehen in Doha folgende Turner an den Start, die von Lehrertrainer Rainer Hanschke betreut und von Kampfrichter Mirko Wohlfahrt begleitet werden:

Alexander Grötsch - 11. Klasse - C- Kader des DTB
Ivan Pauleit - 10. Klasse - C- Kader des DTB
Marc Krause - 10. Klasse - C- Kader des DTB
Johannes Kalmbach - 9. Klasse - D/C- Kader des DTB
Chris Jungnick - 9. Klasse - D/C- Kader des DTB


Für Rückfragen steht der Schulleiter der Lausitzer Sportschule Cottbus, Wolfgang Neubert, unter der Telefonnummer 0355 - 47 10 91 bereit.

Die InvestitionsBank des Landes Brandenburg unterstützt als langjähriger Sponsor des Bundeswettbewerbs der Schulen "Jugend trainiert für Olympia" die Teilnahme des Cottbusser Schulteams an der Gymnasiade 2009.

weitere Informationen zur Gymnasiade unter:
GYMNASIADE(LINK)
(MBJS)
Silber ist für den SC Cottbus diesmal Gold wert
Sie hatten von vornherein keine Chance – doch die haben sie so gut es ging genutzt: Der SC Cottbus verlor das Meisterschaftsfinale der Deutschen Turnliga (DTL) in Karlsruhe gegen die hoch favorisierte KTV Straubenhardt mit 26:44 und sicherte sich damit nach drei Mal Gold in Folge die Silbermedaille. „Dass wir nicht gewinnen, war klar. Aber wir haben uns mit unseren jungen Burschen achtbar geschlagen und einen unserer besten Wettkämpfe in diesem Jahr gezeigt“, war SCC-Trainer Karsten Oelsch vollauf zufrieden.
30.11.09
Einfach hatten es die Cottbuser der mit Topstars gespickten Übermacht um Vorturner Fabian Hambüchen wahrlich nicht gemacht. Das war auch das bescheidene Ziel: Sich so teuer wie möglich zu verkaufen. Und so war bei der Lausitzer Riege von Enttäuschung keine Spur. Im Gegenteil.

Als die neuen Meister aus dem Nordschwarzwald auf allen Videoleinwänden großformatig über ihren zweiten Titel nach 2005 jubelten und die Daumen immer wieder strahlend in die Höhe reckten, klatschten sich die Cottbuser in ihrer „roten Ecke“ zufrieden ab. Sie freuten sich still über Platz zwei und beobachteten das Treiben gegenüber in der „blauen Ecke“ ganz und gar ohne Neid. Schließlich bleibt der SCC nicht nur Rekordmeister, sondern mit acht Titeln, sechs Vizemeisterschaften und einem dritten Platz das erfolgreichste Bundesliga-Team überhaupt.

Die XXL-Flasche Sekt, die mit im Gepäck war, wurde daher am Abend bei der Meisterfeier völlig zu Recht geköpft. „Wir sind stolz auf die Silbermedaille“, betonte Steve Woitalla, nachdem er dem Gegner zum Titel gratuliert hatte: „Die KTV hat es in diesem Jahr absolut verdient.“ Und auch Robert Juckel zollte der Hambüchen-Riege Respekt. „Das geht völlig in Ordnung“, befand der Mannschaftskapitän, der sich aber vor allem darüber freute, dass es ihm und seinem Team gelungen war, kräftig Widerstand zu leisten. „Wir konnten streckenweise gut mithalten“, sagte der Routinier.

Mehr als das war sogar am Pferd der Fall. Das Duell entschieden die Cottbuser mit 11:0 für sich. Juckel knöpfte Hambüchen dabei vier Punkte ab. Roman Zozulya holte gegen Nationalturner Marcel Nguyen ebenfalls vier Punkte. Der 19-jährige Philip Sorrer steuerte gegen den achtfachen Weltmeister Marian Dragulescu starke drei Zähler bei und der 18-jährige Paulo Lando rang Nationalturner Thomas Taranu bravourös ein Unentschieden ab.

