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Boy ist "Sportler des Jahres" im Land Brandenburg
SCC-Riege Zweiter
11.12.10
Brandenburgs "Sportler des Jahres 2010" sind am Samstagabend im Inselhotel Hermannswerder in Potsdam gewürdigt worden.

Bei den Männern wurde der Cottbuser Turner Philipp Boy gewählt. Der Mehrkampf-Vizeweltmeister und Team-Bronzegewinner siegte vor Kevin Kuske und Ronny Rauhe.

Bei den Frauen holte die Kanutin Franziska Weber den Titel vor Melanie Seeger, Claudia Hoffmann und Daniela Reimer.

Die absolute Nummer eins in der Publikumsgunst aber waren erneut die Fußballerinnen vom 1. FFC Turbine Potsdam, die zum achten Mal seit 2002 den Titel holten. Der Rekordmeister im Turnen, der SC Cottbus belegte hier den zweiten Rang.
Cottbus empfängt Trampolin-Elite
Für die Trampolin-Turner des SC Cottbus ist eine Veranstaltung dieser Größenordnung Neuland. 370 Teilnehmer aus 102 Mannschaften haben sich für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Trampolin-Turnen am Wochenende in der Cottbuser Lausitz-Arena angemeldet.
10.12.10
Uwe Marquard, der sportliche Leiter der deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Trampolin-Turnen, hätte es am liebsten, wenn die Cottbuser Teilnehmer an beiden Tagen auf dem Treppchen landen. »Es wäre schön, wenn alle Cottbuser eine Medaille gewinnen könnten«, hofft Marquard. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Denn mit der weiblichen Jugend-Mannschaft des SC Cottbus turnt einerseits der amtierende Deutsche Meister der Landesturnverbände der Schülerinnen mit. »Wir wollen den Titel verteidigen und geben unser Bestes«, lautet die Marschroute von Marquard. Und andererseits gehen bei der Elite die Cottbuser Steve Jugert, Nico Gärtner und Christin Kaiser an den Start. Alle drei haben Bundesliga- oder internationale Erfahrung. Nico Gärtner holte in diesem Jahr sogar deutsches Team-Gold bei der Europameisterschaft in Bulgarien. Allerdings treten die drei Cottbuser am Samstag mangels einer Mannschaft für die Frankfurt Flyers an.

Angesichts der Masse der Teilnehmer ist es schwer, einen klaren Favoriten auszumachen. Insgesamt haben sich 370 Sportler aus 102 Mannschaften angemeldet. Dazu kommen noch einmal mehr als 100 Trainer. Marquard, der mit Christian Bach und Martin Ruzicka gleichzeitig auch der Trainer des Cottbuser Trampolin-Teams ist, glaubt bei der Frauen- und Männer-Elite an einen Sieg des MTV Bad Kreuznach. Mit Anna Dogonadze hat die Mannschaft aus Rheinland-Pfalz sogar eine Olympiasiegerin in ihren Reihen. Sie siegte 2004 in Athen.

