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Jugendländerkampf Deutschland und Großbritannien im Trampolin
Cottbuserin Silva Müller und Henriette Reinke im Aufgebot
26.09.10
In Weingarten (Allgäu) fand an diesem Wochenende der Jugendländerkampf zwischen Deutschland und Großbritannien statt.
Im Aufgebot standen aus Cottbuser Sicht Silva Müller und Henriette Reinke.


Nach achtzehn Jahren konnten die DTB Trampolin Junioren den jährlich stattfindenden Länderkampf endlich wieder gewinnen. Eine so lange "Durststrecke" nahm am Samstag in Weingarten sein Ende. Durch die großartigen Leistungen ersprangen sich die deutschen einen Vorsprung von 60 Punkten. Zum Schluß stand es 1097,3 : 1037,3 Punkte. Sowohl unsere U15 Mädels als auch die U15 Jungs sowie die U18 Jungs gewannen in ihren Altersbereichen. Bei den U18 Mädels siegten die Gäste.
Die besten Einzelergebnisse erturnten bei den Schülerinnen Silva Müller (vor ihrer Vereinkameradin Henriette Reinke) sowie in den Jugendklassen unsere beiden Olympia Teilnehmer Leonie Adam und Oliver Amann.
Beide Sportler freuen sich auf die kommenden Deutschen Meisterschaften in Müster. Dort werden die Medaillen im Synchron und Einzel vergeben. Zusätzlich ist es die zweite und letzte Qualifikation für die Schüler und Jugendweltmeisterschaften.

Uwe Marquardt
DTB-Aufgebot für Länderkampf steht
Nach den letzten Testwettkämpfen der Gerätturner im Trainingslager in Kienbaum und in Berlin-Hohenschönhausen am Dienstag (21.09.2010) steht nun das Frauen- und Männeraufgebot für den Länderkampf am kommenden Samstag in Schaffhausen (SUI) fest.
23.09.10
Bei dem letzten großen Test vor den Turn-Weltmeisterschaften in Rotterdam werden gegen die Teams aus Rumänien und Gastgeber Schweiz folgende deutsche Starter antreten:

Männer: Philipp Boy (SC Cottbus), Fabian Hambüchen (TSG Wetzlar-Niedergirmes), Matthias Fahrig (SV Halle), Sebastian Krimmer (TSG Backnang), Marcel Nguyen (TSV Unterhaching), Eugen Spiridonov (TV Bous) und Thomas Taranu (KTV Straubenhardt).

Frauen: Oksana Chusovitina (TT Toyota Köln), Meike Fernbach (TT Toyota Köln), Lisa-Katharina Hill (TuS Chemnitz-Altendorf), Giulia Hindermann (TSG Tübingen), Joeline Möbius (TuS Chemnitz-Altendorf), Elisabeth Seitz (TG Mannheim) und Pia Tolle (TSG Tübingen).

Eine genaue Entscheidung über die zu besetzenden sechs Positionen für die vom 17. bis 24. Oktober stattfindenden Weltmeisterschaften wird in der kommenden Woche fallen.

Bei den Männern kämpfen zudem bei den 1. Austrian Open in Linz am 26. September Andreas Bretschneider (KTV Chemnitz), Brian Gladow (SC Berlin), Andreas Toba (TK Hannover), Robert Weber (TSV Ehmen), Steve Woitalla (SC Cottbus).

Zeitplan Ländervergleich Schaffhausen
25.09. 14:00 - 17:00 Uhr Wettkampf Frauen
19:00 - 22:00 Uhr Wettkampf Männer

Zeitplan Internationales Turnier Linz
26.09. 09:30 - 12:00 Uhr Wettkampf
Weitere Infos zum Länderkampf in Schaffhausen unter www.stv-fsg.ch.

dtb-online
Dank an fleißige Helfer
Auszeichnung mit der Ehrennadel des Stadtsportbundes
22.09.10
Bei einem Festempfang, welchen der Vorstand der GWG Stadt Cottbus im Rahmen des XXV. Internationalen Nachwuchsturniers im Gerätturnen um den 20. GWG-Cup durchführte, wurden vier verdienstvolle Helfer, stellvertretend für viele, durch den Vorsitzenden des Stadtsportbundes, Herrn Wolfgang Neubert und dem Präsidenten des SC Cottbus Turnen, Herrn Wolfgang Wollgam, mit der Ehrennadel des Stadtsportbundes Cottbus ausgezeichnet.

