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Turn-Kampfrichter zum interkontinentalen Kurs in Leipzig
Code de pointage wird sich verändern mit FIG-Präsident Grandi und DTB-Präsident Brechtken
26.11.08
Der Deutsche Turner-Bund richtet vom 03. bis 07. Dezember in Leipzig den interkontinentalen Kampfrichterkurs des Weltturnverbandes (FIG) aus. Inhalt des FIG-Kurses werden die neuen, überarbeiteten Wertungsvorschriften (Code de pointage) im Männer-Turnen sein. Auch der Präsident des Weltturnverbandes, Prof. Bruno Grandi, hat sein Kommen angekündigt.

Unter der Leitung von Adrian Stoica, Präsident des Technischen Komitees Männer, werden rund 110 Kampfrichter aus über 60 Nationen sich über die Modifikationen und Neuerungen der Wertungsvorschriften für den kommenden Olympia-Zyklus 2009 – 2012 informieren und zum Teil neue Befähigungsnachweise (Brevets) der FIG erwerben.

DTB-Präsident Rainer Brechtken wird am 03.12. im Leipziger Atlanta Hotel den Lehrgang eröffnen und die Teilnehmer begrüßen. Das Organisationsteam arbeitet unter der Leitung von Wolfgang Willam, Exekutivkomitee-Mitglied der FIG und Sportdirektor des DTB. Als deutsche Teilnehmer fungieren Holger Albrecht und Dr. Jörg Fetzer, beide sind in Besitz des Brevet Kategorie 1, der international hochrangigsten Klassifizierung für Kampfrichter.
(dtb)
Boy erobert nach Sturz Herzen der Fans
Philipp Boy gewann nicht nur mit dem SCC den Wettkampf in Stuttgart, sondern er war zusätzlich Sieger der Herzen bei den 700 Zuschauern – die durch ihn einen Einblick bekamen, wie schön und gefährlich zugleich das Turnen ist.
24.11.08
Mit donnerndem Applaus zollten sie ihm Respekt dafür, dass er sich nach seinem schmerzhaften Absturz von den Ringen tapfer in den Dienst der Mannschaft gestellt und den Wettkampf zu Ende gebracht hatte.

„Ich wusste, wenn ich nicht weiterturne, wird es für uns schwer zu gewinnen“, sagte der 21-Jährige, der als zuverlässiger Punktesammler für den Sechskampf vorgesehen war und seine beiden Duelle bis dahin klar für sich entschieden hatte. „Wir wollten unbedingt ins Finale“, erklärte er seinen Antrieb, das Unglück schnell abzuhaken, die Zähne zusammenzubeißen und weiterzumachen.

Auch Trainer Karsten Oelsch rechnete Boy diese Reaktion hoch an. „Damit hat er Charakter gezeigt und das freut mich außerordentlich“, lobte der Coach, der seinen ambitionierten Schützling sogar bremsen musste und ihm zumindest beim Sprung eine Zwangspause verordnete.

Ein Aufschrei war durch das Publikum gegangen, als Boy beim Abgang an den Ringen die Kontrolle verlor, aus 2,60 Meter Höhe hinunterstürzte und mit dem Nacken auf die Matte knallte. Entsetzte Gesichter beobachteten, wie der Cottbuser ein paar Sekunden regungslos liegen blieb und sich mit schmerzverzerrter Miene hin- und herwälzte. Während sich die herbeigeeilten Sanitäter um den Athleten unter Schock kümmerten, herrschte Totenstille – die jedoch in aufmunterndes rhythmisches Klatschen umschlug, als Boy nach einigen Minuten wieder aufstand und sich nebenan auf der Bodenmatte mit Eisumschlägen behandeln ließ.

