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RESPEKT und VERBEUGUNG
Respekt für Ronny's Auftrag, Respekt für das Auftreten der deutsche Turner
20.07.04
"Einen schönen Gruß an alle Jungs... sie sollen die 'Arschbacken' zusammenkneifen und ein ordentliches Ding machen, ...auch in Athen... und wenn sie mögen, auch ein wenig für mich...!

Diese Botschaft brachte sein Cottbuser Heimtrainer Gunther Schönherr einen Tag vor dem wohl schwersten Auftreten deutscher Turner direkt vom Krankenbett Ronny's mit. Auch seine Freundin Kati war lange bei ihm. Zahllose Freunde, Bekannte und Unbekannte aus aller Welt bekundeten bereits ihre ganz persönlichen Grüße und Wünsche, die sicherlich viel dazu beitragen werden, die zweifellos schwierige und komplizierte neue Lebensphase beginnen zu können. Hierbei wurde auch der entsprechende Respekt gezollt für die Leistungen der deutschen Turner bei Ihrem letzen Olympiatest. >br>
Verneigen wir uns vor einer enger zusammengerückten Turner- und Sportlerfamilie, Ihren Leistungen und vor allem vor Ronny und seiner Kraft, eine solche Botschaft auf den Weg zu geben, denn so Bundestrainer Hirsch:
Der Unfall von Kienbaum hat für Turner beinahe alles verändert. "Alles, dem sie das ganze Leben hinterhergejagt sind, scheint wertlos." Doch der engagierte Trainer weigert sich, den Sport nun in Frage zu stellen. "Er hat so viele Werte für unsere Gesellschaft und wichtige Funktionen - er ist ein Stück Kulturgut, das man nicht aufgeben darf. Er zeigt, was Menschen machen können, wenn sie ihr Talent fördern. Und wenn mir begabte junge Leute sagen, sie wollen einen Wettkampf, dann habe ich das zu begleiten und mit Respekt zu behandeln." Die Turner, das weiß Hirsch, werden ihr weiteres Leben mit einer völlig anderen Wertvorstellung gestalten: " Sie werden sich nicht von irgendwelchen Nichtigkeiten treiben lassen."
(µ)



lesen sie bei gymworld einen weiteren Artikel (english language)
Ronny Ziesmer – eine Woche nach dem Unfall.
Der Trainingsunfall des 24-jährigen Cottbuser Turners vor einer Woche löst eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft aus.
19.07.04
Ronny Ziesmers Unfall erschüttert verständlicherweise die (Sport-)Nation. Ein solches Schicksal bedeutet immer eine Zäsur, die erst einmal bewältigt werden muss Statt sich weiter auf die Olympischen Spiele vorbereiten zu können, muss sich der Turner Ronny Ziesmer auf ein Leben im Rollstuhl einstellen. Seit seinem Trainingsunfall ist der Cottbuser querschnittgelähmt.
Zahlreiche Menschen, Sportler, Institutionen und Unternehmen wollen ihn nicht im Stich lassen. So soll er sich voll und ganz seiner Rehabilitation widmen können und nicht noch zusätzlich finanzielle Nöte zu bewältigen haben.
Etwa tausend behinderte Menschen jährlich teilen Ronny’s Schicksal und werden in Folge von Unfällen und Krankheiten querschnittgelähmt. Etliche weitere müssen sich nach anderen Unfällen oder Krankheiten auf ein Leben mit Behinderung einstellen. Die wenigsten von ihnen sind vor den Folgen der Behinderungen durch Versicherungen oder Spendenaktionen finanziell abgesichert. Sie müssen im Gegenteil befürchten, ins soziale Abseits gedrängt oder gar in Heime ausgesondert zu werden, wenn sie die notwendigen Hilfen nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen bezahlen können. Ronny Ziesmer soll nicht um einen geeigneten Rollstuhl, andere Hilfsmittel oder personelle Hilfen kämpfen müssen !
Doch was für ihn gut und richtig ist, müsste auch für andere Menschen mit Behinderungen gelten: Nicht die Art und Ursache der Behinderung darf maßgeblich für die Gewährung von Hilfeleistungen jeglicher Art sein. Im Gegenteil muss jeder behinderte Mensch die bedarfs- und bedürfnisdeckenden Leistungen erhalten, die ihm ein chancengleiches Leben mitten in der Gemeinschaft ermöglichen.



