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Weltcup mit "Fingerzeig"
Cottbus ist erneut die erste echte Standortbestimmung des Jahres
11.03.10
Erneut startet die Weltelite in Cottbus in ein neues spannendes und ereignisreiches Wettkampfjahr. Vom 12. bis zum 14. März wird die Lausitz-Metropole nun schon zum 34. Mal zum Mekka der internationalen Kunstturn-Szene. Mehr als 110 Top-Athleten aus 25 Nationen haben sich zum Turnier der Meister angekündigt. Das sind wiederum mehr als im vergangenen Jahr. Schließlich ist die Traditionsveranstaltung für die Turner die erste große internationale Standortbestimmung vor den Europameisterschaften im April in Birmingham und den Weltmeisterschaften im Oktober in Rotterdam.

Die Gelegenheit, sich vor dem fachkundigen und begeisterungsfähigen Lausitzer Publikum in Szene zu setzen, will sich kaum einer entgehen lassen. Das bei den Athleten überaus beliebte Turnier in der Lausitz-Arena gilt einmal mehr als ein wichtiger Fingerzeig für die Saison. Neue, aufgestockte Übungen erleben hier ihre Uraufführung auf der internationalen Bühne. Und es wäre nicht das erste Mal, dass die Medaillengewinner des Turniers der Meister auch später bei den weiteren Saisonhöhepunkten wieder auf dem Treppchen landen.

So wie im vergangenen Jahr: Ein Mann, der schon im Frühjahr in der Lausitz mit absoluter technischer Perfektion auftrumpfte und die Zuschauer in der ausverkauften Arena mit Höchstschwierigkeiten faszinierte, war im Herbst bei der WM in London das Maß aller Dinge: Kohei Uchimura siegte an der Spree mit deutlichem Vorsprung am Boden und krönte sich später an der Themse zum souveränen Mehrkampfkönig. Der Japaner gilt derzeit als der kompletteste Turner der Welt. Die Konkurrenz muss sich also ganz schön strecken, um dem Überflieger in diesem Jahr Paroli bieten zu können.

Epke Zonderland durften die Cottbuser 2009 ebenfalls exklusiv bei seinem Auftakt in eine erfolgreiche Saison bewundern. Der sympathische Niederländer wurde Zweiter am Reck und nahm den Lausitzer Schwung mit zu den weiteren Höhepunkten. Denn auch bei der WM in London kam er am Königsgerät auf den Silberrang. Bei der EM in Mailand erreichte Zonderland als Fünfter ebenfalls eine Top-Platzierung an seinem Paradegerät. Und zum krönenden Abschluss des Turnjahres feierte er beim DTB-Pokal in Stuttgart sogar den Weltcup-Sieg am Reck.

Auch die Resultate der Deutschen im vergangenen Jahr in Cottbus ließen ungefähr erahnen, was im Laufe der Saison noch zu erwarten war. So hatte Matthias Fahrig mit Rang vier am Sprung und Rang sieben am Boden ganz ordentlich in der Lausitz-Arena abgeschnitten - und offensichtlich Blut geleckt. Denn nach dem Turnier kam er richtig in Fahrt. Das einstige "enfant terrible" des DTB-Teams gewann bei der EM Silber am Boden und Bronze am Sprung. Bei der WM rettete der Hallenser mit den starken Plätzen vier am Sprung und sechs am Boden sogar die deutsche Bilanz.

Der Name Marcel Nguyen kommt dem Lausitzer Publikum inzwischen ganz locker über die Lippen. Der Sohn eines Vietnamesen und einer Deutschen begeisterte 2009 am Cottbuser Barren mit seinem schweren Tsukahara-Abgang. Doch weil er ihn nicht in den Stand bringen konnte, reichte es am Ende nur zu Platz acht. Aber die Fans feierten ihn trotzdem. Dass der Bayer auch ein starker Mehrkämpfer ist, bewies er dann bei der WM, wo ihm mit Platz zwölf im Finale der Allrounder der Durchbruch an die Weltspitze gelang.

Auch ein Mann, der im vergangenen Jahr bei der EM Geschichte schrieb, gab zuvor in Cottbus seine Visitenkarte ab: Fabian Hambüchen. Beim Weltcup in der Lausitz landete er zwar ungewohnt weit hinten (Sechster am Barren, Achter am Reck), ließ sich davon aber nicht beeindrucken und startete zwei Wochen später in Mailand wieder richtig durch. Als erster Deutscher in der 54-jährigen Historie von Turn-Europameisterschaften gewann der Hesse den Mehrkampftitel. Zudem holte er Gold am Boden und Bronze am Barren.

