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Erschöpft, aber glücklich
Philipp Boy wieder in der heimischen Turnfamilie
28.10.10
Am heutigen Donnerstag landeten der frischgebackene Vizeweltmeister Philipp Boy und sein Trainer Karsten Oelsch in Berlin Tegel. Erschöpft, aber glücklich wurden beide nach den Wettkämpfen in Rotterdam und dem anschließenden Arthur-Gander-Memorial in der Schweiz herzlich begrüßt.
Blumen und Glückwünsche überbrachte für den MTB dessen Präsident, Klaus Zacharias und Geschäftsführer Rolf Lorenz sowie der Bereichsleiter Cottbus des OSP Brandenburg, Lothar Heine, der Geschäftsführer des SC Cottbus Turnen Reinhard Rau und Philipps Teamkollege Steve Woitalla.
In herzlichen Worten dankten alle Philipp und Karsten für die großartige Leistung und freuen sich nun auf den offiziellen Empfang des Präsidiums des SC Cottbus Turnen e.V. am 03.11.2010 um 17.00 Uhr in der Mensa der Lausitzer Sportschule.

scc
Fan Busse zum DTL-Bundesliga-Finale nach Berlin
Unterstützung für den SCC in der Max-Schmeling-Halle
26.10.10
Für alle Interessierten, die den SCC zum Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Turnen begleiten und unterstützen wollen, setzt der SC Cottbus Turnen am 27.11.2010 Fan-Busse ein.

Abfahrt ist um 11.00 Uhr vom Parkplatz der Lausitz-Arena Cottbus, der Unkostenbeitrag beträgt 25,00 € für Erwachsene und 20,00 € für Kinder (incl. Eintrittskarte und Busfahrt)

Die Rückkehr nach Cottbus erfolgt nach dem Finale.

Interessenten können sich bis zum 12.11.2010 in der Geschäftsstelle des SC Cottbus Turnen anmelden:
Tel.: 0355/ 486352 oder e-mail: info@scc-turnen.de

scc
„Klein aber oho“
Cottbuser Trampolin-Nachwuchs erreicht 3. Rang beim Turntalentschul-Pokal
26.10.10
Am letzten Wochenende (23.10.2010) wurde in Salzgitter der TTS Pokal (TurnTalentSchule) ausgetragen, woran die jüngste Mannschaft der Cottbuser Trampoliner erfolgreich teilnahm.

Die Turner und Turnerinnen zeigen im Wettkampf eine Pflichtübung am Trampolin, bei der vorallem die Körperhaltung und die Zeit, die der Sportler in der Luft verbringt, eine wichtige Rolle spielen. Desweiteren demonstrieren die jungen Sportler ihre zwei schwierigsten Elemente und weitere drei Elemente, die von den Kampfrichtern auf Technik geprüft werden. Die zweite Disziplin besteht aus einer Bodenübung, die wichtige Grundlagenelemente des Turnens beinhaltet. Zum Schluss müssen die Athleten ihr Können in einem Beweglichkeits- und Krafttest beweisen.

Für die junge Mannschaft des Lausitzer Trampolinvereins gingen die 10-Jährigen Luise Kochan, Tina Kanzog, Sonique Buzin und Tony Rietschel im Einzel- und Mannschaftswettkampf an den Start.

Hervorragende Ergebnisse zeigten die Sportler in ihrer Altersklasse (10/11 Jahre) im Einzelwettkampf: Luise Kochan erlang einen sehr guten 3. Platz, gefolgt von Tina Kanzog mit dem 9. Platz in der Gesamtwertung. Tony der erst seit 3 Monaten Trampolin turnt, und Sonique überraschten mit einer guten Leistung.

Am meisten freute sich das Lausitzer Team über die geschlossene Mannschaftsleistung. Aus ganz Deutschland waren die Turn-Talentschulen eingeladen. Die Cottbuser platzierten sich hinter den Teams aus München und Salzgitter auf den 3. Platz.