SPENDENKONTO:

SC Cottbus Turnen e.V.
Sparkasse Spree-Neiße
BLZ: 180 500 00
Konto: 32 11 10 33 08
Stichwort: Ziesmer
Für eine kurze Zeit trat die Trauer in den Hintergrund
Fünf Tage nach dem schweren Unfall des Kunstturners Ronny Ziesmer haben sich seine Teamkollegen erfolgreich einem Länderkampf gestellt
19.07.04
Der Jüngste scheint den Schock noch am besten zu verarbeiten. Fabian Hambüchen, 16 Jahre alt, Schüler aus Wetzlar und Mitglied im Olympia-Team der deutschen Kunstturner, lässt nach dem Länderkampf am Samstagabend, fünf Tage nach dem schweren Unfall seines Mannschaftskollegen Ronny Ziesmer, kein Mikrofon aus, gibt allen Fragenden Auskunft und kritzelt seine Unterschrift geduldig auf jedes Blatt der Autogrammjäger. Mit erhobenem Kopf marschiert er anschließend zur Pressekonferenz und setzt sich dort selbstbewusst zwischen den Cheftrainer des Deutschen Turner-Bundes, Andreas Hirsch, der seinen Blick abwesend durch den Raum schweifen lässt, und den Mannschaftskapitän Sven Kwiatkowski, der zu Boden starrt. "Ich war locker während des Wettkampfes", sagt Hambüchen, "ich weiß, was ich kann, und das habe ich heute gezeigt."

Die Worte von Hirsch und Kwiatkowski klingen anders: "Wir sind physisch fit. Aber psychisch haben wir große Probleme", sagt Kwiatkowski, und der Trainer fügt hinzu: "Es ist nicht abzusehen, bis wann wir den Unfall verarbeitet haben." Seit einer Woche werden die Turner von einem Psychologen betreut. Hambüchen braucht den wohl nicht, aber damit ist er die Ausnahme.

Am Montag hatte Ziesmer sich im Trainingslager in Kienbaum so schwer verletzt hat, dass er dauerhaft gelähmt bleibt. In den Tagen danach war lange diskutiert worden, ob der geplante Länderkampf in Schwäbisch Gmünd unter diesen Umständen überhaupt stattfinden sollte. "Letztendlich waren es die Athleten, die auch mich überredet haben zu starten. Ich habe vor der Mannschaft die Hosen heruntergelassen und gesagt: Ich kann nicht mehr", sagt Hirsch, der Ziesmer schon im Jugendkader trainiert hat. Es sei der Wunsch Ziesmers gewesen, dass die Mannschaft antritt, erklärt Kwiatkowski und ergänzt: "Im Nachhinein bin ich froh, dass wir gestartet sind." Als eine Art Beschäftigungstherapie. Als eine Art der Ablenkung. Als Zeichen dafür, dass es weitergehen muss, irgendwie. Das Ergebnis des letzten Tests vor Athen, den Rumänien mit 227,55 Punkten vor Deutschland (223,45 Punkte) und Italien (215,9 Punkte) gewann, war nebensächlich. "Wichtig ist, dass wir weitergemacht haben", sagt der Stuttgarter Thomas Andergassen.

Tatsächlich schienen die deutschen Turner den Schock der vergangenen Woche verdrängen zu können. Am Reck schlugen Robert Juckel, Hambüchen, Kwiatkowski und der an Ziesmers Stelle für Athen nachnominierte Matthias Fahrig sogar mit 37,85 Punkten den Europameister aus Rumänen. Nachdem die letzten Übungen am Boden absolviert waren, huschte gar ein Lächeln über die Gesichter der deutschen Olympiastarter, und Fahrig reckte den 1650 Zuschauern erleichtert die Faust entgegen. "Es war ein Startschuss für uns", sagte Hirsch später, "es war ein gutes Zeichen, nach der menschlichen Niederlage wieder aufzustehen." Kurzzeitig schien "die komplizierte Zeit der vergangenen Tage" in den Hintergrund zu treten. Kurzzeitig hat die Beschäftigungstherapie gewirkt - aber eben nur kurzzeitig.

"Als bei der Siegerehrung die Sprache auf Ronny kam, da war die ganze Trauer, die ganze Wut, die ganze Angst wieder da", sagt Andergassen, der am Samstag den Sprung ausließ. Normalerweise zeigt er dort den Tsukahara mit Doppelsalto. Bei diesem Element war Ziesmer verunglückt. "Es ist eine ständige Wellenbewegung. Auf ein Hochgefühl folgt immer wieder die Niedergeschlagenheit", sagt Hirsch. Er blickt mit leerem Blick in die Runde. Die Olympiavorbereitung der Kunstturner geht weiter. Hirsch: "Aber es ist nichts mehr wie zuvor."
(fr)

Spendenkonto:
SC Cottbus Turnen e.V. Sparkasse Spree-Neiße (BLZ 180 500 00,
Konto 32 111 033 08,
"Hilfe für Ronny Ziesmer")
Die bestandene Prüfung
"Er wird immer zur Mannschaft gehören"
30.11.-1
Als Robert Juckel ein erstes Mal seine Hand in Richtung Zuschauer hob, ein kleines Winken andeutete, da wirkte es wie ein Signal zum Durchatmen. Oberflächlich betrachtet, war es ein Wettkampf wie viele andere auch an diesem Samstag abend in Schwäbisch Gmünd: Eine gutgefüllte Turnhalle, ein Moderator, der seine Unsicherheit mit unpassenden Versuchen der Stimmungsmache überspielte, begeistert klatschende Zuschauer, sinnlose Musikberieselung.
Doch seit vier Tagen ist für die Hauptdarsteller auf dieser Turnbühne nichts mehr, wie es vorher war - und alle krampfhaften Versuche, bei einem Länderkampf gegen Rumänien und Italien Normalität zu demonstrieren, waren naturgemäß zum Scheitern verurteilt.

