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Philipp Boy im Mehrkampf- und Reckfinale
Turner mit starker Qualifikation
20.10.10
Nach langen Tagen, geprägt von trainieren, warten und zuschauen, war es am Dienstagabend (19.10.2010) endlich soweit. Das Europameister-Team des DTB griff in den Wettkampf ein. Sebastian Krimmer machte am Boden den Auftakt: Eine gute, sichere Übung, mit sehr kontrollierten Akrobatik-Bahnen und einer schönen Höhe in den Doppelsalti zeigte der Turner aus Backnang und erzielte 13,866 Punkte damit. Auch Thomas Taranu war ohne Fehl und Tadel in seiner Darbietung – mit 14,633 Punkte bei einem Ausgangswert von 6,0 holte er wichtige Punkte für das Teamkonto. Auch Eugen Spiridonov als dritter Turner zeigte sich gewohnt standsicher und sehr konzentriert: 14,366 Punkte sein Resultat. Philipp Boy dann mit einem kleinen Hüpfer am Ende seiner zweiten Bahn und dreifach Schraube am Schluss - 14,766 Punkte bekam er. Matthias Fahrig dann als letzter deutscher Turner an diesem Gerät. Bei seiner Doppelschraube mit anschließendem Doppelsalto vorwärts landete er zum Auftakt direkt außerhalb der Bodenfläche und auf dem Hosenboden. 0,5 Punkte Abzug musste er allein für das Verlassen der Fläche hinnehmen. Bei einem Schwierigkeitswert von 6,5 kam er nur noch auf 13.666 Punkte. Die Chance auf das Boden-Finale war dahin.

Am Pauschenpferd machte Eugen sehr sicher den Auftakt und erkämpfte 14,300 Punkte. Auch Fabian Hambüchen leistete sich bei seinem WM-Auftakt keinen Lapsus und arbeitet sich unter den Anfeuerungsrufen der Fans auf 13,933 (5,3 Ausgangswert). Auch der Hallenser Matthias Fahrig blieb auf dem Pferd und rettete sich am Schluss der Übung gekonnt in den Abgang. Für ihn gute 13,466 Punkte fuhr er damit ein. Philipp Boy hatte dann bei seiner Schere in den Handstand Probleme und musste neben die Pausche fassen, trotzdem waren 14,200 Punkte bei 5,5 Ausgangswert eine ordentlich Ausbeute für das Team. Sebastian Krimmer als letzter und nominell stärkster Athlet an diesem Gerät hatte dann Pech. Er fiel vom Pferd und konnte mit seiner ansonsten schönen und mit 5,8 Ausgangswert schwierigen Übung nur noch bedingt punkten - 13,633 stand auf der Anzeigentafel.

„Matze“ Fahrig machte den Vortuner an den Ringen, bei einem Handstand knickte er etwas ein, zeigte sich aber ansonsten solide – 13,800 mit 5,4 Schwierigkeitswert. Teamkollege Spiridonov war wiederum sehr sicher und erturnte 14,300 Punkte. Auch Boy war sehr kontrolliert mit gutem Stand - 14,566 bei 5,9 Ausgang. Hambüchen turnte dann unheimlich ruhig, nur ein kleiner Hüpfer beim Abgang war nötig - 14,800 Punkte bei 5,9. Taranu, hier als Schlussturner, präsentierte schwierige Halteelemente, holte 15,266 Punkte und schrammte nur knapp am Finale vorbei.

Dann der Sprungtisch: 15,666 bei 6,2 Schwierigkeit für Krimmer für einen guten Satz. Der Saarbrückener Spiridonov ebenfalls sauber mit nur einem kleinen Ausfallschritt - 15,366 Zähler. Taranu musste bei seinem Roche mit der Hand den Boden berühren und bekam Abzug 15,066 das Resultat. Philipp Boy stand seinen Roche gut bekam 0,1 Punkte wegen verlassen der Matte Abzug, 15,800 Punkte. Matthias Fahrig als Schlussspringer mit Finalambitionen und mit dem schwierigen Dragulescu als ersten Satz. Eine tiefe Landung mit Hüpfer zeigte er, das war wichtig. Als zweiter Sprung zeigte er den Kasamatsu mit 1,5 Schrauben, ebenfalls mit deutlichen Seitschritt, was Abzug bedeutete. 16,100 und 15,566 waren sein Resultat, was einen Mittelwert 15,783 bedeutete. Die Chancen für das Gerätfinale waren für den Hallenser bei dem extrem starken Teilnehmerfeld damit dahin.