Dass es beim 33. Turnier der Meister einen Heimsieg für Deutschland zu feiern gab, dafür sorgte Anja Brinker. Mit deutlichem Vorsprung gewann sie die Konkurrenz am Stufenbarren und setzte damit ein dickes Ausrufezeichen. Dem Triumph in Cottbus ließ sie bei der EM überraschend die Bronzemedaille folgen.

In diesem Jahr schickt der Deutsche Turner-Bund beim Weltcup in der Lausitz wieder ein starkes Aufgebot ins Rennen. Mit dabei sind die Lokalmatadoren Philipp Boy und Robert Juckel vom deutschen Rekordmeister SC Cottbus. Komplettiert wird die Männer-Riege von Matthias Fahrig, Marcel Nguyen, und Thomas Taranu. Bei den Frauen gehen die lange verletzten Marie-Sophie Hindermann und Oksana Chusovitina sowie Youngster Maike Roll an den Start.

Nicht nur die Sportler und Fans blicken dem Turnier der Meister mit Spannung entgegen. "Nach den veränderten und aufgestockten Übungen wird sich in Cottbus zeigen, wo die Athleten im europäischen Vergleich einzuordnen sind und wie stabil die neuen Übungen geturnt werden", sagt DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam.

Und die Organisatoren tun wie gewohnt alles dafür, dass das Turnier der Meister wieder ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten wird. Drei Tage Hochspannung in der Lausitz-Arena sind garantiert. Die rumänische Spitzenturnerin Sandra Izbasa kündigt bereits auf großen Plakaten das Event an. Und wer weiß, vielleicht lächelt sie dieses Mal auch vom Podest. Denn schon im vergangenen Jahr hatten die Ausrichter ein glückliches Händchen bei der Wahl ihres Covergirls bewiesen: Die Slowenin Adela Sajn holte am Boden Bronze, ihr erstes Weltcup-Edelmetall.
bewo
Philipp Boy beim Weltcup in Cottbus
Zuletzt machte Philipp Boy als Unterwäschemodel in der Zeitschrift „GQ Style“ auf sich aufmerksam. Beim 34. Turnier der Meister (Freitag bis Sonntag, Lausitz-Arena) will der Turner vom SC Cottbus wieder sportlich für Schlagzeilen sorgen.
10.03.10
Philipp Boy als Wäschemodel im Designerslip in Szene gesetzt. Beim Weltcup will der 22-jährige Cottbuser wieder sportlich überzeugen. Der Körper, das wichtigste Kapital des 22-Jährigen, streikte aber zuletzt öfter als es ihm lieb wahr. Boys Wunsch für die Saison 2010 lautet deshalb: „Gesund bleiben.“ Vor allem das Weltcup-Turnier in Cottbus war für Boy bisher kein gutes Pflaster. Bislang steht das Turnier der Meister für den Lokalmatador als Synonym für Pleiten, Pech und Pannen. 2007, bei seiner geplanten Premiere vor heimischen Publikum, zog sich der „Sunny-Boy“ beim Treppensteigen einen Außenbandabriss am linken Fuß zu – das Aus. Ein Jahr später, mit der WM-Bronzemedaille von Stuttgart im Gepäck, musste Boy aufgrund der langwierigen Nachwirkungen einer Schulterverletzung passen. Und im Vorjahr stoppte Boy eine Verletzung am kleinen Finger der rechten Hand.

Boy schaffte danach zwar den Sprung zurück in die deutsche Spitze, belegte bei der EM in Mailand im Mehrkampf einen starken vierten Platz und gewann im Sommer bei den deutschen Meisterschaften am Boden seinen ersten Titel. Eine Schweinegrippe-Erkrankung, eine bis heute nicht vollständig diagnostizierte Fuß-Verletzung von der WM in London sowie ein großer Trainingsrückstand durch den Wechsel in die Sportförderkompanie der Bundeswehr behinderten den ambitionierten Boy erneut eins ums andere Mal.
(lr-online.de)
Hajo Schulze zum 80. Geburtstag
"Kaupe"
08.03.10
Zum 80 Geburtstag des Lausitzer Journalisten Hajo Schulze überbrachte SCC- Präsident Wolfgang Wollgam die Glückwünsche unseres Vereins.

