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Grötsch und Jursch gelingen Heimsiege beim 25. GWG-Cup
Mit guten Ergebnissen haben sich die Turner des SC Cottbus beim 25. Internationalen Nachwuchsturnier im Geräteturnen um den GWG-Cup in Szene setzen können.
20.09.10
Christopher Jursch siegte beim GWG-Cup in der Altersklasse 17/18 am Reck.Alexander Grötsch siegte in der Altersklasse 17/18 am Boden und Sprung und belegte im Mehrkampf den zweiten Platz. Christopher Jursch (AK 17/18) erreichte den Sieg am Königsgerät Reck und gewann die Silbermedaille am Barren.

Dominiert wurden die zweitägigen Wettkämpfe in der Lausitz-Arena, an denen Turner aus 13 Ländern teilnahmen, von den Nachwuchsathleten aus Großbritannien und der Schweiz.
»Die Wettkämpfe waren in diesem Jahr auf einem sehr hohen Niveau und die Übungen wurden sehr stabil geturnt«, sagte Rainer Hanschke aus der Stützpunkt-Bereichsleitung. »Für uns war wichtig, dass wir wieder gut mitgemischt haben«, erklärte der ehemalige Bundestrainer weiter. Grötsch und Jursch, die bereits zur Bundesliga-Mannschaft des SC Cottbus gehören, wandeln mit ihren Ergebnissen auf den Spuren der erfolgreichen Nationalmannschaftsturner Philipp Boy und Robert Juckel, die sich ebenfalls in die Siegerlisten beim GWG-Cup eintragen konnten. »Jetzt steht für beide der Übergang in den Männerbereich an. Dafür wollen wir optimale Voraussetzungen schaffen, beispielsweise mit einem gestreckten Abitur an der Lausitzer Sportschule«, sagte Hanschke weiter.
Wolfgang Wollgam, Präsident des Ausrichters SC Cottbus Turnen, zeigte sich mit dem Verlauf sehr zufrieden. »Das Turnier war wie immer eine runde Sache, allerdings hätte ich mir ein paar mehr Besucher in der Halle gewünscht.«

Eig. Ber./tus lr-online
Neue FIG-Worldcup-Serie mit deutschen Standorten
16.09.10
Die neue Worldcup-Serie im Gerätturnen des Weltturnverbandes FIG wird im kommenden Jahr auch in Deutschland die Zuschauer begeistern. Wolfgang Willam, DTB-Sportdirektor und Mitglied im FIG-Exekutivkomitee, verkündete auf einer Pressekonferenz während der Deutschen Meisterschaften in Berlin am 12.09.2010, dass Stuttgart als Station in den neu gestalteten Worldcup-Kalender für das kommende Jahr aufgenommen wurde.

Damit ist Stuttgart Teil einer neuen aufgewerteten Mehrkampfserie des Weltturnverbandes, die aus vier hochkarätigen Veranstaltungsorten besteht und in der um ein Preisgeld von 100.000 Schweizer Franken pro Standort gekämpft wird.

Darüber hinaus wird auch Cottbus weiterhin Austragungsort eines FIG-Turniers sein. Im März 2011 wird in der Lausitz erstmals ein sogenanntes Challenge Turnier stattfinden. Interesse an der Ausrichtung eines Worldcups der Gerätspezialisten (Einzelfinals) bekundete außerdem der Berliner Turn- und Freizeitsportbund für das Jahr 2012. (dtb)
Cottbuser GWG-Cup im Turnen vor der 25. Auflage
Cottbus Jubiläum für das Internationale Nachwuchsturnier um den „GWG-CUP“: Das Traditionsturnier für den Nachwuchs wird am Wochenende zum 25. Mal ausgetragen.
15.09.10
Zum Geburtstag haben sich rund 100 internationale Starter aus 14 Nationen angekündigt. Traditionell ist auch der Ausrichter SC Cottbus mit einer starken Mannschaft vertreten, die von Junioren-Nationalturner Christopher Jursch angeführt wird.

