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Cottbuser Trampoliner Fabian Vogel vertrat die Deutschen Farben in Großbritannien
Sieg in der U18 bestätigt ansteigende Form
05.09.11
Am vergangenen Wochenende trat die Jugendnationalmannschaft zum Ländervergleich in Taunton/Großbritanien an. Bundestrainer Hohenstein nominierte auch das Cottbuser Talent Fabian Vogel.

Fabian konnte in seiner Altersklasse U18 den Gesamtsieg für sich verbuchen und bestätigte seine aufsteigende Form. Nächster Höhepunkt für Fabian sind die Deutschen Meisterschaften am 1. und 2. Oktober in seiner Cottbuser Wahlheimat. "Wir wollen in der Cottbuser Lausitzarena durchaus nach Medaillen greifen, müssen aber bis dahin weiterhin an Fabians Qualitäten arbeiten" so sein Trainer Uwe Marquardt, der seinen Schützling auch ein Vorbild in seiner Trainingsgruppe nennt.
„Woitalla fehlt die gleiche Konsequenz wie Boy“
Seit April lenkt Arved Hartlich als Präsident die Geschicke des SC Cottbus Turnen. Der 56-Jährige, Technischer Vorstand der Wohnungsgenossenschaft „eg Wohnen“ in Cottbus, freut sich im RUNDSCHAU-Interview über die jüngsten Erfolge von Philipp Boy, sieht das erneute Scheitern von Steve Woitalla mit Sorge und wirft einen Blick voraus auf die nächsten Großveranstaltungen mit „JuniorsTrophy“ (24./25. September) und deutscher Meisterschaft im Trampolin (1./2. Oktober).
02.09.11
Herr Hartlich, am vergangenen Wochenende hat Philipp Boy dreimal Gold bei den deutschen Meisterschaften in Göppingen gewonnen. Wie wichtig ist Boy als Aushängeschild für den SCC?

Philipp Boy ist für den SC Cottbus enorm wichtig – für den Verein, für den Nachwuchs. Es muss regionale Vorbilder geben. Deshalb war es vor zwei, drei Jahren wichtig, die Weichen zu stellen, um Philipp Boy hier in Cottbus zu halten. Da haben wir ein ganzes Paket von Maßnahmen auf die Beine gestellt, angefangen beim Wohnen. Nach dem Triple - Vize-Weltmeister, Europameister und Deutscher Meister im Mehrkampf - fehlt eigentlich nur noch die Olympische Medaille. Das wäre natürlich die Krönung für seine Laufbahn, aber auch wichtig für den SCC.

Das SCC-Sorgenkind bleibt Steve Woitalla, der zum wiederholten Mal die Qualifikation für ein Großereignis verpasst hat. Haben Sie eine Erklärung für sein Scheitern?

Steve Woitalla ist unbestritten ein großes Talent. Die Basis, die er hier im Verein hat, könnte gar nicht besser sein. Meine Vermutung ist, dass Steve nicht die gleiche Konsequenz an den Tag legt wie ein Philipp Boy. Und wenn man nur eine Sekunde nachlässt und nicht mit Disziplin an das Training geht, reicht es eben nicht für die Spitze. Die absoluten Bestwerte kann man nur bringen, wenn man im Kopf klar ist.

Könnte ein Klimawechsel Steve Woitalla gut tun?

Wir werden nicht unsere Leistungsträger zu anderen Vereinen schicken. Steve ist auch für uns ein wichtiger Mann in der Bundesliga.

Sie haben die Bedingungen beim SCC angesprochen. Trainer Holger Behrendt (Anm. d. Red.: Olympiasieger 1998 an den Ringen) wird nach 13 Jahren den Verein verlassen.

Es ist sehr schade, dass uns Holger Behrendt verlässt. Er hat sehr gute Arbeit für den Nachwuchs in Cottbus geleistet. Hinter seinem Wechsel nach Berlin stehen aber ausschließlich persönliche Gründe. Klar ist: Wir müssen für Holger Behrendt Ersatz finden. Wir schauen uns bereits in Deutschland um, wer zu uns passt. Das macht natürlich vorrangig die Trainerschaft um Karsten Oelsch.