Barren lief bei Eugen ohne Zwischenfälle 14,666 Punkte, Krimmer musste nach dem Diamidov eine Zwischenschwung einlegen, turnte sonst gut - 14,500 bei 5,7 Ausgangswert. Fahrig 14,500 mit 6,0 Ausgangswert. Boy dann mit einer sehr starken Übung. Der Cottbuser freute sich zurecht und bekam stolze 15,258 Punkte für einen Ausgangswert von 6,3. Noch besser war nur Fabian Hambüchen, der EM-Bronzemedaillengewinner von 2009 an diesem Gerät bekam 15,433 bei ebenfalls 6,3 Punkten Schwierigkeitswert. Eine starke Leistung des Wetzlarers, der damit drittbester des Feldes wurde.

Das Schlussgerät Reck sollte noch einmal so richtig spannend werden. Hambüchen und Boy wollten hier unter die besten Acht und damit in das Finale einziehen. Taranu legte vor – turnte sauber und fast perfekt in den Stand. 14,000 Punkte bei 5,5 Ausgang sein Wert. Spiridonov turnte alle Flieger und Griffwechsel sicher, hatte auch beim Schraubenabgang keine Schwierigkeiten 14,633 Punkte bei 5,9. Auch „Matze“ turnte alle Flieger nach Hause und kam auf 14,066 Punkte, bei 5,9 Ausgang. Dann Boy, wie erwartet mit einer sehr schwierigen Übung. Er kam zwar einmal aus der Achse turnte aber ansonsten stark durch. 15,566 Punkte erzielte er mit 7,0 Punkten Ausgangswert. Fabian Hambüchen turnte als letzter einfach gut, seine sichere Übung stellte er mit Einfachschraube in den Stand. 15,70 Punkte waren sein Resultat bei einem Ausgangswert von 6,8.

Unter dem Strich erzielte Philipp Boy 90,156 Punkte im Mehrkampf und zieht damit fast schon sensationell als zweitbester in das Finale der besten 24 ein. Eugen Spiridonov ist als 20. mit 87,631 Punkten ebenfalls dabei.

dtl

Zeitplan der deutschen Turner

Team-Finale Herren am 21.10.2010, 17.00 - 20.45 Uhr
Mehrkampffinale Herren am 22.10.2010, 16.00 - 18.30 Uhr
Mehrkampffinale Frauen am 22.10.2010, 19.30 – 22.00 Uhr
Finale Stufenbarren am 23.10.2010, 13.00 – 17.00 Uhr
Finale Barren am 24.10.2010, 15.25 - 15.55 Uhr
Finale Reck am 24.10.2010, 16.50 - 17.20 Uhr
Die Mannschaft ist der Star – TurnTeam Deutschland vor der WM
15.10.10
Leitwolf Hambüchen angeschlagen, Meister Nguyen mit gebrochenem Bein nur vor dem Fernseher: Die deutschen Turner stehen in Rotterdam vor einer Weltmeisterschaft mit Handicap. Kein Risiko heißt die Devise für Fabian Hambüchen, auch wenn die entzündete Achillessehne gut verheilt. Auf den Rat seines Vertrauensarztes verzichtet der Topstar dennoch auf Boden und Sprung. Hambüchen will für die entscheidende Olympia-Qualifikation im kommenden Jahr wieder richtig fit sein. «Ich fühle mich sehr gut. Aber die ganze Konzentration liegt bei dieser WM auf dem Team-Wettkampf», meinte der 22-jährige Wetzlarer vor seiner fünften WM-Teilnahme. Zum dritten Mal will er in den Medaillenkampf am Reck einziehen. «Das Finale wäre ein Traum. Aber die Luft an der Spitze wird immer dünner, die Konkurrenz ist stark», sagte der Weltmeister von Stuttgart 2007.