Seit 1986 organisiert der SC Cottbus Turnen gemeinsam mit dem Turnverein Cottbus 1861 das mittlerweile vom Weltturnverband FIG zertifizierte Nachwuchsturnier in ununterbrochener Folge. Zum Auftakt nahmen Turner aus der damaligen DDR, Bulgarien, der CSSR, Ungarn, Polen und Rumänien teil. Erster Sieger war der Rumäne Adrian Gal aus Bistrita, der Cottbuser Mirko Wohlfahrt - heute Direktor beim Turnier der Meister - belegte den zweiten Platz. Viele der Teilnehmer sind heute als Trainer oder Betreuer wieder dabei oder gehören von Anfang an zu den Stammgästen. Viele der jungen Sportler standen später bei Europa- und Weltmeisterschaften oder bei Olympia auf dem Siegerpodest. Die Cottbuser Robert Juckel und Philipp Boy standen mehrfach beim GWG-Cup auf dem Treppchen, bevor sie 2007 mit der deutschen Mannschaft WM-Bronze holten.

Seit 1986 haben ehrenamtlich rund 250 Helferinnen und Helfer beim Geräteaufbau oder Einlass für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Seitdem wurden etwa 9 000 Essensportionen für 112 Turnriegen zubereitet, 1500 Blumensträuße und ebenso viele Preise bei den Siegerehrungen übergeben und mehr als 1000 Magnesiawürfel bei den Wettkämpfen verbraucht. Die Fahrer haben etwa 250 000 Kilometer für den An- und Abtransport der Gäste zu den Flughäfen, Bahnhöfen und Wettkampfstätten zurückgelegt.
(lr-online.de)
XXV. Internationales Nachwuchsturnier um den "GWG-CUP"
Cottbuser Starter werden nominiert
14.09.10
Das XXV. internationale Nachwuchsturnier um den "GWG-CUP" steht in den Startlöchern. Der gastgebende SC Cottbus nominierte für diesen Vergleich talentierte Athleten aus seiner Turnschule. Diese werden sich mit ca. 100 weiteren internationalen Startern aus insgesamt 14 Nationen messen und um die attraktiven Pokale der GWG "Stadt Cottbus"eG kämpfen.

Angeführt vom Deutschen Juniorenmeister Christopher Jursch (Foto) werden an den Start gehen:


Kochan, Lukas
Goldacker, Pele
Spetzke, Noah
Woitalla, Devin
Wetzler, Jannik
Prügel, Leonhard
Mihan, Eric
Richter, Max
Barowski, Enrico
Winkler, Hannes
Spetzke, Tim
Koppermann, Eric
Kalmbach, Johannes
Gallay, Lukas
Krause, Marc
Groetsch, Alexander


Bereits seit 1986 organisiert der SC Cottbus Turnen e.V. gemeinsam mit dem Turnverein Cottbus 1861 e.V. das mittlerweile von der F.I.G. zertifizierte Internationale Nachwuchsturnier in ununterbrochener Folge. Vor den Augen von Nachwuchs-Bundestrainer Gunter Schönherr werden die Internationalen Nachwuchstalente - wie jedes Jahr - die Möglichkeit nutzen, um unter besten Bedingungen im fairen Wettkampf ihre sportliche Leistungen zu messen.

Organisation Sportclub Cottbus Turnen e.V. Wettkampfstätte LAUSITZ-ARENA Cottbus, H.-Löns-Str., 03050 Cottbus Wettkampfzeiten Samstag, 18.09.2010 09.30 Uhr Jg. 1999– 1996 Samstag, 18.09.2010 14.30 Uhr Jg. 1995– 1992 Sonntag, 19.09.2010 10.00 Uhr Gerätefinals Jg. 1999 - 1996 + 1995 -1992
Seitpferd-Titel als Entschädigung
Der zweite Meistertitel nach 2009 war ein kleines Trostpflaster. Philipp Boy gewann zwar am Sonntag bei den deutschen Meisterschaften im Geräteturnen in Berlin am Seitpferd, der Cottbuser konnte aber alles andere als rundum zufrieden sein mit seinem Auftritt fünf Wochen vor den Weltmeisterschaften. Vereinskollege Steve Woitalla ging sogar gänzlich leer aus.
13.09.10
Platz vier am Sprung, Rang fünf am Boden - die Meisterschaftsbilanz von Steve Woitalla war ernüchternd. Im Mehrkampf am Samstag, gleichzeitig Qualifikation für die Gerätefinals und ausschlaggebend für die WM-Nominierung, erwischte der 22-Jährige einen rabenschwarzen Nachmittag. »Der Wettkampf war eine Tragödie. Ich war super vorbereitet und dann das - einfach nur peinlich«, suchte Woitalla am Tag nach dem Debakel noch vergeblich nach Erklärungen.