Die Geschäftsstelle des SCC war in den letzten Monaten sehr oft verwaist. Wie geht es hier weiter?

Wir wollen unserem langjährigen Geschäftsführer Reinhard Rau einen gezielten Ausstieg aus der Hauptverantwortung ermöglichen. Klar ist aber auch: Wir müssen arbeitsfähig bleiben. Einen großen Anteil daran hatte zuletzt Helga Konopka – sie ist ein wahre Wunderwaffe im Sport. Wir haben aber auch kürzlich einen neuen Arbeitsvertrag geschlossen. Manuela Prügel ist aus Frankfurt (Oder) nach Cottbus gekommen und soll die Geschäftsstelle leiten. Wir sind auf jeden Fall arbeitsfähig.

Ende September und Anfang Oktober warten mit der „eg Wohnen JuniorsTrophy“, der WM-Qualifikation und den deutschen Meisterschaften im Trampolin-Turnen zwei Großereignisse. Wie ist der Stand der Vorbereitungen?

Bei der „eg Wohnen JuniorsTrophy“ haben wir uns ein bisschen der Zeit angepasst und gehen mit einigen Neuerungen an den Start. Unter anderem wird Mirko Wohlfahrt als Turnierdirektor tätig. Er hat ja bereits große Erfolge beim Turnier der Meister sammeln können und die nötige Erfahrung. Die WM-Qualifkation und Meisterschaft im Trampolin-Turnen nach Cottbus zu ziehen, ist für uns als Verein ein großer Erfolg. Hier wird Detlef Kaiser das Organisations-Komitee leiten. Für mich ist es immer wieder erstaunlich, wie viel ehrenamtliches Engagement hier geleistet wird - im Interesse am Sport und am Verein. Das ist auch der Grund, warum wir mit so geringem finanziellen Aufwand diese Veranstaltung ausrichten können.

Sie sind seit Ende April als Nachfolger von Wolfgang Wollgam als Präsident des SCC. Haben Sie die Aufgaben so erwartet – oder fühlen Sie sich überfahren?

Nein, nicht überfahren. Ich war vorher bereits einige Jahre im Präsidium, habe mit Wolfgang Wollgam die Ämter nur getauscht und wusste, was mich erwartet. Aber es wäre töricht gewesen, zu glauben, die Arbeit wird weniger. Doch ich bekomme große Unterstützung aus dem Verein. Das macht Mut.

Haben Sie für Ihre Amtszeit ein ganz persönliches Ziel beim SCC?

Wir hatten in der Vergangenheit sehr, sehr große Erfolge. Das ist schwer zu toppen. Wir wollen uns aber als Verein noch breiter aufstellen. Wir wollen den Spitzensport in Cottbus, aber dabei die Basis nicht vernachlässigen. Deshalb denken wir darüber nach, nach der Eröffnung der Turntalentschule in Forst auch eine Zweigstelle in Spremberg zu eröffnen, weil es dort sehr gute Wurzeln für den Turnsport gibt. Wenn es uns gelingt, noch mehr Kinder und Jugendliche zum Turnen zu bringen, wäre das eine hervorragende Sache.
Turnier der Meister geht im Jahr 2012 erstmals über vier Tage
Das Turnier der Meister in Cottbus gehört weiter zu den zehn besten Turn-Veranstaltungen der Welt
29.08.11
2012 soll die 36. Auflage vom 22. bis 25. März ausgetragen werden, und ist weiter im Rang eines Challenge-Turnieres des Internationalen Turn-Verbandes F.I.G. Erstmals wird das Traditionsturnier 2012 statt drei über vier Tage gehen. „Nach den Meldezahlen aus diesem Jahr wollen wir die Qualifikation über zwei Tage austragen und die Wettkampfzeiten für die Turner freundlicher gestalten. Entsprechend werden wir die Einladungen gestalten“, sagte Turnierdirektor Mirko Wohlfahrt am Sonntag.