«Es gibt keinen Grund, in Rotterdam auf Teufel komm raus alles zu riskieren. Es gibt wichtigere Jahre», bekräftigte Trainer Wolfgang Hambüchen die Entscheidung seines Sohnes, die wie so oft bei den Hambüchens am Küchentisch im Familienrat gefällt wurde. Olympia steht auch schon in Rotterdam im Fokus: die besten 24 Teams bei Männern und Frauen qualifizieren sich für Tokio 2011, dort buchen die besten Acht direkt das Olympia-Ticket nach London 2012.

Wolfgang Hambüchen denkt auch zurück an die schweren Monate im Sommer, als bei seinem Filius fast nichts mehr ging. Erst in Chefarzt Johannes Peil aus Bad Nauheim fand er einen Spezialisten, der mit seiner Behandlungsphilosophie erst den Weg nach Rotterdam ebnete. «Die ganze Ungewissheit ist weg, er hat wieder Spaß am Turnen», schilderte Mental-Trainer Bruno Hambüchen die aktuelle Situation seines Neffen. «Und nur wer Spaß hat, kann auch Leistung bringen. Er ist richtig heiß auf die WM», fügte er hinzu.

Zwar denkt trotz des Hambüchen-Handicaps und des Ausfalls von Mehrkampf-Meisters Marcel Nguyen kaum jemand an den «Worst Case», dass der 24. Platz nicht geschafft werden könnte. Cheftrainer Andreas Hirsch warnt dennoch: «Zwei solche Fälle sind schwer zu verkraften. Und die Konkurrenz will unsere Schwächen nutzen, wir werden keine Freunde mehr haben. Doch die Stimmung im Team ist weiter gut. Und die Jungs wissen, was sie können», unterstrich Hirsch. «Das Team-Finale der besten Acht bleibt unser Ziel. Diese Mannschaft hat das Potenzial», bestätigte auch Sportdirektor Wolfgang Willam.

Im Mehrkampf hat Philipp Boy aus Cottbus die große Chance, aus dem Schatten Hambüchens herauszutreten. Zwei Test-Wettkämpfe in Kienbaum mit über 90 Punkten, dazu der Klassen-Auftritt beim Länderkampf in Schaffhausen mit gar 91,05 Zählern bestätigten die gute Form des Lausitzers. Als EM-Dritter gilt er auch als Kandidat für das Reck- Finale und damit eine Medaille. Zudem traut Willam Europameister Matthias Fahrig trotz gerade überstandener Erkältung den Finaleinzug am Sprung und Boden zu. Der Hallenser will erstmals auch auf der WM- Bühne das von ihm kreierte Element, den «Fahrig», am Boden zeigen und damit als Patent anmelden.

