[ 1 | 100 | 120 | 130 | 140 | 150 | 159 | 160 | 161 | 162 | 163 | 164 | 165 | 166 | 167 | 168 | 169 | 170 | 178 ]
SCC vor schwierigster Saison
Aderlaß beim Titelverteidiger
23.09.04
Der SC Cottbus Turnen e.V. hat als Titelverteidiger des Jahres 2003 in 2004 den wohl größten Aderlaß seiner Geschichte zu verkraften.
So stehen mit Ronny Ziesmer, Roman Zozulya und Maik Belle 3 Eckpfeiler der vergangenen Erfolge aus jeweils verschiedenen Gründen leider nicht mehr zur Verfügung.
Dazu kommt, dass Olympiafinalist Robert Juckel (Foto) nur bedingt belastungsfähig sein wird. Der Einsatz der hoffnungsvollen Nachwuchstalente um Phillip Boy und Steve Woitalla wird mit bekanntem Fingerspitzengefühl erfolgen, um Ihre gesamtsportliche Entwicklung nicht zu gefährden.
"Auch in der Saison 2004 wollte das Team des inzwischen fünffachen Deutschen Mannschaftsmeisters wieder auf Medaillenkurs gehen, doch dies kann trotz der Integration des stark eingeschätzten Berliners Rene’ Piephardt keine reelle Zielstellung sein", so Mannschaftsleiter Bernd Heide."Erfahrung sammeln, Kämpfen für Cottbus und mit erhobenem Haupt aus dem Wettkampf heraus gehen können – es kommen wieder bessere Zeiten".
Ronny Ziesmer dankt für öffentliches Interesse...
... und bittet um Verständnis
22.09.04
Das Interesse der Öffentlichkeit und der Medien am Schicksal des seit dem 12. Juli durch einem Sportunfall querschnittsgelähmten Cottbuser Turners der deutschen Nationalmannschaft, Ronny Ziesmer, sowie die vielseitige Hilfe und Unterstützung von allen Seiten halten unvermindert an.
Im Unfallkrankenhaus Berlin ist Ronny derzeit in umfangreiche Maßnahmen von Rehabilitation und medizinischer Betreuung eingebunden.
Wegen zahlreicher Interviewwünsche von vielen Seiten hat sich der Sportler deshalb heute in einem Statement an die Presse gewandt...:

Ronny Ziesmer aus dem Unfallkrankenhaus Berlin:
"Ich bin tief berührt, mit wieviel Mitgefühl, Sorge und echter Unterstützung sich so viele, viele Menschen für mein Schicksal interessieren und mir tatkräftig zur Seite stehen! Das trifft in erster Linie auf das Team der Ärzte, Schwestern und Physiotherapeuten hier im Unfallkrankenhaus Berlin zu.
Besonders auch die vielen Zuschriften im Gästebuch meines Clubs, des SC Cottbus, machen mir sehr viel Mut, alles zu bewältigen, was wohl erst noch auf mich zukommen wird. Aber schon jetzt spüre ich, dass es hier nicht allein um mich geht, sondern dass ich mit meinem harten Kampf, den ich nun führen muss, auch anderen helfen kann. Ich weiß noch nicht, wie und ob ich das schaffe, aber wie ich es aus meiner Sportart nicht anders kenne, werde ich auch hier mein Bestes geben.
Täglich mache ich nun zeitaufwendige Reha-Maßnahmen und absolviere kraftraubende ergometrische Programme. Auch bin ich derzeit in einem persönlichen Selbstfindungsprozess, der gerade mal begonnen hat. Mein Sturz ist doch eben erst 10 Wochen her ...