Bekannt für seine akribischer Arbeit hat der Journalist stets Fakten zu Ereignissen, Persönlichkeiten, Sportlern und events zusammengetragen und öffentlich gemacht.

Dafür unseren Respekt und unsere Anerkennung. Alles Beste Hajo !
(scc)
Turn-Trainer benennen Weltcup-Aufgebot für Cottbus
Boy und Juckel im Aufgebot
08.03.10
Chef-Trainer Andreas Hirsch hat in Kienbaum sein Aufgebot für den Turn-Weltcup in Cottbus (12. bis 14. März) benannt. In Abwesenheit von Superstar Fabian Hambüchen soll nun vor allem Marcel Nguyen beim «Turnier der Meister» punkten.

Der 22 Jahre alte Unterhachinger wird am Boden, Barren, Ringen und Reck ins Rennen gehen. Matthias Fahrig aus Halle/Saale (Boden/Sprung/Barren), die beiden Lokalmatadoren Philipp Boy (Pauschenpferd/Reck) und Robert Juckel (Pauschenpferd) und Thomas Taranu (Ringe/Sprung) aus Straubenhardt komplettieren das deutsche Starterfeld bei den Männern.

Bei den Frauen kann Chef-Trainerin Ulla Koch nach dem verletzungsbedingten Ausfall der deutschen Meisterin Kim Bui (Kreuzbandriss und Meniskusschaden) nur drei Starterinnen nach Cottbus schicken. Olympia-Teilnehmerin Marie-Sophie Hindermann (Tübingen) und Nachwuchsturnerin Maike Roll (Söllingen) werden in der Lausitz-Arena an Stufenbarren, Schwebebalken und Boden turnen. Zusätzlich wird die 34 Jahre alte Kölnerin Oksana Chusovitina ihr Comeback am Sprung feiern.
Müller, Reinke und Jugert hoffen auf EM
Die Cottbuser Trampolin-Turnerin Silva Müller hat mit hervorragenden Leistungen beim Ruhrcup in Essen ihre Chancen auf eine Teilnahme an den Jugend-Europameisterschaften (JEM) im April in Bulgarien gesteigert. Nach dem zweiten von insgesamt drei Qualifikationswettkämpfen liegt die Sportschülerin in der Qualifikationswertung derzeit auf Rang drei.
08.03.10
Nominiert werden die vier besten deutschen Nachwuchs-Turner. Silva Müller gewann erneut vor ihrer Vereinskameradin Henriette Reinke. Letztere liegt in der internen Rangliste auf Platz fünf und kann beim internationalen Grenzland-Cup (letzte Qualifikation) in zwei Wochen ebenfalls auf eine Nominierung hoffen.

Nach einem starken Vorkampf riskierte Jugendturnerin Stephanie Böhme im Finale alles, beendete ihre Übung aber leider vorzeitig. Für eine Überraschung sorgte in der Altersklasse der Jugendturner Steve Jugert, der sich ebenfalls für die JEM ins Spiel brachte. Erstmals gingen die neunjährigen Turnerinnen Luise Kochan und Tina Kanzog an den Start. Für ihre Platzierungen im Mittelfeld gab es von Trainer Christian Bach ebenso Lob wie für Christina Knöfel.
SCC-Turner überzeugen beim National Team Cup
DTB-Team gewinnt in Buttenwiesen.
08.03.10
Die Auswahl des DTB hat am Samstag den 5. National Team Cup in Buttenwiesen gewonnen.

Die Riege um den Mehrkampf-Spezialisten Eugen Spiridonov siegte mit 259,30 Punkten vor dem deutschen Mannschaftsmeister KTV Straubenhardt (257,20) und einer Auswahl der Deutschen Turnliga (241,95).

Routinier Spiridonov lieferte vor 1200 Zuschauern in der ausverkauften Riedblickhalle mit 87,25 Punkten den besten Mehrkampf, zweiter wurde der Unterhachinger Marcel Nguyen (87,05), der für seinen Ligaverein KTV Straubenhardt an den Start ging.

In Buttenwiesen gingen mit Philipp Boy (DTB-Team), Robert Juckel und Steve Woitalla (beide DTL-Auswahl) drei SCC-Turner an den Start. Alle Cottbuser starteten jedoch nur an einzelnen Geräten. Vor allem Juckel und Boy zeigten dabei an ihren Spezialgeräten herausragende Übungen.