Mussten sich die Lausitzer zum Auftakt am Boden mit 0:13 geschlagen geben, hatten sie durch den Triumph am Pferd nun kräftig aufgeholt. Und an den Ringen waren sie auf einmal an ihren Herausforderern vorbeigezogen. 15:13 führte die Oelsch-Riege, nachdem sowohl Zozulya als auch Juckel ihre Duelle gewonnen hatten, als Woitalla als dritter Athlet an das Gerät trat. Beim Abgang stürzte der 21-Jährige mit voller Wucht und dem Kopf zuerst auf die Matte. Es sah zwar schlimmer aus als es letztendlich war, aber durch den Sturz hatte er sein Duell gegen Ngyuen klar mit 0:5 verloren und konnte den Wettkampf wegen Rückenschmerzen nicht fortsetzen. Straubenhardt entschied den Vergleich an den Ringen schließlich mit 9:4 für sich und ging mit einer 22:15-Führung in die Pause.

Angetrieben von den 3900 Zuschauern – darunter 700 Fans aus dem nur 20 Kilometer entfernten Straubenhardt – und den euphorischen Ausbrüchen des Hallensprechers baute die KTV ihren Vorsprung mit einem 9:3-Sieg am Sprung weiter aus und hatte auch am Barren beim 9:4 die Nase vorn. Die vier Zähler für Cottbus heimste Zozulya ein, der außer am Boden und am Reck alle seine Duelle gewann und insgesamt 13 Punkte sammelte.

Vor dem Reck lag die „Heimmannschaft“ mit 40:22 in Front und musste sich am finalen Gerät noch mit einem Unentschieden begnügen. Denn wieder beeindruckten die SCC-Youngsters. Sorrer holte gegen Dragulescu einen, Christopher Jursch gegen Taranu sogar drei Punkte, was schließlich zu einem 4:4 am Königsgerät und dem 26:44-Endstand führte. Beim Aufeinandertreffen zum Saisonauftakt stand eine wesentlich deutlichere 17:66-Niederlage zu Buche. „Die Jungs haben sich gut verkauft“, lobte Philipp Boy, der wie erwartet nur als Zuschauer von seinem Grundwehrdienst in Dillingen angereist war, seine Mannschaftskameraden. „Zuschauen ist härter als selber turnen“, sagte der 22-Jährige. Aber ein Einsatz war nicht möglich, da „Kamerad“ Boy in der vergangenen Woche nicht trainieren konnte und zudem nach seiner Fußverletzung weiter gehandicapt ist.

„Überglücklich, erleichtert, aber total erschöpft“ war dagegen Hambüchen. „Wir haben ganz schön unter Dampf gestanden“, räumte der KTV-Star ein – und hob wenige Minuten später mit dem Hubschrauber gen München ab, wo er am Abend bei Stefan Raabs „TV total Turmspringen“ erneut mit Gold glänzte. An den Hälsen der Lausitzer glänzte dafür Silber – und das war nach dieser schwierigen Saison Gold wert.
(lr-online.de)
Schrecksekunde für Steve Woitalla und SCC
Es war einer jener verzichtbarer Momente, in der sich wieder einmal bewies, wie gefährlich Turnen ist. Und möglicherweise war es auch eine entscheidende Situation für den Wettkampfverlauf: Die Cottbuser liegen gegen Straubenhardt gerade in Führung, als Steve Woitalla seine starke Ringe-Übung präsentiert.
30.11.09
Beim Abgang verliert er einen Ring und kracht aus voller Höhe auf den Boden. Erst auf den Kopf, dann auf die Schulter. Durch das Publikum geht ein Aufschrei. Danach ist es für eine Weile absolut still in der Arena. Physiotherapeut Jörg Decker, mehrere Sanitäter und Helfer eilen herbei, um den 21-Jährigen unter dem Applaus der Zuschauer auf einer Matte in die Katakomben zu tragen. „Ich weiß nicht, wie das passieren konnte“, sagte der Blondschopf später, „das war so eine Super-Übung. Und dann bin ich bei der Landung auf einmal rausgeschmiert“, ärgerte er sich über das Missgeschick, war aber froh, dass nichts Schlimmeres passiert war als „ein bisschen Rückenschmerzen“.