So bitte ich vor allem die Medien sich mit ihren zahlreichen Interviewwünschen noch ein paar Wochen zu gedulden ! Nur meiner Heimatzeitung, der Lausitzer Rundschau, und gegenüber meinem Arbeitgeber, der Bundeswehr, habe ich in tiefer Verbundenheit einzige Ausnahmen gemacht.
Gern bin ich bereit, mich dann im Vorfeld der für Ende November geplanten ARD-Gala auch wieder den Fragen der Öffentlichkeit zu stellen. Momentan bin ich - wie gesagt - noch auf der Suche nach mir selbst!
Ich bin dankbar dafür, dass sich ein mir vertrauter und erfahrender Journalist als mein Partner in solchen mir noch ungewohnten Fragen zur Seite stellt und bitte alle Medien, sich deshalb mit allen Wünschen und Anfragen an ihn zu wenden."
(source: gymmedia)
FC Energie für Ronny Ziesmer
Spendenaufruf an die Fans
22.09.04
Aus dem Schock wird Hilfe. Der FC Energie Cottbus lässt den verunglückten Ronny Ziesmer nicht im Stich. Zum heutigen Spiel gegen Hannover 96 löst der FCE ein Versprechen gegenüber dem Cottbuser Turner ein.
„Die Cottbuser Sportlerfamilie wird Ronny Ziesmer nicht allein lassen“, Dieter Kreins Versprechen sind keine leeren Worte.
Sofort nachdem die Nachricht vom schrecklichen Unfall des besten deutschen Turners der letzten Jahre im Trainingslager in Eichgraben eingetroffen war, war der FC Energie bereit zu helfen. Bestürzung im Team hatte die Nachricht ausgelöst. "Es ist nicht in Worte zu fassen, was Sportler füreinander in dieser schweren Stunde empfinden. Wir sind in Gedanken bei Dir und glauben an Deine Kraft. Wir hoffen und beten für Dich und wünschen uns und Dir, dass Du nicht aufgibst. Wir können nur erahnen, was Du jetzt durchmachst. Du warst unsere Hoffnung für Olympia und Du bleibst unsere Hoffnung, dass ein großer Sportler auch den großen Kampf des Lebens gewinnen kann", schrieb die Mannschaft in einem Fax an Ronny Ziesmer in die Berliner Unfallklinik.
Von dort gab es vor wenigen Tagen gute Nachrichten. Befürchteten die Ärzte nach dem Bruch der Halswirbelsäule, der Ausnahmeathlet Ronny Ziesmer würde vom Hals abwärts gelähmt bleiben und könne Arme und Beine nicht mehr bewegen, so sehen die Prognosen für den 25-Jährigen nun besser aus. Der Lausitzer Rundschau gab Ronny Ziesmer am vergangenen Wochenende ein erstes Zeitungsinterview. Darin beschrieb er seine täglichen Fortschritte und, dass er bereits wieder lernt mit den Armen umzugehen, um eines Tages wieder selbstständig sein zu können. Bis dahin ist es noch langer Weg. Besonders schwer auch deshalb, weil der Spitzensportler Ronny Ziesmer Bewegung geliebt und täglich gelebt hat.