Die Ursache für den Absturz: Ein Riemchen war gerissen, das den Sportlern eigentlich Halt am Gerät geben soll. „Wenn sowas Unerwartetes passiert, ist es schwer, die Orientierung zu behalten“, erklärte Boy: „Man wartet, bis es kracht und hofft, dass man gut aufkommt.“ Dabei hatte er Glück im Unglück. Zwar verursachte der Aufprall starke Schmerzen im Nacken. Aber es hätte weitaus schlimmer kommen können. „Das will ich mir gar nicht ausmalen“, lehnte der 21-Jährige jeden Gedanken daran ab. Viel Zeit, darüber nachzudenken, hatte er sowieso nicht.

Während die anderen Turner längst unter der Dusche standen, gab Boy noch immer geduldig Autogramme. Und dabei lächelte er schon wieder...
(BeWo)
SC Cottbus beschäftigt sich schon mit dem Finale
Cottbus jetzt auf einem Finalplatz
24.11.08
Das war wohl die Vorentscheidung. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung haben die Turner des SC Cottbus am vorletzten Wettkampftag der Deutschen Turnliga (DTL) einen klaren 36:20 (8:4)-Auswärtserfolg beim EnBW TurnTeam Stuttgart gefeiert. Damit zogen sie in der Tabelle an den Schwaben vorbei, liegen punktgleich auf Platz zwei und haben nun die besten Karten, den Meisterschaftsendkampf am 13. Dezember in Heidelberg zu erreichen. In Gedanken ist der siebenfache deutsche Meister schon im Finale.

Die Ausgangslage beim Spitzenduell in Stuttgart war klar. Wer gewinnt, macht einen großen Schritt in Richtung Finale. Wer verliert, wird wohl aus dem Rennen sein. Für beide Teams stand also einiges auf dem Spiel. Und die Dramaturgie des Wettkampfes passte genau ins Bild. So blieb das Duell am Startgerät Boden ausgeglichen und folglich ohne Sieger (6:6). Alles deutete damit auf einen spannenden Wettkampf hin.

Am Pferd drehte sich das Blatt zu Gunsten der Gäste, die diesen Durchgang mit 9:1 souverän für sich entschieden. Und das obwohl ausgerechnet Routinier Robert Juckel sich vergriff und frühzeitig absteigen musste. „Das war schlecht, da will ich überhaupt keine Ausrede suchen“, zeigte sich der 26-Jährige selbstkritisch. Der Patzer blieb jedoch ohne Folgen. Juckel sicherte sich gegen den jungen Stuttgarter Andre Schaich trotzdem vier Punkte und bewies einmal mehr seine Klasse. Nervenstark präsentierte sich am Zittergerät Philip Sorrer. Der Youngster ließ sich weder von Computer-Problemen irritieren, die den Beginn seiner Übung lange hinauszögerten, noch von sämtlichen Nebengeräuschen auf der Tribüne. Er turnte nahezu fehlerfrei durch und kassierte drei Punkte gegen Anton Wirt.

Beim Duell an den Ringen waren die Gegner wieder auf Augenhöhe. 0:0 stand es nach zwei Vergleichen, als Boy an die Reihe kam und beim Abgang so heftig stürzte, dass das Sportliche eine Zeitlang in den Hintergrund rückte. Betroffenheit war allen Sportlern ins Gesicht geschrieben (siehe Extrastory). Letztlich sicherte sich Cottbus dieses Gerät mit 5:4 und vergrößerte damit den Vorsprung auf neun Punkte. Doch die Stuttgarter gaben nicht auf, erwischten nach der Pause den besseren Start und rochen Lunte, als sie am Sprung mit 4:0 in Führung lagen. Zozulya gelang jedoch auf einen Schlag der Ausgleich. Es blieb an diesem Gerät beim zweiten Unentschieden an diesem Tag. Am Barren war Boy zurück im Wettkampf und wurde mit Sonderapplaus empfangen. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass die Gastgeber an diesem Gerät ihren ersten Sieg (5:3) einfuhren und bis auf sieben Punkte herankamen.