Recht ähnlich erging es Mannschafts-Europameister Philipp Boy beim Angriff auf die Mehrkampf-Krone. In Abwesenheit von Titelverteidiger Fabian Hambüchen (Wetzlar) kam »Kronprinz« Boy in der Max-Schmeling-Halle aber nur auf Platz vier. Drei verpatzte Übungen kosteten den 23-Jährigen nicht nur den erhofften Titel, sondern sogar eine Medaille. Besonders bitter: Durch seinen unfreiwilligen Abgang am Reck verpasste der EM-Dritte von Birmingham mit 13,900 Punkten auch das Finale am »Königsgerät«. Insgesamt lag der Cottbuser mit 84,700 Punkten am Ende deutlich hinter dem neuen Meister Marcel Nguyen (Unterhaching/87,050), dem Berliner Brian Gladow (85,600) und Thomas Taranu (Straubenhardt/85,200). »Wir hatten uns das natürlich anders vorgestellt. Es waren zu viele Fehler«, sagte ein enttäuschter Heimtrainer Karsten Oelsch.

Am Sonntag konnte Boy allerdings ein wenig Wiedergutmachung betrieben. Am Boden kam der Titelverteidiger hinter Europameister Matthias Fahrig (14,800 Punkte) auf den zweiten Platz (14,200). Am Seitpferd konnte der Sportsoldat dann sogar seinen zweiten Meistertitel nach 2009 gewinnen, holte sich mit 13,675 Punkten vor Sebastian Krimmer (Backnang) und Brian Gladow die Goldmedaille.

Erfolgreichste Turnerin in Berlin war Elisabeth Seitz mit vier Titeln. Nach dem Gewinn des Mehrkampfes fügte die 16-jährige Mannheimerin ihrer Erfolgsbilanz die Siege am Schwebebalken, Stufenbarren und Boden hinzu. Bei den Männern wurden Marcel Nguyen (Mehrkampf/Barren) und Matthias Fahrig (Sprung/Boden) Doppelmeister. An den Ringen siegte der Straubenhardter Thomas Taranu. Für Fabian Hambüchen blieb damit nur der Erfolg am Reck. Kämpferisch ging der nicht mehr unumstrittene Hesse ans Gerät und musste nach seinem Absturz am Vortag mit einem Ausgangswert von 6,7 Punkten nicht einmal alles zeigen, um zum sechsten Mal am »Königsgerät« zu triumphieren.

Trotz der nicht zufriedenstellend verlaufenen Meisterschaften dürfen sich Boy und Woitalla weiter Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Weltmeisterschaften (18. bis 24. Oktober) machen. Cheftrainer Andreas Hirsch nominierte zunächst nur Mehrkampfmeister Marcel Nguyen für Rotterdam. Die WM-Vorbereitung der Männer in Kienbaum nehmen neben Nguyen elf Kandidaten in Angriff, darunter Boy und Woitalla. Vor dem Länderkampf gegen Rumänien und die Schweiz in Schaffhausen wird Hirsch den Kandidatenkreis auf sieben Turner reduzieren, aus dem die sechs WM-Athleten nominiert werden.

»Jetzt geht es für mich von vorne los. Ich muss dem Bundestrainer eben in Kienbaum zeigen, dass ich turnen kann«, sagte ein kämpferischer Steve Woitalla, der aber nur noch eine Außenseiterchance für die WM haben dürfte. Besser sieht es für Boy aus - trotz der Patzer im Mehrkampf. »Philipp hat Gold und Silber gewonnen. Wir sollten uns freuen - und mit ihm optimistisch in die Zukunft schauen«, sagte SCC-Heim trainer Karsten Oelsch.
(lr-online.de)
Spott für den Herrn der Ringe
Ein bisschen Sex und große Folgen: Turner Fabian Hambüchen schreibt seine Biografie und zieht sich dafür den Hohn der Teamkollegen zu
12.09.10
Den schmerzenden Fuss weiß Fabian Hambüchen bestens umsorgt. Nun päppelt Johannes Peil, Leibarzt von Michael Schumacher, Deutschlands größten Turnstar und "Sportler des Jahres 2007" auf. Der orthopädische Beistand ist nicht die einzige Parallele zum Weltmeister der Formel 1. Auch Hambüchen ist dieses Jahr noch nicht richtig in Fahrt gekommen.