Mit mehr als nur einem Zeichen will der FC Energie Cottbus dem Turner Mut und Kraft geben, knapp zehn Wochen seit seinem Unfall bei einer Sprungübung weiter so große Fortschritte zu machen. Auf den Rängen werden heute Nachwuchsspieler des FC Energie Cottbus für die Rehabilitation von Ronny Ziesmer sammeln. Der FC Energie Cottbus bittet seine Fans um Spenden und wird im Anschluss die Spende großzügig aufrunden. Jeder Energie-Fan hat damit die Möglichkeit gemeinsam mit dem FC Energie Cottbus Ronny Ziesmer ein Stück Lebensmut zu geben. Und ihn einem einfachen aber doch so wichtigem Traum näher zu bringen. Eines Tages wieder Auto fahren zu können.
Am kommenden Montag zum Spiel gegen 1860 München will der FC Energie Cottbus die Spende übergeben.
(source:fc-energie.de)
Spendenbereitschaft für Ziesmer ungebrochen
Über 13 000 Euro bei Golfturnier eingespielt / Energie sammelt morgen beim Pokalspiel für Cottbuser
21.09.04
Die Spendenbereitschaft für den schwer verunglückten Cottbuser Nationalmannschaftsturner Ronny Ziesmer ist auch zehn Wochen nach seinem Unfall ungebrochen.
Bei einem internationalen Golf-Masters der Stiftung Deutsche Sporthilfe am Wochenende in Donaueschingen wurden aus einer Tombola und einer Sonderspende des Sportvermarkters Roland Mader insgesamt 13 240 Euro zu Gunsten des Spendenkontos von Ziesmer erlöst. «Die höchste Einzelspende liegt bisher bei 15 000 Euro durch die Deutsche Bank» , sagte gegenüber der RUNDSCHAU Hans-Joachim Elz, Sprecher der Deutschen Sporthilfe. Einen Gesamtbetrag wollte Elz nicht nennen. Ziesmer war am 12. Juli im Training schwer verunglückt und wird querschnittsgelähmt bleiben. Der 25-Jährige befindet sich für die Rehabilitation weiter im Unfallkrankenhaus Berlin.
Auf dem Konto bei Ziesmers Heimatverein SC Cottbus sind nach Angaben von Geschäftsführer Reinhard Rau bisher Spenden in Höhe von rund 35 000 Euro eingegangen.
Fußball-Zweitligist Energie Cottbus will morgen am Rande des DFB-Pokalspiels gegen Hannover 96 (Stadion der Freundschaft, Anpfiff 19 Uhr) um Unterstützung für Ziesmer bitten. Nachwuchsfußballer werden im Publikum für den mehrfachen deutschen Meister sammeln. «Der Verein wird den Betrag nennenswert aufstocken» , kündigte gestern Energie-Pressesprecher Ronny Gersch an.
(source:lr-online.de)
«Das ist hier fast wie beim Turnen» - Ronny Ziesmer im Interview
Der Befriff "Turnfamilie" hat eine neue Bedeutung bekommen
18.09.04
Seine Haare sind deutlich länger als zuletzt, er ist noch ein wenig blasser um die Nase als in der Vergangenheit. Ansonsten macht Ronny Ziesmer einen aufgeräumten, sehr optimistischen Eindruck und kann auch schon wieder lachen – zumindest manchmal. Knapp zehn Wochen nach seinem schweren Trainingsunfall gab der 25-jährige Turner vom SC Cottbus im Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn (UKB) der RUNDSCHAU sein erstes Zeitungsinterview.

Ronny Ziesmer, wie geht es Ihnen?
Es geht aufwärts. Ich mache fast täglich Fortschritte, finde die Fortschritte noch nur in kleineren Schritten. Aber ich versuche, wieder meinen Alltag zu meistern, selbstständig zu werden.

Wie hat sich Ihr Gesundheitszustand seit dem 12. Juli, seit dem Unfall in Kienbaum, entwickelt? Kommen Sie schon mit weniger Hilfestellung durch den Tag?
Definitiv ja. Die Medikamente, auch die Pflegeleistungen werden von Woche zu Woche Stück für Stück weniger. Ich werde ganz langsam wieder etwas mobiler, kann mich im Rollstuhl schon hier im Krankenhaus bewegen. Auch das Umblättern der Lausitzer Rundschau geht schon wieder.

Ihr Vater hat in einem Gespräch nach Ihrem Unfall gesagt, Ihr großer Wunsch sei, wieder Auto fahren zu können. Bleibt das und ist das ein realistisches Ziel?
Ich denke, das wird irgendwann wieder für mich möglich sein. Da sehe ich kaum große Hindernisse.

Welche Schwierigkeiten gilt es bis dahin zu überwinden?
Die größte Hürde für mich als jetzt Querschnittgelähmter ist der so genannte Transfer. Also zum Beispiel am Morgen selbstständig aus dem Bett in den Rollstuhl zu kommen oder dann später vom Rollstuhl in das Auto umzusteigen. Die nötige Kraft dazu habe ich sicherlich immer noch, die ist nicht weg. Aber es gilt den Körper, das Zusammenspiel der Muskeln jetzt wieder aufzubauen, neu zu koordinieren. Ich brauche beispielsweise dann eine Rumpfstabilität, muss lernen, wie ich in den Rollstuhl komme, wie ich mein Gewicht verlagern muss.