Im vorläufigen FIG-Kalender 2012 der Challenge-Cup-Serie stehen weiter Doha (Katar/28. bis 30. März), Maribor (Slowenien/20. bis 22. April) und Ostrava (Tschechien/22. bis 24. November). Die Mehrkampf-Weltcup-Serie wird in New York (USA/3. März), Tokio (Japan/ 14./15. April), Stuttgart (1./2. Dezember) und Glasgow (Großbritannien/8. Dezember) ausgetragen. Dazu kommen zwei Geräte-Weltcups in Paris (Frankreich/17./18. März) und in Zibo (China/6./7. April).
Deutsche Meister Boy und Seitz führen WM-Riegen an
Die frisch gebackenen deutschen Meister im Mehrkampf Philipp Boy un Elisabeth Seitz führen das deutsche Aufgebot für die Turn-Weltmeisterschaften an. Auch Fabian Hambüchen ist nominiert.
29.08.11
Europameister Philipp Boy aus Cottbus und die alte und neue deutsche Meisterin Elisabeth Seitz (Mannheim) führen das deutsche Aufgebot für die Kunstturn-Weltmeisterschaften vom 7. bis 16. Oktober in Tokio an. Obwohl nach seinem Achillessehnenriss im Januar am Boden und am Sprung noch nicht einsetzbar, gehört auch Ex-Weltmeister Fabian Hambüchen (Niedergirmes) zur deutschen WM-Riege. Diese Entscheidung traf der Lenkungsstab des Deutschen Turner-Bundes (DTB) anlässlich der nationalen Titelkämpfe in Göppingen.

„Wir haben Probleme erkennen lassen. Dennoch hoffe ich, dass wir die hohen Erwartungen erfüllen können“, sagte dazu Bundestrainer Andreas Hirsch. Cheftrainerin Ulla Koch ergänzte: „Unser Problemgerät ist ganz klar der Schwebebalken. Da müssen wir lernen, wie dressierte Affen in jeder Situation auf dem Gerät zu bleiben.“

Das deutsche Männerteam wird komplettiert durch Barren-Europameister Marcel Nguyen (Unterhaching), Eugen Spiridonov aus Bous und den Stuttgarter Sebastian Krimmer. Um die beiden Restplätze werden während des WM-Trainingslagers Thomas Taranu (Straubenhardt), Helge Liebrich aus Wetzgau und der Hannoveraner Andreas Toba kämpfen. Bei den Frauen wurden neben Seitz Vize-Meisterin Kim Bui aus Stuttgart deren Vereinskollegin Pia Tolle, Nadine Jarosch aus Detmold und die Kölnerin Oksana Chusuvitina nominiert. Kandidatinnen für die restlichen zwei WM-Positionen sind Marie-Sophie Hindermann aus Stuttgart, die Chemnitzerin Lisa-Katharina Hill und Anja Rheinbay aus Köln.

In der japanischen Hauptstadt werden die ersten Olympiatickets für London 2012 vergeben, die jeweils besten acht Teams sind direkt für die Spiele qualifiziert. Die gemeinsame WM-Generalprobe beider Teams ist ein Dreiländerkampf am 10. September in Erzingen gegen die Schweiz und Rumänien. Die Frauen treten zusätzlich am 22. September in Arques gegen Frankreich an.

Ein Hintertürchen wurde dem derzeit verletzten Matthias Fahrig offengelassen „Wenn er am Donnerstag einen Leistungsnachweis erbringen kann und die Ärzte grünes Licht geben, ist er ein möglicher Kandidat“, erläuterte Hirsch.

Der Mannschafts-Europameister konnte in Göppingen wegen einer Sehenverletzung am Fuß nicht starten.
Philipp Boy: Mit Kraft und Eleganz zum Mehrkampf-Titel
Philipp Boy vom SC Cottbus hat nach der Vize-Weltmeisterschaft und Europameisterschafts-Gold nun auch erstmals den nationalen Titel im Mehrkampf gewonnen. „Ich bin hammerfroh, dass es endlich geklappt hat“, sagte ein strahlender Boy. In den Einzelfinals am Sonntag holte sich der 24-Jährige wie im Vorjahr den Titel am Seitpferd, gewann am Boden Gold und holte Silber am Reck.
02.09.11
Bei den Meisterschaften in Göppingen setzte sich Philipp Boy am Samstag mit 89,85 Punkten vor Titelverteidiger Marcel Nguyen (Unterhaching/87,95) und Eugen Spiridonov (Bous/85,35) durch. „Ich war letztes Jahr so gefrustet. Ich wollte Meister werden und es ist ein Glücksgefühl“, sagte Boy, der im Vorjahr bei der EM-Generalprobe in Berlin als Vierter eine Medaille verpasst hatte. „Das war wie eine Erlösung für mich. Ich war aufgeregt und hatte Riesen-Herzklopfen. Umso schöner ist jetzt der Titel“, sagte der neue Meister vom SC Cottbus, der noch Luft nach oben sieht: „Es geht noch besser.“

