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SCC turnt sich an Tabellenspitze
Juckel, Boy und Woitalla in Top-Form
29.03.10
Traumstart für den SC Cottbus in der Deutschen Turn-Liga (DTL): Nach dem Heimsieg gegen Hannover/Celle setzte sich der deutsche Rekordmeister am Samstag am zweiten Wettkampftag auch beim Dauerrivalen Turn-Team Stuttgart ungefährdet mit 44:16 Score-Points (11:1 Gerätepunkte) durch und übernahm damit die Tabellenführung.

Lediglich am Pferd konnten die Schwaben halbwegs mithalten und knöpften den Gästen aus der Lausitz beim 5:5 einen Punkt ab. Ansonsten zeigte sich die SCC-Riege, die diesmal von Christian Adolf betreut wurde, ungefährdet. Zum Einsatz in der Hegelhalle von Stuttgart-Vaihingen kamen Philipp Boy (17 Score-Points), Roman Zozulja (9), Robert Juckel (8), Steve Woitalla (6), Philip Sorrer (4) und Alexander Grötsch. Boy zeigte erneut seine beeindruckende Übung am Reck (Ausgangswert 5,8), für die er 16,05 Punkte und damit den Tagsehöchstwert entete. Robert Juckel kam auf 15,30 Punkte. Steve Woitalla empfahl sich zudem erneut mit einer starken Sprungübung (15,50). „Das war wieder ein schöner Wettkampf der gesamten Mannschaft. Auch ich konnte meine Steigerung belegen“, freute sich Woitalla. Bester Turner der Gastgeber war Sebastian Krimmer (7), der unter der Woche beim Weltcup in Doha noch den zweiten Platz am Pauschenpferd belegt hatte.

Mit dem zweiten Sieg setzte sich der amtierende deutsche Vize-Meister vorerst an die Tabellenspitze der DTL, profitierte dabei aber auch von der Verlegung des Wettkampfes zwischen Hannover/Celle und Titelverteidiger KTV Straubenhardt. Die Riege um Ex-Weltmeister Fabian Hambüchen hat sich unter der Woche nochmals verstärkt. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall vom sechsmaligen Weltmeister Marian Dragulescu (Rumänien) verpflichtete der Mannschaftsmeister mit Nico Böschenstein (Schweiz) und Ruslan Nigmadzyanov (Russland) zwei internationale Hochkaräter. Der mehrmalige Schweizer Nationalturner Böschenstein stand bereits im Meisterschaftskader der Straubenhardter 2009 und war Publikumsliebling bei der Champions Trophy 2009. Nigmadzyanov ist der deutschen Turnszene vor allem durch seine Teilnahme beim Turnier der Meister im Jahr 2008 in guter Erinnerung.

Am Ostersamstag empfängt der Vize-Meister Cottbus im Kolkwitz-Center die Turner des FC Bayern München (Beginn 15 Uhr).
(lr-online.de)
SCC mit zweitem Saisonerfolg beim Klassiker
München schafft die Überraschung
28.03.10
Der SC Cottbus kam zu einem nie gefährdeten 44:16 Score Erfolg beim TurnTeam Stuttgart und setze sich damit am zweiten Wettkampftag an die Tabellenspitze. Lediglich am Pauschenpferd kam es mit einem 5:5 zu einer Punkteteilung. Über eine deutliche Halbzeitführung von 20:8 Score Points, bauten die Lausitzer auch nach der Halbzeit den Vorsprung weiter aus und machten somit den zweiten Saisonerfolg perfekt. Philipp Boy (SC Cottbus) sicherte sich mit 17 Score Points den Sieg in der Scorer Wertung bei diesem Klassiker.

Aufsteiger FC Bayern München besiegte die TG Saar durch eine überragende Reckleistung mit 37:30 Score Points. Mit 13:0 Score Points siegten die Münchener am Reck und vereitelten damit den zweiten Saisonerfolg der Saarländer. Die Mannschaft von Viktor Schweizer hatte den besseren Start am Boden und führte zur Halbzeit mit 23:12 Score Points. Doch nach der Pause wendete sich das Blatt und alle Geräte gingen an Bayern München. Schadlos konnten sich die Saarländer in der Top Scorer Wertung halten. Mit 13 Score Points gewann Anton Fokin diese Wertung.