Den Wettkampf in Karlsruhe konnte Woitalla nicht fortsetzen. „Das Wichtigste ist, dass Steve okay ist“, war Trainer Karsten Oelsch erleichert, als sein Schützling Entwarnung gab. An Spekulationen, wie der Wettkampf weitergegangen wäre, wenn das Unglück nicht passiert wäre und Woitalla hätte weiterturnen können, wollte sich der Coach aber nicht beteiligen. „Das kann man nicht wissen. Vielleicht wäre es enger geworden, aber am Straubenhardter Sieg hätte es sicher nichts geändert“, sagte Oelsch. Bitter war indes das Ende nach einem durchwachsenen Saison für Woitalla, da der sich gerade im Aufschwung befand. „Wir hoffen, dass er gesund bleibt und seinen Rückstand weiter aufholt“, betonte Oelsch – vor allem auch mit Blick auf die Konkurrenz im Nationalteam.
(lr-online.de)
„Goldene Serie“ des SCC gerissen
Der SC Cottbus Turnen hat bis zuletzt gekämpft, musste aber diesmal die Übermacht des KTV Straubenhardt anerkennen: Im Finale der Deutschen Turn-Liga (DTL) unterlag der deutsche Rekordmeister am Samstag vor 3900 Zuschauern in Karlsruhe dem Klub um Ex-Weltmeister Fabian Hambüchen mit 26:44 Score-Points. Die Bronzemedaille holte sich das EnBW TurnTeam Stuttgart mit einem 41:21 Score-Points-Erfolg gegen die TG Saar.
29.11.09
Acht Titel stehen für den SCC in der erfolgreichen Vereinsgeschichte, zu Buche, davon zuletzt drei Meisterschaften in Folge. In der Europahalle von Karlsruhe ist die „goldene Serie“ gerissen.

Die Übermacht der Turn-Stars wie Fabian Hambüchen, des achtfachen Weltmeisters Marian Dragulescu (Rumänien) oder der Nationalmannschaftsturner Thomas Taranu und Marcel Nguyen war in dieser Saison für den SC Cottbus zu groß. Hambüchen & Co. nahmen damit erfolgreich Revanche für die überraschende Final-Niederlage aus dem Vorjahr.

„Wir sollten uns dennoch freuen. Die Silbermedaille war in diesem Jahr die Maximal-Ausbeute“, sagte SCC-Trainer Karsten Oelsch, der im Finale mit Philipp Boy erneut auf einen seiner Leistungsträger verzichten musste. Der EM-Vierte im Mehrkampf absolviert momentan bei der Bundeswehr seine Grundausbildung. Andere Spitzen-Turner wie Steve Woitalla, Victor Weber und Philip Sorrer reisten aufgrund eines Übungsleiter-Lehrgangs bei der Bundeswehr nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte zum Liga-Finale an.

Das Duell um die Goldmedaille entwickelte sich für den hohen Favoriten Straubenhardt dennoch zunächst knapper als erwartet. Im Titelduell gingen Hambüchen & Co. am Boden zwar mit 13:0 Punkten in Führung. Am Pauschenpferd begann aber eine Aufholjagd der Cottbuser. Routinier Robert Juckel knöpfte an seinem Paradegerät Pferd sogar Fabian Hambüchen vier Punkte ab. Einzig der junge Paulo Lando brachte hier seine Übung nicht fehlerfrei durch. An den Ringen erkämpfte sich der SCC mit dem wieder einen Sechskampf bestreitenden Ukrainer Roman Zozulja sogar eine 15:13-Führung.

Dann folgte ein schwerer Sturz von Steve Woitalla beim Abgang. Zunächst machten schlimmste Befürchtungen die Runde, weil der 21-Jährige auf einer Matte aus der Halle transportiert werden musste. Fabian Hambüchen nutzte den Fehler des jungen Cottbusers zur erneuten Führung für die KTV, die Marcel Nguyen anschließend zur 22:15-Halbzeitführung ausbaute.