Lässt sich dieser Lernvorgang mit ihrem Tagesablauf als Turner vergleichen?
Absolut. Da habe ich auch erst Grundlagen geschafft, dann ein einzelnes Element gelernt, später eine weitere Bewegung, daraus hat sich am Ende eine Übung entwickelt. Jetzt ist es ähnlich. Ich lerne ganz langsam, wieder einzelne Muskeln der Arme zu bewegen. Aus dem Zusammenspiel mehrerer Muskeln ergibt sich dann eine Aktion, eine Bewegung. Das ist fast genau wie beim Turnen.

Macht es diese Situation für Sie als Leistungssportler einfacher, damit umzugehen?
Ich denke schon, dass es so ist. Die Herangehensweise und die Motivation ist eben sehr ähnlich, sehr gewohnt für mich. Außerdem habe ich hier im UKB sehr großes Glück mit den Therapeuten. Wir schwingen da auf einer Welle, unsere Zusammenarbeit greift sehr gut ineinander. Das ist wichtig und auch mit dem Trainer-Athleten-Verhältnis vergleichbar.

Sie machen einen sehr aufgeräumten, positiven Eindruck – trotz dieses schweren Schicksalsschlags.
Ich habe mich in meinem Leben noch nie lange mit Vergangenem aufgehalten. Ich versuche, nur nach vorne zu schauen. Natürlich gibt es Höhen und Tiefen, ein Auf und Ab – auch das ist wie vorher im Training, logisch. Aber bisher gab es hier noch nicht wirklich eine Phase, in der ich depressiv war. Der Optimismus überwiegt bei mir eindeutig.

Die Ärzte haben damals nach Ihrem Unfall hier im UKB in einer Pressekonferenz gesagt, dass die Depression jeden treffe – früher oder später. Haben Sie Angst davor?
Nein, das ist zurzeit sehr weit weg für mich. Vielleicht falle ich in ein Loch, wenn sich mal vier Wochen absolut nichts weiter entwickelt. Aber das kann ich jetzt nicht sagen.

Wie sieht hier im UKB Ihr Tagesablauf aus? Um sieben Uhr ist in der Regel das Wecken. Danach ist Waschen, so gegen 8.30 Uhr gibt es Frühstück. Um 9.30 Uhr habe ich Elektrotherapie. Ab 10.15 Uhr beginnt die Physio therapie für eine Stunde. Dann ist Mittag und danach lege ich mich meistens ein bisschen hin. Um 15.15 Uhr folgt noch einmal eine Stunde mit Ergotherapie. Dann geht es langsam Richtung Abendessen, ich bekomme Besuch oder kann etwas lesen oder schaue Fernsehen. Im Grunde ist der Tagesablauf auch stark mit früher zu vergleichen – es sind täglich drei Trainingseinheiten.

Wie geht es hier weiter?
Das ist natürlich nur der Anfang. Schon jetzt sind die Tage ziemlich ausgefüllt. Aber das Programm wird künftig sicher immer straffer, es kommen auch jetzt schon neue Etappen dazu. Gestern haben wir hier im Krankenhaus Pizza gebacken. Wir mussten in der Gruppe den Teig selbst belegen, sollten lernen, wieder mit Messer und Gabel umzugehen. Schon bald werden andere Dinge aus dem Alltag dazukommen: ein Besuch im Kino oder ein Essen im Restaurant. Das sind alles Dinge, die mich jetzt hier aus dem Trott reißen und die mir später helfen werden. Das motiviert und es wird nicht langweilig. Und ich bin natürlich hier im Krankenhaus, um an mir zu arbeiten. Von nichts kommt nichts.

Wie lange werden Sie voraussichtlich im UKB bleiben?
Das lässt sich so nicht beantworten. Ich möchte die Bedingungen hier für mich optimal ausnutzen. Von der Erstversorgung nach dem Unfall bis jetzt zur Rehabilitation habe ich hier die beste Versorgung, die es in Deutschland gibt.