Es ist aber egal, wer am Ende die Goldmedaillen holt, die Veranstaltung soll - das hoffen Marquard und das 20-köpfiges Organisations-Team - vor allem eines sein: gute Werbung für den Trampolinsport.
SCC erhofft sich Impulse für Trampolin-Turner
Der SC Cottbus richtet am 11./12. Dezember in der Lausitz-Arena erstmals die deutschen Mannschafts-Meisterschaften im Trampolin-Turnen aus.
09.12.10
Erwartet werden etwa 400 Sportler aus 100 Mannschaften. An der Spitze der Meldeliste steht Anna Dogonadze vom MTV Bad Kreuznach. Bei der WM in Metz holte die Olympiasiegerin von 2004 gerade Silber im Synchron. Seit 2001 widmet sich der SC Cottbus neben dem Geräteturnen auch intensiv dem Trampolin. Mit Nico Gärtner am Doppel-Mini-Tramp hat der SCC bereits ein Aushängeschild. Nun soll die Sportart mit den Meisterschaften am olympischen Großgerät weitere Impulse erhalten. »2012 wollen wir die Hälfte der Jugend-Nationalmannschaft stellen. Und wir wollen gern Bundesstützpunkt werden«, sagt Trainer Uwe Marquardt, der sportlich die Geschicke der rund 20 Mitglieder lenkt. Für den organisatorischen Teil der Meisterschaften zeichnet Detlef Kaiser verantwortlich. Medaillenchance für Jugend Die Nachwuchsarbeit im SCC hat bereits erste Früchte getragen. In dieser Woche startete Silwa Müller bei den Jugend-Weltmeisterschaften in Metz (Frankreich). Im Vorjahr belegte sie Platz 21. Bei den deutschen Meisterschaften wird Müller zusammen mit Henriette Reinke, Stephanie Böhme, Leonie Adam (DM) und Chrstina Knöfel (LTV) ein Team bilden. Im weiblichen Jugendbereich gehen die Mädchen durchaus mit Medaillenchancen an den Start. Nico Gärtner und Steve Jugert turnen mangels einer Mannschaft für die Frankfurt Flyers. Die Wettkämpfe in der Lausitz-Arena sind zweigeteilt. Am Samstag (11. Dezember) stehen die deutschen Meisterschaften (Finals ab 18.30 Uhr) auf dem Programm. Am Sonntag (12. Dezember) folgt der Deutschland-Pokal LTV (Finals ab 16 Uhr). Hier gehen die Cottbuser Trampolin-Asse für den Märkischen Turner-Bund an den Start. (lr-online.de)
Titel, Glitzer und Champagner
Erst spritzte im Glitzerregen der Sieger-Champagner, dann stand ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt an, schließlich ging es in den Szene-Club „Felix“: Bis in den Morgen hat die Mannschaft des SC Cottbus den Gewinn der neunten deutschen Meisterschaft gefeiert.
29.11.10
1991, 1992, 1999, 2000, 2003, 2006, 2007, 2008 und jetzt 2010 - die Erfolgsbilanz des SCC ist mit dem 36:23-Erfolg gegen Titelverteidiger KTV Straubenhardt um einen Eintrag reicher. Die Mannschaft von Trainer Karsten Oelsch präsentierte sich vor den rund 2000 Zuschauern in der Berliner Max-Schmeling-Halle auf den Punkt konzentriert.

Mehrkampf-Vize-Weltmeister Philipp Boy zeigte unter dem Jubel seiner vielen weiblichen Fans nochmals WM-Form mit einem WM-reifen Sechskampf mit 90,55 Punkten. Wichtiger aber noch: Der 23-Jährige, der in der vergangenen Woche bei der 21:41-Liga-Niederlage in Straubenhardt geschont worden war, steuerte 15 Score-Punkte zum Sieg bei. Seine aufsteigende Form untermauerte eindrucksvoll Steve Woitalla, der am Sprungtisch die Tageshöchstnote von 16,10 Punkten erzielte und acht Zähler erreichte. Robert Juckel, der in der vergangenen Woche seine schriftliche Prüfung zum Bankkaufmann erfolgreich abgelegt hat, spielte am Seitpferd seine ganze Routine aus und holte drei wichtige Zähler. „Mit wenig Aufwand das Maximale herausgeholt“, lautete der Kommentar von SCC-Trainer Karsten Oelsch, der bei der Taktik ein glückliches Händchen bewies.

„Das sind die Momente der Entschädigung für den ganzen Aufwand“, sagte der zweifache Olympia-Teilnehmer Robert Juckel nach dem Sieg gegen allerdings deutlich geschwächte Straubenhardter. „Ich bin stolz, dass wir eine Mannschaft hatten, die es den Cottbusern zumindest schwer gemacht hat“, sagte KTV-Trainer Alexej Grigoriev, der neben Turn-Star Fabian Hambüchen (Achillessehnenbeschwerden) auf Mehrkampfmeister Marcel Nguyen (Wadenbeinbruch) und André Schaich (Mittelhandbruch) verzichten musste.