Von diesem Schock und Rückstand erholte sich der SCC nicht mehr. Woitalla konnte zwar nach einigen Minuten Entwarnung geben, war aber in der zweiten Wettkampfhälfte zum Zuschauen gezwungen und klagte über Rückenbeschwerden. Nach der Rückkehr nach Cottbus will sich der frühere Junioren-Europameister im Carl-Thiem-Klinikum nochmals durchchecken lassen.

Nach der Pause gelangen dem SCC an Sprung, Barren und Reck nur noch elf Punkte, unter anderem durch den jungen Christopher Jursch (16). Fabian Hambüchen und Co. punkteten dagegen weiter konstant bis zum 44:26-Endstand. Übrigens: Der Europameister im Mehrkampf reiste direkt nach dem Wettkampf per Hubschrauber weiter nach München. Am Abend nahm der 22-Jährige an der Sendung „TV Total“ von Stefan Raab teil, der für eine neue Runde im Turmspringen prominente Teilnehmer versammelte. Für Hambüchen ging es ähnlich wie im Finale gegen den SCC auch hier um Wiedergutmachung, denn sein erstes Turmspringen endete vor einem Jahr mit einem satten Bauchklatscher.

„Die jungen Burschen haben einen guten Wettkampf gezeigt, vielleicht sogar den Besten in dieser Saison. Wir können erhobenem Hauptes die Heimreise antreten – und dürfen uns auch über Silber und die Vize-Meisterschaft freuen“, resümierte SCC-Trainer Karsten Oelsch. „Glückwunsch nach Straubenhardt! Wir haben heute Silber gewonnen und nicht Gold verloren“, sagte Steve Woitalla.
(lr-online.de)
Cottbus gewinnt Silber im DTL-Ligafinale gegen einen übermächtigen Gegner
starke Leistung des Teams gegen den Hambüchen-Club
28.11.09
In der mit 3900 begeisterten Zuschauern besetzten Europahalle in Karlsruhe gewinnt der Titelverteidiger aus der Lausitz nach einer starken Leistung die Silbermedaille. Im Titelduell gingen die Straubenhardter am Boden mit satten 13:0 Punkten in Führung. Am Pauschenpfererd begann eine Aufhohljagt der Cottbuser, die sich an den Ringen bis zu einer 13:15-Führung fortsetzte. Was folgte: Ein schwerer Sturz des Cottbusers Steve Woitalla beim Abgang, welchen Fabian Hambüchen zum Führungswechsel nutzte und Marcel Nguyen weiter ausbauen konnte...

Steve Woitalla musste auf einer Matte aus der Halle transportiert werden, konnte aber bereits nach einigen Minuten Entwarnung geben, jedoch seinen Mannschaftskameraden nur noch moralisch beiseite stehen. Die ohnehin, durch den Ausfall von Philipp Boy, ersatzgeschwächten Cottbuser kämpften weiter gegen einen nunmehr schier übermächtigen Gegner um die Stars Fabian Hambüchen und Marian Dragulecu.

Am Königsgerät Reck gelang dann noch ein Unentschieden.

"Glückwunsch nach Straubenhardt ! Wir haben heute Silber gewonnen und nicht Gold verloren" so Steve Woitalla bei der Pressekonferenz, bei der er gefragter Gesprächspartner war.

das Ergebnis:
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Straubenhardt führt verdient zur Halbzeit des Finals
SCC bringt KTV in Verlegenheit / Entwarnung nach schwerem Sturz von Woitalla
28.11.09
In der mit 3900 begeisterten Zuschauern besetzten Europahalle in Karlsruhe führen zur Halbzeit die KTV Straubenhardt im Kampf um den Titel des deutschen Mannschaftsmeisters gegen den Titelverteidiger SC Cottbus mit 22:15 score-points.

Im Titelduell gingen die Straubenhardter am Boden mit satten 13:0 Punkten in Führung. Am Pauschenpferd begann eine Aufhohljagt der Cottbuser, die sich an den Ringen bis zu einer 13:15-Führung fortsetzte. Was folgte: Ein schwerer Sturz des Cottbusers Steve Woitalla beim Abgang, welchen Fabian Hambüchen zum Führungswechsel nutzte und Marcel Nguyen weiter ausbauen konnte...