Das Mitteldeutsche TurnTeam Chemnitz/Halle holte sich mit einem 40:30 Score Points Erfolg gegen den TV Wetzgau zwei wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Wie bereits im Vorfeld vermutet, traten hier zwei gleichwertige Mannschaften aufeinander. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, so dass die Erfolge am Barren (8:3) und Reck (6:3) den Ausschlag für den Erfolg der Mitteldeutschen ergaben. Nationalturner Helge Liebrich (TV Wetzgau), der insgesamt in drei direkten Duellen auf Nationalmannschaftskollege Matthias Fahrig traf, holte sich nach einer sehr guten Leistung mit 12 Score Points das Top Scorer Shirt.
(dtl)
Cottbuser Turner müssen in Stuttgart improvisieren
Auswärtshürde beim Dauerrivalen
27.03.10
Nach dem klaren Auftaktsieg gegen das Niedersächsische Turn-Team (NTT) Hannover/Celle stehen die Turner des SC Cottbus am heutigen Samstag (15 Uhr) vor einer schweren Auswärtshürde. Beim TurnTeam Stuttgart müssen die Lausitzer ohne den erkrankten Victor Weber auskommen.

Der Ausfall von Victor Weber, beim 44:16-Sieg gegen Hannover an drei Geräten im Einsatz, ist ein herber Schlag für die Mannschaft von Trainer Karsten Oelsch. „An Sprung, Barren und Reck haben wir damit einen Engpass und müssen ein bisschen improvisieren“, sagt der Coach des Vize-Meisters. Gut möglich also, dass damit der zuletzt noch etwas angeschlagene Philip Sorrer mehr Einsätze bekommt oder Philipp Boy trotz seiner hartnäckigen Fußverletzung am Sprung ran muss. Zudem liebäugelt Oelsch mit einem Einsatz Steve Woitallas am Reck, der damit beinahe den vollen Sechskampf bestreiten würde. Bauen kann der Trainer ansonsten erneut auch auf Roman Zozulya und Robert Juckel. „Es wird trotzdem ordentlich schwer für uns“, blickt Karsten Oelsch voraus.

Auf Stuttgarter Seite glaubt Trainer Klaus Nigl an eine „recht gute Chance“ seines Teams. Nach der herben Auftaktpleite bei der KTV Straubenhardt (15:58) kann Nigl wieder mit Anton Wirt und Sebastian Krimmer planen, die am vergangenen Wochenende beim Weltcup in Doha weilten.

Der mehrfache deutsche Meister Stuttgart, der jüngst den Rückzug seines Hauptsponsors EnBW verkraften musste, peilt in der Liga dennoch erneut Rang drei an. Zunächst jedoch steht das Duell gegen Cottbus an. „Wer am Ende gewinnt, hängt von der Tagesform ab“, glaubt Nigl.
(lr-online.de)
Klassiker steigt in Stuttgart
SCC zu Gast in Stuttgart
25.03.10
Am zweiten Wettkampftag der Männerbundesliga kommt zum Bundesligaklassiker zwischen dem TurnTeam Stuttgart und dem Rekordmeister SC Cottbus. Nicht weniger als 15 Meistertitel treffen in der Stuttgarter Hegelhalle ab 15.00 Uhr aufeinander. Beide Teams gehen seit Jahren den gesunden Mittelweg zwischen der Integration von jungen Turnern gepaart mit den Routiniers, ohne deren Erfahrung eine Mannschaft nicht auskommt. Momentan scheint sich die Waage ein wenig Richtung den Lausitzern zu neigen, die am ersten Wettkampftag beim Erfolg gegen das Niedersächsische TurnTeam schon eine gute Frühform zeigte. Die Stuttgarter gehen als Außenseiter in diesen Wettkampf, sehen sich aber nicht chancenlos im Kampf um die zwei Punkte.