Interessant wird es für die Turner am heutigen Montag, wenn der Bundestrainer Andreas Hirsch die Nominierung für die kommenden internationalen Aufgaben bekanntgeben wird.
Gestatten "GUSTAV"
Programm zum "Turnier der Meister" ab Freitag kostenlos in der Lausitz-Arena
05.03.10
Der "GUSTAV" - Das Magazin zum Cottbuser Turnjahr 2010 erscheint wie in jedem Jahr pünktlich zum Weltcup "Turnier der Meister®".

Natürlich ist das weltweit älteste Turnier von Spitzenformat auch in geballtem Umfang im "GUSTAV" 2010 vertreten. Neben dem Leitartikel zur 34. Auflage des Cottbuser Turniers erfährt der geneigte Leser alles über die internationalen Stars und die deutschen Starter beim Weltcup oder die Historie aus Sicht des ehemaligen Turniersiegers Holger Behrendt. Dazu gibt es aktuelle Betrachtungen von den DTB-Cheftrainern Andreas Hirsch und Ulla Koch, ein Interview mit Matthias Fahrig, sowie wissenswertes, statistisches und besonderes. Abgerundet wird der "GUSTAV" mit einem bebilderten Rückblick auf das Turnier der Meister 2009, einem Review des DTL-Finales 2009 sowie einen Vorgeschmack auf die noch im März startende neue Saison und Berichte.

Das 72-seitige prall gefüllte Heft ist ab Freitag in der Lausitz-Arena kostenfrei zu erhalten. Halten Sie also Ausschau nach ihrem ganz persönlichen "GUSTAV".
Offizielles Turniershirt 2010
Cottbuser Weltcup-Souvenir am Freitag in der Lausitz-Arena erhältlich
05.03.10
Es ist seit Jahren das Erinnerungs-Stück schlechthin und überall auf der Welt im Einsatz. Ob bei Olympia, bei Welt- und Europameisterschaften oder zuletzt beim Deutschen National-Team-Cup. T-Shirts vom "Turnier der Meister®" in Cottbus aus der jüngeren oder älteren Vergangenheit sind überall mit am Start.

Das offizielle T-Shirt zum 34. Turnier der Meister® 2010 ist in diesem Jahr olivgrün und hat einen deutlich orangenen Aufdruck. Traditionell sind alle teilnehmenden Nationen auf dem Rücken aufgedruckt.

Ab Freitag ist das T-Shirt zum Weltcup 2010 am offiziellen Merchandising-Stand im Foyer der Lausitz-Arena erhältlich. In Kindergrößen von Gr. 152 bis Gr. 164 kostet das gute Stück Baumwolle nur 10,00 Euro - Erwachsene (S, M, L, XL, XXL) zahlen 12,00 Euro für ein Turnier-Shirt. Nach dem großen Erfolg im Vorjahr sind auch dieses Jahr wieder "Girlie-Shirts" erhältlich. Diese speziell für Frauen etwas knapper und taillenbetont geschnittenen Oberteile gibt es in den Größen S, M und L für ebenfalls 12,00 Euro.
„Bin mit einem Unterhaltungs-Gen geboren“
Die 34-jährige Joey Grit Winkler moderiert in diesem Jahr bereits zum dritten Mal das Turnier der Meister in Cottbus. Den geschulten Augen des Publikums wird die attraktive Blondine aber weniger aus dem Sport, sondern viel mehr aus dem Fernsehen bekannt sein. Schließlich ist die frühere Cottbuserin und jetzige Wahl-Münchenerin seit Jahren des Gesicht der RTL II-Sendung „Schau dich schlau“ und des „sky Magazin“ beim Pay-TV-Sender sky. Zudem veröffentliche die ehemalige Finanzbeamtin erst vor wenigen Wochen ihre erste Sport-DVD „Perfect Body Workout“. GUSTAV sprach mit der Moderatorin über Sport, Beruf und Heimat.
05.03.10
Joey Grit Winkler, Sie sind in Ihrem bisherigen Leben viel herum gekommen, leben inzwischen in München. Betrachten Sie Cottbus beziehungsweise Ihren Geburtsort Oschatz eigentlich noch als Ihre Heimat und falls ja, warum?
Natürlich ist Cottbus Heimat für mich. Genauso wie Sachsen, wo ich geboren bin. Hier lebt meine Familie, da fühl ich mich zu Hause. Hier ist Zeit zum Ausruhen und zum Auftanken.