Die noch sehr junge Mannschaft zeichnet sich neben seinem Talent vorallem durch seinen Team- und Kampfgeist aus:
Nach der ersten Disziplin (Pflichtübungen) stand die Mannschaft auf dem 6. Rang. Im Laufe der folgenden Disziplinen kämpften sich die 10-Jaehrigen bis zum Treppchen hoch. Der 3. Platz ist fuer die Mannschaft ein grosser Erfolg. Betreut wurden die kleinen „Grossen“ von ihrem Trainer Christian Bach. Unterstützt wurde das ganze Team an diesem Tag auch von Trainer Martin Ruzicka und Kampfrichter Uwe Marquardt.

Die Aussicht im nächsten Jahr zu den Älteren der Altersklasse zu gehören, macht den Trainern grosse Hoffnungen, ihre Schützlinge ganz nach oben aufs Treppchen bringen zu können.

Martin Ruzicka
Philipp Boy hat bei der Turn-WM in Rotterdam am Freitag (22.10.2010) sensationell den Vizeweltmeistertitel im Mehrkampf errungen.
22.10.10
Der Cottbuser erzielte mit einem unglaublich guten Wettkampf 90,048 Punkte und musste sich nur dem japanischen Überflieger Kohei Uchimura beugen.

"Unglaublich, unglaublich - ich kann gar nicht glauben, dass das wahr ist", entfuhr es dem Lausitzer, der nur einen Tag nach der Bronzemedaille mit dem Team erneut einen überzeugenden Mehrkampf ablieferte. "Es ist die perfekte Woche für mich. Es ist so gut gelaufen, wie noch nie für mich. Das sind einhundert Prozent Glücksgefühle", jubelte er.
Boy machte seine Ankündigung vom Vortag war und setzte nahtlos an den Leistungen aus dem Teamfinale an. Schon seine Bodenübung war mit 15,000 Punkten unheimlich stark und wurde mit einem hohen Ausführungswert bedacht. Genauso das zweite Gerät: 14,666 Zähler am Pauschenpferd war sein Resultat, für eine Übung, in der nichts wackelte und alles wie selbstverständlich passte. Teamkollege Fahrig feuerte von der Tribühne lautstark an und Boy ballte die Faust. Unterdessen hatte auch der zweite deutsche Finalist Eugen Spiridonov einen gelungenen Start zu verzeichnen. An den Ringen erzielte er 14,200 und am Sprung 15,383 Punkte. Dann wieder Boy an den Ringen, auch hier gelang ihm eine gute Darbietung, war jedoch etwas unruhiger und hatte mit leichtem Schaukeln zu kämpfen. 14,566 Punkte gab es hier - bemerkenswert auch heute wieder sein Abgang. Nicht der kleinste Hüpfer war zu sehen. Beim Sprung musste er beim Roche zwei große Schritte nach vorne tätigen und bekam dadurch einige zehntel Punkte Abzug. Mit 15,650 als Wert konnt der Cottbuser trotzdem gut leben. In der anderen Seite der Halle machte wiederum der Saarländer Spiridonov eine gute Figur an der Stange. 14,500 Punkte bekam er für seine Reckübung. Zu diesem Zeitpunkt lagen die ersten zwölf Turner mit Ausnahme des deutlich führenden Japaners Uchimura unheimlich eng zusammen.
Während Eugen für 14,166 am Boden turnte, zeigte Boy am Barren eine Übung, die an Qualität ähnlich gut wie einen Tag zuvor war. Starke 15,166 Punkte erzielte der Sportsoldat und blieb damit im Rennen um die vorderen Plätze.
Zu guter letzt kam das Reck. Das "Königsgerät" ist zugleich Boys Paradediziplin. Showdown am Reck. Doch zuvor bewies einmal mehr Eugen Spiridonov wie stabil der die Geräte beherrscht. Auch seine letzte Übung am Pauschenpferd saß und er bekam 14,366 Punkte. In der Gesamtwertung erreichte er 86,948 Zähler.
Dann der Showdown mit Boy am Reck: nach dem Adler mit halber Drehung vergriff er sich etwas und konnte durch nachdrücken die Übung retten. Mit 15,000 Punkte zog er auf Rang zwei und die Emotionen übermannten in.