Der Aufsteiger FC Bayern München empfängt zu seinem ersten Heimkampf der noch jungen Saison die TG Saar. Die Münchener Bayern verpassten nur denkbar knapp bei der 42:39 Niederlage gegen den TV Wetzgau eine optimale Rückkehr ins Oberhaus der Deutschen Turnliga. Die Münchener setzen vor allem auf die Leistungsstärke von Brian Gladow, der nach seinem erfolgreichen Weltcup-Einsatz in Doha sein Saisondebüt gibt. Die Saarländer wollen mit einem weiteren Erfolg einen wichtigen Schritt Richtung Saisonziel machen, dem erreichen des DTL-Finals am 27. November in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Aufgrund der gezeigten Leistung zu Beginn der Saison, liegt bei den Schützlingen von Viktor Schweizer die Favoritenbürde vor diesem Vergleich.

Zu einem richtungsweisenden Wettkampf kommt es zwischen dem Mitteldeutschen TurnTeam Chemnitz/Halle und dem TV Wetzgau. Die Mitteldeutschen benötigen nach der deutlichen Auftaktniederlage unbedingt einen Sieg, sonst droht schon am Anfang der Saison das Abrutschen in die unteren Tabellenregionen. Die Wetzgauer treten die lange Reise nach Halle mit zwei Pluspunkten im Gepäck an und könnten sich mit einem weiterem Erfolg in der oberen Tabellenhälfte erst mal festsetzen. Gespannt sein darf man auf das Duell der beiden Nationalturner Matthias Fahrig (MTT Chemnitz/Halle) und Helge Liebrich (TV Wetzgau) auch im Hinblick auf die anstehenden Europameisterschaften in knapp vier Wochen in Birmingham.

Der Wettkampf Niedersächsisches TurnTeam Hannover/Celle gegen den Deutschen Meister KTV Straubenhardt wurde auf den 08. Mai verlegt.
(dtl)
Silva Müller erstmalig Teilnehmerin bei den Jugendeuropameisterschaften im Trampolin
22.03.10
Silva Müller sicherte sich am vergangenen Wochenende in Aachen bei der letzten Qualifikationen für die Jugendeuropameisterschaften vom 18.-25.04.2010 in Varna / Bulgarien ihre Teilnahme.

Die Qualifikation fand im Rahmen des Grenzland-Cup statt an dem 350 Teilnehmer aus 10 Nationen am Start waren und viele ihre Übungen für die kommenden Wettkämpfe testeten.

Neben Silva Müller stellten sich Stephanie Böhme und Henriette Reinke der Konkurrenz. Beide konnten im großen Feld ihre Leistungen nachweisen.
Am Ende war es für Henriette bedauerlich, sie verpasste um 0,6 Punkte die Teilnahme an den JEM.

Trainer Uwe Marquardt „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Auch wenn es sehr ärgerlich ist, dass zwei Turner das Finale um einen Zehntel verpassen. Alle haben sich in der letzten Zeit stark entwickelt und wir bauen unseren Status in der deutschen Trampolinszene aus. Silva zeigte die konstantesten Leistung und erfüllte als einzige Turnerin die Norm des Deutschen Turner Bundes.

scc
Auftakt nach Maß für den SC Cottbus
Boy und Zozulya Topscorer bei den Hausherren
22.03.10
Der deutsche Rekordmeister SC Cottbus ist mit einem klaren 44:16-Erfolg gegen das Niedersächsische Turn-Team (NTT) Hannover/Celle am Sonntag in die neue Runde der Deutschen Turn-Liga (DTL) gestartet. Der achtfache Mannschaftsmeister musste nur den Sprung knapp abgeben und kam zum Auftakt am Boden nicht über ein Remis hinaus, sodass 9:3 Gerätepunkte im Protokoll standen. 22.03.2010 „Wir haben etwas wackelig begonnen, dann aber einen sehr soliden und nahezu fehlerfreien Wettkampf gemacht. Das war ein Auftakt nach Maß“, freute sich Trainer Karsten Oelsch nach dem Erfolg im Kolkwitz-Center, der ein erster Schritt zum Erreichen des Finales am 27. November in der Berliner Max-Schmeling-Halle war.