Bevor jedoch die Turner in den Fokus rücken, gehört die Ahoy-Arena zunächst den Frauen. Dabei müssen die deutschen Turnerinnen mit Kim Bui (Knie), Anja Brinker (Fuß) und Marie-Sophie Hindermann (Ellenbogen) gleich drei verletzte Stammkräfte ersetzen. Daher hat die Riege von Cheftrainerin Ulla Koch mit drei 16-jährigen Küken und der erfahrenen Olympia-Zweiten Oksana Chusovitina aus Köln nur das Erreichen der Olympia-Vor-Qualifikation im Visier.
Fuß stoppt Fabian Hambüchen: Kein Mehrkampf bei WM
Die entzündete Achillessehne hat Deutschlands Super-Turner Fabian Hambüchen gestoppt: Der 22-Jährige kann bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam vom 16. bis 24. Oktober nicht im Mehrkampf starten.
06.10.10
Trotz guten Heilungsverlaufes in den zurückliegenden Wochen setzt der Europameister von Mailand auf Stabilität an vier Geräten und verzichtet auf Boden und Sprung. «Es geht um die Minimierung des Risikos. Damit wollen wir die Leistungsfähigkeit auch für kommende Jahre absichern», erklärte Johannes Peil, leitender Arzt der Sportklinik Bad Nauheim der Nachrichtenagentur dpa. In den vergangenen Wochen hatte sich Hambüchen auch einigen Belastungstest am Boden unterzogen, nachdem er schon bei den deutschen Titelkämpfen in Berlin seinen Mehrkampf-Thron wegen der Schmerzen am Rückfuß und der linken Achillessehne kampflos räumen musste. Danach waren die Beschwerden wieder größer geworden.
«Natürlich ist es schade, dass er im Mehrkampf nicht dabei sein kann. Aber die Gesundheit geht vor. Und wir haben volles Vertrauen zu Doktor Peil», meinte Wolfgang Hambüchen, Vater und Coach des 22- jährigen Ex-Weltmeisters. Für Cheftrainer Andreas Hirsch ist mit der Hiobsbotschaft des Leitwolfes nun der «Ausnahme-Zustand» eingetreten. «Erst der Totalausfall des deutschen Meister Marcel Nguyen mit dem Wadenbeinbruch, nun der Teilausfall des Leistungsträgers. Jetzt muss ich die Aufgabe für die WM neu formulieren: Die Mannschaft tritt in den Vordergrund», kommentierte der Berliner. In Rotterdam geht es um die Vor-Qualifikation für Olympia. Nur die besten 24 Teams dürfen bei der nächsten WM 2011 in Tokio um die Olympia-Tickets streiten.
Bislang waren die Deutschen für Rotterdam sogar als Medaillen-Kandidaten gehandelt worden. Obwohl die Stimmung im Team weiter gut sei, fürchtet der Coach nun sogar den «Worst Case»: «Wenn jetzt noch einer ausfällt und wir dann nicht alle Wertungen in das Team-Resultat einbringen, könnte es ganz eng werden.» Vor dem ultimativen Test- Wettkampf am 9. Oktober in Kienbaum verteilte Hirsch daher nur zwei von sechs WM-Tickets für Rotterdam: «An den Mehrkampfleistungen von Philipp Boy und Eugen Spiridonov kann man nicht vorbei.»
Hambüchen kann er noch nicht optimal beurteilen, da sich der Super-Star zuletzt nicht mit dem Team in Kienbaum, sondern wegen der medizinischen Betreuung individuell in seiner Heimat Wetzlar vorbereitete. Dennoch sollten Hambüchens Top-Leistungen an Reck, Barren und Ringen - wie zuletzt in Berlin demonstriert - ausreichen, damit auch er die Fahrkarte nach Rotterdam löst und dort dem Team hilft. «Wir werden jetzt aber nicht möglichen Final-Leistungen hinterherhecheln», schränkt Hirsch ein. Im Training habe sich sein Sohn in den zurückliegenden Wochen sehr stabil präsentiert, erklärte Wolfgang Hambüchen. «Vor allem die Schnellkraft hat sich verbessert.»
Chefmediziner Peil, der auch Formel-1-Pilot Michael Schumacher behandelte, ist sehr zufrieden mit Hambüchens Genesung. «Fabian turnt jetzt wieder befreit auf. Das sah vor ein paar Wochen noch ganz anders aus. Da stand alles infrage», erklärte er. «Aber Rückschläge muss man immer einkalkulieren.»
Cottbuser Trampolinmädels bei den Deutschen Meisterschaften erfolgreich
Cottbuserinnen konnte sich nach den sehr guten Leistungen aus dem Synchronwettbewerb auch am zweiten Tag Medaillen sichern.
04.10.10
Bei den Deutschen Meisterschaften vom 01.-03.10.2010 im westfälischen Münster konnten sich nach starken Übungen Silva Müller und Henriette Reinke den 2. Platz im Synchronwettbewerb sichern.