Seit vielen Jahren - man kann sagen, seit dem Start dieses Turniers – haben Gerlind Winkelgrund als Verantwortliche für den Dolmetscherbereich, Bernd Schädel als Leiter des Gerätekommandos und „Mann für alle Fälle“, Simone Gypser als „gute Fee“ bei der Beschaffung der vielen Preise für die Siegerehrungen und Harald Schulze mit seinem Versorgungsteam, wesentlich zur Stimmungslage beigetragen.

Alle haben unermüdlich und selbstlos geholfen, dass das Turnier heute in dem Licht steht, das uns allen bei den Turnverbänden Europas und aus Übersee Anerkennung und Achtung eingebracht hat. Für viele Turner war und ist unser Nachwuchsturnier das Sprungbrett für weiterreichende internationale Erfolge.

Den Ausgezeichneten, sowie allen Helfern, von den Kraftfahrern bis hin zum „Zetteljungen“, all denen gilt unser Dank und unsere Anerkennung.

Reinhard Rau
Leiter Organisation
Das XXV. Internationale Nachwuchsturnier im Gerätturnen um den GWG-Cup Ein Rückblick
Mit guten Ergebnissen haben sich die Turner des SC Cottbus Turnen beim XXV. Internationalen Nachwuchsturnier im Gerätturnen um den GWG- Cup in Szene setzen können.
22.09.10
Mit guten Ergebnissen haben sich die Turner des SC Cottbus Turnen beim XXV. Internationalen Nachwuchsturnier im Gerätturnen um den GWG- Cup in Szene setzen können. Insbesondere im Juniorenbereich gab es mehr Siegleistungen und Medaillen für den ausrichtenden Verein als in den letzten Jahren. Der amtierende Deutsche Jugendmeister im Mehrkampf, Christopher Jursch, musste aufgrund von leichten Verletzungsproblemen auf den Mehrkampf verzichten, wurde aber Sieger am Finalgerät Reck und belegte Platz 2 am Barren. Im Mehrkampf der 18-jährigen (Jg92)konnte dafür diesmal Alexander Grötsch mit Platz 2 den Nachweis seiner Entwicklung im Einzelmehrkampf erbringen. Mit Gerätesiegen am Boden und Sprung in der Altersklasse 17/18 gehörte er zu den erfolgreichsten Turnern des Turniers. Zwei Gerätesiege ( Pauschenpferd und Barren ) gingen an Philipp Herder vom SC Berlin.
Bei den 17 Jährigen (Jg.93) setzte sich Marc Krause (Foto) vom SC Cottbus Turnen im Einzelmehrkampf durch. Als Gesamtsieger des XXV. Internationalen Nachwuchsturniers um den GWG-Cup konnte sich Courtney Tulloch aus Großbritannien in der Siegerliste verewigen. Großbritannien, Deutschland und die Schweiz bestimmten das Niveau bei den Junioren. Mit den Turnern aus Großbritannien gaben Athleten des amtierenden Mannschaftseuropameisters bei den Junioren von 2010 und 2008 das Niveau in den Übungsinhalten vor. Letzteres galt auch für den Schülerbereich bis 14 Jahre. Hier mischten allerdings die Turner aus der Schweiz und teilweise aus den Niederlanden ordentlich mit. Erfreulich sind die Achtungserfolge von Tim- Jonas Spetzke mit Platz 2 am Sprung in der AK 13/14 und Leonard Prügel mit Platz 3 am Sprung in der AK 11/12. Einige unserer Turner der 5. und 6. Klasse konnten unter Heimbedingungen ihren ersten internationalen Wettkampf bestreiten.
Wer von unseren Athleten nicht am Start war, hat im Helferteam eine Aufgabe gefunden.