dtb-online
Die Überraschungen gehen weiter
Philipp Boy Vizeweltmeister im Mehrkampf
22.10.10
Mit einer überragenden Vorstellung gewann Philipp Boy die Silbermedaille im Mehrkampf.
Überraschung in Rotterdam
Deutsche Turner erneut mit Bronze
22.10.10
Sie fielen sich in die Arme und klatschten sich übermütig ab: Die deutschen Europameister haben bei den Turn-Weltmeisterschaften die große Überraschung geschafft und die nie für möglich gehaltene Bronzemedaille gewonnen. Auch ohne den verletzten Mehrkampf-Meister Marcel Nguyen wiederholte die Riege um Vorturner Fabian Hambüchen mit 271,252 Punkten am Donnerstag den vor euphorischem Publikum in Stuttgart vor drei Jahren erkämpften dritten Rang. Dabei hatten die Deutschen lange Zeit sogar sogar an hochwertigerem Edelmetall schnuppern dürfen.

»Unglaublich: Das kann nicht wahr sein. Die Mannschaftsleistung war einfach nur sagenhaft«, kommentierte ein überglücklicher Fabian Hambüchen den Erfolg. Seine Team-Gefährten strahlten ebenso: Noch vor der Siegerehrung hatten sie vor Freude einen Kreis gebildet und tanzten ausgelassen. Der Titel ging an das favorisierte Team Chinas (274,997), das damit seit 2003 bei Weltmeisterschaften unbesiegt bleibt und nunmehr mit neun WM-Siegen neuer Rekord-Titelträger ist. Silber holte der Olympia-Zweite Japan (273,769).

Boy an allen sechs Geräten

Die Hauptlast hatte am Tag der ersten Männer-Entscheidung Philipp Boy zu tragen, der als einziger an allen sechs Geräten turnte.
»So ein geiler Tag, der Sechskampf war ja noch besser als im Vorkampf. Jetzt greife ich weiter an und will mir auch im Mehrkampf die Butter nicht vom Brot nehmen lassen«, sagte der 23-jährige Cottbuser. Zugleich beschwor er den tollen Teamgeist, der diese Medaille möglich gemacht hatte. »Ich bin einfach nur happy. Aber wenn die anderen heute Abend feiern, muss ich zeitig ins Bett: der Mehrkampf ruft«, fügte er strahlend hinzu.

Während bei den Deutschen in ihren 18 Übungen nahezu alles wie am Schnürchen lief, zeigten andere Favoriten-Teams wie die Russen oder Briten Fehler in Serie.
»Noch nie waren wir so nah dran an Chinesen und Japanern. Und das ohne unseren Meister. In diesem Team steckt ein Riesenpotenzial«, meinte DTB-Präsident Rainer Brechtken.
Zeitweise sogar an der Spitze
Schon der Start war blendend: An den Ringen und beim Sprung rissen sich die Deutschen gegenseitig zu hervorragenden Leistungen mit und blieben völlig fehlerlos. Da bewährte sich auch, dass der EM-Zweite Matthias Fahrig die halbe Drehung nach dem Doppelsalto wegließ und so sichere 16,1 Punkte - ebenso wie Philipp Boy - beisteuerte. Zur Überraschung der rund 5000 Zuschauer lag die deutsche Riege damit nach zwei Disziplinen auf der Top-Position.
Der »Rausch« der Deutschen setzte sich auch am Barren fort, obwohl die Chinesen an den Ringen kräftig Punkte gutmachten. Wiederum konnten alle drei eingesetzten Turner voll überzeugen, wobei Boy mit 15,400 Zählern sogar noch mehr Punkte holte als Finalist Hambüchen (15,333). Am Reck als Paradegerät ließen die Schützlinge von Chefcoach Andreas Hirsch auch nichts anbrennen: Mit traumwandlerischer Sicherheit umkreisten alle Drei die Stange, so dass mit dem Reck-Höchstwert der Veranstaltung von 46,099 die Zwischen-Führung auf 1,7 Punkte ausgebaut werden konnte.
Als am Boden im Gegensatz zum Vorkampf auch bei Spezialist Matthias Fahrig alles rund lief, schnupperten die Deutschen trotz der Top-Übungen der Chinesen und Japaner am Barren erstmals an einer Medaille, doch das »Zitterpferd« stellte das Terzett vor die letzte große Konzen trationsprobe. Damit wurden Eugen Spiridonov und Philipp Boy und Sebastian Krimmer aber fertig und sicherten das unverhoffte und stürmisch bejubelte Edelmetall.