Im Einzelwettbewerb wurden dann die Medaillen im wahrsten Sinne „ausgefochten“.
Das sehr dichte und leistungsstarke Feld der Schülerinnen avancierte zu einem wahren Nervenkitzel. Nach dem Vorkampf führte Phylis Lenksre (TV Nordhorn) vor Silva Müller und Henriette Reinke (beide SC Cottbus Turnen).
Im Finale wurde um jedes Zehntel gekämpft und durch die hohe Schwierigkeit von Silva Müller konnte sie sich am Ende mit nur 0,10 Punkte den Sieg sichern.
Zweite wurde Pyhlis Lenkser und auf Rang 3 turnte sich Henriette Reinke. (Foto)

Silva Müller verbesserte sich in der WM-Qualifikation und wird vom Bundestrainer Jörg Hohenstein zur Nominierung der Schüler- und Jugendweltmeisterschaften vorgeschlagen. Ebenfalls bei den Schülerinnen startete Christina Knöfel. Nach einem Absprungfehler musste sie ihre Übung vorzeitig beenden und konnte leider nicht in das Finalgeschehen eingreifen.

Erfreulich das Auftreten von Christin Kaiser. Erstmals startete Christin bei den Frauen. Nach langer Wettkampfpause turnte sie sich wieder in die Trampolinszene und konnte sofort das Finale erreichen. Im Finale sprang sie ihre Übung solide durch und konnte ihren Einstand bei den Frauen mit einen sehr guten sechsten Platz beenden.

scc
Beinbruch: Turn-WM ohne Nguyen
Dem Schock folgten die Kampfansagen: Die deutsche Turn-Riege muss bei den Weltmeisterschaften in drei Wochen auf Marcel Nguyen verzichten. Der deutsche Mehrkampfmeister und zuletzt stabilste Turner des Teams stürzte beim Dreiländerkampf in Schaffhausen beim Dreifach-Tsukahara am Boden so unglücklich, dass er sich einen Bruch des Wadenbeins zuzog und sofort in ein Krankenhaus gebracht werden musste.
27.09.10
«Das Gefühl ist unbeschreiblich. Da bist Du in Topform, hoffst bei der WM auf eine Medaille – und dann so etwas», beschrieb Trainer Waleri Belenki die Stimmungslage seines Schützlings. Nguyen musste nach der schweren Verletzung mit schmerzverzerrtem Gesicht von der Matte getragen werden. «Ich muss ihn jetzt wieder aufbauen. Aber er hatte noch Glück im Unglück. Der Bruch muss nicht operiert werden, er bekommt eine Schiene. Vielleicht ist er in vier bis sechs Wochen wieder auf den Beinen», schilderte der frühere Olympiasieger Belenki. «Das trifft uns hammerhart. Aber es bringt nichts, nun den Kopf in den Sand zu stecken. Wir werden auch ohne ihn eine schlagkräftige Riege zur WM bringen», sagte Cheftrainer Andreas Hirsch.

Dennoch bewies die Truppe tolle Moral und beherrschte mit 353,90 Punkten die Schweiz (346,65) und Rumänien (345,95) klar. Fabian Hambüchen absolvierte wegen seiner Fuß-Probleme wiederum nur vier Geräte, bewies aber mit der Höchstnote am Reck (15,80) und dem zweitbesten Wert am Barren (15,40) ansteigende Form. Überragend präsentierte sich der Cottbuser Philipp Boy, der mit 91,05 Punkten den besten Mehrkampf turnte.

Wir sagen: schnelle Genesung, Marcel !!!
TurnTeam Männer gewinnen Länderkampf
Boy gewinnt souverän der Mehrkampf / Nguyen verletzt sich am Boden schwer
26.09.10
Trotz eines souveränen Sieges hatten Deutschlands Turn-Männer beim Länderkampf in Schaffausen (SUI) kein Glück: Mehrkampfmeister Marcel Nguyen verletzte sich bei seiner Bodenübung. Der Münchner stürzte bei seinem dreifachen Tsukahara und zog sich nach ersten Informationen einen Bruch des rechten Wadenbeins zu. Eine Teilnahme an der WM in Rotterdam (NED) im Oktober ist damit fraglich. Trotz des Schreckmomentes zu Beginn des Wettkampfes gegen Rumänien und die Schweiz zeigte die Mannschaft von Andreas Hirsch im Anschluss eine ansprechende Leistung und siegte mit 353,90 Punkten vor dem Gastgeber-Team (346,65 Pkt.) und der Mannschaft aus Rumänien (345,95 Pkt.).