„Da hätte es kippen können“, fürchtete SCC-Trainer Karsten Oelsch. Doch das passierte nicht. Am Reck ließen die Cottbuser nichts mehr anbrennen. Juckel legte mit einer starken Übung den Grundstein. Der SCC entschied alle Vergleiche am Königsgerät klar für sich (9:0) und fuhr den Gesamtsieg sicher nach Hause. Bester Scorer wurde Zozulya, der 13 Punkte ergatterte. „Wir haben verdient gewonnen, uns das Leben aber manchmal selber schwer gemacht“, resümierte Oelsch.

Nach dem fünften Sieg in Folge machte sich Erleichterung breit. Der dritte Finaleinzug in Folge ist greifbar nahe. Die endgültige Entscheidung fällt zwar erst nach dem letzten Wettkampftag am Samstag, bei dem der SCC gegen die TG Saar antritt und Straubenhardt den Stuttgartern im direkten Duell gegenübersteht. Trotzdem durften die Gedanken schon ein wenig in Richtung Heidelberg schweifen – und damit zur KTV, die sich lange vor Saisonbeginn selbst zum Favoriten ernannt hatte.

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Mannschaft mit ihrem Vorzeigeturner Fabian Hambüchen das Finale bestreiten. Und diese Aussicht spornt die Cottbuser erst recht an. „Mir wäre es lieber, wenn er turnt. Dann wäre Straubenhardt klar in der Favoritenrolle. Und wir werden uns richtig heiß machen“, richtete Oelsch schon mal eine erste Kampfansage in Richtung Baden. Deswegen setzt der SCC diesmal auf Hambüchen – und davor auf einen eigenen Sieg gegen die TG Saar am Samstag (15 Uhr) im sächsischen Netzschkau.
(lr-online.de)
Flash News
Cottbus siegt weiter
23.11.08
Mit einem 36 : 20 Auswärtserfolg beim EnBW TurnTeam Stuttgart setzt der amtierende Deutsche Meister SC Cottbus seine Siegesserie fort und stößt die Tür zum Finale weit auf.

Die entscheidenden Geräterfolge verbuchten die Lausitzer am Pauschenpferd mit 9 : 1 und beim abschließenden Reck mit 9 : 0.

Alle anderen Geräte waren heiß umkämpft und brachten nur knappe Erfolge oder gingen unentschieden aus. Auch in der Top Scorer Wertung stellten die Cottbuser mit dem ukrainischen Nationalturner Roman Zozulja mit 13 Score Points den Sieger.
Duell der Rekordmeister
Stuttgart empfängt Cottbus zum Klassiker
21.11.08
Das bisher ungeschlagene EnBW Turn-Team Stuttgart trifft am Samstag zum Klassiker auf den SC Cottbus. Im Duell der beiden Rekordmeister in der Hegelhalle in Stuttgart Vaihingen geht es für beide Teams um Alles oder Nichts. Nur der Sieger zieht in das Finale um die Deutsche Meisterschaft ein und trifft dann am 13. Dezember in Heidelberg mit großer Wahrscheinlichkeit auf den "Hambüchen-Club" KTV Straubenhardt.

Das EnBW Turn-Team wird, genauso, wie der Titelverteidiger nahezu in Bestbesetzung antreten können und hat - mit starkem Publikum im Rücken - gegen die durchaus leicht favorisierten Cottbusser mehr als nur eine Chance.

Mit Thomas Andergassen (Deutschland) und Sascha Palgen (Luxemburg) turnen zwei aktuelle Nationalturner im EnBW-Team. Und auch die beiden Shooting-Stars und Junioren-Weltcup-Dritte Andre Schaich (18) und Sebastian Krimmer (19) sind in Topform. Vervollständigt wird das Team durch den starken Anton Wirth und die Routiniers Alexander Otto und Marcel Niess.

Die Cottbuser treten mit Philipp Boy, Robert Juckel, Roman Zozulya, Steve Woitalla, Philip Sorrer, Victor Weber sowie Andre’ Wetzel und Mannschaftsführer Kai Werner die Reise in den Süden an.