Die Organisatoren des GWG- Cups 2010 hatten für die Austragung der Finalwettkämpfe eine Neuerung beschlossen und durchgeführt. Um noch mehr jungen Sportlern die Plattform der Erprobung ihrer Leistungsfähigkeit in der Wettkampfsituation zu bieten, wurden die Finalwettkämpfe von bisher 2 Altersbereichen (11-14 und 15-18 Jahre) in die Altersklassen 11/12, 13/14, 15/16 und 17/18 unterteilt. Dies führte zwar zu einer längeren Wettkampfzeit aufgrund der Siegerehrungen, sollte aber im Interesse der Nachwuchtturner beibehalten werden. Die Verkürzung des Finalwettkampfes wird sicherlich dennoch für den GWG- Cup 2011 ein Thema sein.

R.H. scc
Grötsch und Jursch gelingen Heimsiege beim 25. GWG-Cup
Mit guten Ergebnissen haben sich die Turner des SC Cottbus beim 25. Internationalen Nachwuchsturnier im Geräteturnen um den GWG-Cup in Szene setzen können.
20.09.10
Christopher Jursch siegte beim GWG-Cup in der Altersklasse 17/18 am Reck.Alexander Grötsch siegte in der Altersklasse 17/18 am Boden und Sprung und belegte im Mehrkampf den zweiten Platz. Christopher Jursch (AK 17/18) erreichte den Sieg am Königsgerät Reck und gewann die Silbermedaille am Barren.

Dominiert wurden die zweitägigen Wettkämpfe in der Lausitz-Arena, an denen Turner aus 13 Ländern teilnahmen, von den Nachwuchsathleten aus Großbritannien und der Schweiz.
»Die Wettkämpfe waren in diesem Jahr auf einem sehr hohen Niveau und die Übungen wurden sehr stabil geturnt«, sagte Rainer Hanschke aus der Stützpunkt-Bereichsleitung. »Für uns war wichtig, dass wir wieder gut mitgemischt haben«, erklärte der ehemalige Bundestrainer weiter. Grötsch und Jursch, die bereits zur Bundesliga-Mannschaft des SC Cottbus gehören, wandeln mit ihren Ergebnissen auf den Spuren der erfolgreichen Nationalmannschaftsturner Philipp Boy und Robert Juckel, die sich ebenfalls in die Siegerlisten beim GWG-Cup eintragen konnten. »Jetzt steht für beide der Übergang in den Männerbereich an. Dafür wollen wir optimale Voraussetzungen schaffen, beispielsweise mit einem gestreckten Abitur an der Lausitzer Sportschule«, sagte Hanschke weiter.
Wolfgang Wollgam, Präsident des Ausrichters SC Cottbus Turnen, zeigte sich mit dem Verlauf sehr zufrieden. »Das Turnier war wie immer eine runde Sache, allerdings hätte ich mir ein paar mehr Besucher in der Halle gewünscht.«

Eig. Ber./tus lr-online
Neue FIG-Worldcup-Serie mit deutschen Standorten
16.09.10
Die neue Worldcup-Serie im Gerätturnen des Weltturnverbandes FIG wird im kommenden Jahr auch in Deutschland die Zuschauer begeistern. Wolfgang Willam, DTB-Sportdirektor und Mitglied im FIG-Exekutivkomitee, verkündete auf einer Pressekonferenz während der Deutschen Meisterschaften in Berlin am 12.09.2010, dass Stuttgart als Station in den neu gestalteten Worldcup-Kalender für das kommende Jahr aufgenommen wurde.

Damit ist Stuttgart Teil einer neuen aufgewerteten Mehrkampfserie des Weltturnverbandes, die aus vier hochkarätigen Veranstaltungsorten besteht und in der um ein Preisgeld von 100.000 Schweizer Franken pro Standort gekämpft wird.

Darüber hinaus wird auch Cottbus weiterhin Austragungsort eines FIG-Turniers sein. Im März 2011 wird in der Lausitz erstmals ein sogenanntes Challenge Turnier stattfinden. Interesse an der Ausrichtung eines Worldcups der Gerätspezialisten (Einzelfinals) bekundete außerdem der Berliner Turn- und Freizeitsportbund für das Jahr 2012. (dtb)
Cottbuser GWG-Cup im Turnen vor der 25. Auflage
Cottbus Jubiläum für das Internationale Nachwuchsturnier um den „GWG-CUP“: Das Traditionsturnier für den Nachwuchs wird am Wochenende zum 25. Mal ausgetragen.
15.09.10
Zum Geburtstag haben sich rund 100 internationale Starter aus 14 Nationen angekündigt. Traditionell ist auch der Ausrichter SC Cottbus mit einer starken Mannschaft vertreten, die von Junioren-Nationalturner Christopher Jursch angeführt wird.