Ausgerechnet in dem Jahr, in dem die deutsche Männerriege zur internationalen Elite aufgeschlossen hat, ist Hambüchen in der "Boygroup des Turnens" außen vor. 2007 führte er die Mannschaft noch zu WM-Bronze, belohnte sich selbst mit Gold am Reck. Als sicherer Olympiasieger gehandelt, patzte er in Peking gleich zweimal und musste sich mit Bronze begnügen. WM in London 2009, Absage wegen eines Außenbandabrisses im Knöchel. Im April bei der EM in Birmingham hätten die Deutschen ohne ihn nicht den EM-Titel geholt. Aber Hambüchen turnte nicht überragend, sondern nur solide. Teamkollege Matthias Fahrig, 24, überstrahlte den 1,63-Meter-Muskelmann. Hambüchen gewann Bronze am Reck, punktgleich mit Philipp Boy, 23. Beim Japan-Cup im Sommer wurde er vom Cottbuser an seinem Paradegerät dann deutlich geschlagen.

Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin wollte Hambüchen gestern seinen Titel im Mehrkampf zum fünften Mal in Folge verteidigen, aber weil seit den Ermüdungserscheinungen am Fuß die Trainingseinheiten am Boden und beim Sprung ausfielen, blies er den Sechskampf ab. "Ein Durchmarsch wäre es für mich ohnehin nicht geworden", schwante es dem Rekonvaleszenten, der an vier Geräten die Chancen auf das Erreichen der Finals heute hat.

Nun messen sich Boy und der Unterhachinger Marcel Nguyen, 23, im prestigeträchtigen Mehrkampf. Unabhängig von der Verletzung Hambüchens hatte Bundestrainer Andreas Hirsch bereits zu Saisonbeginn angedeutet, dass sich das Supertalent auf Gegenwind einstellen muss: "Es können sich Positionen verschieben." Hambüchen wurde offenbar vom Tempo des Fortschritts in der deutschen Mannschaft überrascht.

Seine Absage für die nationalen Titelkämpfe stand lange fest, da wählte Hambüchen ein eher ungewöhnliches Genre, um doch noch zu punkten. Er verfasste seine Memoiren. Da erfährt der geneigte Leser, der die unbedarft-lausbubenhafte Art des Hobbyliteraten schätzt, dass Hambüchen anfangs bei Frauen beliebt war wie "ein Besuch beim Zahnarzt"; dass er fünfmal die Woche in der Turnhalle ehrgeizig, diszipliniert und rastlos "wie ein Duracell-Häschen" über die Matten tobt; dass er Liebesbriefe über Internetforen verschickt und sein Körper "mühelos jeden Monat das Cover der ,Men's Health' zieren könnte". Morgen wird Deutschlands erfolgreichster Turner "Fabian Hambüchen - Die Autobiografie" in Berlin vorstellen, am Mittwoch ist sie im Handel erhältlich.

Autobiographen sind Schwatzmeister. Das Leben verzettelt sich oft in viele kleine Belanglosigkeiten, die, für sich genommen, Jacke wie Hose sind.

"Bild" druckte vorab Auszüge aus dem Buch. Wir erfahren, dass Hambüchen kurz vor seinem 17. Geburtstag mit Freundin Lara eine "Liebespremiere, wie man sie sich nur wünschen kann" hatte. Mit Lara war schnell wieder Schluss, da ihr Freundeskreis kiffte und Hambüchen Angst hatte, dass er wegen des Passivrauchens positiv auf Doping getestet werden könnte. "Und so trennte ich mich von Lara, obwohl ich sie liebte." Herrje. Doch die nächste Freundin kam bald, und mit ihr wurde Hambüchen "in flagranti" von seiner Mutter erwischt. Auch in der Schule gab es so einige Hindernisse für Hambüchen, er wurde oft wegen seines "Schwuchtelsports" gehänselt.