Auftrag aus dem Krankenhaus: Die sollen sich zusammenreißen
Aber sie mußten ein Vakuum füllen: "Wir haben geredet, geredet, geredet. Jeder mit jedem, die Athleten untereinander, die Athleten mit den Trainern, der Cheftrainer mit den anderen Trainern", sagt Thomas Andergassen. Der Stuttgarter Turner, der ohnehin alles hinterfragt, ist ebenso wie Mannschaftskapitän Sven Kwiatkowski im Gesicht deutlich gezeichnet vom tragischen Geschehen.

Wichtige Unterstützung bekommen sie vom Heidelberger Sportpsychologen Hans-Dieter Hermann. Hirsch setzte das Training aus, überließ es seinen Athleten, ob sie an die Geräte gehen wollten oder nicht. Als er ihnen zeigte, wie auch er litt, gaben sie ihm neue Motivation. Erst anderthalb Tage vor dem Wettkampf entschieden sich die Turner, zum Länderkampf anzutreten. Gunter Schönherr, langjähriger Heimtrainer von Ronny Ziesmer, der mit ihm vor zwei Jahren von Cottbus an den Stützpunkt in Stuttgart gezogen war, hatte aus dem Krankenhaus den "Auftrag" mitgebracht: Die sollen sich zusammenreißen.

Andergassen, der in seinem Wettkampfprogramm den Sprung hat, bei dem Ziesmer verunglückte, ließ in Schwäbisch Gmünd dieses Gerät aus. Robert Juckel trat an - "er hat seinen wahrscheinlich wichtigsten Sprung überhaupt gemacht", sagt Hirsch. Juckel ist zwei Jahre jünger als Ronny Ziesmer, stammt aus demselben Verein und war mit ihm nach Stuttgart gegangen. Erst nach dem Einturnen in Schwäbisch Gmünd sagte er dem Trainer, daß er springen werde. Und Hirsch honorierte es auf seine Art: hier eine beruhigende Hand auf der Schulter, dort ein Streicheln über den Kopf. Bis nach dem Bodenturnen, der letzten Übung, die Dämme brachen: Jeder einzelne wurde von allen anderen Mannschaftsmitgliedern innig umarmt; offensichtlich trat die Freude der jungen Männer zutage, gemeinsam diese schwerste Prüfung ihrer bisherigen Laufbahn bestanden zu haben.
Sie hatten sich überwunden in ihrem Zustand aus Traurigkeit und Angst, sie hatten ein wichtiges Zeichen gesetzt. Und sie hatten Kräfte mobilisiert für bessere Leistungen, als die meisten von ihnen sie in den vergangenen Monaten geboten hatten - im Bewußtsein, sich für die anderen einzusetzen, ohne im Falle eines Fehlers verdammt zu werden. "Was wir geschafft haben, ist eine Selbstbestätigung, die jeden Egoismus hintenanstellt", sagte Hirsch. Seine Anspannung löste sich, als der letzte seiner Turner ohne Verletzung von der Matte ging: "Gesunde Athleten hatten bisher für mich eine Bedeutung im Zusammenhang mit der Mannschaftsleistung - jetzt ist ein gesunder Athlet für mich etwas anderes."
Der Unfall von Kienbaum hat für diese Gruppe beinahe alles verändert. "Alles, dem ich das ganze Leben hinterhergejagt bin, war scheinbar wertlos." Doch der engagierte Trainer weigert sich, auch bei allen Sicherheitsbedenken den Sport nun in Frage zu stellen. "Er hat so viele Werte für unsere Gesellschaft und wichtige Funktionen - er ist ein Stück Kulturgut, das man nicht aufgeben darf. Er zeigt, was Menschen machen können, wenn sie ihr Talent fördern. Und wenn mir sechs begabte junge Leute sagen, sie wollen einen Wettkampf turnen, dann habe ich das zu begleiten und mit Respekt zu behandeln." Diese Turner, das weiß Hirsch, werden ihr weiteres Leben mit einer völlig anderen Wertvorstellung gestalten: " Sie werden sich nicht von irgendwelchen Nichtigkeiten treiben lassen."