Als Moderatorin für Wissenschafts- und Lifestylemagazine liegt die Verbindung zum Sport nicht unbedingt auf der Hand. Wie sind Sie persönlich zum Kunstturnen bzw. zum Turnier der Meister gekommen?
Schon in der 1. Klasse war ich zwei Mal in der Woche beim Turnen und habe es geliebt. Das war genau mein Sport und dem verdanke ich noch heute meine gute Figur. Leider war ich nicht herausragend gut, sodass ich mehr auf den Plätzen 4 und 5 - im Bundesländer-Wettkampf, also nicht der Rede wert - als auf dem Treppchen gelandet bin. Früher gab es ja immer und überall Medaillen, was ich natürlich großartig fand. Ich glaube davon habe ich 22, darunter sechs Mal Gold und die meisten in Bronze. Doch von Urkunden für den 4. oder 5. Platz habe ich bestimmt mehr als 100. Die Sportlerinnen und Sportler, die zum Turnier der Meister nach Cottbus kommen, sind meilenweit von mir entfernt.
Als Animateur in verschiedenen Club-Hotels und bei Antenne Brandenburg habe ich meine erste Moderations-Erfahrung gesammelt. Turnierdirektor Mirko Wohlfahrt, der mich schon als Jugend-Trainer aus der Turnhalle kannte, hörte Antenne und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte Ecki Herholz beim Turnier der Meister zu unterstützen. Das war eine große Ehre für mich. Ecki ist schon so lange dabei und ein echter Vollprofi. Ich bewundere ihn vor allem dafür, was er alles über jeden einzelnen Turner weiß, egal ob Nachwuchs-Talent oder Favorit - privat oder in der turnerischen Laufbahn. Wie in den Jahren 2000 und 2001 werde ich Ecki beim bunten Programm zur Seite stehen. Die sportlichen Kommentare überlasse ich lieber dem "alten Hasen“ im Business. Er macht das einfach am besten.

Früher war die Olympiasiegerin, mehrfach Welt- und Europameisterin sowie 18-fache TdM-Gewinnerin Maxi Gnauck ihr großes Vorbild. Gibt es auch aktuell Turnerinnen und Turner, die Sie bewundern?
Ich halte immer unseren deutschen Turnerinnen ganz fest die Daumen. Es ist schade, dass Joeline Möbius nicht mehr dabei ist, ich hätte die 17-jährige Olympionikin gern live gesehen. Doch ich kann ihre Eltern auch verstehen. Gespannt bin ich auf Oksana Chusovitina - sie ist ein echtes Urgestein im Turnen. Schon damals in 2000 und 2001 hat sie Medaillen mit nach Hause genommen – seinerzeit allerdings noch nicht für Deutschland. Fabian Hambüchen macht sich auf über den großen Teich, wie auch andere die zum "American Cup" gehen. So ist also alles offen. Das finde ich wahnsinnig spannend, denn es wird sicher die ein oder andere Überraschung geben. Man kann nur wenig voraussagen und vielleicht erleben wir echte Geheimtipps für die Weltmeisterschaft in Rotterdam oder auch unsere EM 2011 in Berlin.

Sie haben einen eher ungewöhnlichen Weg eingeschlagen, bevor sie Journalistin wurden - studierten Finanzwirtschaft, arbeiteten als Finanzbeamtin und warfen alles hin, um als Club-Animateurin auf die Kanarischen Inseln zu ziehen. Wie entstand der Wunsch als Journalistin zu arbeiten, woher die Liebe zum Journalismus?
Im Grunde bin ich mit einem Unterhaltungs-Gen geboren. Ich bringe Menschen gern Freude und am schönsten ist es, wenn Sie dabei auch noch etwas für sich herausziehen oder mitnehmen können. Einfach mal alle Sorgen vergessen und mit Spaß noch etwas lernen. Das will ich anderen Menschen geben. Das kann ich am besten, viel besser als Steuern im Finanzamt berechnen. Das haben inzwischen auch meine Eltern eingesehen. Sie wollten, dass ich einen sicheren Job bis zur sicheren Rente habe. Und Steuern wird es immer geben - damit haben sie noch heute Recht.