„Wir haben mit den ungeschlagenen Stuttgartern eine harte Nuss zu knacken“ so Trainer Karsten Oelsch, „die Jungs sind aber soweit gut drauf, so dass ich optimistisch bin, das wir unser Ziel – Finale – erreichen können.“
Sicher und sauber – Juckel ist beim SCC der Routinier
20.11.08
Für den SC Cottbus ist es der bisher wichtigste Wettkampftag der Saison, für Robert Juckel obendrein ein ganz persönliches Highlight. Keine Frage: Das Duell beim EnBW TurnTeam Stuttgart am Samstag in der Deutschen Turn-Liga (DTL) hat es in sich. Wollen die Cottbuser ins Finale, müssen sie dort gewinnen. Für Sentimentalitäten ist da eigentlich kein Platz. Robert Juckel ist dennoch voller Vorfreude. Sechs Jahre lang hat der Cottbuser Turner nahe Stuttgart gewohnt.

Robert Juckel hat in diesen Tagen eine wichtige Aufgabe zu erledigen. Klar, super turnen, das versteht sich von selbst. Vor dem Wettkampf muss er jedoch noch dringende Kartenwünsche erfüllen. Denn so einige Freunde und Bekannte aus seiner Stuttgarter Zeit wollen unbedingt dabei sein, wenn der zeitweilige Schwabe in vertrauter Umgebung an die Geräte geht.

Fast sechs Jahre lang hat Juckel in Fellbach, an der nordöstlichen Stadtgrenze von Stuttgart, gelebt. In diesem Sommer kam er zurück in die Heimat, fährt aber immer mal wieder zu Besuch ins Schwabenland. "Ich kenne dort viele Leute und freue mich sehr auf den Wettkampf", sagt Juckel. "Zwischen den Stuttgartern und Cottbusern herrscht generell immer ein gutes Verhältnis."

Für ein paar Stunden wird dieses am Samstag allerdings ruhen müssen. Während die Stuttgarter als Tabellenzweiter im Hinblick auf das Finale in einer recht komfortablen Situation sind, müssen die Cottbuser unbedingt gewinnen. "Die Stuttgarter können eigentlich locker aufturnen", sagt Juckel. Und er weiß: "Ohne Druck geht alles einfacher."

Konzentration auf SpezialgeräteAuch bei Juckel selbst ist der sportliche Druck in den vergangenen Wochen merklich geringer geworden. Seine Konzentration gilt nunmehr nur noch drei Geräten. Momentan sind es mit Reck und Seitpferd gar nur zwei. Eine langwierige Schulterverletzung macht einen Einsatz an den Ringen derzeit unmöglich. Doch an Reck und Pferd ist Juckel, der im Dezember 27 Jahre alt wird, eine feste Größe im SCC-Team. Kontinuierlich bringt der Routinier dort nach dem Motto "Sicher und sauber" seine Leistung.

Auf seine Spezialgeräte will Juckel auch mit Blick auf die Europameisterschaften und Weltmeisterschaften im kommenden Jahr bauen. "Ich möchte mich auf jeden Fall anbieten", gibt sich der Nationalmannschaftsturner kämpferisch. Seit 2001 ist er international im Einsatz, hat an zwei Olympischen Spielen teilgenommen. Ans Karriereende verschwendet er noch keine Gedanken, auch wenn es ihm ein wenig leidtut für Freundin Anja, mit der er in Cottbus-Ströbitz zusammenwohnt. Denn die 27-Jährige muss jede Menge Geduld aufbringen angesichts der vielen sportlichen Reisen des Turners.