Für SCC-Trainer Oelsch schmälerte dieser Umstand den Erfolg nicht. „Es war ein Super-Wettkampf von den Jungs, allen voran Philipp und Steve. ich freue mich riesig für die Jungs“, sagte Oelsch. „Ich wollte nur Spaß haben. Das war der geniale Abschluss für ein grandioses Jahr. Ich bin einfach nur überglücklich“, jubelte Philipp Boy, der anschließend die Mannschaft sicher durch das Berliner Nachtleben steuerte.

Philipp Boy hat mehrere Angebote aus der Deutschen Turn-Liga (DTL) vorliegen, der Cottbuser Steve Woitalla
ist inzwischen ebenfalls von der Konkurrenz heiß umworben. Wie der Kader des neunfachen deutschen Mannschaftsmeisters 2011 aussehen wird, ist momentan deshalb unklar. Finalgegner KTV Straubenhardt wird trotz der negativen Erfahrungen mit Fabian Hambüchen, der es vorzog, beim „TV Total Turmspringen“ an den Start zu gehen, seine Einkaufstour durch die Liga fortsetzen – möglicherweise auch beim SC Cottbus.

Der SCC will seinem Stil treu bleiben. „Wir setzen auf unseren Nachwuchs“, bekräftigte Karsten Oelsch, der mit Junioren-Mehrkampf-Meister Christopher Jursch und Alexander Grötsch bereits die nächsten Edelsteine im Kader hat und diese schon bald wie Boy & Co. zum funkeln bringen will. „Beide müssen sich nächstes Jahr mehr einbringen“, sagte der SCC-Trainer in Berlin.

Planen kann Oelsch in der nächsten DTL-Saison mit Routinier Robert Juckel. „So alt bin ich noch nicht. Für drei Geräte reicht es, außerdem sind die Anforderungen in der Liga nicht so hoch“, sagte der 28-Jährige, der nach Abschluss seiner Ausbildung auf eine Perspektive in Cottbus hofft. Weiter plant Oelsch auch mit dem Ukrainer Roman Zozulja. Der Ex-Europameister turnt seit 2004 für die Lausitzer. „Roman ist auch schon 30 Jahre alt und wird sicher nicht mehr besser. Aber solange er will, kann er für uns turnen – wir halten zu ihm“, sagte Oelsch. Bleibt die Frage nach der Zukunft von Boy und Woitalla im SCC-Trikot. Oelsch: „Ich hoffe, wir können beide halten. Aber ohne Unterstützung von Partnern wird das nicht gelingen.“
(lr-online.de)
Der neunte Streich des SC Cottbus
Vize-Weltmeister Boy führte die Rotweißen zum sicheren Finalsieg / Er selbst bester Scorer / Straubenhardt entthront / Trainer Oelsch turnte 1991 beim ersten Mannschaftssieg noch mit
28.11.10
Die Turner des SC Cottbus holten den Titel des deutschen Mannschaftsmeisters wieder zurück in die Lausitz. In der Berliner Max-Schmeling-Halle setzten sich die Cottbuser um Vize-Mehrkampfweltmeister Philipp Boy sicher 36:23 gegen den KTV Straubenhardt durch.

Beim Titelverteidiger fehlten der Reck-WM-Dritte Fabian Hambüchen und der amtierende deutsche Mehrkampfmeister Marcel Nguyen wegen einer Verletzung.

SCC-Kapitän Philipp Boy strahlte beim Sieg vor 2000 Zuschauern mit seinem erfolgreichen Einsatz Vorbildwirkung aus. Mit 15 Punkten war der Weltklasseathlet auch bester Scorer des Tages. Bereits zur Halbzeit führten die Cottbuser nach dem Remis am Boden und den Siegen am Pferdseit und den Ringen relativ sicher 18:10. Den Vorsprung ließ sich die von Karsten Oelsch gecoachte Riege auch nicht mehr nehmen.

Boy freute sich: „Es ist immer wieder geil in Berlin zu turnen. Mit diesem Mannschaftssieg beschließe ich ein für mich erfolgreiches Jahr 2010“. Die Cottbuser Turner widmeten diesen Erfolg ein wenig ihrem umsichtigen Klubgeschäftsführer Reinhard Rau . Er liegt seit Tagen im Cottbuser Krankenhaus.