Steve Woitalla musste auf einer Matte aus der Halle transportiert werden, konnte aber bereits nach einigen Minuten Entwarnung geben steht aber nun seinen Mannschaftskameraden nur noch moralisch beiseite.

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aktuelle Infos
28.11.09
alle aktuellen Informationen zum DTL-Ligafinale unter:
DTL(LINK)
Vor dem Gipfeltreffen
ein Kommentar von Hajo Schulze
28.11.09
Ein Gipfeltreffen steht an. Die Turnsterne vom SC Cottbus und dem KTV Straubenhardt treffen heute in Karlsruhe im Kampf um die deutschen Mannschaftsmeisterschaft aufeinander.

Angesichts personeller Probleme sieht Trainer Karsten Oelsch seine Riege als Außenseiter. Da sein Spitzenmann Philipp Boy wegen des Bundeswehrdienstes weiterhin nicht trainieren konnte, fällt er aus. „Hinzu kommt“, so Oelsch, „dass die Bundeswehrangehörigen Steve Woitalla, Victor Weber und Philipp Sorrer diese Woche Dienst haben und erst im Urlaub am Wochenende an die Geräte können“.

Wunder könne er auch nicht vollbringen und gegen eine Übermacht gewinnen. Vehement wendet er sich gegen all jene, die meinen „ihr werdet das schon wieder machen“. Gut so, dass Oelsch auf der Matte bleibt. Die Lausitzer wollen erhobenen Hauptes die Halle verlassen. Können sie auch. Der SCC hat schon einmalig in den 19 Jahren Bundesligageschichte acht deutsche Titel, sechs zweite Plätze und einen dritten Rang gebongt. Ein Ergebnis voller Glanz und Gloria. (SOS)
Zwischen Finale und Bundeswehr
Für den SC Cottbus Turnen ist es der nationale Höhepunkt des Jahres – das Finale der Deutschen Turnliga (DTL) gegen die KTV Straubenhardt (Karlsruhe, Europa-Halle, Beginn 14 Uhr). Doch ausgerechnet ins Duell mit dem Klub von Fabian Hambüchen um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft geht der Rekordmeister stark geschwächt. Grund: Vater Staat hat gerufen.
28.11.09
SCC-Vorzeigeturner Philipp Boy wird in Karlsruhe allenfalls als Zuschauer erwartet. Der EM-Vierte vom Mailand im Mehrkampf hat am 1. November in Dillingen an der Donau seinen zweimonatigen Grundwehrdienst bei der Sportförderkompanie der Bundeswehr angetreten. In dieser Woche mussten zudem die SCC-Turner Steve Woitalla (Foto), Philip Sorrer und Victor Weber zu einer Fortbildung in die Kaserne einrücken. Bis zum 17. Dezember macht das Trio in Warendorf eine Fortbildung zum Übungsleiter. Warendorf ist eher als Pferde- denn als Turnmekka bekannt, eine Turnhalle fehlt sogar komplett auf dem Areal der Sportschule. So reist das SCC-Trio fast ohne Training zum Finale – im Fußball wäre dies wohl ein Ding der Unmöglichkeit. Verletzungsgefahr steigt

„Die Termine sind langfristig mit dem Deutschen Turner-Bund abgestimmt, aber für uns liegen die Lehrgänge in diesem Jahr natürlich schon sehr ungünstig“, sagte Trainer Karsten Oelsch, betont aber, dass die Bundeswehr ansonsten ein unverzichtbarer Parter für das Turnen sei. Immerhin hofft der SCC-Cheftrainer auf einen Teileinsatz von Woitalla, Sorrer und Weber im Finale. „Sonst haben wir gar nicht genug Turner“, so Oelsch. Einen Einsatz von Boy erwartet er dagegen nicht. Die Trainingsmöglichkeiten in Dillingen sind stark eingeschränkt, das Risiko einer erneuten Verletzung wäre für den 22-Jährigen wohl zu groß. Woitalla und Co. turnen zwar, sind aber aufgrund des Lehrganges nicht hundertprozentig vorbereitet. „Leider gibt es keine Turnhalle in Warendorf. Wir sind sogar einmal bis nach Bochum gefahren“, berichtete Steve Woitalla. „Natürlich wären wir viel lieber zu Hause geblieben, um uns dort vernünftig vorzubereiten“, so der 21-Jährige. Doch Vater Staat rief – und der Hauptgefreite hörte.