Von Frank Thomas - lr-online
Unglaublich! Männerteam holt Bronze in der Mannschaft
21.10.10
Mit einem Traumdurchgang im Finale um die Mannschaftsweltmeisterschaft in der Rotterdamer Ahoy-Halle sichert sich das TurnTeam Deutschland von Cheftrainer Andreas Hirsch mit 271.252 Punkten die Bronzemedaille. Weltmeister wurde China mit 274,997 Punkten vor Japan die 273,666 Punkte erreichten.

dtl
Philipp Boy im Mehrkampf- und Reckfinale
Turner mit starker Qualifikation
20.10.10
Nach langen Tagen, geprägt von trainieren, warten und zuschauen, war es am Dienstagabend (19.10.2010) endlich soweit. Das Europameister-Team des DTB griff in den Wettkampf ein. Sebastian Krimmer machte am Boden den Auftakt: Eine gute, sichere Übung, mit sehr kontrollierten Akrobatik-Bahnen und einer schönen Höhe in den Doppelsalti zeigte der Turner aus Backnang und erzielte 13,866 Punkte damit. Auch Thomas Taranu war ohne Fehl und Tadel in seiner Darbietung – mit 14,633 Punkte bei einem Ausgangswert von 6,0 holte er wichtige Punkte für das Teamkonto. Auch Eugen Spiridonov als dritter Turner zeigte sich gewohnt standsicher und sehr konzentriert: 14,366 Punkte sein Resultat. Philipp Boy dann mit einem kleinen Hüpfer am Ende seiner zweiten Bahn und dreifach Schraube am Schluss - 14,766 Punkte bekam er. Matthias Fahrig dann als letzter deutscher Turner an diesem Gerät. Bei seiner Doppelschraube mit anschließendem Doppelsalto vorwärts landete er zum Auftakt direkt außerhalb der Bodenfläche und auf dem Hosenboden. 0,5 Punkte Abzug musste er allein für das Verlassen der Fläche hinnehmen. Bei einem Schwierigkeitswert von 6,5 kam er nur noch auf 13.666 Punkte. Die Chance auf das Boden-Finale war dahin.

Am Pauschenpferd machte Eugen sehr sicher den Auftakt und erkämpfte 14,300 Punkte. Auch Fabian Hambüchen leistete sich bei seinem WM-Auftakt keinen Lapsus und arbeitet sich unter den Anfeuerungsrufen der Fans auf 13,933 (5,3 Ausgangswert). Auch der Hallenser Matthias Fahrig blieb auf dem Pferd und rettete sich am Schluss der Übung gekonnt in den Abgang. Für ihn gute 13,466 Punkte fuhr er damit ein. Philipp Boy hatte dann bei seiner Schere in den Handstand Probleme und musste neben die Pausche fassen, trotzdem waren 14,200 Punkte bei 5,5 Ausgangswert eine ordentlich Ausbeute für das Team. Sebastian Krimmer als letzter und nominell stärkster Athlet an diesem Gerät hatte dann Pech. Er fiel vom Pferd und konnte mit seiner ansonsten schönen und mit 5,8 Ausgangswert schwierigen Übung nur noch bedingt punkten - 13,633 stand auf der Anzeigentafel.

„Matze“ Fahrig machte den Vortuner an den Ringen, bei einem Handstand knickte er etwas ein, zeigte sich aber ansonsten solide – 13,800 mit 5,4 Schwierigkeitswert. Teamkollege Spiridonov war wiederum sehr sicher und erturnte 14,300 Punkte. Auch Boy war sehr kontrolliert mit gutem Stand - 14,566 bei 5,9 Ausgang. Hambüchen turnte dann unheimlich ruhig, nur ein kleiner Hüpfer beim Abgang war nötig - 14,800 Punkte bei 5,9. Taranu, hier als Schlussturner, präsentierte schwierige Halteelemente, holte 15,266 Punkte und schrammte nur knapp am Finale vorbei.