Boy erwies sich vor 2500 Zuschauern in der EWS-Arena eindeutig als stabilster Turner des Tages, lieferte eine starke Mischung aus Kraft, Eleganz und Geschmeidigkeit und holte erstmals seit 2003 durch Ronny Ziesmer den Mehrkampf-Titel wieder nach Cottbus.

Für Vorjahresmeister Marcel Nguyen war Sechskampf-Gold im Prinzip schon nach dem zweiten Gerät außer Reichweite, nachdem er am Pferd absteigen musste. Da er auch seinen Sprung nicht stand, war das Titel-Duell vorzeitig zugunsten von Boy entschieden. Barren-Europameister Nguyen schaffte es nach einer großen Aufholjagd mit Top-Übungen am Barren (15,900) und am Reck (15,600) wenigstens noch auf den zweiten Platz.

In den Gerätefinals am Sonntag verteidigte Boy seinen Titel am Seitpferd erfolgreich. Der Schützling von Trainer Karsten Oelsch siegte mit 14,450 Punkten vor Helge Liebrich (Süßen/14,250) und Eugen Spiridonov (Bous/14,150). Am Boden holte Boy seine dritte Goldmedaille und avancierte zum erfolgreichsten deutschen Turner. Mit 15,275 Punkten siegte er vor Routinier Eugen Spiridonov aus Bous (14,850 Punkte).

Am Königsgerät Reck musste Boy allerdings Ex-Weltmeister Fabian Hambüchen aus Wetzlar den Vortritt lassen. Der Vize-Europameister von Berlin turnte zwar eine starke Übung mit Cassina und Kolman, hatte aber Probleme beim Abgang und musste sich mit 15,550 Punkten begnügen. Deutscher Meister wurde nach rund siebenmonatiger Verletzungspause Hambüchen mit 15,900 Punkten. Für ihn war es der 27. Meistertitel, mit dem er Rekordchampion Eberhard Gienger (34) wieder etwas näher rückte. Zudem verbesserte Hambüchen mit dem siebten Recksieg in Serie die Rekordmarke des Altmeisters. „Ein heißes Duell mit Philipp. Wir haben versucht, beide unsere besten Übungen zu zeigen. Ganz ist es nicht gelungen. Die Nominierung hat mir Rückenwind verliehen“, sagte der Hesse und blieb kritisch.

Christopher Jursch vom SC Cottbus holte noch Bronze am Sprung, allerdings waren hier nur drei Sportler am Start. Steve Woitalla hatte aufgrund einer Verletzung den Höhepunkt und die WM-Qualifikation verpasst. Am Barren wurde Boy Fünfter.

„Wir haben berechtigte Hoffnungen, die Weltspitze mitzubestimmen. Bei den Männern bin ich sehr optimistisch“, resümierte Wolfgang Willam, Sportdirektor des Deutschen Turner-Bundes (DTB), die Titelkämpfe gut sechs Wochen vor der WM in Tokio (siehe zum Thema). Bei den Titelkämpfen in Stuttgart (2008) und Rotterdam (2010) turnte sich das deutsche Team zweimal zu Bronze. Erfolgreichste Turnerin war Elisabeth Seitz, die nach dem Mehrkampfsieg vom Vortag auch am Boden sowie am Stufenbarren gewann und damit nun insgesamt siebenfache Meisterin ist.
(lr-online.de)
Am 27. August 2011 trat der deutsche Trampolin-Nachwuchs beim Länderkampf in Schledehausen gegen das Schweizer Team aufs Tuch.
Stephanie Böhme und Fabian Vogel (beide SCC) im Nationalteam unterwegs
28.08.11
Die Schützlinge von DTB-Trainer Jörg Hohenstein turnten sowohl Einzel als auch Synchron - jeweils in den Altersklassen 12-14 Jahren und 15-17 Jahren.