So war der Wettkampf der Deutschen von nur wenigen Fehlern und phasenweise erstklassigen Übungen geprägt. Youngster Sebastian Krimmer beispielsweise glänzte am Pauschenpferd, am Barren turnten alle DTB-Athleten fehlerfrei und Fabian Hambüchen sowie Philipp Boy zeigten hervorragende Reckübungen.

Zuvor hatten Deutschlands Turnerinnen ebenfalls gegen Rumänien und die Schweiz am selben Wettkampfort den zweiten Platz belegt.
Ziesmer bei zweitem Handbike-Marathon im Ziel
Der querschnittsgelähmte ehemalige Turner Ronny Ziesmer (Cottbus) hat in Berlin seinen zweiten Handbike-Marathon absolviert.
26.09.10
Der Cottbuser, dem die widrigen Bedingungen und die nasse Straße sehr zu schaffen machten, kam zusammen mit seinem Trainer Heinrich Köberle in inoffiziellen 2:21:54 Stunden ins Ziel. Der viermalige Paralympics-Sieger Köberle hatte Ziesmer intensiv auf das Rennen vorbereitet. Im Vorjahr hatten beide bei ihrer Berlin-Premiere die Strecke bei weitaus besseren Witterungsbedingungen noch in 2:09:22 Stunden absolviert.

Ziesmer, der sich 2004 bei einem Trainingssturz die Halswirbelsäule gebrochen hatte, war für das Unfallkrankenhaus Berlin an den Start gegangen. Sein Ziel, unter zwei Stunden zu bleiben, konnte er bei Dauerregen und rutschigem Untergrund aber nicht erreichen. Der 31-Jährige verausgabte sich völlig und war aufgrund der Unterkühlungen sowie der Strapazen im Ziel zu keiner Stellungnahme mehr in der Lage. Ziesmer trat sofort die Heimreise an.
Jugendländerkampf Deutschland und Großbritannien im Trampolin
Cottbuserin Silva Müller und Henriette Reinke im Aufgebot
26.09.10
In Weingarten (Allgäu) fand an diesem Wochenende der Jugendländerkampf zwischen Deutschland und Großbritannien statt.
Im Aufgebot standen aus Cottbuser Sicht Silva Müller und Henriette Reinke.


Nach achtzehn Jahren konnten die DTB Trampolin Junioren den jährlich stattfindenden Länderkampf endlich wieder gewinnen. Eine so lange "Durststrecke" nahm am Samstag in Weingarten sein Ende. Durch die großartigen Leistungen ersprangen sich die deutschen einen Vorsprung von 60 Punkten. Zum Schluß stand es 1097,3 : 1037,3 Punkte. Sowohl unsere U15 Mädels als auch die U15 Jungs sowie die U18 Jungs gewannen in ihren Altersbereichen. Bei den U18 Mädels siegten die Gäste.
Die besten Einzelergebnisse erturnten bei den Schülerinnen Silva Müller (vor ihrer Vereinkameradin Henriette Reinke) sowie in den Jugendklassen unsere beiden Olympia Teilnehmer Leonie Adam und Oliver Amann.
Beide Sportler freuen sich auf die kommenden Deutschen Meisterschaften in Müster. Dort werden die Medaillen im Synchron und Einzel vergeben. Zusätzlich ist es die zweite und letzte Qualifikation für die Schüler und Jugendweltmeisterschaften.

Uwe Marquardt
DTB-Aufgebot für Länderkampf steht
Nach den letzten Testwettkämpfen der Gerätturner im Trainingslager in Kienbaum und in Berlin-Hohenschönhausen am Dienstag (21.09.2010) steht nun das Frauen- und Männeraufgebot für den Länderkampf am kommenden Samstag in Schaffhausen (SUI) fest.
23.09.10
Bei dem letzten großen Test vor den Turn-Weltmeisterschaften in Rotterdam werden gegen die Teams aus Rumänien und Gastgeber Schweiz folgende deutsche Starter antreten:

Männer: Philipp Boy (SC Cottbus), Fabian Hambüchen (TSG Wetzlar-Niedergirmes), Matthias Fahrig (SV Halle), Sebastian Krimmer (TSG Backnang), Marcel Nguyen (TSV Unterhaching), Eugen Spiridonov (TV Bous) und Thomas Taranu (KTV Straubenhardt).