„Er wird immer zur Mannschaft gehören“
Noch übermannt sie immer wieder der Schmerz. Robert Juckel hielt sich mit Mühe in Schwäbisch Gmünd aufrecht. Schon zu Beginn des Länderkampfes waren ihm bei der Nationalhymne die Tränen gekommen, bei der Siegerehrung konnte er sich nicht mehr beherrschen. Fluchtartig verließ er die Halle. "Niemand zwingt ihn, eine Situation zu meistern, die er nicht meistern kann", sagte Hirsch. Keiner von ihnen kann sich vorstellen, was auf Ronny Ziesmer zukommen wird. "Er wollte doch immer nur turnen", sagt Thomas Andergassen verzweifelt. "Ronny wird uns jetzt brauchen", sagt er und verspricht: "Er wird immer zur Mannschaft gehören. Nicht mehr als Turner, aber als Mensch."
Die Mannschaft, ohnehin eine gute Mischung, ist noch enger zusammengerückt. Jeder versucht, das Geschehen auf seine Weise zu verarbeiten. Dazu gehört auch, daß alle herzhaft lachen, wenn die beiden Jüngsten, Fabian Hambüchen oder Matthias Fahrig, ungewollte Komik erzeugen. Und irgendwann, so hofft Andreas Hirsch, "irgendwann werden wir auch wieder mit Ronny lachen".
(faz)
Ronny's Botschaft
Das deutsche Olympiateam bei seinem schwersten Länderkampf!
17.07.04
Gestern noch ließ der durch einen tragischen Sportunfall verunglückte Cottbuser Turner Ronny Ziesmer aus dem Unfallkrankenhaus Berlin eine erste Botschaft an seine Mannschaft übermitteln, die am Wochenende in Schwäbisch Gmünd ihren letzten vorolympischen Test in einem Länderkampf zu bestehen hat:

"Einen schönen Gruß an alle Jungs... sie sollen die 'Arschbacken' zusammenkneifen und ein ordentliches Ding machen, ...auch in Athen... und wenn sie mögen, auch ein wenig für mich...!

Diese Botschaft brachte sein Cottbuser Heimtrainer Gunther Schönherr einen Tag vor dem Länderkampf direkt vom Krankenbett Ronny's mit. Auch seine Freundin Kati war lange bei ihm und viele Freunde und Bekannten auch aus aller Welt bekundeten bereits ihre ganz persönlichen Grüße und Wünsche, die sicherlich viel dazu beitragen werden, die zweifellos schwierige und komplizierte neue Lebensphase beginnen zu können.

DTB-Spendenkonto "Ronny Ziesmer" Zur Unterstützung von Ronny Ziesmer und seiner Familie für die zu erwartenden Kosten nach Abschluß seiner stationären Reha-Maßnahmen hat der Deutsche Turner-Bund kurzfristig ein vorläufiges Spenden-Konto eingerichtet: Der DTB ist im Gespräch mit der Deutschen Sporthilfe und dem Nationalen Olympischen Komitee, um weitere Unterstützungs-Maßnahmen zu koordinieren und ein dauerhaftes Spenden-Konto einzurichten.

(Info: DTB)



Mit dem Auftrag von Ronny...

Es war wohl der schwierigste Länderkampf aller Zeiten, den je ein deutsches Turn-Nationalteam oder ein deutscher Turner zu bestreiten hatte. Unter einer riesigen psychischen Last gingen da die 7 Männer in einen Wettkampf, wohl wissend, dass da ihr Turnkamerad Ronny in einem Berliner Krankenbett liegt und mit einer unvorstellbaren Hilflosigkeit eines eben noch hochleistungsfähigen, athletischen Körpers in eine noch ungewisse Zukunft blickt!
... ein ordentliches Ding machen...! Da mögen die oben genannten gestern von Ronny Ziesmer ausgesprochenen Worte in Richtung seines Teams, mit dem er eben noch selbst olympische Träume anvisiert hatte, eine vielleicht Barrieren oder psychische Blokaden abbauende Wirkung auslösen: Wir turnen jetzt für Ronny...!
... oder ist für manchen die Last zu groß, mit dem Schrecklichen im Hinterkopf, dem Risiko und möglichen Folgen vor sich nun das Letzte aus sich rausholen wollend...?
Wer weiß... wer kann schon in die Psyche des Einzelnen hinein blicken, in dieser Hightech-Sportart, die zu jeder Hundertstelsekunde immer 100% Aufmerksamkeit, Power und Leistungsbereitschaft erfordert, sonst...!

Da schien eigentlich das zu erwartende sportliche Ergebnis einfach sekundär, nebensächlich. Welcher Trainer will danach eine sachliche Leistungsbilanz ziehen? Das kann nur eine Psychoanalyse sein, die den Grad einer vielleicht möglichen, beginnenden, schrittweisen Bewältigung zum Ziele hat.