Sie moderieren das Turnier der Meister nach 2000 und 2001 schon zum dritten Mal. Dabei stehen Sie jedoch zum ersten Mal im Rampenlicht der Lausitz-Arena. Aufgeregt?
Oh ja, ich bin sehr gespannt auf die Lausitz-Arena. Ich habe sie bisher nur auf Fotos gesehen - so ist die Vorfreude noch größer.

Sie arbeiten beim Pay-TV-Sender sky, landläufig als übertragender Sender der Fußball-Bundesliga stets mit Sport in Verbindung gebracht, als Moderatorin. Dort führen Sie durch das „sky Magazin“ und beschäftigen sich weniger mit Sport, sondern vor allem mit Lifestyle, Filmen und Stars. In welchem Bereich fühlen Sie sich persönlich wohler – im Sport oder im Lifestyle?
Ganz klar: Entertainment. Ich mag Turnen, aber als reiner Sport-Moderator muss man auch viel Ahnung von Fußball, Basketball, Handball und anderen Sportarten haben. Darüber weiß ich nicht viel mehr als man in der Schule lernt. Ich bin absolut kein guter Sport-Kanal-Moderator. Es sei denn Ecki Herholz und ich gründen unseren eigenen Kunstturnen-Sender. Dann denk ich noch einmal darüber nach.

Für viele TV- und Radio-Moderatoren gilt eine Bühnen- bzw. Showmoderation als besondere Herausforderung. Wie ist das bei Ihnen – Lust oder Frust?
Ja, das stimmt. Vor der Kamera habe ich überhaupt keine Angst und bin selten aufgeregt. Nicht einmal, wenn Brad Pitt oder Quentin Tarantino zum Interview kommen. Aber auf der Bühne, vor einem riesigen Publikum, sieht das ganz anders aus. Ich kann gar nicht beschreiben, wie sich das anfühlt von Tausenden von Menschen angeschaut zu werden, mit einer großen Erwartung in den Augen. Viele sind euphorisch, freuen sich auf das Event und schreien sich die Kehle aus dem Leib. Dagegen anzuhalten, ohne selbst immer lauter zu sprechen oder gar zu vergessen, was man sagen wollte, ist Königsklasse. Auf der anderen Seite will man aber auch diejenigen mitreißen, die noch nicht ganz ihren Alltag verdrängt haben. Man will sie mitreißen und für die Sache begeistern. Man will sie teilhaben lassen, Freud und Leid bei so einem Turnier mit ihnen teilen. Machen Sie das mal, bei so vielen unterschiedlichen Menschen - das ist gar nicht so einfach.

Bei den Olympischen Spielen wurden aktuell beim Eiskunstlaufen der Herren und im Skispringen darüber diskutiert, auch im Turnen wird immer wieder darüber geredet – die Faszination von höher, schneller, weiter. Wie stehen Sie persönlich zu dieser Entwicklung im Sport?
Ich finde diese Entwicklung zu höher, schneller, weiter eigentlich schade. Vor allem, weil es immer mehr Sportunfälle gibt, die man kurz wahrnimmt und in der nächsten Sekunde schon ein neuer Sportler in den Startlöchern steht. Doch woran liegt das denn? An den Zuschauern, die mehr Adrenalin spüren wollen und gefährliche Anblicke lieben, weil ihnen dann schon beim Zuschauen das Blut in den Adern stockt? Oder liegt es daran, dass es immer mehr richtig gute Sportler gibt, die man nach alten Regeln fast zu zehnt auf den ersten Platz stellen müsste, weil man sie nicht unterschiedlich bewerten kann? Oder an den immer besseren Geräten, die höher, schneller, weiter erst ermöglichen? Oder an ambitionierten Trainern, die wollen, dass ihre Sprösslinge besser sind, als sie es selbst waren und gewinnen, was sie früher nicht gewinnen konnten? Oder, oder, oder... Darüber kann man lange diskutieren, ohne zu einem Ergebnis zu kommen - es wird sich nichts ändern. Entweder man will dabei sein, schwimmt mit und ist sich der Gefahren bewusst oder man geht eben einen völlig anderen Weg. Bei fast 7 Milliarden Menschen auf der Erde - Tendenz steigend - wird es immer welche geben, die mit- und weitermachen. Das ist das Problem und deshalb wird das auch nicht aufhören.