Zum deutschen Team gehören in der Altersklasse 12-14 Tom Nowak, Luca Cyron sowie Aileen Rösler und Carmen Schneider. U-18 Turner sind Fabian Vogel, Matthias Pfleiderer, Phyllis Lensker und Stephanie Böhme.

Mit einem deutlichen Vorsprung hat das deutsche Team gewonnen. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. DTB-Trainer Jörg Hohenstein: "Überzeugende Leistung des deutschen Jugendteams. In den Bereichen Haltung, Schwierigkeit und Sprunghöhe deutliche Vorteile für die Athleten aus Deutschland. Die Übungen waren für den frühen Saisonzeitpunkt schon sehr stabil und lassen für den Saisonhöhepunkt bei der Schüler- und Jugend-WM im November in Birmingham hoffen."
Titel und WM-Tickets zu vergeben
Bei den Deutschen Meisterschaften am 27./28.08.2011 in Göppingen geht es nicht nur um die nationalen Meistertitel sondern auch um die begehrten Tickets für die Turn-WM im Herbst
25.08.11
Nach dem die deutschen Turnerinnen und Turner sich bei der ersten WM-Qualifikation in Altendiez erstmals für die Titelkämpfe in Tokio empfehlen konnten, steht nun am 27. und 28. August der zweite und entscheidende Wettkampf für die DTB-Asse an. Bei den Deutschen Meisterschaften in Göppingen wollen Athleten wie Philipp Boy, Fabian Hambüchen, Marcel Nguyen sowie Kim Bui und Elisabeth Seitz nicht nur nationale Titel erringen, sondern auch das Ticket für die WM lösen. Dies verspricht besondere Spannung für die Zuschauer in der EWS-Arena. Denn die Weltmeisterschaften im Oktober in Tokio sind zugleich die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 in London.

Um in Japan dabei zu sein, müssen sowohl die Männer als auch die Frauen am Samstag im Mehrkampfwettbewerb, der zugleich die Qualifikation für die Gerätfinals am Sonntag darstellt, ordentlich Punkten. "Die Titelkämpfe in Göppingen haben für eine besondere Bedeutung, da sie der zweite Qualifikationswettkampf für die bedeutende WM in Tokio sind. Nach der DM werden sieben Turnerinnen für den Länderkampf im September nominiert. Unser oberstes Ziel lautet: Wir wollen mit einer starken Mannschaft in Tokio antreten und dafür muss bei den Deutschen Meisterschaften bereits eine hohe Stabilität gezeigt werden", sagte DTB-Cheftrainerin Frauen Ulla Koch. Auch Männer-Cheftrainer Andreas Hirsch verspricht sich viel von dem Event in Baden-Württemberg: "Ein großer Teil unseres Kaders ist bei den Deutschen Meisterschaften an Bord. Wir haben zwar zurzeit mit ein paar gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, aber wir wissen, dass wir auch zu Spitzenleistungen fähig sind. Bei den Deutschen Meisterschaften können wir sehen, wie der Status Quo im deutschen Team ist und entsprechend reagieren", so Hirsch.

Turner Matthias Fahrig wird am kommenden Wochenende jedoch aufgrund einer Sehnenverletzung nicht an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen. Der Hallenser musste bereits bei der ersten Qualifikation vor zwei Wochen wegen seiner Verletzung am linken Fuß passen. Ursprünglich plante Fahrig, bei den Titelkämpfen in Göppingen wieder in den Kampf um die WM-Tickets einzugreifen. Laut Empfehlung der Ärzte muss der Boden-Europameister von 2010 jedoch noch eine weitere Woche jede Belastung des Fußes vermeiden. Auch Teamkollege Steve Woitalla kann nicht in Göppingen starten. Der Cottbuser hat eine Verletzung der Wadenmuskulatur erlitten und wird mindestens eine Woche pausieren.