Mediales - auch olympisches - Interesse...?
Die 1.000 Zuschauer fassende Halle war schon kurz vor Beginn des Wettkampfes gefüllt.... viele, viele Monate ist es her, dass sich überregionale TV-Kameras beim Turnen einfanden. Das ZDF ist nun in Schwäbisch Gmünd vor Ort, plant einen Beitrag für das Sportstudio... seit fast 10 Jahren war dort Turnen kein Thema mehr, hat das ZDF zuletzt zur Wendezeit (1. Oktober 1990, Kunstturn-Masters Deutschland- USA UdSSR in der Münchener Olympiahalle) gar von einem Turn-Länderkampf Notiz genommen...
Ist es vorolympisches Interesse, Chronistenpflicht oder nur makabre mediale Aufmerksamkeiten in einer Zeit, in der es scheinbar nur um Reizschwellenüberschreitungen geht...? Sei es wie es sei. Bleibt den Athleten vorrangig zu wünschen, dass "sie ihr Ding" im Sinne von Ronny und "vielleicht auch ein wenig für ihn" machen, denn er es war sein Lebenstraum, jetzt auf dem Wege ins olympische Athen bei ihnen sein zu können!
(Eckhard Herholz)



Überschattet vom schweren und folgenreichen Trainingssturz des Cottbuser Olympia-Turners Ronny Ziesmer, hatten sich die Athleten des DTB-Olympiateams nach einer Mannschaftsbesprechung am Donnerstagabend "...einhellig für die Fortsetzung der Olympiavorbereitung entschieden. Sie wollen sich voll auf ihr Training und die Wettkämpfe konzentrieren und für ihren Erfolg als Mannschaft kämpfen“, so Cheftrainer Andreas Hirsch aus Kienbaum. Somit fand auch der als Olympia-Test für Samstag, den 17. Juli 2004 zwischen Deutschland – Italien – Rumänien geplante Länderkampf im Gerätturnen definitiv wie vorgesehen um 19 Uhr in der Großsporthalle in Schwäbisch Gmünd statt.

Beeindruckende Länderkampf-Leistung der deutschen Olympia-Riege bei rumänischem Sieg:
Trotz des tragischen Trainingsunfalls ihres Team-Mitglieds Ronny Ziesmer bot die deutsche Turn-Nationalmannschaft der Männer vor ausverkaufter Halle in Schwäbisch Gmünd eine kämpferisch geschlossene Leistung in ihrem letzten Olympiatest. Ohne nennenswerte Fehler belegte sie hinter dem hohen Favoriten Rumänien (227,550) Rang zwei mit 223,450 Punkten, deutlich vor Italien mit 215,90 Punkten ...