Machen Sie sich schon Gedanken, wie es für Sie weitergehen wird? Ihre Wohnung in Stuttgart ist aufgelöst. Wird es zurück nach Cottbus gehen?
Ich denke, es wird für mich zurück in Richtung Heimat gehen. Zu meinen Eltern in Groß Oßnig werde ich allenfalls für eine Übergangszeit ziehen. Ich möchte wieder meinen eigenen Haushalt haben. Und dann möchte ich natürlich wieder eine Aufgabe im Leben haben. Die Richtung halte ich mir offen, da ist noch Zeit. Denkbar wäre beispielsweise ein Studium. Die geistige Komponente ist bei mir ja vollständig intakt.

Nach Ihrem Unfall gab es eine große Welle der Anteilnahme, in Cottbus, der Lausitz, in Deutschland, selbst bei den Olympischen Spielen in Athen. Wie haben Sie das erlebt?
Ich bin absolut positiv überrascht. Wir reden gerne von der Turnfamilie. Dieser Begriff hat jetzt eine richtige Bedeutung. Turnfamilie – das ist 100-prozentig real geworden. Die Anteilnahme, die vielen Briefe und E-Mails, das ist einfach überwältigend gewesen. Ich möchte mich auch ausdrücklich für jede Form der Anteilnahme, ob ideell, materiell oder finanziell, bei allen ganz, ganz herzlich bedanken. Ob ich das je zurückgeben kann, wage ich zu bezweifeln.

Wann werden wir Ronny Ziesmer das erste Mal wieder in der Öffentlichkeit erleben dürfen?
Der erste Termin wird die vom Deutschen Turner-Bund und der Sporthilfe in Berlin geplante Gala sein. Das könnte im November sein. Bis dahin müssen sich alle noch ein wenig gedulden – auch die Turnfamilie in Cottbus. Ich hoffe, dass ich vielleicht Weihnachten im Kreise meiner Familie verbringen kann. Und dann lässt sich bestimmt auch das eine oder andere Bierchen mit den alten Weggefährten und Freunden im Black Inn in Cottbus zischen.
(source:lr-online.de)
Turnen bei JBK
Ziesmer als Thema
17.09.04
Nach dem Flugpech in der vergangenen Woche bei Fabian Hambüchen, als die Gangway mit der sich schließenden Tür des Flugzeuges kollidierte, wird nun Fabian Hambüchen und Andreas Hirsch am heutigen Freitag ab 23.00 Uhr in der Johannes B. Kerner Show zu sehen sein.

Fabian Hambüchen war die Entdeckung der Medien bei den Olympischen Spielen in Athen, als er sich nicht zuletzt durch seine Reckübung im Finale bei den Olympischen Spielen in die Herzen des Publikums turnte. 9,64 Millionen schauten Deutschlands jüngstem Olympia-Teilnehmer zu, als er seine Reckkür präsentierte und sich im Finale auf Platz sieben turnte. Dank seines forschen sportlichen Auftretens bei den Gerätturn-Wettkämpfen in Athen und seiner erfrischenden Unbekümmertheit im Umgang mit den Journalisten wurde er schnell zum Liebling der Medien und auch der TV-Zuschauer.
Deutscher Meister vor Start
Werner löst beim SCC Adolf als Trainer ab / Boy im Krankenhaus
16.09.04
Horst Werner wird in der neuen Saison der Deutschen Turn-Liga (DTL) den amtierenden deutschen Mannschaftsmeister SC Cottbus als verantwortlicher Trainer betreuen. Werner löst Christian Adolf ab, der die Mannschaft im Dezember 2003 zum Titelgewinn führte und sich künftig wieder der Nachwuchsarbeit im Verein widmen wird. Das bestätigte der RUNDSCHAU SCC-Geschäftsführer Reinhard Rau.