Dann der Sprungtisch: 15,666 bei 6,2 Schwierigkeit für Krimmer für einen guten Satz. Der Saarbrückener Spiridonov ebenfalls sauber mit nur einem kleinen Ausfallschritt - 15,366 Zähler. Taranu musste bei seinem Roche mit der Hand den Boden berühren und bekam Abzug 15,066 das Resultat. Philipp Boy stand seinen Roche gut bekam 0,1 Punkte wegen verlassen der Matte Abzug, 15,800 Punkte. Matthias Fahrig als Schlussspringer mit Finalambitionen und mit dem schwierigen Dragulescu als ersten Satz. Eine tiefe Landung mit Hüpfer zeigte er, das war wichtig. Als zweiter Sprung zeigte er den Kasamatsu mit 1,5 Schrauben, ebenfalls mit deutlichen Seitschritt, was Abzug bedeutete. 16,100 und 15,566 waren sein Resultat, was einen Mittelwert 15,783 bedeutete. Die Chancen für das Gerätfinale waren für den Hallenser bei dem extrem starken Teilnehmerfeld damit dahin.

Barren lief bei Eugen ohne Zwischenfälle 14,666 Punkte, Krimmer musste nach dem Diamidov eine Zwischenschwung einlegen, turnte sonst gut - 14,500 bei 5,7 Ausgangswert. Fahrig 14,500 mit 6,0 Ausgangswert. Boy dann mit einer sehr starken Übung. Der Cottbuser freute sich zurecht und bekam stolze 15,258 Punkte für einen Ausgangswert von 6,3. Noch besser war nur Fabian Hambüchen, der EM-Bronzemedaillengewinner von 2009 an diesem Gerät bekam 15,433 bei ebenfalls 6,3 Punkten Schwierigkeitswert. Eine starke Leistung des Wetzlarers, der damit drittbester des Feldes wurde.

Das Schlussgerät Reck sollte noch einmal so richtig spannend werden. Hambüchen und Boy wollten hier unter die besten Acht und damit in das Finale einziehen. Taranu legte vor – turnte sauber und fast perfekt in den Stand. 14,000 Punkte bei 5,5 Ausgang sein Wert. Spiridonov turnte alle Flieger und Griffwechsel sicher, hatte auch beim Schraubenabgang keine Schwierigkeiten 14,633 Punkte bei 5,9. Auch „Matze“ turnte alle Flieger nach Hause und kam auf 14,066 Punkte, bei 5,9 Ausgang. Dann Boy, wie erwartet mit einer sehr schwierigen Übung. Er kam zwar einmal aus der Achse turnte aber ansonsten stark durch. 15,566 Punkte erzielte er mit 7,0 Punkten Ausgangswert. Fabian Hambüchen turnte als letzter einfach gut, seine sichere Übung stellte er mit Einfachschraube in den Stand. 15,70 Punkte waren sein Resultat bei einem Ausgangswert von 6,8.

Unter dem Strich erzielte Philipp Boy 90,156 Punkte im Mehrkampf und zieht damit fast schon sensationell als zweitbester in das Finale der besten 24 ein. Eugen Spiridonov ist als 20. mit 87,631 Punkten ebenfalls dabei.