Eine Woche nach seinem sechsten Platz beim Weltcup-Turnier der Meister in der Cottbuser Lausitz-Arena brachte Philipp Boy diesmal seine schwere Reckübung (Ausgangswert 6,9) fast fehlerfrei durch und sicher in den Stand und erntete dafür den Tageshöchstwert von 15,750 Punkten. Kaum schlechter machte es Routinier Robert Juckel (Ausgangswert 6,1), der 15,250 Punkte für seine Übung am Königsgerät erhielt. Insgesamt zeigten sich vor allem die Routiniers in guter Verfassung. Steve Woitalla glänzte beim Sprung (15,750), der ukrainische Gastturner Roman Zozulya erwies sich zudem wieder als zuverlässiger Punktesammler und holte 13 Score-Points. Weiter turnten Philipp Boy (13), Steve Woitalla (10), Robert Juckel (7), Victor Weber (1), Alexander Grötsch und Philip Sorrer. Bester Gästeturner war Andreas Toba mit sieben Score-Points.

Das Turn-Team Stuttgart, am nächsten Samstag kommender Gegner des SC Cottbus, kassierte zum Ligaauftakt eine 15:58-Niederlage (Gerätepunkte: 2:10) bei der KTV Straubenhardt. Vor Beginn des Wettkampfes musste die der Titelverteidiger eine Hiobsbotschaft verkraften. Der mehrfache rumänische Weltmeister Marian Dragulescu musste kurzfristig wegen eines Fußbruches den Wettkampf absagen. Ohne den Ausnahmeturner taten sich die Turner von Trainer Alexei Grigoriew am Anfang schwer und mussten vor der Halbzeit das Pauschenpferd mit 7:4 Score-Points den Gästen überlassen. Nach der Halbzeit dominierte der hohe Favorit und gewann alle weiteren Geräte souverän. Top Scorer mit 17 Score-Points wurde Straubenhardts Nationalturner Thomas Taranu. Th. Juschus

Weiter turnten: TG Saar – MTT Chemnitz/Halle 52:20 (10:2 Gerätpunkte), TV Wetzgau – Bayern München 42:39 (7:5).
(lr-online.de)
Cottbus behält die Oberhand
Titelverteidiger siegt souverän zum Auftakt – Turnkrimi in Wetzgau
21.03.10
Der Deutsche Rekordmeister SC Cottbus feierte gegen das Niedersächsische TurnTeam Hannover/Celle mit einem 44:16 Score Sieg einen erfolgreichen Start in die Saison 2010. Nach einem unentschieden am Boden (5:5 Score Points) konnten sich die Lausitzer bis zur Halbzeit mit 24:9 Score Points schon deutlich absetzen. Nach der Pause konnten die Niedersachsen lediglich den Sprung mit 4:3 Score Points für sich entscheiden. Beim abschließenden Reckturnen zeigten die Cottbuser noch mal ihre ganze Klasse und kamen zu einem hohen 11:1 Erfolg. Herausragend dabei die Übung von Philipp Boy, der für seine Weltklasseübung 15,75 Punkte vom Kampfgericht erhielt. Top Scorer des Wettkampfes wurden gemeinsam Roman Zozulya und Philipp Boy (Beide SC Cottbus) mit 13 Score Points.

Die KTV Straubenhardt behält mit 58:15 Score Points die Oberhand im schwäbischen Duell gegen das TurnTeam Stuttgart und setzt sich zum Auftakt damit an die Tabellenspitze der Bundesliga. Vor Beginn des Wettkampfes mussten die Verantwortlichen aber eine Hiobsbotschaft verkraften. Der mehrfache rumänische Weltmeister Marian Dragulescu musste kurzfristig wegen eines Fußbruches den Wettkampf absagen. Ohne den Ausnahmeturner taten sich die Turner von Trainer Alexei Grigoriew am Anfang schwer und mussten vor der Halbzeit das Pauschenpferd mit 7:4 Score Points den Gästen überlassen. Nach der Halbzeit dominierte der hohe Favorit und gewann alle weiteren Geräte souverän. Top Scorer mit 17 Score Points wurde Nationalturner Thomas Taranu.