Der SC Cottbus erreichte diesen neunten Titel als ein einmaliges Ergebnis im deutschen Turnsport mit einer in der Lausitz geformten Mannschaft. „Wir wollen uns auch keine Mannschaft zusammenkaufen“, sagte SCC-Präsident Wolfgang Wollgam, der sich in dieser Hinsicht bestätigt sah. Die intensive Nachwuchspflege im Leistungsstützpunkt zahlte sich erneut aus. 1991 gewann der Klub in Rot und Weiß die erste Nummer.

Dann weiteten die Lausitzer diese Bilanz in den Jahren weiter aus. In der ewigen Rangliste liegt Stuttgart mit sieben Meisterschaften an zweiter Stelle. Aus dem ersten Cottbuser Siegerteam von 1991 kreiiert freilich kein Turner mehr an den Geräten sein Können. Aber Karsten Oelsch beispielsweise sitzt als Trainer der Riege heute auf einem erfolgreichen Stuhl. Olaf Neumann und Mirko Wohlfahrt bringen Ihre Erfahrungen als internationale Kampfrichter und im Managementbereich ein und Sylvio Kroll blieb dem Sport als Mann im Olympiastützpunkt Brandenburg erhalten.

Keine Frage das nun auch der zehnte Mannschaftstitel in den frisch sanierten Hallen im Cottbuser Sportzentrum ein Jahr vor den Olympischen spielen geschmiedet werden soll. (sos)
SCC hofft im Finale auf „Seitpferd-Joker“ Juckel
Der SC Cottbus greift am Samstag nach dem neunten deutschen Mannschaftstitel. Im Finale der Deutschen Turn-Liga (DTL) in der Berliner Max-Schmeling-Halle (Beginn: 17.30 Uhr) trifft der Rekordmeister auf Titelverteidiger KTV Straubenhardt. SCC-Trainer Karsten Oelsch erwartet „ein Nervenspiel “, kann aber mit einem „Überraschungsjoker“ aufwarten: Robert Juckel.
27.11.10
„Ich gehe davon aus, dass Robert am Seitpferd turnen wird“, sagte Karsten Oelsch am Freitag. Zuletzt hatte Juckel im Mai für den SCC in der DTL geturnt, sich seitdem auf den Abschluss seiner Ausbildung zum Bankkaufmann konzentriert. Im Finale will der zweimalige Olympia-Teilnehmer seiner Mannschaft am „Wackelgerät“ Seitpferd aber helfen. Denn jeder Punkt zählt gegen die KTV Straubenhardt, um die 21:41-Niederlage aus der Vorwoche in einen Sieg umzuwandeln. „Ich denke, der Wettkampf wird eine enge Kiste. Vermutlich wird das Finale erst am letzten Gerät entschieden – und das Reck wird ein Nervenspiel“, sagte Oelsch. Neben Juckel kann der SCC-Trainer Bestbesetzung aufbieten. Mehrkampf-Vize-Weltmeister Philipp Boy will einen Sechskampf turnen („Ich bin fit.“), daneben zählen der Ukrainer Roman Zozulja, Steve Woitalla, Philip Sorrer, Victor Weber, Christopher Jursch und Alexander Grötsch zur Mannschaft.

Ganz anders sieht die Lage bei der KTV Straubenhardt aus. Fabian Hambüchen hat nach seinen Achillessehnenbeschwerden seine Saison beendet, nimmt aber am Samstag an Stefan Raabs „TV Total Turmspringen“ teil. Mehrkampf-Meister Marcel Nguyen kuriert einen Wadenbeinbruch aus. In der vergangenen Woche brach sich André Schaich im letzten Bundesliga-Wettkampf zwei Knochen der Mittelhand. „Die Jungs werden kämpfen. Sie sind heiß. Sie wollen so viele Punkte wie möglich holen, dann werden wir sehen. Wir sind schon Zweiter. Der Titel wäre nur eine Zugabe“, gibt sich KTV-Cheftrainer Alexei Grigoriev angesichts der widrigen Umstände kämpferisch. Trotzdem ist der Retorten-Klub, der im Gegensatz zum SCC auf eine zusammengekaufte Riege setzt, nicht zu unterschätzen. Mit Thomas Taranu und dem Russen Maxim Dewiatkowski kann Grigoriev zwei starke Sechskämpfer ins Rennen schicken. Gerätespezialisten wie Vladimir Klimenko und Sergej Charkow sind ebenfalls für viele Punkte gut.