„Damit sind wir aus einer schweren in eine fast aussichtlose Lage geraten“, sagte Oelsch vor der Abreise am Freitag. Den Nationalmannschafts-Turnern Fabian Hambüchen, Marcel Nguyen, Thomas Taranu sowie dem achtfachen Weltmeister Marian Dragulescu (Rumänien) auf Seiten des KTV Straubenhardt stehen größtenteils junge, unerfahrene Turner wie Christopher Jursch gegenüber. Auch ein Roman Zozulja und Robert Juckel in Bestform dürften wohl nur eingeschränkten Widerstand gegen die drohende Niederlage leisten können. „Natürlich wollen wir in Karlsruhe unser Gesicht wahren, aber es gibt Dinge, die sind einfach nicht möglich. Dazu zählt ein Final-Erfolg“, sagte Karsten Oelsch, der nach dem Überraschungserfolg im Vorjahr nicht an eine Wiederholung glauben kann.

„Silber ein Super-Ergebnis“

„Wir sollten uns freuen, dass wir die Silbermedaille haben. Das ist ein Super-Ergebnis für diese Saison und das Maximale, was möglich war“, erklärte Oelsch. So gehen die Cottbuser den Vergleich ruhig und ohne Illusionen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung an. Oelsch: „Wunder kann auch ich nicht vollbringen und gegen eine Übermacht gewinnen.“ Von Thomas Juschus
Heißer Tag für Turnstar Hambüchen
Oelsch:"Wunder kann auch ich nicht vollbringen"
28.11.09
Turnstar Fabian Hambüchen steht vor einem heißen Samstag: Nach dem Showdown um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft in Karlsruhe wird der 22-jährige Europameister mit dem Hubschrauber auf direktem Weg in eine TV-Show nach München geflogen.

Fabian Hambüchen Mitte November trainiert für seinen Start beim Turn-Weltcup in Stuttgart. In der mit 4000 Zuschauern voraussichtlich ausverkauften Europahalle von Karlsruhe trifft sein favorisiertes Team von der KTV Straubenhardt zunächst auf Titelverteidiger und Rekordmeister SC Cottbus. Hambüchens Riege hat eine Rechnung offen, denn im Vorjahr unterlag man überraschend den Lausitzern, die ihre dritte Meisterschaft in Serie feierten. Auch bei Stefan Raabs «Turmspringen» geht es für Hambüchen danach um Wiedergutmachung, denn sein erstes Turmspringen endete vor einem Jahr mit einem satten Bauchklatscher.

Damit die Straubenhardter Fans diesmal jubeln können, hat KTV- Macher Horst Rapp alle Register gezogen. Neben Hambüchen gehen für die Blau-Weißen in Marcel Nguyen und Thomas Taranu zwei weitere WM- Starter von London an den Start. In Doppelweltmeister Marian Dragulescu aus Rumänien und Publikumsliebling Niki Böschenstein aus der Schweiz treten zwei weitere Weltstars für die Badener an.

Daher baute Cottbus-Trainer Karsten Oelsch, der auf Philipp Boy wegen seiner Grundausbildung bei der Bundeswehr verzichten muss, schon einmal vor. «Wir wollen erhobenen Hauptes aus der Halle gehen. Wunder kann auch ich nicht vollbringen», sagte er.
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Festbroschüre zum 20-jährigen Bestehen des SC Cottbus Turnen e.V.
(PDF, ca. 6,0 MB)

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Für einen fairen Wettkampf, in dem der Beste gewinnt und der Verlierer die Leistung seines Bezwingers respektiert.
NADA - Nationale Antidoping Agentur
SPORTCLUB COTTBUS TURNEN e.V. - Dresdener Straße 18, 03050 Cottbus, Tel: (0355) 48 63 52, E-Mail: info@scc-turnen.de