Das wichtigste Ergebnis dieses Länderkampfes war sicher die erste psychologische Bewältigung der komplizierten Situation nach dem Unfall Ronny Ziesmers Anfang der Woche. Dahingehend vollbrachte die deutsche Mannschaft eine nicht zu erwartende, höchste Konzentrationsleistung. So soll an dieser Stelle auf jedwede sportliche Analyse unter diesen Umständen verzichtet werden!
Unter den gegebenen aktuellen Gegebenheiten des tragischen Unfalls ihres Teamkameraden Ronny Ziesmer vollbrachten die deutschen Männer eine nahezu unglaubliche, konzentrierte Leistung, von der sich Bundestrainer Andreas Hirsch im Live-Interview des "Aktuellen Sportstudios" des ZDF sehr beeindruckt zeigte:
"... wir sind alle noch mitten drin in dem Prozess, diesen schweren Unfall Ronnys zu verarbeiten. Wie und wann das der Einzelne schafft ist dabei völlig ungewiss; gegen diesen immer wiederkehrenden Schmerz kann man wohl einfach wenig machen...! Ronny hatte uns über seinen Heimtrainer (Gunter Schönherr) ausrichten lassen, dass die Turner antreten sollen in Athen. Das gibt uns die Gewissheit, dass wir starten sollen und wir werden nun unser Bestes geben...!" - Auszüge aus dem ZDF-Sportstudio-Interview am 17-Jul-2004
(source: gymmedia)
Deutschlands Olympia-Turner im Wettkampf Eins nach dem Unfall:
«Wir turnen, weil Ronny es so gewollt hätte»
17.07.04
Fünf Tage nach dem tragischen Trainings-Unfall des Cottbusers Ronny Ziesmer haben die deutschen Turner ihren letzten Test vor den Olympischen Spielen in Athen heil überstanden. Dies war für alle Beteiligten der wichtigste Aspekt des Länderkampfes gegen Rumänien und Italien am Samstag in Schwäbisch-Gmünd. Der 24-jährige Sportsoldat hatte sich am Montag nach einem verunglückten Doppelsalto am Sprung die Halswirbelsäule gebrochen und wird vom Hals abwärts gelähmt bleiben.
«Es war die größte Leistung dieses Teams, dass sie aufgestanden sind und hier geturnt haben», sagte ein immer noch sichtlich unter dem Eindruck des Erlebten stehender Bundestrainer Andreas Hirsch, «einige Turner haben heute wegen der Probleme einzelne Elemente gar nicht oder nur Teilprogramme geturnt. Und diese Probleme sind nicht bewältigt, das möchte ich in aller Deutlichkeit sagen.»
Der Stuttgarter Thomas Andergassen, der am Sprung denselben Tsukahara mit Doppelsalto zeigt wie der verunglückte Ziesmer, turnte in Schwäbisch-Gmünd eine Bestnote am Seitpferd. Am Sprung dagegen, trat er nicht an: «Ich konnte nicht», sagte der 24-Jährige, der wie seine Mannschaftskollegen psychologisch betreut wird. Ob er diesen Sprung überhaupt noch einmal zeigen wird, lässt Cheftrainer Hirsch offen: «Sicher ist nur, dass wir ihn weder überreden noch motivieren werden, das zu tun. Wenn er bereit sein sollte, wird er zu uns kommen.»
Der Schock sitzt noch tief im deutschen Team. Und man geht unterschiedlich damit um. Während ein Stuttgarter Trainer mit dem beinahe aggressiv vorgetragenen Hinweis, in anderen Sportarten fielen die Sportler sogar tot um, verzweifelt versucht Raum für emotionale Distanz zu schaffen, sprechen andere, wie der Chemnitzer Sven Kwiatkowski nur noch mit leiser Stimme. «Wir sind alle ein Stück zusammengerückt, um das alles psychologisch verarbeiten zu können», sagte er und beneidet den 16-jährigen Youngster Fabian Hambüchen, der am Samstagabend scheinbar unbeeindruckt sein Programm abspulte: «Er ist noch jung und ungestüm, da denkt man einfach noch nicht soviel nach.»
Unterstützung erhielt das Team auch von der mehrfachen deutschen Meisterin Birgit Schweigert. Die 22-Jährige, nach gescheiterter Olympiaqualifikation selbst leidgeprüft, reiste als moralische Stütze eigens von Bergisch-Gladbach in die schwäbische Provinz.
Besonders mitgenommen hat der Unfall aber Deutschlands Chefcoach Andreas Hirsch. Die Augen des 46-Jährigen bekommen nach wie vor einen traurigen Glanz, wenn es um das Thema Ziesmer geht: «Ich habe vor meiner Mannschaft die Hosen runter gelassen und gesagt: ich kann es nicht. Ich kann nicht mehr trainieren», erzählte er von seiner unmittelbaren Reaktion nach dem Unfall, «da sind sie hingegangen und haben trotzdem trainiert, das war begeisternd. Sie haben mir ein Stück weit meine Motivation wieder gegeben. Wenn junge Männer Leistung bringen und ein Ziel verfolgen, dann möchte ich dabei sein.»
Wie nach dem Ausfall von Ziesmer die Taktik in Athen aussehen wird, weiß Hirsch noch nicht: «Das war für mich diese Woche schlichtweg unwichtig.» Dass der angestrebte Platz 8 immer noch möglich ist, weiß er schon: «219 Punkte haben bei der WM in Anaheim mit Ach und Krach für einen 12. Platz gereicht. Heute waren es 223.»
Und warum sie nicht alles hingeworfen haben, sondern trotzdem in Schwäbisch-Gmünd angetreten sind, erklärte Kwiatkowski: «Wir sind heute hier angetreten, weil wir glauben, dass Ronny es so gewollt hätte.»
(nbb)
Olympiasieger Andreas Wecker spricht Mut zu
"Du musst so stark wie Superman sein"
17.07.04
Für die meisten Menschen klingt diese Diagnose wie ein Todesurteil: Lähmung, Rollstuhl, fremde Hilfe bis zum Lebensende. Jetzt braucht Ronny Ziesmer ganz viel Kraft, beginnt ein lebenslanger Kampf gegen sein Schicksal.