dtl

Zeitplan der deutschen Turner

Team-Finale Herren am 21.10.2010, 17.00 - 20.45 Uhr
Mehrkampffinale Herren am 22.10.2010, 16.00 - 18.30 Uhr
Mehrkampffinale Frauen am 22.10.2010, 19.30 – 22.00 Uhr
Finale Stufenbarren am 23.10.2010, 13.00 – 17.00 Uhr
Finale Barren am 24.10.2010, 15.25 - 15.55 Uhr
Finale Reck am 24.10.2010, 16.50 - 17.20 Uhr
Die Mannschaft ist der Star – TurnTeam Deutschland vor der WM
15.10.10
Leitwolf Hambüchen angeschlagen, Meister Nguyen mit gebrochenem Bein nur vor dem Fernseher: Die deutschen Turner stehen in Rotterdam vor einer Weltmeisterschaft mit Handicap. Kein Risiko heißt die Devise für Fabian Hambüchen, auch wenn die entzündete Achillessehne gut verheilt. Auf den Rat seines Vertrauensarztes verzichtet der Topstar dennoch auf Boden und Sprung. Hambüchen will für die entscheidende Olympia-Qualifikation im kommenden Jahr wieder richtig fit sein. «Ich fühle mich sehr gut. Aber die ganze Konzentration liegt bei dieser WM auf dem Team-Wettkampf», meinte der 22-jährige Wetzlarer vor seiner fünften WM-Teilnahme. Zum dritten Mal will er in den Medaillenkampf am Reck einziehen. «Das Finale wäre ein Traum. Aber die Luft an der Spitze wird immer dünner, die Konkurrenz ist stark», sagte der Weltmeister von Stuttgart 2007.

«Es gibt keinen Grund, in Rotterdam auf Teufel komm raus alles zu riskieren. Es gibt wichtigere Jahre», bekräftigte Trainer Wolfgang Hambüchen die Entscheidung seines Sohnes, die wie so oft bei den Hambüchens am Küchentisch im Familienrat gefällt wurde. Olympia steht auch schon in Rotterdam im Fokus: die besten 24 Teams bei Männern und Frauen qualifizieren sich für Tokio 2011, dort buchen die besten Acht direkt das Olympia-Ticket nach London 2012.

Wolfgang Hambüchen denkt auch zurück an die schweren Monate im Sommer, als bei seinem Filius fast nichts mehr ging. Erst in Chefarzt Johannes Peil aus Bad Nauheim fand er einen Spezialisten, der mit seiner Behandlungsphilosophie erst den Weg nach Rotterdam ebnete. «Die ganze Ungewissheit ist weg, er hat wieder Spaß am Turnen», schilderte Mental-Trainer Bruno Hambüchen die aktuelle Situation seines Neffen. «Und nur wer Spaß hat, kann auch Leistung bringen. Er ist richtig heiß auf die WM», fügte er hinzu.

Zwar denkt trotz des Hambüchen-Handicaps und des Ausfalls von Mehrkampf-Meisters Marcel Nguyen kaum jemand an den «Worst Case», dass der 24. Platz nicht geschafft werden könnte. Cheftrainer Andreas Hirsch warnt dennoch: «Zwei solche Fälle sind schwer zu verkraften. Und die Konkurrenz will unsere Schwächen nutzen, wir werden keine Freunde mehr haben. Doch die Stimmung im Team ist weiter gut. Und die Jungs wissen, was sie können», unterstrich Hirsch. «Das Team-Finale der besten Acht bleibt unser Ziel. Diese Mannschaft hat das Potenzial», bestätigte auch Sportdirektor Wolfgang Willam.

Im Mehrkampf hat Philipp Boy aus Cottbus die große Chance, aus dem Schatten Hambüchens herauszutreten. Zwei Test-Wettkämpfe in Kienbaum mit über 90 Punkten, dazu der Klassen-Auftritt beim Länderkampf in Schaffhausen mit gar 91,05 Zählern bestätigten die gute Form des Lausitzers. Als EM-Dritter gilt er auch als Kandidat für das Reck- Finale und damit eine Medaille. Zudem traut Willam Europameister Matthias Fahrig trotz gerade überstandener Erkältung den Finaleinzug am Sprung und Boden zu. Der Hallenser will erstmals auch auf der WM- Bühne das von ihm kreierte Element, den «Fahrig», am Boden zeigen und damit als Patent anmelden.