Horst Werner wird in der neuen DTL-Saison von zwei erfahrenen Trainern unterstützt. Ex-Bundestrainer Rainer Hanschke und Holger Behrendt, Ringe-Olympiasieger 1988, stehen Werner zur Seite. Zudem bleibt Bernd Heide Mannschaftsleiter.
Die Mannschaftsmeldung des SCC wird nach dem Unfall von Ronny Ziesmer vom deutschen Reck-Meister und Olympia-Teilnehmer Robert Juckel angeführt. Vom TK Hannover ist der Berliner René Piephardt in die Lausitz gewechselt.
Vorerst verzichten müssen die Cottbuser auch auf Vize-Mannschaftsjunioren-Europameister Philipp Boy. Dem 17-Jährigen werden morgen nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch vom Dezember im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum die Platten aus dem Bein entfernt. "Zwei, drei Wochen, dann kann ich wieder laufen. Die ersten Wettkämpfe falle ich damit auf jeden Fall aus", sagte Philipp Boy der RUNDSCHAU.
Nicht mehr dabei sind Maik Belle und Roman Zozulya. Der 35-jährige Belle wird nach mehr als 20-jähriger Leistungssportlaufbahn (mit dem Gewinn von Weltmeisterschafts-Bronze 1987) am Sonntag im Rahmen des 19. GWG-Cups in der Cottbuser Lausitz-Arena verabschiedet. Ausländische Turner haben in der neuen Saison kein Startrecht in der DTL, so dass der SCC auf einen Einsatz von Roman Zozulia (Ukraine) verzichten muss.
Die nach dem Verzicht des TK Hannover auf sieben Teams geschmolzene DTL wird in einer einfachen Runde mit anschließendem Finale den deutschen Mannschaftsmeister ermitteln. Ein Team pro Vorrunden-Kampftag hat somit frei. Start in die Saison ist am 2. Oktober mit dem Duell des fünfmaligen Meisters und Titelverteidigers SC Cottbus gegen den Vorjahrs-Dritten KTV Straubenhardt, bei dem auch Deutschlands neue Turn-Hoffnung Fabian Hambüchen (Wetzlar) per Zweitstartrecht unter Vertrag steht.
Den Endkampf um die Meisterschaft bestreiten am 11. Dezember wie im Vorjahr in Goslar-Oker der Erste und der Zweite der Vorrunde. Alle Kämpfe werden wie im Vorjahr im Score-Point-System ausgetragen, bei dem jeweils die Leistungen einzelner Turner zueinander ins Verhältnis gesetzt werden.
(source: lr-online.de)
Auswahl der Deutschen Turnliga turnt gegen Ex-Weltmeister Weissrussland
Marco Simon im Aufgebot
13.09.04
Eine Auswahl der Deutschen Turnliga bestreitet am 18.09.2004 in Kamen einen DTL-Auftaktwettkampf gegen den Mannschaftsweltmeister von 2001 Weissrussland. Angeführt von Jens Uebel ( KTV Chemnitz ) turnt erstmalig eine Auswahl der Turnliga. Dieses soll zur festen Einrichtung vor den Start einer Ligasaison werden.
Ausrichter dieser Veranstaltung ist der VFL Kamen, der in diesem Jahr seine 150 Jahrfeier vollzieht. Seit fast schon Jahrzehnten betreibt die Turnabteilung des VfL Kamen einen regen Austausch mit der weißrussischen Nationalturnriege, so dass es sich zu diesem Jubiläum anbot einen entsprechenden Wettkampf zu organisieren.
Die Auswahlmannschaft der Deutschen Turnliga wird vom ehhemaligen Nationalturner Oliver Walter betreut. Im Aufgebot der Deutschen Turnliga stehen neben Jens Uebel, Artjom Kasarian ( MTV Urberach ), Marco Simon ( SC Cottbus Turnen ), Robert Weber ( TSV Ehmen ), Boso Schmidt ( TK Hannover ), Dennis Hoffmeister ( VFL Wolfsburg ), Steven Mattner und Matthias Grünewald ( jeweils SV Halle ).
(source: dtl)
Hoffnung
Ronny Ziesmer macht weitere Fortschritte
13.09.04
Nach knapp zehnwöchiger Behandlung im hoch spezialisierten Unfall-Krankenhaus Berlin-Marzahn hat der schwerst verletzte Turner Ronny Ziesmer weitere bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Der 25 Jahre alte Cottbuser, der seit dem schweren Trainingsunfall am 13. Juli an der Sportschule Kienbaum vom Hals abwärts gelähmt ist, kann sich bereits im Rollstuhl ohne fremde Hilfe über die Gänge des ukb bewegen.
Ziesmer gewinnt die Kontrolle über die Muskeln der Schultern und damit vor allem des linken Armes langsam zurück. Die Ärzte schließen nichts aus, sehen eine positive Entwicklung und sprechen hochachtungsvoll von seinen Aktivitäten während der Reha-Maßnahmen. „Er arbeitet als gehe es zu Olympia, zu gut deutsch:er arbeitet wie ein ‚Vieh’.