Sie sind seit fast drei Jahren Mutter. Würden Sie Ihren Sohn zum Kunstturnen schicken oder doch lieber zu einer weniger „gefährlichen“ Sportart?
Sport ist wie Essen - zu viel von nur einer Sache kann ungesund sein. Fakt ist: Alles in Maßen ist gut für die Figur, die Gesundheit, das Glücksgefühl, die Lebensenergie und das Selbstwertgefühl. Mein Kind darf zum Kunstturnen - sehr gern sogar.

Eine letzte Frage. Sie haben von sich Reden gemacht, als sie live vom House-Running ( Anm. d. Red.: von einem Hausdach an der Wand entlang abwärts laufen) des 60 Meter hohen Lindner Congess Hotel moderierten oder auch als Sie sich beim Flug in die Schwerelosigkeit filmen ließen. Könnte man Sie frei nach einem Psychothriller mit Bridget Fonda beschreiben mit: „Weiblich, ledig, jung sucht...“?
… den Nervenkitzel? Ja, das war ich früher. Heute als Mama - aber noch nicht verheiratet - bin ich tatsächlich viel ruhiger geworden. Als ich vor fünf Monaten noch einmal für RTL II und "Schau dich schlau!" House-Running machen sollte, konnte ich nicht einmal über die Kannte gehen. Ich hatte plötzlich Angst. Angst davor, dass mir etwas passiert und mein Kleiner sechs Wochen oder vielleicht sogar länger ohne Mami klar kommen muss. Es war wirklich komisch, denn ich fühlte mich vorher immer so sicher. Ich hab's ja schon mal gemacht. Doch Zeiten ändern sich - oder wie Rapper Bushido sagen würde: Zeiten ändern Dich.
Turnier der Meister® der Gradmesser für das Turnjahr
Mit dem diesjährigen Turnier der Meister geht der Weltcup in Cottbus in seine mittlerweile 34. Auflage. Eine bemerkenswerte Zahl eines Traditionsturniers, dass sich von so vielen anderen Veranstaltungen im internationalen Kalender wohltuend unterscheidet und jedes Jahr aufs Neue beweist, dass es etwas besonderes ist.
03.03.10
Das sehen nicht nur die Zuschauer so, sondern auch die Aktiven. Die Cottbuser Organisatoren haben es über Jahre hinweg geschafft, ein besonderes, familiäres Flair zu erschaffen. Ohne bürokratischen Hürden, mit engen direkten Kontakte und pragmatischen Lösungswegen. Andauernde Diskussionen um Turniermodus, Status, Austragungsort und Hallengröße konnten dem Turnier - auch durch großen persönlichen Einsatz auf sportpolitischer Ebene – bisher nichts anhaben. Viele Turnfans und vor allem Athleten hoffen, dass dies so bleibt und quittieren ihre Sympathie für eines der ältesten Turnturniere der Welt durch ihre Treue.

So ist es auch in diesem Jahr: Das Turnjahr in Deutschland beginnt üblicherweise mit Weltcup in der Lausitzarena. Wer international mitmischen will und wissen möchte, welche Wege und Trends die internationale Konkurrenz am Gerät einschlagen wird, der kommt um Cottbus nicht herum. 2008 zeigte die spätere Olympiasiegerin He Kexin aus China bereits hier ihre grandiose Olympiakür am Stufenbarren, mit der sie später in ihrer Heimat Gold holte und US-Superstar Nastia Liukin auf den zweiten Platz verwies. Der Blick auf die Meldeliste zeigt, dass auch in diesem Jahr viel Spektakuläres und Neues in der Lausitzarena geboten werden wird.

Nehmen wir zum Beispiel Epke Zonderland: Der Niederländer ist aktueller Vizeweltmeister am Reck und fällt nicht nur durch seine unkonventionelle Haarpracht, sondern vor allem durch seinen verrückten Stil an der 28 Millimeter dünnen Stange auf. Kaum ein Turner im Weltzirkus wagt so spektakuläre Flugelemente, immer auf des Messers Schneide, wie der 23-Jährge aus Heerenveen. Teamkollege Jeffrey Wammes als Vorjahressieger am Sprungtisch turnte ebenfalls schon zahlreiche internationale Finals und überzeugt dagegen durch seinen extrem sauberen und eleganten Stil.