Für SCC-Trainer Karsten Oelsch ist deshalb klar: „Wer weniger Fehler macht, wird gewinnen“, so der Cottbuser. Das Pferd kann deshalb „der Knackpunkt“ (Oelsch) werden, das in der vergangenen Woche mit 8:4 an die KTV ging. Der Trainer setzt deshalb auf die große Routine seines „Jokers“ Robert Juckel. (lr-online.de)
SCC wittert Chance im Finale der DTL
Verletzungspech in Straubenhardt, dazu Zoff um Fabian Hambüchen: Die Turner des SC Cottbus wollen beim Liga-Finale an diesem Wochenende in Berlin die missliche Lage des Dauer-Rivalen nutzen und den Titel in die Lausitz holen. Gab es vor einer Woche noch eine deftige 21:41-Pleite, sind die Vorzeichen diesmal andere. Die KTV Straubenhardt muss auf drei Leistungsträger verzichten - der SCC wittert seine Chance.
27.11.10
«Wir werden in jedem Fall eine Cottbuser Mannschaft sehen, die in der Lage sein wird, die Straubenhardter zu ärgern», glaubt Trainer Karsten Oelsch. Der Coach hatte bei der «Generalprobe» vor wenigen Tagen noch Vize-Weltmeister Philipp Boy geschont, in der Berliner Max-Schmeling-Halle wird dieser wieder an die Geräte gehen.

Anders die Situation in Baden, wo neben den verletzten Mannschafts-Europameistern Hambüchen (Achillessehnenprobleme) und Marcel Nguyen (Wadenbeinbruch) auch André Schaich (Mittelhandbruch) ausfällt. Dennoch glaubt Trainer Alexej Grigoriev an die erfolgreiche Titelverteidigung der KTV: «Es wird schwer. Aber wir haben immer gekämpft, und das werden wir auch am Samstag machen. Wir betreiben Sport. Und im Sport ist nichts unmöglich.»

Für den größten Ärger sorgt weiter der Superstar: Dass Hambüchen weder ans Gerät geht noch als moralische Unterstützung die Reise mit nach Berlin antritt, sondern stattdessen Entertainer Stefan Raab und dessen TV-Turmspringen den Vorzug gibt, kam weder bei Grigoriev, noch der Mannschaft oder bei KTV-Chef Horst Rapp gut an. «Hambüchen muss sich jetzt einmal klar werden, wie seine sportliche Ausrichtung in Sachen Bundesliga sein wird. Dann können wir uns zusammensetzen», sagte Unternehmer Rapp.

«Wir haben seit 2004 einen Vertrag, in dem steht, dass Fabian antritt, wenn es gerade passt. Diesmal hat es eben nicht gepasst», entgegnete Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen. «Und wenn er in Berlin nicht turnt, nützt er der Mannschaft doch nichts. Da ist es doch besser, wenn er an diesem Abend die Wünsche seiner Sponsoren befriedigt.»

Das sieht Rapp, der zu Hambüchens ersten Geldgebern gehörte, freilich anders: «Das ist eines der größten Events in Deutschland. Alle Leute, die sich für den Turnsport interessieren, erwarten einfach, dass ein Superstar wir Hambüchen dort präsent ist.» (nbb)
Vize-Weltmeister Philipp Boy: „Bislang bin ich Cottbus treu geblieben“
Vize-Weltmeister, Weltcup-Sieger – und vielleicht am Samstag auch noch deutscher Mannschaftsmeister. Für Philipp Boy läuft es momentan wie am Schnürchen. Vor dem DTL-Finale zwischen dem SC Cottbus und der KTV Straubenhardt stellte sich der 23-Jährige der RUNDSCHAU zum Interview.
25.11.10
LR: Silber im Mehrkampf und Bronze mit der Mannschaft bei der WM Ende September, dazu kürzlich als »Zugabe« in Stuttgart der erste Weltcup-Sieg. Haben Sie die Erfolge der letzten Wochen schon ein bisschen genießen können?