Viel mehr bleibt nicht hängen, so empfanden es offenbar auch die Erstverwerter. Die Ergüsse verschwanden nach zwei Teilen auf den Onlineseiten der Zeitung.

Während der Verfasser noch beschwichtigte ("Ich bin superglücklich über das Buch. Ob es jeder mag, ist eine andere Sache"), hatten sich die Teamkollegen schon einen Reim darauf gemacht. "So was Bescheuertes", ätzte Philipp Boy. "Man sagt ja, wenn man so etwas macht, geht es mit der Leistung bergab." Matthias Fahrig winkte ab: "Ein 22-Jähriger schreibt sein Leben auf, das kann doch nur schnulli sein." Ob er sich das Buch kaufen wird? "Nein, so einen Groschenroman muss ich mir nicht geben." Da stand Fahrig nur einen Schritt neben Hambüchen, und als der ihn fragte, wie es denn mit seinen Verletzungen zurzeit so stehe, setzte der Halb-Kubaner aus Halle noch eins drauf: "Davon erzähl ich mehr in meinem Buch."

Wenn Hambüchen der Turnstreber ist, dann ist Fahrig der coole Lümmel von der letzten Bank, der die Antwort auch immer weiß, sich aber nie meldet; ein Frauenschwarm, der früher gern mal über die Stränge schlug und aus disziplinarischen Gründen zweimal aus der Mannschaft flog.

Aber Fahrig ist nicht nur ein lässiger Hochbegabter, er turnt dieses Jahr auch besser als der vermeintliche Primus. Und Fahrig gelang das, wonach ein Turner strebt: sich mit einem Element zu verewigen. Kovacs, Gienger, Tsukahara, Endo - sie alle entwarfen einen Übungsteil, der weltweit von Tausenden Athleten nachgeahmt wird. Fahrig kreierte den Fahrig. Nach einem Rückwärtsüberschlag springt er rückwärts ab, macht eine halbe Drehung, einen Doppelsalto mit gestreckten Beinen und schließlich anderthalb Schrauben. Das Heikle ist, und deshalb wird der Sprung wohl nach der WM in Rotterdam im Oktober in den Wertungskatalog des Weltverbandes als Element der schwierigsten Kategorie aufgenommen, aus der Drehung um die Breitachse noch so viel Schwung und Höhe mitzunehmen, dass es für die Schrauben reicht.

Beim Japan-Cup stand Fahrig den Fahrig schon, heute im Bodenfinale in Berlin will er ihn wieder zeigen. Steht er ihn, würde er dem Star einmal mehr die Schau stehlen. Denn Hambüchen redet schon seit Jahren davon, an einem eigenen Element zu arbeiten. Der "vierfache Hambüchen" nimmt auch in seiner Autobiografie einen wichtigen Platz ein, in den "Schlagzeilen, die ich noch gern über mich lesen will".

Als Fahrig seine Kreation das erste Mal zeigte, gratulierte Hambüchen als Erster. Ob da ein wenig Neid mitschwang? "Und wenn schon", sagt Fahrig ungerührt. "Dann ist mir das auch egal. Da muss er durch."
Von Robert Dunker - Welt am Sonntag
kurz vor 5 - Sport am Freitag, den 10. September 2010
10.09.10
kurz vor 5 - Sport am Freitag, den 10. September 2010 mit dem Thema Turnen. Im Vorfeld der Deutschen Meisterschaft ist der RBB zu Gast bei den Jüngsten des TuS Lichterfelde und hat als Stargast den Europameister Philipp Boy vom SC Cottbus. kurz vor 5 - Sport 16.50 Uhr im RBB-Fernsehen
Turner vor Deutschen Meisterschaften
Boy und Woitalla wollen angreifen
10.09.10
Die besten Turner Deutschlands sind voller Vorfreude auf die Deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende in Berlin. Bei einem Pressetermin am Reichtstag präsentierten sich Philipp Boy, Brian Gladow und Philip Sorrer gut gelaunt und voller Tatendrang.