Seit 1986 organisiert der SC Cottbus Turnen gemeinsam mit dem Turnverein Cottbus 1861 das mittlerweile vom Weltturnverband FIG zertifizierte Nachwuchsturnier in ununterbrochener Folge. Zum Auftakt nahmen Turner aus der damaligen DDR, Bulgarien, der CSSR, Ungarn, Polen und Rumänien teil. Erster Sieger war der Rumäne Adrian Gal aus Bistrita, der Cottbuser Mirko Wohlfahrt - heute Direktor beim Turnier der Meister - belegte den zweiten Platz. Viele der Teilnehmer sind heute als Trainer oder Betreuer wieder dabei oder gehören von Anfang an zu den Stammgästen. Viele der jungen Sportler standen später bei Europa- und Weltmeisterschaften oder bei Olympia auf dem Siegerpodest. Die Cottbuser Robert Juckel und Philipp Boy standen mehrfach beim GWG-Cup auf dem Treppchen, bevor sie 2007 mit der deutschen Mannschaft WM-Bronze holten.

Seit 1986 haben ehrenamtlich rund 250 Helferinnen und Helfer beim Geräteaufbau oder Einlass für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Seitdem wurden etwa 9 000 Essensportionen für 112 Turnriegen zubereitet, 1500 Blumensträuße und ebenso viele Preise bei den Siegerehrungen übergeben und mehr als 1000 Magnesiawürfel bei den Wettkämpfen verbraucht. Die Fahrer haben etwa 250 000 Kilometer für den An- und Abtransport der Gäste zu den Flughäfen, Bahnhöfen und Wettkampfstätten zurückgelegt.
(lr-online.de)
XXV. Internationales Nachwuchsturnier um den "GWG-CUP"
Cottbuser Starter werden nominiert
14.09.10
Das XXV. internationale Nachwuchsturnier um den "GWG-CUP" steht in den Startlöchern. Der gastgebende SC Cottbus nominierte für diesen Vergleich talentierte Athleten aus seiner Turnschule. Diese werden sich mit ca. 100 weiteren internationalen Startern aus insgesamt 14 Nationen messen und um die attraktiven Pokale der GWG "Stadt Cottbus"eG kämpfen.

Angeführt vom Deutschen Juniorenmeister Christopher Jursch (Foto) werden an den Start gehen:


Kochan, Lukas
Goldacker, Pele
Spetzke, Noah
Woitalla, Devin
Wetzler, Jannik
Prügel, Leonhard
Mihan, Eric
Richter, Max
Barowski, Enrico
Winkler, Hannes
Spetzke, Tim
Koppermann, Eric
Kalmbach, Johannes
Gallay, Lukas
Krause, Marc
Groetsch, Alexander


Bereits seit 1986 organisiert der SC Cottbus Turnen e.V. gemeinsam mit dem Turnverein Cottbus 1861 e.V. das mittlerweile von der F.I.G. zertifizierte Internationale Nachwuchsturnier in ununterbrochener Folge. Vor den Augen von Nachwuchs-Bundestrainer Gunter Schönherr werden die Internationalen Nachwuchstalente - wie jedes Jahr - die Möglichkeit nutzen, um unter besten Bedingungen im fairen Wettkampf ihre sportliche Leistungen zu messen.