Einen Turnkrimi erlebten die Zuschauer in der Großsporthalle von Schwäbisch Gmünd in der Begegnung des heimischen TV Wetzgau gegen den Aufsteiger FC Bayern München. Im letzten Duell behielt Axel Steeb für die Wetzgauer die Nerven und sicherte mit zwei Score Points den Auftakterfolg mit 42:39 Score Points. Nach der Pausenführung von 25:18 Score Points und dem Erfolg am Sprung (6:2) sahen die Hausherren bereits als sicherer Sieger aus. Doch am Barren kam der starke Aufsteiger aus Bayern mit einem 13:5 Sieg wieder in den Wettkampf zurück, so dass am Königsgerät Reck erst die Entscheidung fiel. Top Scorer mit 19 Score Points wurden gemeinsam Helge Liebrich (TV Wetzgau) und der polnische Nationalturner Roman Kulesza (FC Bayern München).

Überraschend deutlich mit 52:20 Score Points siegte die TG Saar gegen das Mitteldeutsche TurnTeam Chemnitz/Halle. Den Grundstein für den Erfolg legten die Saarländer bereits schon bis zur Halbzeit mit einer beruhigenden 31:10 Score Points Führung. Auch nach der Pause konnte der DTL-Finalist vom letzten Jahr weiter punkten und gewannen alle Geräte zum souveränen Auftakterfolg. Auch Vizeeuropameister Matthias Fahrig konnte für die Mitteldeutschen keine großen Akzente im Wettkampf setzen und erzielte lediglich acht Score Points. Top Scorer wurde der usbekische Bronzemedaillengewinner von Peking Anton Fokin mit 18 Score Points.
(dtl)
SCC-Turner wollen ins Finale
Kaum verschnauft, schon geht es weiter für den SC Cottbus Turnen. Nur eine Woche nach dem 34. Turnier der Meister beginnt für die Lausitzer bereits am Sonntag (15 Uhr, Kolkwitz-Center) die neue Saison in der Deutschen Turnliga (DTL). Der Vize-Meister trifft zum Auftakt auf das ambitionierte Niedersächsische Turnteam (NTT) Hannover.
20.03.10
In der Berliner Max-Schmeling-Halle steigt am 27. November das große Finale. Bis dahin stehen für die Cottbuser Riege aber erst einmal sieben Wettkampftage an, die sich wegen der internationalen Höhepunkte wie EM und WM erneut über einige Monate verteilen. Acht Mannschaften kämpfen um den Einzug ins Liga-Finale, wobei dem Vorjahressieger KTV Straubenhardt, unter anderem mit Fabian Hambüchen und Neuzugang Maxim Dewiatowski aus Russland (Mehrkampf-Europameister von 2007), wohl die größten Siegchancen eingeräumt werden müssen.

Der SC Cottbus stapelt vor Saisonbeginn jedenfalls gewohnt tief. „Natürlich wollen wir ins Finale“, sagt Trainer Karsten Oelsch, „aber personell wird es an der einen oder anderen Stelle recht eng.“ Da sind auf der einen Seite zum Beispiel die beiden Berliner, die Oelsch einige Sorgen bereiten. Victor Weber und der aufstrebende Philip Sorrer, der sich in der vergangenen Saison beim SCC zu einer guten Stütze entwickelt hat, sind verletzt. Philipp Boy wird zudem wegen Problemen mit dem Fuß wohl eher nicht am Sprung eingesetzt werden können.