Hambüchen verzichtet auf zwei Geräte Unterdessen stellte sich heraus, dass Fabian Hambüchen aufgrund von Problemen am Rückfuß und der Achillessehne in Berlin auf einen Einsatz am Boden und Sprung verzichtet. "Mein Ziel ist es, bei der Turn-WM in Rotterdam topfit an den Start zu gehen. Um dieses Vorhaben nicht zu riskieren und nach Rücksprache mit meinem behandelnden Arzt, Dr. med. Johannes Peil, verzichte ich in Berlin auf meine starken Geräte Boden und Sprung. Die Deutsche Meisterschaft ist für mich ein Test hinsichtlich meines Saisonhöhepunktes, der Weltmeisterschaft in Rotterdam", so Hambüchen.

Öffentliches Training am Freitag Vor dem Start der Deutschen Meisterschaften im Gerätturnen am 11. und 12. September 2010 in Berlin können die Fans am Freitag (10.09.) in der Max-Schmeling-Halle die deutschen Stars beim öffentlichen Training hautnah erleben.

Ob Matthias Fahrig, Philipp Boy oder Oksana Chusovitina - in der Zeit von 15.30 bis 18.30 Uhr absolvieren sie alle ihr Training und geben in der Pause ab etwa 16.45 Uhr den Fans Autogramme. Das Besondere: Das Training findet wie die Wettkämpfe auf einem 80 cm hohen Podium statt. Diese sonst nur bei Welt- und Europameisterschaften übliche Ausstattung ist darin begründet, dass die Titelkämpfe eine Generalprobe für die Europameisterschaften an selber Stelle im April 2011 sind. "Wir freuen uns auf den Start in Berlin und auf unser heimisches Publikum", meint Brian Gladow vom SC Berlin. Er kämpft bei den Meisterschaften nicht nur um eine gute Platzierung, sondern auch um ein Ticket für die Weltmeisterschaften im Oktober. "Turnen auf dem Podium ist immer etwas Besonderes. Wenn wir das am Freitag noch mal trainieren, haben wir gerne Fans dabei. Ich lade vor allem die Kids der Berliner Schulen ein, mit uns einen spannenden Freitagnachmittag beim Turnen zu verbringen". Der Eintritt zum Podiumstraining ist frei.

Zeitplan 11.09.2010, 14.00 Uhr Mehrkampf der Männer 11.09.2010, 18.00 Uhr Mehrkampf der Frauen 12.09.2010, 13.00 Uhr Gerätfinale Frauen und Männer Ort: Berlin, Max-Schmeling-Halle
(dtb)
Turner wollen „die Halle rocken“
Turn-DM in Berlin: Boy und Woitalla um Titel und Tickets
06.09.10
Wenn am 11. September die Deutschen Meisterschaften im Gerätturnen in Berlin losgehen, werden die Zuschauer nicht nur einen heißen Wettbewerb um nationale Meistertitel und WM-Tickets sehen sondern auch eine besondere Premiere erleben. Deutschlands Turnstars Fabian Hambüchen und Co. werden sich in der Max-Schmeling-Halle auf einem Podium präsentieren, wie es sonst nur bei Welt- und Europameisterschaften üblich ist.

Der Grund hierfür ist, dass die erstmals seit 1993 wieder in der Hauptstadt ausgetragenen Deutschen Titelkämpfe eine Generalprobe für die Europameisterschaften an selber Stelle im kommenden Jahr sind. Für das Turn-Team Deutschland also eine besondere Situation, die ihren besonderen Reiz ausmacht, wie der zweifache EM-Medaillengewinner Philipp Boy erklärt. „Es wird Wahnsinn, auf einem Podium zu turnen ist immer etwas Besonderes. Man ist nah dran an den Zuschauern und steht viel mehr im Rampenlicht, daher ist die Spannung viel größer“, so der Cottbuser über die Meisterschaften, die zudem die entscheidende Qualifikation für die WM im Oktober in Rotterdam darstellen.