PB: Ich lebe immer noch von der WM-Euphorie. Die letzten Wochen waren sehr, sehr stressig. Es war bisher kaum möglich, die Erfolge sacken zu lassen und zu realisieren. Die Leistungen waren in den vergangenen Jahren bei mir eigentlich auch schon vorhanden, aber dieses Jahr hat endlich alles gepasst. Mir wird erst jetzt allmählich bewusst, was ich dieses Jahr geschafft habe: den sogenannten Durchbruch.

LR: Was sind die Momente, in denen Sie die Erfolge genießen können - allein mit der Medaille in der Hand, bei den zahlreichen Empfängen und Ehrungen oder durch die große mediale Aufmerksamkeit für Sie?

PB: Ich genieße die Erfolge vor allem im engsten Kreis. Es ist ein wahnsinnig schönes Gefühl, mit einem Erfolg nach Hause zu kommen. Dann habe ich mich natürlich sehr gefreut, dass der Fokus nicht mehr allein auf Fabian Hambüchen liegt. Ich hoffe, dass die Medien jetzt wahrnehmen, dass es ein Team gibt mit mehreren guten deutschen Turnern aus Stuttgart, Halle oder eben Cottbus.

LR: Sie galten schon 2008 und 2009 als »Kronprinz« von Fabian Hambüchen, haben aber bei den internationalen Höhepunkten gepatzt. Haben Sie diese Rückschläge rückblickend stärker gemacht?

PB: Klar, am meisten lernt man aus Niederlagen. Ich bin bei den Spielen 2008 in Peking in der Qualifikation vom Reck gefallen, habe da eine mögliche Olympia-Medaille vergeben. Das war einer der bittersten Momente meiner Laufbahn. Für mich war dann irgendwann klar: Viel schlimmer kann es nicht mehr kommen. Seitdem versuche ich, mir nicht mehr so viele Gedanken zu machen. Ich versuche, die Wettkämpfe mehr zu genießen, will Spaß in der Halle haben - und überlege nicht ständig schon vorher: Was passiert, wenn...? Dadurch kann ich im Wettkampf viel freier agieren. Ich denke, das war dieses Jahr mein Erfolgsrezept.

LR: Was lernt man aus den Erfolgen?

PB: Dass Erfolg sehr, sehr schön ist. Und ich habe gelernt, ich kann es schaffen. Erfolg verpflichtet aber auch. Überall werde ich jetzt als der Vize-Weltmeister angekündigt. Dieser Rolle möchte ich gerecht werden. Deshalb sind die Medaillen auch Ansporn.

LR: SC Cottbus, Olympiastützpunkt, Bundeswehr - welche Rolle haben die Rahmenbedingungen bei den Erfolgen gespielt?

PB: Ich denke, ich habe in Cottbus das optimale Umfeld gefunden. Freundin, Familie, Sponsor, OSP, Verein - das passt.

LR: Am Samstag steigt das DTL-Finale. Sie werden seit Jahren mit anderen Bundesligisten in Verbindung gebracht. Ist der Wettkampf in Berlin möglicherweise der letzte für den SC Cottbus?

PB: Es stimmt, ich bekomme seit Jahren Angebote von anderen Vereinen. Ich will auch nicht weg, aber es ist nunmal Profi-Sport. Der SCC hat sich in den letzten Jahren um meine Person sehr bemüht und vieles auf die Beine gestellt. Bislang bin ich Cottbus immer treu geblieben. Und das habe ich auch weiterhin vor.

LR: Ohne Philipp Boy gab es in der Bundesliga für den SCC am vergangenen Samstag eine 21:41-Niederlage gegen Finalgegner KTV Straubenhardt. Wie läuft es mit Philipp Boy?

PB: Ich bin ganz klar auf Sieg ausgerichtet und will mit dem SC Cottbus deutscher Mannschaftsmeister werden. Ich werde definitiv einen Sechskampf turnen. Natürlich habe ich nicht mehr die Form von der WM, aber ich fühle mich gut und bin fit.