Frauen: Oksana Chusovitina (TT Toyota Köln), Meike Fernbach (TT Toyota Köln), Lisa-Katharina Hill (TuS Chemnitz-Altendorf), Giulia Hindermann (TSG Tübingen), Joeline Möbius (TuS Chemnitz-Altendorf), Elisabeth Seitz (TG Mannheim) und Pia Tolle (TSG Tübingen).

Eine genaue Entscheidung über die zu besetzenden sechs Positionen für die vom 17. bis 24. Oktober stattfindenden Weltmeisterschaften wird in der kommenden Woche fallen.

Bei den Männern kämpfen zudem bei den 1. Austrian Open in Linz am 26. September Andreas Bretschneider (KTV Chemnitz), Brian Gladow (SC Berlin), Andreas Toba (TK Hannover), Robert Weber (TSV Ehmen), Steve Woitalla (SC Cottbus).

Zeitplan Ländervergleich Schaffhausen
25.09. 14:00 - 17:00 Uhr Wettkampf Frauen
19:00 - 22:00 Uhr Wettkampf Männer

Zeitplan Internationales Turnier Linz
26.09. 09:30 - 12:00 Uhr Wettkampf
Weitere Infos zum Länderkampf in Schaffhausen unter www.stv-fsg.ch.

dtb-online
Dank an fleißige Helfer
Auszeichnung mit der Ehrennadel des Stadtsportbundes
22.09.10
Bei einem Festempfang, welchen der Vorstand der GWG Stadt Cottbus im Rahmen des XXV. Internationalen Nachwuchsturniers im Gerätturnen um den 20. GWG-Cup durchführte, wurden vier verdienstvolle Helfer, stellvertretend für viele, durch den Vorsitzenden des Stadtsportbundes, Herrn Wolfgang Neubert und dem Präsidenten des SC Cottbus Turnen, Herrn Wolfgang Wollgam, mit der Ehrennadel des Stadtsportbundes Cottbus ausgezeichnet.

Seit vielen Jahren - man kann sagen, seit dem Start dieses Turniers – haben Gerlind Winkelgrund als Verantwortliche für den Dolmetscherbereich, Bernd Schädel als Leiter des Gerätekommandos und „Mann für alle Fälle“, Simone Gypser als „gute Fee“ bei der Beschaffung der vielen Preise für die Siegerehrungen und Harald Schulze mit seinem Versorgungsteam, wesentlich zur Stimmungslage beigetragen.

Alle haben unermüdlich und selbstlos geholfen, dass das Turnier heute in dem Licht steht, das uns allen bei den Turnverbänden Europas und aus Übersee Anerkennung und Achtung eingebracht hat. Für viele Turner war und ist unser Nachwuchsturnier das Sprungbrett für weiterreichende internationale Erfolge.

Den Ausgezeichneten, sowie allen Helfern, von den Kraftfahrern bis hin zum „Zetteljungen“, all denen gilt unser Dank und unsere Anerkennung.

Reinhard Rau
Leiter Organisation
[ 1 | 10 | 20 | 30 | 35 | 36 | 37 | 38 | 39 | 40 | 41 | 42 | 43 | 44 | 45 | 50 | 51 ]
SCC-AKTUELL
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Internationales Trampolinturnier am 9. Juni 2018

MEILENSTEINE

Festbroschüre zum 20-jährigen Bestehen des SC Cottbus Turnen e.V.
(PDF, ca. 6,0 MB)

Wir stehen für einen sauberen Sport!
Für einen fairen Wettkampf, in dem der Beste gewinnt und der Verlierer die Leistung seines Bezwingers respektiert.
NADA - Nationale Antidoping Agentur
SPORTCLUB COTTBUS TURNEN e.V. - Dresdener Straße 18, 03050 Cottbus, Tel: (0355) 48 63 52, E-Mail: info@scc-turnen.de