Die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften Startverpflichtet sind alle Kader-Athletinnen und -Athleten des DTB. Athleten ohne Kaderzugehörigkeit konnten sich bei ihren jeweiligen Landesmeisterschaften für die Titelkämpfe qualifizieren. Hierzu musste bei den Männern 78 Punkte im Mehrkampf erreicht werden, bei den Frauen 45 Punkte. Maximal 36 Turner und 24 Turnerinnen kann das Starterfeld bei M?nnern und Frauen umfassen.

Der Weg zu den Olympischen Spielen führt über Göppingen Die Deutschen Meisterschaften sind der zweite und entscheidende Wettkampf für die WM. Die erste Qualifikation fand bereits am 13. August in Altendiez statt. Aus den Resultaten der beiden Wettkämpfe werden die Cheftrainer in Abstimmung mit dem DTB-Lenkungsstab die sechs Turnerinnen und Turner nominieren, die bei der WM in Japan an den Start gehen werden. Hier möchte sowohl die Frauen- als auch die Männer-Mannschaft im Gesamtergebnis unter die acht besten Teams kommen, um sich so die direkte Teilnahme an den Olympischen Spielen zu sichern. Falls das nicht klappt, bleibt noch das olympische Test-Event Anfang 2012 in London. Hier haben die Teams der WM-Plätze neun bis 16 noch einmal die Chance, einen der vier übrigen Mannschaftsplätze für die Olympischen Spiele zu erhalten.

ACHTUNG: Zeitplan verändert:

Öffentliches Training: Freitag, 26.08.2011
•Männer 15.30 Uhr
•Frauen 18.30 Uhr


Samstag, 27.08.2011:
•Mehrkampf Männer 14:00 Uhr
•Mehrkampf Frauen 18:30 Uhr

Sonntag, 28.08.2011:
•13:00 Uhr Gerätfinals 1
Männer: Pauschenpferd, Sprung, Reck
Frauen: Balken, Boden

•16:00 Uhr Gerätfinals 2
Männer: Ringe, Barren, Boden
Frauen: Sprung, Stufenbarren

Der DTB berichtet aus Göppingen im Liveticker, unter www.dtb-liveticker.de kann das Geschehen aus der EWS-Arena mitverfolgt werden. Mehr Infos auch unter www.turn-dm2011.de
Info: DTB
SCC muss Titelverteidigung vorzeitig abschreiben
Der SC Cottbus muss die Titelverteidigung in der Deutschen Turn-Liga (DTL) abschreiben. Der deutsche Rekord-Meister kassierte am Samstag bei der TG Saar bei der 30:37-Score-Points-Niederlage bereits die zweite Saisonschlappe. „Es wäre schön für die Jungs, wenn wir wenigstens noch das ,kleine Finale' erreichen“, sagte Trainer Karsten Oelsch.
08.08.11
Die TG Saar blieb mit dem 37:30-Erfolg (5:7 Gerätepunkte) nach der fünften von sieben Runden ungeschlagen und hat jetzt wie Tabellenführer KTV Straubenhardt allerbeste Chancen, das Meisterschaftsfinale am 26. November in der Berliner Max-Schmeling-Halle zu erreichen. Der SCC steht zwar momentan mit 6:4 Punkten auf Platz drei, aber selbst der Einzug in das Finale um Platz drei ist noch nicht sicher, da der Titelverteidiger in der letzten Runde am 19. November den KTV Straubenhardt (Kolkwitz-Center erwartet) und hier eine weitere Niederlage droht.

Den Grundstock für den Erfolg legten die Saarländer durch einen 11:0-Erfolg am Pauschenpferd. Matchwinner der Saarländer waren wieder mal Anton Fokin (12 Score Points) und Nationalturner Eugen Spiridonov (10 Score Points).

Der SC Cottbus reiste eine Woche vor der ersten Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Altendiez nur mit fünf Turnern in das Saarland. Mehrkampf-Vize-Weltmeister und Europameister Philipp Boy hinterließen nach Angaben von Trainer Karsten Oelsch in Dillingen einen „fitten Eindruck“. Boy stellte sich mit Ausnahme am Barren an fünf Geräten vor, zeigte weitgehend neue Übungen. Am Königsgerät Reck musste Boy absteigen, erhielt hier 13,45 Punkte. Insgesamt holte der 24-Jährige vier Punkte. Steve Woitalla (2 Punkte) zeigte sich wie immer stark beim Sprung (16,15 Punkte), hatte aber ansonsten einige Probleme, die Oelsch vor allem auf anhaltende Verletzungsprobleme mit der Schulter zurückführte. „Sein Auftritt hat mich schon etwas nachdenklich gestimmt. Für ihn wird es in Altendiez sehr schwer“, sagte Oelsch, der in dieser Woche seine beiden Spitzenturnier weiter vorbereiten wird, ehe es am Freitag in den Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz geht.