LR: Würde ein Sieg gegen die KTV ohne Fabian Hambüchen genauso viel Spaß machen wie anno 2008 der Finalsieg gegen Straubenhardt mit Hambüchen?

PB: Sieg ist Sieg. Was zählt ist der Meistertitel. Um die Aufstellung des Gegners mache ich mir keine Gedanken.

LR: Nach dem DTL-Finale ist erstmal ein kurzer Urlaub angesagt, dann beginnt für Sie bereits die Vorbereitung auf die EM in Berlin vom 4. bis 10. April. Ist auch ein Abstecher zum Turnier der Meister in Cottbus vom 11. bis 13. März geplant?

PB: Ab 10. Dezember heißt es für mich wieder rackern, rackern und noch mal rackern. Ich habe mir in diesem Jahr die Tür aufgestoßen und will richtig durchziehen bis zu den Olympischen Spielen 2012 in London. 2011 kommt die EM in Berlin, da möchte ich genauso fit antreten wie bei der WM. Auch bei der neuen Mehrkampf-Serie möchte ich eine gute Rolle spielen. Die startet eine Woche vor dem Weltcup in Cottbus. Ich denke aber, dass ich beim Turnier der Meister zumindest an einem Gerät dabei sein werde.



Zum Thema:

Der SC Cottbus kann am Samstag gegen die KTV Straubenhardt (Max-Schmeling-Halle Berlin, Beginn 17.30 Uhr) zum neunten Mal nach 1991, 1992, 1999, 2000, 2003, 2006, 2007 und 2008 deutscher Mannschaftsmeister werden. Im Vorjahr unterlag die Mannschaft von Trainer Karsten Oelsch gegen die KTV. Wahrscheinlich nicht im Finale dabei ist Robert Juckel. Der Olympia-Teilnehmer von 2004 und 2008 konzentriert sich auf den Abschluss seiner Berufsausbildung.
Von Thomas Juschus (lr-online.de)
Kampfansage für das Finale in Berlin
Die Generalprobe hat die KTV Straubenhardt klar für sich entschieden, doch der SC Cottbus, der ohne Philipp Boy antrat, will im Finale von Berlin kämpfen.
22.11.10
41:21 stand es am Samstag nach dem letzten Wettkampf der regulären Liga-Saison zwischen den beiden großen Rivalen. Doch die Aussagekraft dieses Ergebnisses ist begrenzt. Am kommenden Samstag, wenn sich Straubenhardt und Cottbus im Finale in Berlin bereits wiedersehen, wird es mit Sicherheit einen ganz anderen Wettkampf geben. Denn mit dem frischgebackenen Sechskampf-Vizeweltmeister Boy, der am Wochenende geschont wurde, sind die Cottbuser deutlich stärker einzuschätzen.

Beim Finale in Berlin werden den Straubenhardtern weiterhin Marcel Nguyen und Fabian Hambüchen fehlen. Nguyen erholt sich von einem Wadenbeinbruch, Hambüchen hat seine Saison wegen einer Verletzung an der Achillessehne vorzeitig beendet, nimmt aber am kommenden Wochenende am Turmspringen von Showmaster Stefan Raab in München teil. Und davon ist man in der Schwarzwaldgemeinde nicht gerade begeistert.

Die Favoritenrolle im Finale nehmen die Cottbuser jedoch nicht an, man habe gesehen, dass man sich auf sich selbst und die Minimierung der Fehlerquote zu konzentrieren habe. Straubenhardt ist bärenstark und hat mit Maxim Dewiatkowsiki und Thomas Taranu hochkarätige Sechskämpfer zu bieten dahinter wird die Auswahl mit Gerätspezialisten wie Vladimir Klimenko, Sergej Charkow und Dimitri Walter qualitativ auch auch nicht flacher.