Bevor jedoch die Turner in den Fokus rücken, gehört die Ahoy-Arena zunächst den Frauen. Dabei müssen die deutschen Turnerinnen mit Kim Bui (Knie), Anja Brinker (Fuß) und Marie-Sophie Hindermann (Ellenbogen) gleich drei verletzte Stammkräfte ersetzen. Daher hat die Riege von Cheftrainerin Ulla Koch mit drei 16-jährigen Küken und der erfahrenen Olympia-Zweiten Oksana Chusovitina aus Köln nur das Erreichen der Olympia-Vor-Qualifikation im Visier.
Fuß stoppt Fabian Hambüchen: Kein Mehrkampf bei WM
Die entzündete Achillessehne hat Deutschlands Super-Turner Fabian Hambüchen gestoppt: Der 22-Jährige kann bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam vom 16. bis 24. Oktober nicht im Mehrkampf starten.
06.10.10
Trotz guten Heilungsverlaufes in den zurückliegenden Wochen setzt der Europameister von Mailand auf Stabilität an vier Geräten und verzichtet auf Boden und Sprung. «Es geht um die Minimierung des Risikos. Damit wollen wir die Leistungsfähigkeit auch für kommende Jahre absichern», erklärte Johannes Peil, leitender Arzt der Sportklinik Bad Nauheim der Nachrichtenagentur dpa. In den vergangenen Wochen hatte sich Hambüchen auch einigen Belastungstest am Boden unterzogen, nachdem er schon bei den deutschen Titelkämpfen in Berlin seinen Mehrkampf-Thron wegen der Schmerzen am Rückfuß und der linken Achillessehne kampflos räumen musste. Danach waren die Beschwerden wieder größer geworden.
«Natürlich ist es schade, dass er im Mehrkampf nicht dabei sein kann. Aber die Gesundheit geht vor. Und wir haben volles Vertrauen zu Doktor Peil», meinte Wolfgang Hambüchen, Vater und Coach des 22- jährigen Ex-Weltmeisters. Für Cheftrainer Andreas Hirsch ist mit der Hiobsbotschaft des Leitwolfes nun der «Ausnahme-Zustand» eingetreten. «Erst der Totalausfall des deutschen Meister Marcel Nguyen mit dem Wadenbeinbruch, nun der Teilausfall des Leistungsträgers. Jetzt muss ich die Aufgabe für die WM neu formulieren: Die Mannschaft tritt in den Vordergrund», kommentierte der Berliner. In Rotterdam geht es um die Vor-Qualifikation für Olympia. Nur die besten 24 Teams dürfen bei der nächsten WM 2011 in Tokio um die Olympia-Tickets streiten.
Bislang waren die Deutschen für Rotterdam sogar als Medaillen-Kandidaten gehandelt worden. Obwohl die Stimmung im Team weiter gut sei, fürchtet der Coach nun sogar den «Worst Case»: «Wenn jetzt noch einer ausfällt und wir dann nicht alle Wertungen in das Team-Resultat einbringen, könnte es ganz eng werden.» Vor dem ultimativen Test- Wettkampf am 9. Oktober in Kienbaum verteilte Hirsch daher nur zwei von sechs WM-Tickets für Rotterdam: «An den Mehrkampfleistungen von Philipp Boy und Eugen Spiridonov kann man nicht vorbei.»
Hambüchen kann er noch nicht optimal beurteilen, da sich der Super-Star zuletzt nicht mit dem Team in Kienbaum, sondern wegen der medizinischen Betreuung individuell in seiner Heimat Wetzlar vorbereitete. Dennoch sollten Hambüchens Top-Leistungen an Reck, Barren und Ringen - wie zuletzt in Berlin demonstriert - ausreichen, damit auch er die Fahrkarte nach Rotterdam löst und dort dem Team hilft. «Wir werden jetzt aber nicht möglichen Final-Leistungen hinterherhecheln», schränkt Hirsch ein. Im Training habe sich sein Sohn in den zurückliegenden Wochen sehr stabil präsentiert, erklärte Wolfgang Hambüchen. «Vor allem die Schnellkraft hat sich verbessert.»
Chefmediziner Peil, der auch Formel-1-Pilot Michael Schumacher behandelte, ist sehr zufrieden mit Hambüchens Genesung. «Fabian turnt jetzt wieder befreit auf. Das sah vor ein paar Wochen noch ganz anders aus. Da stand alles infrage», erklärte er. «Aber Rückschläge muss man immer einkalkulieren.»
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