Fast täglich hat Ronny Ziesmer Besuch von Freunden (FOTO mit Ivonne Musik, wie er Turner des Jahres) Bekannten und Verwandten – leider hat er kaum Zeit für Sie. „nach getaner Arbeit bin ich echt alle und will nur noch schlafen“.
Zudem bedankt sich Ronny Ziesmer für die vielen Spenden, Hilfsaktionen und Genesungswünsche: "Von Kolumbien bis China, vor allem aber aus meiner Heimatregion, von überall her erhalte ich Genesungswünsche und Anteilnahme", sagte Ziesmer, momentan kann ich da nur einfach „DANKE“ sagen und muß mir in diesem Zusammenhang noch was einfallen lassen.
Seinen ersten öffentlichen Auftritt plant Ziesmer im Rahmen einer großen Sportgala, die der Deutsche Turner-Bund in Berlin für ihn ausrichten will.
Ministerpräsident Platzeck würdigt Leistungen von Athen
Brandenburg erfolgreichstes Bundesland
13.09.04
Das Land Brandenburg hat seine Olympiateilnehmer am Samstag mit einem Empfang geehrt. Die 28 Sportler errangen fünf der 14 deutschen Goldmedaillen, womit Brandenburg das erfolgreichste Bundesland war.

Die Athleten hätten für das gesamte Land Maßstäbe gesetzt und seinem Image weltweit einen großen Dienst erwiesen, sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und dankte den Olympia -Teilnehmern „für viele spannende Stunden“. Die herausragenden Ergebnisse bestätigten das bestehende Verbundsystem zwischen Schule, Leistungs- und Spitzensport.
Platzeck erinnerte auch an den bei der Olympiavorbereitung in Kienbaum schwer verunglückten Turner Ronny Ziesmer vom SC Cottbus Turnen, dem durch Spenden ein neue Lebensperspektive eröffnet werden soll.
Insbesondere die Brandenburger Wassersportler hatten zu den deutschen Erfolgen in Athen beigetragen. Außer Katrin Boron zählten dazu Tim Wieskötter und Ronald Rauhe, Kathrin Wagner und Daniela Reimer. Yvonne Bönisch und Manfred Kurzer vom Olympiastützpunkt Cottbus/Frankfurt (Oder) hatten im Judo und im Schießen jeweils eine Goldmedaille errungen.
(source:dpa/lr-online.de)
[ 1 | 100 | 120 | 130 | 140 | 150 | 159 | 160 | 161 | 162 | 163 | 164 | 165 | 166 | 167 | 168 | 169 | 170 | 178 ]
SCC-AKTUELL
mit unserem Förderer

aktuelle Weltranglisten

GymCity OPEN

Internationales Trampolinturnier am 9. Juni 2018

MEILENSTEINE

Festbroschüre zum 20-jährigen Bestehen des SC Cottbus Turnen e.V.
(PDF, ca. 6,0 MB)

Wir stehen für einen sauberen Sport!
Für einen fairen Wettkampf, in dem der Beste gewinnt und der Verlierer die Leistung seines Bezwingers respektiert.
NADA - Nationale Antidoping Agentur
SPORTCLUB COTTBUS TURNEN e.V. - Dresdener Straße 18, 03050 Cottbus, Tel: (0355) 48 63 52, E-Mail: info@scc-turnen.de