Olympiasieger Andreas Wecker macht seinem Weggefährten Mut: "Ronny, jetzt musst du so stark sein wie Superman." Er meint den Schauspieler Christopher Reeves. Seit einem Unfall im Jahr 1995 ist der heute 51-jährige Superman-Darsteller querschnittgelähmt. Der ehemalige Frauenschwarm kämpfte, machte Millionen Behinderten neue Hoffnung. Dafür wurde er mit dem "World-Award" ausgezeichnet, spielt heute wieder in Filmen mit. Aber Reeves ist ein Weltstar, Multi-Millionär, konnte sich die teuersten Therapien leisten. Wecker: Ronny hatte schon immer den Kampfgeist eines Gewinners, das wird ihm auch jetzt helfen. Wichtig ist, dass diese Situation nicht in Leid ausartet - bei mir sowieso nicht, denn ich habe das noch nicht angenommen, dass er nie wieder laufen wird. Ich habe ein Wellness-Center, da habe ich viel mit Kranken zu tun. Da gab es auch schon Patienten, die für unheilbar erklärt wurden. Aber ich habe schon Leute aus dem Rollstuhl aufstehen sehen. Wichtig ist, dass Ronny den Glauben nicht aufgibt. Für seine Teamkameraden gilt jetzt Ruhe bewahren und konzetriert einfach das machen, was sie am besten können. Es hilft niemandem, jetzt in Panik zu verfallen. Wichtig wäre es, diese ganze Geschichte nicht hochzuschaukeln. Ich habe gehört, dass ein Fernsehsender versucht haben soll, in die Turnhalle einzubrechen, in der Ronnys Unfall passiert ist. Das sagt alles.
Ronny's Träume
Der olympische Geist wird mich beflügeln
17.07.04
...und die Liebe gibt mir Kraft
Ronny Ziesmer hatte sein Ticket zu den Olympischen Spielen in der Tasche. In Athen wollte er sich den Lebenstraum erfüllen, auch privat hatte er viele Pläne. Wenige Tage vor dem tragischen Unfall füllte er einen Olympia-Fragebogen aus. In diesem Dokument notierte er persönlich seine Zukunfts-Wünsche.
"Zu Hause ist Heimat" schreibt er darin und meint damit auch die Liebe zu seiner bildschönen Freundin Kati. Sie gab ihm Kraft bei den Wettkämpfen, mit ihr konnte er lachen, sich eine gemeinsame Zukunft ausmalen.
Neben Kati kannte er nur eine andere Leidenschaft: das Turnen.
Seit Monaten ersehnte Ronny den Tag seines Auftritts bei Olympia herbei. "Die Spiele haben für mich einen unschätzbaren Wert, der Geist von Olympia hat mich gepackt, wird mich beflügeln." Und seine Ziele hatte er klar formuliert, ohne Kompromisse notierte Ziesmer: "Das Beste, was ich geben kann, will ich geben." Dabei verstand sich Ronny immer als Teamplayer. "Das Mannschaftsfinale ist das erste Ziel. Ich verstehe mich mit jedem meiner Team-Kollegen sehr gut, gemeinsam werden wir es packen."

Seine Träume werden ihn nie verlassen.
SC Cottbus richtet Spendenkonto für Ziesmer ein
vielseitige Solidarität angekündigt
16.07.04
Der deutsche Mannschafts-Meister SC Cottbus hat ein Spendenkonto für den schwer verunglückten Turner Ronny Ziesmer eingerichtet. Der designierte Olympia-Starter wird nach seinem Trainingsunfall am Montag voraussichtlich vom Kopf abwärts an dauerhaft gelähmt bleiben. Rainer Brechtken, der Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB), kündigte ebenfalls die Einrichtung eines Hilfsfonds an und sicherte Ziesmer sowie dessen Angehörigen die volle Solidarität des DTB zu.

Mit Bestürzung haben auch Vereinsführung und Mannschaft von Fußball-Zweitligist Energie Cottbus auf das Schicksal von Ziesmer reagiert. Energie-Präsident Dieter Krein versprach dem 24-Jährigen Unterstützung. "Die Cottbuser Sportlerfamilie wird Ronny Ziesmer nicht allein lassen", erklärte Krein im Trainingslager im österreichischen Eichgraben.
Spieler und Vorstand übermittelten dem deutschen Meister in einem Fax die besten Wünsche. Darin heißt es: "Wir sind in Gedanken bei Dir und glauben an Deine Kraft. Wir hoffen und beten für Dich und wünschen uns und Dir, dass Du nicht aufgibst. Du bleibst unsere Hoffnung, dass ein großer Sportler auch den großen Kampf des Lebens gewinnen kann."
(dpa)

SPENDENKONTO:

SC Cottbus Turnen e.V.
Sparkasse Spree-Neiße
BLZ: 180 500 00
Konto: 32 11 10 33 08
Stichwort: Ziesmer
Der unerfüllte Traum des Ronny Ziesmer
Schock und Ratlosigkeit
16.07.04
Wie geht Ronny Ziesmer mit diesem schweren Schicksalsschlag um« Welche Gedanken gehen ihm durch den Kopf» Wie wird der Turner aus Cottbus sein Leben nach dem schweren Trainingsunfall vom Montag meistern« Wie werden Familie, Angehörige und Freundin Kati diesen tiefen Einschnitt verarbeiten und Ziesmer auf seinem weiteren Weg begleiten».
Fragen über Fragen, auf die es derzeit schwer möglich ist, rationale Antworten zu finden. Langjährige Wegbegleiter des Turners, Trainer, Mannschaftskameraden und Konkurrenten, Sportfreunde aus dem SC Cottbus oder Journalisten sind angesichts der Hoffnungslosigkeit der Diagnose geschockt und fassungslos, bedrückt, ratlos. Denn seit gestern ist es wohl gewiss: Ronny Ziesmer, der in zehn Tagen 25 Jahre alt wird, ist ein Pflegefall.