„Im Finale werden die Kartren neu gemischt, das ist ein ganz spezieller Wettkampf" so Karsten Oelsch, der sich vor allem um die ersten 3 Geräte sorgt. "Da muss nun ganz schnell wieder Stabilität rein, auch fehlt uns in Berlin unser Routinier Robert Juckel. Wir wollen hoch motiviert ins Finale in der Max Schmeling Halle und dort unser Ding machen. Was dann rauskommt werden wir sehen".

Freuen würde er sich auf einige Unterstützung aus der Lausitz: "das würde unsere Jungs zusätzlich motivieren, dafür hat der SCC 2 Reisebusse gechartert".
Spannung pur am letzten Wettkampftag in der Männerbundesliga
SCC im Testlauf für das DTL-Finale
18.11.10
Der letzten Wettkampftag der Männerbundesliga sorgt noch mal für Hochspannung, denn die Entscheidungen um die Teilnahme am Finale um die Bronzemedaille beim DTL-Finale als auch wer muss aus der Bundesliga absteigen stehen noch aus. Für insgesamt fünf der acht Mannschaften in der 1. Bundesliga Männer geht es am letzten Wettkampftag noch mal um alles.

In der Hannover-Hemmingen kommt es zwischen dem Niedersächsischen TurnTeam Hannover und dem TV Wetzgau zum Duell mit besonderer Brisanz. Die Niedersachsen benötigen unbedingt zwei Pluspunkte zum sicheren Einzug in das DTL-Finale um die Bronzemedaille und die Wetzgauer den Sieg um aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu sichern. Die Favoritenrolle liegt nicht nur durch den Heimvorteil auf Seiten des NTT, sondern vor allem weil sie auf den kompletten Kader zurückgreifen können. Die Schützlinge von Trainer Paul Schneider haben in den letzten Jahren des öfteren bewiesen das sie sich in der Außenseiterrolle wohl fühlen und durchaus in der Lage sind, über ihre mannschaftliche Geschlossenheit die nötigen Punkte einzufahren.

Zu einem alten Klassiker mit klaren Vorzeichen kommt es in der Hegelhalle von Stuttgart-Vaihingen zwischen dem TurnTeam Stuttgart und der TG Saar. Insgesamt neun deutsche Mannschaftsmeistertitel stehen sich in diesem Wettkampf gegenüber. Für die Stuttgarter lautet die Parole ganz klar es muss ein Heimsieg her, den Saarländern reicht ein unentschieden um die Fahrkarte zum DTL-Finale zu lösen. Gespannt sein darf man auf das Duell von Sebastian Krimmer (Stuttgart) und Eugen Spiridonov (Saar), die beide in der Bronzemannschaft von Rotterdam standen.

In der Chemnitzer Richard-Hartmann-Halle kämpft das Mitteldeutsche TurnTeam Chemnitz/Halle gegen den FC Bayern München um den Klassenerhalt. Im Fernduell mit dem TV Wetzgau um den Klassenerhalt benötigen die Mitteldeutschen unbedingt den Heimerfolg um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, denn das Gerätverhältnis spricht eindeutig für die Wetzgauer. Garant für diesen Erfolg soll vor allem Europameister Matthias Fahrig sein, der nach seiner Aduktorenverletzung wieder zum Einsatz kommen soll. Der Gast aus Bayern kann ohne Druck an die Geräte gehen, denn der Aufsteiger sicherte sich durch teilweise überraschende Erfolge in der Saison frühzeitig den Klassenerhalt.

In der Straubenhardt-Halle kommt es zum Testlauf für das DTL-Finale zwischen der KTV Straubenhardt und dem SC Cottbus. Beide Clubs sind bereits für den Kampf um die Goldmedaille in der Berliner Max-Schmeling-Halle qualifiziert. Obwohl beide Trainer sicherlich in diesem Wettkampf noch mal einige Varianten ausprobieren werden, wird der Wettkampf sicherlich nicht auf die leichte Schulter genommen, denn ein Erfolg könnte auch ein psychologischer Vorteil im Hinblick auf das Finale darstellen.
(dtl)
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Festbroschüre zum 20-jährigen Bestehen des SC Cottbus Turnen e.V.
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Für einen fairen Wettkampf, in dem der Beste gewinnt und der Verlierer die Leistung seines Bezwingers respektiert.
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