Organisation Sportclub Cottbus Turnen e.V. Wettkampfstätte LAUSITZ-ARENA Cottbus, H.-Löns-Str., 03050 Cottbus Wettkampfzeiten Samstag, 18.09.2010 09.30 Uhr Jg. 1999– 1996 Samstag, 18.09.2010 14.30 Uhr Jg. 1995– 1992 Sonntag, 19.09.2010 10.00 Uhr Gerätefinals Jg. 1999 - 1996 + 1995 -1992
Seitpferd-Titel als Entschädigung
Der zweite Meistertitel nach 2009 war ein kleines Trostpflaster. Philipp Boy gewann zwar am Sonntag bei den deutschen Meisterschaften im Geräteturnen in Berlin am Seitpferd, der Cottbuser konnte aber alles andere als rundum zufrieden sein mit seinem Auftritt fünf Wochen vor den Weltmeisterschaften. Vereinskollege Steve Woitalla ging sogar gänzlich leer aus.
13.09.10
Platz vier am Sprung, Rang fünf am Boden - die Meisterschaftsbilanz von Steve Woitalla war ernüchternd. Im Mehrkampf am Samstag, gleichzeitig Qualifikation für die Gerätefinals und ausschlaggebend für die WM-Nominierung, erwischte der 22-Jährige einen rabenschwarzen Nachmittag. »Der Wettkampf war eine Tragödie. Ich war super vorbereitet und dann das - einfach nur peinlich«, suchte Woitalla am Tag nach dem Debakel noch vergeblich nach Erklärungen.

Recht ähnlich erging es Mannschafts-Europameister Philipp Boy beim Angriff auf die Mehrkampf-Krone. In Abwesenheit von Titelverteidiger Fabian Hambüchen (Wetzlar) kam »Kronprinz« Boy in der Max-Schmeling-Halle aber nur auf Platz vier. Drei verpatzte Übungen kosteten den 23-Jährigen nicht nur den erhofften Titel, sondern sogar eine Medaille. Besonders bitter: Durch seinen unfreiwilligen Abgang am Reck verpasste der EM-Dritte von Birmingham mit 13,900 Punkten auch das Finale am »Königsgerät«. Insgesamt lag der Cottbuser mit 84,700 Punkten am Ende deutlich hinter dem neuen Meister Marcel Nguyen (Unterhaching/87,050), dem Berliner Brian Gladow (85,600) und Thomas Taranu (Straubenhardt/85,200). »Wir hatten uns das natürlich anders vorgestellt. Es waren zu viele Fehler«, sagte ein enttäuschter Heimtrainer Karsten Oelsch.

Am Sonntag konnte Boy allerdings ein wenig Wiedergutmachung betrieben. Am Boden kam der Titelverteidiger hinter Europameister Matthias Fahrig (14,800 Punkte) auf den zweiten Platz (14,200). Am Seitpferd konnte der Sportsoldat dann sogar seinen zweiten Meistertitel nach 2009 gewinnen, holte sich mit 13,675 Punkten vor Sebastian Krimmer (Backnang) und Brian Gladow die Goldmedaille.

Erfolgreichste Turnerin in Berlin war Elisabeth Seitz mit vier Titeln. Nach dem Gewinn des Mehrkampfes fügte die 16-jährige Mannheimerin ihrer Erfolgsbilanz die Siege am Schwebebalken, Stufenbarren und Boden hinzu. Bei den Männern wurden Marcel Nguyen (Mehrkampf/Barren) und Matthias Fahrig (Sprung/Boden) Doppelmeister. An den Ringen siegte der Straubenhardter Thomas Taranu. Für Fabian Hambüchen blieb damit nur der Erfolg am Reck. Kämpferisch ging der nicht mehr unumstrittene Hesse ans Gerät und musste nach seinem Absturz am Vortag mit einem Ausgangswert von 6,7 Punkten nicht einmal alles zeigen, um zum sechsten Mal am »Königsgerät« zu triumphieren.

Trotz der nicht zufriedenstellend verlaufenen Meisterschaften dürfen sich Boy und Woitalla weiter Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Weltmeisterschaften (18. bis 24. Oktober) machen. Cheftrainer Andreas Hirsch nominierte zunächst nur Mehrkampfmeister Marcel Nguyen für Rotterdam. Die WM-Vorbereitung der Männer in Kienbaum nehmen neben Nguyen elf Kandidaten in Angriff, darunter Boy und Woitalla. Vor dem Länderkampf gegen Rumänien und die Schweiz in Schaffhausen wird Hirsch den Kandidatenkreis auf sieben Turner reduzieren, aus dem die sechs WM-Athleten nominiert werden.