Auf der anderen Seite wird eben jener Boy, möglicherweise auch Robert Juckel, das Hauptaugenmerk auf die Vorbereitung zur Europameisterschaft Ende April richten. „Die internationalen Einsätze haben Priorität“, betont Oelsch, „da muss man in der Liga Abstriche in Kauf nehmen.“ Auch Nachwuchsmann Christopher Jursch wird sich parallel auf die Jugendeuropameisterschaften vorbereiten. Immerhin: Mit Roman Zozulya aus der Ukraine tritt erneut der Routinier und Punktegarant schlechthin für den SC Cottbus an die Geräte. Mit Steve Woitalla gibt es nach einem durchwachsenen Jahr 2009 zudem einen weiteren Lichtblick beim Rekordmeister. „Er ist auf dem Weg der Leistungssteigerung“, sagt Karsten Oelsch. Beim National Team Cup in Buttenwiesen hat er das kürzlich zumindest am Boden schon bewiesen. „Am Sprung und Barren gibt es noch Luft nach oben“, findet Oelsch. Über die Liga-Wettkämpfe soll sich Woitalla stabilisieren. Der Coach hofft jedenfalls auf Erfolgserlebnisse seines Schützlings. „Das ist wichtig für den Kopf.“

Wichtige Erfahrungen soll beim SCC auch weiterhin der Nachwuchs sammeln. Lukas Gallay, Marc Krause, Alexander Grötsch und Ivan Pauleit können sich zum Beispiel Hoffnungen auf Liga-Einsätze machen, einige vermutlich schon für diesen Sonntag gegen Hannover.

Der Gegner strebt mittelfristig die Meisterschaft an und könnte in dieser Saison ein echter Überraschungskandidat sein. Allerdings dürfte der Bundesliga-Auftakt für Nationalmannschaftsturner Robert Weber noch zu früh kommen. Ihm wurde nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr kürzlich eine Metallplatte, die Beschwerden bereitete, wieder entfernt. Zu unterschätzen ist Hannover dennoch nicht. Immerhin hat das Team den Europameister am Barren und Reck-Spezialisten Yann Cucherat aus Frankreich in seinen Reihen. Für einen spannenden Auftakt im Kolkwitz-Center ist also gesorgt.
(lr-online.de)
Erster Wettkampftag der Deutschen Turnliga
Hoffnung auf guten Start für SCC
19.03.10
Am ersten Wettkampftag der Männerbundesliga trifft der deutsche Rekordmeister SC Cottbus auf das Niedersächsische TurnTeam Hannover/Celle und hofft nach zwei Auftaktniederlagen in den letzten Jahren auf einen positiven Saisonstart. Die Lausitzer setzten auf den bewährten Kader um die Nationalturner Robert Juckel und Philipp Boy um das Saisonziel, erreichen des DTL-Finals am 27. November in Berlin, zu realisieren. Die Niedersachsen hatten vor Saisonbeginn vor allem einen Wunsch, mal ohne größere Verletzungssorgen durch die Saison zu kommen. Durch die kurzfristige erneute Operation von Nationalturner Robert Weber ist dieses Ziel vorerst mal durchkreuzt worden. Trotz des Ausfalls ist das Kaderpotential vorhanden um nicht chancenlos in den Auftaktwettkampf zu gehen.

In der Straubenhardt-Halle zum Duell zwischen dem amtierenden Deutschen Meister KTV Straubenhardt und dem TurnTeam Stuttgart. Dabei haben sich die Vorzeichen für dieses Derby doch deutlich gegenüber den Vorjahren verändert. Der Meister konnte sich mit dem Mehrkampfeuropameister Maxim Deviatkowski und dem Ex-Stuttgarter Andre Schaich weiter verstärken, die Stuttgarter mussten neben dem Turner auch noch den Verlust des Hauptsponsors verkraften. Somit wäre alles andere als ein deutlicher Sieg des Hambüchen-Klubs eine Überraschung.

Routine gegen den Jugendstil, so könnte die Überschrift lauten, wenn die TG Saar auf das Mitteldeutsche TurnTeam Chemnitz/Halle trifft. Mit einem routinierten Mannschaftskader , angeführt vom Top Scorer der letzten Saison Eugen Spirirdonov, will die TG Saar wieder den Sprung unter die besten vier Mannschaften Deutschlands schaffen. Die Mitteldeutschen setzen vor allem auf die jugendlichen Eigengewächse um zunächst den Klassenerhalt in der Topliga zu sichern. Herausragend dabei aber der frischgebackene Weltcupsieger von Cottbus Matthias Fahrig, der sich über die Bundesligawettkämpfe in die richtige EM-Form bringen will.