„Diesmal hat es uns erwischt. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht“, resümierte Karsten Oelsch nach der zweiten Saisonniederlage, der auch nicht ganz mit der Kampfrichterleistung zufrieden war. „Das Finale müssen wir dieses Jahr jetzt abhaken.“ Erfolgreichster SCC-Turner war der Ukrainer Roman Zozulja mit zehn Punkten. Andreas Bretschneider holte neun Punkte, Christopher Jursch fünf Zähler.
(lr-online.de)
Cottbuser Nachwuchsturnier in seinem 25. Jahr
aus "GWG-Cup" wird "eG Wohnen JuniorsTrophy"
03.08.11
25 Jahre internationales Nachwuchsturnier im Gerätturnen, das heisst 25 Jahre Tradition einer international anerkannten Wettkampfplattform für den Turnnachwuchs aus Europa und auch aus Übersee.

Das Turnier geht am 24. und 25. September in seine 26. Auflage und hat sich einem Tapetenwechsel unterzogen. Der langjährige Namensgeber unseres Turniers Die GWG „Stadt Cottbus“ eG ist jetzt die eG Wohnen 1902. Zum Geburtstag sind inzwischen die Einladungen an die befreundeten Vereine und Verbände versandt worden. Traditionell wird auch der der Ausrichter SC Cottbus mit einer starken Mannschaft vertreten sein, die Vorbereitungen auf diesen Wettkampf haben bereits begonnen.

Seit 1986 organisiert der SC Cottbus Turnen gemeinsam mit dem Turnverein Cottbus 1861 das mittlerweile vom Weltturnverband FIG zertifizierte Nachwuchsturnier in ununterbrochener Folge. Zum Auftakt nahmen Turner aus der damaligen DDR, Bulgarien, der CSSR, Ungarn, Polen und Rumänien teil. Erster Sieger war der Rumäne Adrian Gal aus Bistrita, der Cottbuser Mirko Wohlfahrt - heute Direktor beim Turnier der Meister - belegte den zweiten Platz. Viele der Teilnehmer sind heute als Trainer oder Betreuer wieder dabei oder gehören von Anfang an zu den Stammgästen. Viele der jungen Sportler standen später bei Europa- und Weltmeisterschaften oder bei Olympia auf dem Siegerpodest. So auch Philipp Boy.

Seit 1986 haben ehrenamtlich rund 250 Helferinnen und Helfer beim Geräteaufbau oder Einlass für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Seitdem wurden etwa 9 000 Essensportionen für 112 Turnriegen zubereitet, 1500 Blumensträuße und ebenso viele Preise bei den Siegerehrungen übergeben und mehr als 1000 Magnesiawürfel bei den Wettkämpfen verbraucht. Die Fahrer haben etwa 250 000 Kilometer für den An- und Abtransport der Gäste zu den Flughäfen, Bahnhöfen und Wettkampfstätten zurückgelegt.

weitere Informationen: JuniorsTrophy.de
Trampolin - Deutsche Meisterschaften 2011 in Cottbus
Die diesjährigen Deutschen Meisterschaften finden in diesem Jahr am 01. und 02. Oktober in Cottbus statt.
02.08.11
Der SC Cottbus Turnen e.V. - Club von DMT-Europameister Nico Gärtner - erhielt den Zuschlag zur Ausrichtung dieses Events.

Austragungsort für die Meisterschaften wird die Cottbuser Lausitz-Arena sein, in welcher seit Jahren auch das F.I.G. „Turnier der Meister®“ stattfindet.

Damit wird im Landesverband Brandenburg zum dritten Mal eine Deutsche Trampolin-Meisterschaft ausgerichtet.


weitere Informationen: Deutsche Meisterschaften im Trampolinturnen 2011 in Cottbus
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