»Jetzt geht es für mich von vorne los. Ich muss dem Bundestrainer eben in Kienbaum zeigen, dass ich turnen kann«, sagte ein kämpferischer Steve Woitalla, der aber nur noch eine Außenseiterchance für die WM haben dürfte. Besser sieht es für Boy aus - trotz der Patzer im Mehrkampf. »Philipp hat Gold und Silber gewonnen. Wir sollten uns freuen - und mit ihm optimistisch in die Zukunft schauen«, sagte SCC-Heim trainer Karsten Oelsch.
(lr-online.de)
Spott für den Herrn der Ringe
Ein bisschen Sex und große Folgen: Turner Fabian Hambüchen schreibt seine Biografie und zieht sich dafür den Hohn der Teamkollegen zu
12.09.10
Den schmerzenden Fuss weiß Fabian Hambüchen bestens umsorgt. Nun päppelt Johannes Peil, Leibarzt von Michael Schumacher, Deutschlands größten Turnstar und "Sportler des Jahres 2007" auf. Der orthopädische Beistand ist nicht die einzige Parallele zum Weltmeister der Formel 1. Auch Hambüchen ist dieses Jahr noch nicht richtig in Fahrt gekommen.

Ausgerechnet in dem Jahr, in dem die deutsche Männerriege zur internationalen Elite aufgeschlossen hat, ist Hambüchen in der "Boygroup des Turnens" außen vor. 2007 führte er die Mannschaft noch zu WM-Bronze, belohnte sich selbst mit Gold am Reck. Als sicherer Olympiasieger gehandelt, patzte er in Peking gleich zweimal und musste sich mit Bronze begnügen. WM in London 2009, Absage wegen eines Außenbandabrisses im Knöchel. Im April bei der EM in Birmingham hätten die Deutschen ohne ihn nicht den EM-Titel geholt. Aber Hambüchen turnte nicht überragend, sondern nur solide. Teamkollege Matthias Fahrig, 24, überstrahlte den 1,63-Meter-Muskelmann. Hambüchen gewann Bronze am Reck, punktgleich mit Philipp Boy, 23. Beim Japan-Cup im Sommer wurde er vom Cottbuser an seinem Paradegerät dann deutlich geschlagen.

Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin wollte Hambüchen gestern seinen Titel im Mehrkampf zum fünften Mal in Folge verteidigen, aber weil seit den Ermüdungserscheinungen am Fuß die Trainingseinheiten am Boden und beim Sprung ausfielen, blies er den Sechskampf ab. "Ein Durchmarsch wäre es für mich ohnehin nicht geworden", schwante es dem Rekonvaleszenten, der an vier Geräten die Chancen auf das Erreichen der Finals heute hat.

Nun messen sich Boy und der Unterhachinger Marcel Nguyen, 23, im prestigeträchtigen Mehrkampf. Unabhängig von der Verletzung Hambüchens hatte Bundestrainer Andreas Hirsch bereits zu Saisonbeginn angedeutet, dass sich das Supertalent auf Gegenwind einstellen muss: "Es können sich Positionen verschieben." Hambüchen wurde offenbar vom Tempo des Fortschritts in der deutschen Mannschaft überrascht.

Seine Absage für die nationalen Titelkämpfe stand lange fest, da wählte Hambüchen ein eher ungewöhnliches Genre, um doch noch zu punkten. Er verfasste seine Memoiren. Da erfährt der geneigte Leser, der die unbedarft-lausbubenhafte Art des Hobbyliteraten schätzt, dass Hambüchen anfangs bei Frauen beliebt war wie "ein Besuch beim Zahnarzt"; dass er fünfmal die Woche in der Turnhalle ehrgeizig, diszipliniert und rastlos "wie ein Duracell-Häschen" über die Matten tobt; dass er Liebesbriefe über Internetforen verschickt und sein Körper "mühelos jeden Monat das Cover der ,Men's Health' zieren könnte". Morgen wird Deutschlands erfolgreichster Turner "Fabian Hambüchen - Die Autobiografie" in Berlin vorstellen, am Mittwoch ist sie im Handel erhältlich.

Autobiographen sind Schwatzmeister. Das Leben verzettelt sich oft in viele kleine Belanglosigkeiten, die, für sich genommen, Jacke wie Hose sind.