Der FC Bayern München ist wieder dort wo er nach eigenen Aussagen hingehört - in der 1. Bundesliga. Die Münchener Bayern müssen zum Auftakt beim TV Wetzgau antreten und setzen in großen Teilen auf den Aufstiegskader verstärkt durch den Neuzugang Paulo Lando aus Berlin. Der schwäbische Vertreter TV Wetzgau hat sich mittlerweile zum festen Bestandteil der 1. Bundesliga etabliert und erhofft sich für die Zukunft durch das neue Turnzentrum eine weitere Steigerung in der Tabelle. Aushängeschild in der Mannschaft von Paul Schneider ist Helge Liebrich, dem Shootingstar in der deutsche Turnszene vom letzten Jahr.
(dtl)
Deutsche Turner glänzen in Cottbus
Wohlfahrt: "110 Athleten heute keine Selbstverständlichkeit mehr"
18.03.10
Nicht nur Turnierdirektor Mirko Wohlfahrt ging am Ende in absoluter Hochstimmung aus der Halle, auch das Publikum und die Turner selbst waren sich einig, dass die 34. Ausgabe des Turnier der Meister eine der besten seiner gesamten Geschichte war. Denn auch - oder gerade - ohne ihren Superstar Fabian Hambüchen, der einen Mehrkampf-Auftritt eine Woche zuvor beim American Cup in Worchester/USA der mehrstündigen Qualifikation in der Lausitz-Arena vorgezogen hatte, setzten die deutschen Turnerinnen und Turner Glanzpunkte im Starterfeld aus 25 Nationen.

Allen voran Vize-Europameister Matthias Fahrig, der im Finale am Sprung einen sehr sauberen «Dragulescu» (Doppelsalto vorwärts gehockt mit halber Drehung) mit 16,325 Punkten auf die Matte stellte und damit die Halle zum toben brachte. Ein klares Signal an Chef-Trainer Andreas Hirsch und an die Konkurrenten bei der Europameisterschaft 2010 im April in Birmingham/England. Denn der 7,0-Topschwierigkeit ließ der Hallenser einen sehr sauberen 6,7er Kasamatsu mit eineinhalb Schrauben (15,900) folgen. Seinen 16,122 Punkten hatten die nach ihm turnenden Konkurrenten Alin Jivan (Rumänien) und Jeffrey Wammes (Niederlande) nichts mehr entgegenzusetzen. «Das war eigentlich nur ein Zwischenschritt», sagte Fahrig, der sich dennoch über die Goldmedaille in Cottbus so richtig freute. «Auch der zweite 7er Sprung wird kommen. Die Arbeit ist noch nicht beendet», kündigte der 24-jährige Publikumsliebling an.

Nicht weniger Freude herrschte bei Marcel Nguyen über den ersten Weltcup-Sieg in seiner Karriere, nachdem er kurz zuvor mit 14,850 Punkten das Finale am Boden gewonnen hatte. «Das war beinahe schon das, was ich mir für 2010 vorgenommen habe. Lediglich in der letzten Bahn habe ich noch eine Schraube weggelassen», sagte er. Von Platz eins wurde er dennoch ein bisschen überrascht. «Ich hatte schon gespürt, dass ich eine gute Übung geturnt hatte. Dass es am Ende dann aber so gut war, ist um so besser», freute er. Schon im Vorfeld hatte der 22-jährige Sportsoldat, der im Winter ausgiebig an seinen Übungen gefeilt hat, in diesem Jahr den Angriff auf Mehrkampf-Europameister Fabian Hambüchen angekündigt.