Ziesmer, erst vor kurzem deutscher Meister an den Ringen und erstmals für die Olympischen Spiele qualifiziert, wird den Rest seines Lebens gelähmt sein. Vom Kopf abwärts. Finger, Hände, Arme, Beine, Zehen – nichts kann er mehr bewegen. «Nach medizinischem Ermessen ist absolut nicht damit zu rechnen, dass sich daran noch etwas ändert» , sagte gestern auf einer Pressekonferenz Prof. Dr. Walter Schaffartzik, Ärztlicher Leiter des Unfallkrankenhauses Berlin (UKB), wo Ziesmer, kurz nach dem Sportunfall in Kienbaum, operiert worden war.
Das UKB ist auf die Versorgung Schwerstverletzter bestmöglich vorbereitet. Am 15. September 2001 rettete ein Ärzte-Team des UKB dem Italiener Alessandro «Alex» Zanardi nach dessen schweren Unfall bei den «German 500» auf dem Lausitzring mit 15 Operationen das Leben.
Am Montag war aber jede ärztliche Kunst der UKB-Mediziner am Ende. Mit einem Bruch der Halswirbelsäule und schweren Quetschungen des Rückenmarks wurde Ziesmer mit dem Rettungshubschrauber eingeliefert. Dank der sofort eingeleiteten Notoperation konnte immerhin die maschinelle Beatmung von Ziesmer vermieden werden.

Ronny Ziesmer erlebte die vergangenen Stunden und Tage bei vollem Bewusstsein. «Ich habe zweimal mit ihm über die schwere, tragische Verletzung gesprochen» , sagte Prof. Dr. Schaffartzik. Ziesmer habe schon wieder gelächelt. Sowohl das UKB als auch der Deutsche Turnerbund (DTB) haben ihm Psychologen zur Bewältigung des Unglücks zur Seite gestellt. Möglicherweise wird der 24-Jährige schon in drei oder vier Tagen die Intensivstation verlassen können. Deutschen Turner-Bund (DTB) und auch bei Ziesmers Heimclub SC Cottbus wird versucht, trotz des Schocks den Blick allmählich in die Zukunft zu richten. «Wir können mit der Situation nur sehr schwer umgehen» , sagte DTB-Präsident Rainer Brecht ken relativ gefasst nach seinem kurzen Besuch am Krankenbett. «Wir müssen jetzt Überlegungen anstellen, wie wir Ronny, seiner Familie und dem Umfeld helfen können. Wir brauchen einen Hilfsfonds.» Das Unglück gelte als Dienstunfall, erklärte DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam. Ziesmer ist Angehöriger der Sportförderkompanie der Bundeswehr. Bei Deutscher Sporthilfe und DTB bestünden Versicherungen. «Versicherungstechnisch sehe ich die geringsten Probleme» , so Brechtken.

Der SC Cottbus hat bereits ein SPENDENKONTO(siehe unten) eingerichtet. «Am Montag beraten wir in der 'Lausitzer Turnfamilie' unser weiteres Vorgehen» , sagte SCC-Präsident Wolfgang Wollgam der RUNDSCHAU.
Im Bundesleistungszentrum Kienbaum läuft dagegen die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele vorerst weiter. Für Innehalten bleibt keine Zeit, obwohl der Schock über das Geschehene auch Trainern, Betreuern und Athleten in den Knochen sitzt. «Das ist das schwärzeste Erlebnis, das ich bisher hatte. Wir stehen vor einem totalen Werteverlust. Alles was gestern erstrebenswert war, zählt heute nichts mehr» , sagte mit tränenerstickter, stockender Stimme DTB-Cheftrainer Andreas Hirsch. Am Mittwoch hat der Berliner sogar kurzzeitig seinen Rückzug vom Traineramt erwogen.
Die Verunsicherung unter den neun Verbliebenen bei den Athleten sei groß, die Angst turne mit. Auch in Kienbaum gehen jetzt Sportpsychologen ein und aus. «Die Sportler wollen nach Athen. Aber alle haben Probleme mit der Situation» , sagt Andreas Hirsch. Und dann fällt dieser eine Satz, der die Absurdität der Diskussion deutlich macht. DTB-Chef Brechtken: «Ziesmer wollte nach Athen. Es wäre nicht in seinem Sinn, jetzt aufzuhören.» Für Ronny Ziesmer ist seit Montag nichts mehr wie es war. Olympia wird immer nur ein Traum bleiben. Der Cottbuser ist brutal in ein anderes, für ihn und sein Umfeld völlig fremdes Leben gestoßen worden. Eine Wahl hatte er nicht. Andreas Niedeggen, der Chef des Rückenmark-Zentrums im UKB: «Wir können Ziesmer nicht die Hoffnung geben, dass er wieder gehen kann. Aber wir können ihm Hoffnung auf ein erfülltes Leben machen.»
(source:lr-online.de)

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