Besten Turner Europas kämpfen um nationale Titel

Dass den Zuschauern auch unabhängig von Podium und WM-Quali einiges geboten wird, verrät allein ein Blick auf die mögliche Startliste. Bei den Männern werden die besten Turner Europas einen Wettstreit an den sechs Geräten austragen und sich einen harten Kampf liefern. Philipp Boy (SC Cottbus), Matthias Fahrig (SV Halle), Fabian Hambüchen (TSG Wetzlar-Niedergirmes), Marcel Nguyen (TSV Unterhaching) und Eugen Spiridonov (TV Bous) sind das Europameisterteam der diesjährigen kontinentalen Titelkämpfe - sie alle werden in Berlin auflaufen und „die Halle rocken“, wie Boy verspricht.

Aus Cottbuser Sicht vertritt ein weiterer hoffnungsvoller Kader die rot-weißen Farben: Steve Woitalla, wiedererstarkt will er die Etablierten unter Druck setzen und um ein Ticket zur WM kämpfen.

Bei den Frauen wird unter anderem Turnlegende Oksana Chusovitina (TT Toyota Köln) mit ihren Teamkolleginnen, Kim Bui (TSG Tübingen) und Elisabeth Seitz (TG Mannheim) an den vier Geräten um Titel und Tickets kämpfen.

Insgesamt werden 24 Frauen und 31 Männer in den Gerätwettbewerben und im Mehrkampf in der Max-Schmeling-Halle antreten. Im vergangenen Jahr war Fabian Hambüchen bei den Deutschen Meisterschaften beim Internationalen Deutschen Turnfest in Frankfurt vor über 5.000 Zuschauern mit fünf Titeln der große Gewinner. In diesem Jahr werden seine Teamkollegen ihm das Leben wohl noch schwerer machen. Bei der EM zuletzt in Birmingham avancierte der Hallenser Matthias Fahrig mit zwei Gold- und einer Silbermedaille zum besten Turner der Titelkämpfe. Erst vor kurzem sorgte er dann mit einem selbst entwickelten und nach ihm benannten Turn-Element der absoluten Höchstschwierigkeit für Furore sowie einen Eintrag in die (Turn-)Geschichtsbücher. Die Teamkollegen Nguyen und Boy sicherten sich auf der Insel neben dem Mannschaftsgold außerdem Bronze an Boden und Reck. Spannende Zeiten also, die im September in Berlin anstehen – man sollte sie nicht verpassen.

Öffentliches Training am Freitagnachmittag

Einen Tag vor den Deutschen Meisterschaften am Freitag haben Turnfans die Möglichkeit, die deutschen Stars beim öffentlichen Training zu erleben und Autogramme zu sammeln. Auch Medienvertreter sind herzlich willkommen, sollten sich jedoch zuvor anmelden. Ein genauer Zeitpunkt für das öffentliche Training wird noch genannt.

Alle Informationen zu den Deutschen Meisterschaften gibt es unter dtb-online.de
Turnier der Meister® steht in Challenger-Serie
03.09.10
Die 35. Auflage vom Turnier der Meister® findet im kommenden Jahr vom 11. bis 13. März in Cottbus statt. Das hat jetzt der Weltturnverband FIG auf seiner Homepage bestätigt.

Das Turnier gehört zur neu gegründeten »Challenger Serie« und behält damit seinen Status als Weltcup.

»Wir freuen uns sehr über die positiven Nachrichten und beginnen ab sofort mit Hochdruck mit den Vorbereitungen«, sagte Turnierdirektor Mirko Wohlfahrt. Das Turnier ist weiter mit 25 000 Schweizer Franken (17 500 Euro) dotiert. In diesem Jahr nahmen 110 Turner aus 25 Nationen teil. Auch im kommenden Jahr rechnen die Organisatoren vom SC Cottbus mit guter Resonanz, da drei Wochen später in Berlin die Europameisterschaften (6. bis 10. April) ausgetragen werden.
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MEILENSTEINE

Festbroschüre zum 20-jährigen Bestehen des SC Cottbus Turnen e.V.
(PDF, ca. 6,0 MB)

Wir stehen für einen sauberen Sport!
Für einen fairen Wettkampf, in dem der Beste gewinnt und der Verlierer die Leistung seines Bezwingers respektiert.
NADA - Nationale Antidoping Agentur
SPORTCLUB COTTBUS TURNEN e.V. - Dresdener Straße 18, 03050 Cottbus, Tel: (0355) 48 63 52, E-Mail: info@scc-turnen.de