"Bild" druckte vorab Auszüge aus dem Buch. Wir erfahren, dass Hambüchen kurz vor seinem 17. Geburtstag mit Freundin Lara eine "Liebespremiere, wie man sie sich nur wünschen kann" hatte. Mit Lara war schnell wieder Schluss, da ihr Freundeskreis kiffte und Hambüchen Angst hatte, dass er wegen des Passivrauchens positiv auf Doping getestet werden könnte. "Und so trennte ich mich von Lara, obwohl ich sie liebte." Herrje. Doch die nächste Freundin kam bald, und mit ihr wurde Hambüchen "in flagranti" von seiner Mutter erwischt. Auch in der Schule gab es so einige Hindernisse für Hambüchen, er wurde oft wegen seines "Schwuchtelsports" gehänselt.

Viel mehr bleibt nicht hängen, so empfanden es offenbar auch die Erstverwerter. Die Ergüsse verschwanden nach zwei Teilen auf den Onlineseiten der Zeitung.

Während der Verfasser noch beschwichtigte ("Ich bin superglücklich über das Buch. Ob es jeder mag, ist eine andere Sache"), hatten sich die Teamkollegen schon einen Reim darauf gemacht. "So was Bescheuertes", ätzte Philipp Boy. "Man sagt ja, wenn man so etwas macht, geht es mit der Leistung bergab." Matthias Fahrig winkte ab: "Ein 22-Jähriger schreibt sein Leben auf, das kann doch nur schnulli sein." Ob er sich das Buch kaufen wird? "Nein, so einen Groschenroman muss ich mir nicht geben." Da stand Fahrig nur einen Schritt neben Hambüchen, und als der ihn fragte, wie es denn mit seinen Verletzungen zurzeit so stehe, setzte der Halb-Kubaner aus Halle noch eins drauf: "Davon erzähl ich mehr in meinem Buch."

Wenn Hambüchen der Turnstreber ist, dann ist Fahrig der coole Lümmel von der letzten Bank, der die Antwort auch immer weiß, sich aber nie meldet; ein Frauenschwarm, der früher gern mal über die Stränge schlug und aus disziplinarischen Gründen zweimal aus der Mannschaft flog.

Aber Fahrig ist nicht nur ein lässiger Hochbegabter, er turnt dieses Jahr auch besser als der vermeintliche Primus. Und Fahrig gelang das, wonach ein Turner strebt: sich mit einem Element zu verewigen. Kovacs, Gienger, Tsukahara, Endo - sie alle entwarfen einen Übungsteil, der weltweit von Tausenden Athleten nachgeahmt wird. Fahrig kreierte den Fahrig. Nach einem Rückwärtsüberschlag springt er rückwärts ab, macht eine halbe Drehung, einen Doppelsalto mit gestreckten Beinen und schließlich anderthalb Schrauben. Das Heikle ist, und deshalb wird der Sprung wohl nach der WM in Rotterdam im Oktober in den Wertungskatalog des Weltverbandes als Element der schwierigsten Kategorie aufgenommen, aus der Drehung um die Breitachse noch so viel Schwung und Höhe mitzunehmen, dass es für die Schrauben reicht.

Beim Japan-Cup stand Fahrig den Fahrig schon, heute im Bodenfinale in Berlin will er ihn wieder zeigen. Steht er ihn, würde er dem Star einmal mehr die Schau stehlen. Denn Hambüchen redet schon seit Jahren davon, an einem eigenen Element zu arbeiten. Der "vierfache Hambüchen" nimmt auch in seiner Autobiografie einen wichtigen Platz ein, in den "Schlagzeilen, die ich noch gern über mich lesen will".

Als Fahrig seine Kreation das erste Mal zeigte, gratulierte Hambüchen als Erster. Ob da ein wenig Neid mitschwang? "Und wenn schon", sagt Fahrig ungerührt. "Dann ist mir das auch egal. Da muss er durch."
Von Robert Dunker - Welt am Sonntag
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MEILENSTEINE

Festbroschüre zum 20-jährigen Bestehen des SC Cottbus Turnen e.V.
(PDF, ca. 6,0 MB)

Wir stehen für einen sauberen Sport!
Für einen fairen Wettkampf, in dem der Beste gewinnt und der Verlierer die Leistung seines Bezwingers respektiert.
NADA - Nationale Antidoping Agentur
SPORTCLUB COTTBUS TURNEN e.V. - Dresdener Straße 18, 03050 Cottbus, Tel: (0355) 48 63 52, E-Mail: info@scc-turnen.de