Stehende Ovation vom Publikum bekam danach eine Turnerin, die bereits eine Legende ist und die ihr internationales Debüt beim Turnier der Meister in Cottbus schon vor 22 Jahren für die Sowjetunion gegeben hatte. Die 34 Jahre alte Kölnerin Oksana Chusovitina holte bei ihrem Comeback am Sprung das dritte Weltcup-Gold für den Deutschen Turner-Bund. Zwar hatte ihr Tsukahara gestreckt mit eineinhalb Schrauben einen kleinen Schönheitsfehler (und endete auf dem Hosenboden), doch in Verbindung mit dem Vorwärtssalto gestreckt mit einer Schraube reichte die gezeigte Schwierigkeit, um die restliche Konkurrenz in Schach zu halten. «Ich hoffe, dass es das letzte Mal in diesem Jahr war, dass ich auf dem Hintern lande», sagte sie. Nun steht auch für sie die Vorbereitung auf die Europameisterschaft im Mittelpunkt.

Wie dicht Freud und Leid im Turnen beieinander liegen können, verdeutlichte Lokalmatador Philipp Boy, der als erster der Qualifikation ins Finale am Reck eingezogen war. Trotz zweieinhalb Monaten Trainingsrückstands wegen seiner Bundeswehr-Grundausbildung zauberte der 22-jährige Lausitzer gleich zweimal eine absolute Weltklasseübung aus dem Hut. Mit einem Fuß bereits auf dem Sieger-Treppchen verschenkte er die Medaille beim Abgang vom Gerät. «Ich hatte mich schon gefreut, dann war da irgendwas mit der Stange und ich hatte plötzlich keinen Halt mehr», erklärte er seine missratene Landung. Boys Teamkollege Robert Juckel kam in der Freitags-Qualifikation über Platz 21 am Pauschenpferd zwar nicht hinaus, ließ aber inhaltlich erahnen, dass für ihn der EM-Zug noch längst nicht abgefahren ist.

Die Tübingerin Marie-Sophie Hindermann errang am Sonntag die letzte Medaille für den DTB. Für ihre Übung am Stufenbarren gaben die Kampfrichter 13,750 Punkte (D-Wert 5,6), Turnlegende Eberhard Gienger durfte der sympathischen Schwäbin dafür anschließend die Bronzemedaille überreichen. Ohne Edelmetall blieb trotz drei Finalteilnahmen diesmal Nachwuchstalent Maike Roll aus Söllingen.

«Es ist heute beileibe keine Selbstverständlichkeit mehr, dass 110 Athleten aus 25 Nationen zu einem B-Weltcup vor einem nahezu ausverkauftem Haus antreten», erklärte Mirko Wohlfahrt. Und zu Recht ist der ehemalige Leistungsturner stolz auf seine Veranstaltung. Denn seine Zahlen dürften manch anderem Veranstalter in der Weltcup-Serie die Tränen in die Augen treiben. In Cottbus ist es der besondere Geist, die außergewöhnliche Stimmung, die scheinbar endlos vielen freiwilligen Helfer in der Organisation und nicht zuletzt das alljährliche Abschlussbankett, welches unter Turnern einen geradezu legendären Ruf genießt, die die Stars der Szene immer
wieder anziehen und über das vergleichsweise niedrige Preisgeld hinwegsehen lassen. Sorgen wegen der Neuregelung des Weltcups macht sich Wohlfahrt daher noch nicht. «Ganz klar. Wir werden uns auch 2011 wieder um die Ausrichtung eines Weltcups bewerben», kündigte er an und hofft darauf, dass auch der Internationale Turnverband die weltweite Ausnahmestellung des Turniers der Meister weiterhin anerkennt.
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Festbroschüre zum 20-jährigen Bestehen des SC Cottbus Turnen e.V.
(PDF, ca. 6,0 MB)

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Für einen fairen Wettkampf, in dem der Beste gewinnt und der Verlierer die Leistung seines Bezwingers respektiert.
NADA - Nationale Antidoping Agentur
SPORTCLUB COTTBUS TURNEN e.V. - Dresdener Straße 18, 03050 Cottbus, Tel: (0355) 48 63 52, E-Mail: info@scc-turnen.de