Elegant ist auch ein Attribut, welches voll und ganz auf Marta Pihan-Kulesza zutrifft. Die Polin siegte 2009 am Schwebebalken und bereichert auch 2010 nicht nur optisch das Turnier der Meister. Ein anderer Turner ist auch ohne große Siegchancen eine Bereicherung für jedes Starterfeld.
Espen Jansen tourt schon seit Jahren unter dem Synonym „ältester Teilnehmer“ bei den großen Turn-Events um die Welt. Mit 41 Jahren hält der vierfache Familienvater die inoffizielle „Weltrekordmarke“ von 13 WM-Teilnahmen. Ein Ende scheint für den Norweger trotzdem noch nicht in Sicht. „Solange s mir Spaß macht...“, lautet seine Devise.

Dies sind nur einige Gegner der deutschen Starterinnen und Starter, für die es laut DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam darum geht, „nach den veränderten und aufgestockten Übungen zu zeigen, wo man im europäischen Vergleich einzuordnen ist“. Matthias Fahrig, Marcel Nguyen, Philipp Boy, Robert Juckel, Brian Gladow Thomas Taranu, Oksana Chusovitina, Marie-Sophie Hindermann und Maike Roll müssen also kurz vor den Europameisterschaften Ende April in Birmingham zeigen, was ihnen steckt.

Keine leichte Aufgabe für die Mitglieder des Turn-Team Deutschland, startet doch jeder mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die Saison. Matthias Fahrig hat ein phantastisches Turnjahr hinter sich. Das „Sprungwunder“ aus Halle erkämpfte sich 2009 bei der EM zwei Medaillen und stand als einziger Deutscher Athlet im Herbst bei der WM in London in den Gerätfinals. 2010 wird er sich daran messen lassen müssen, neben Fabian Hambüchen der zweite deutsche Turner in der Weltspitze zu sein. Eine Bürde, mit der der charismatische Publikumsliebling sicherlich umzugehen weiß. Auch wenn „Matze“ zuletzt mit einer Fußverletzung samt OP zu kämpfen hatte.

Deutlich mehr Verletzungspech hatte Oksana Chusovitina: Die 34-jährige Turnlegende verbrachte nach Bizeps- und Achillessehnenriss im vergangenen Jahr fast mehr Zeit in der Rehabilitation als in der Turnhalle. In Cottbus will die Silbermedaillengewinnerin von Peking und neunfache Cottbuser Titelträgerin alte Stärke zeigen. Ziel der Kölnerin ist es, die deutsche Frauenriege bei der EM in Großbritannien anzuführen. Marie-Sophie Hindermann musste ebenfalls lange gegen eine Verletzung der Achillessehne ankämpfen. Die Tübingerin ist mit ihrer Größe und Ausstrahlung eine Augenweide an jedem Gerät. 2007 bei der WM in Stuttgart belegte sie am Stufenbarren den fünften Rang. Ob die Schwäbin schon wieder an ihre alte Form anknüpfen kann, wird sich in Cottbus zeigen. Zusammen mit ihren jungen Teamkollegin Maike Roll und Elisabeth Seitz (nach dem Auftritt beim American Cup geschont) bilden sie „das Rückrad unseres Teams für die großen Veranstaltungen in diesem Jahr“, so Cheftrainerin Ulla Koch.

Mit den Lokalmatadoren Philipp Boy und Robert Juckel vom SC Cottbus wird auch in diesem Jahr wieder ordentlich Stimmung in der Lausitzarena einkehren - so viel ist sicher. Es spricht für die Qualität und Erfahrung des 28-jährigen Juckel, dass Chefcoach Andreas Hirsch erneut auf ihn setzt.
Philipp Boy wird nach überstandenem Grundwehrdienst alles daran setzen, bis zur EM die richtige Wettkampfform zu erlangen. Beim Turnier der Meister wird der Vergleich mit Spezialisten wie Zonderland zeigen, wie der Status quo - nicht nur von Boy - ist.

Es wird spannend, freuen wir uns drauf!
(TH)
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MEILENSTEINE

Festbroschüre zum 20-jährigen Bestehen des SC Cottbus Turnen e.V.
(PDF, ca. 6,0 MB)

Wir stehen für einen sauberen Sport!
Für einen fairen Wettkampf, in dem der Beste gewinnt und der Verlierer die Leistung seines Bezwingers respektiert.
NADA - Nationale Antidoping Agentur
SPORTCLUB COTTBUS TURNEN e.V. - Dresdener Straße 18, 03050 Cottbus, Tel: (0355) 48 63 52, E-Mail: info@scc-turnen.de