Und diese machen Juckel noch immer "sehr viel Spaß". Auch in der kommenden Saison will er deswegen wieder mit dabei sein im Team des SCC. Die Doppelbelastung ist für den Auszubildenden bei der Sparkasse Spree-Neiße dank des reduzierten Trainings gut zu verkraften. Da lassen sich zwischendurch auch noch Karten für das Duell am Samstag besorgen.
Goldene Ehrennadel
Hohe Ehrung für den Präsidenten des SC Cottbus Turnen e.V.
19.11.08
Anlässlich seines 65. Geburtstages wurde Wolfgang Wollgam, Präsident des SC Cottbus Turnen e.V., mit der Ehrennadel des Märkischen Turnerbundes (MTB) in Gold ausgezeichnet.

In seiner Ansprache lobte der Präsident des MTB, Klaus Zacharias, die erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit von Wollgam. Neben der sehr guten Nachwuchsarbeit des SCC, dem Einsatz von Turnern in den Nationalmannschaften des DTB sowie der Erringung der vielen Meisterschaftsmedaillen im Turnen und Trampolin, hob MTB-Präsident Zacharias das Engagement von Wolfgang Wollgam zum Erhalt des "Turnier der Meister" hervor. Dieses Engagement hat wesentlich dazu beigetragen, dass das Weltcup-Turnier Cottbus erhalten blieb.

Neben dem Präsidenten des MTB, lobte auch der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski die geleistete ehrenamtliche Arbeit von Wolfgang Wollgam und betonte: „Die vielen Ehrenamtlichen sind die Garanten für einen erfolgreichen Sport in Cottbus.“
Turnier der Meister erlebt die 33. Auflage
Eines der traditionsreichsten Turn-Turniere geht im Frühjahr in seine 33. Auflage und wird damit auch 2009 wieder eines der Highlights im Kalender des internationalen Turnzirkus darstellen
18.11.08
Mit der Bestätigung des Weltturnverbandes FIG ist nun sicher, dass das Turnier der Meister vom 20. bis 22. März in der Cottbuser Lausitz-Arena ausgetragen wird. Cottbus steht damit wieder in einer Reihe mit Weltcup-Veranstaltungen in Montreal, Doha, Glasgow oder Moskau.

Der Deutsche Turner-Bund, der ausrichtende SC Cottbus und das Organisationskomitee mit Turnierdirektor Mirko Wohlfahrt an der Spitze erwarten auch im nächsten Jahr wieder Top-Athletinnen und -Athleten aus über 40 Nationen. Viele der europäischen Teilnehmer werden dieses dritte Turnier der Weltcupserie 2009 als direkte Vorbereitung und Gradmesser für die in Mailand (Italien) stattfindenden Europameisterschaften (2. bis 5. April) nutzen wollen.

Die Austragung in Cottbus war wie schon öfter in den vergangenen Jahren bis zuletzt in der Diskussion. "Es ist und war – wie jedes Jahr – immer wieder ein neuer Kampf", sagte Turnierdirektor Mirko Wohlfahrt. "Es ist einfach nicht ,normal‘, dass so ein Weltcup in Cottbus stattfindet, auch wenn einige das glauben mögen. Es ist vor allem unserer Tradition und unserem besonderen Flair geschuldet, dass sich Cottbus weiter behaupten konnte." Gemeinsam mit den Partnern des Turniers und einem großen Team sollen nun in knapp vier Monaten die Rahmenbedingungen geschaffen werden, um erneut ein hochklassiges Turnier zu bieten. Sportlich dürfte der SCC vor allem auf einen Auftritt von Philipp Boy hoffen, der am Wochenende als Vierter am Reck in Stuttgart das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere erreichte.
Wolfgang Wollgam Präsident des Sportclub Cottbus Turnen e.V. begeht heute seinen 65. Geburtstag
Die Mitglieder des Vereins gratulieren ihm recht herzlich und wünschen ihm für das neue Lebensjahr alles Gute, Erfolg und beste Gesundheit sowie persönliches Glück und Wohlergehen.
18.11.08
Wolfgang Wollgam, geb. am 18.11.1943, ist seit 1999 Mitglied des Präsidiums des SC Cottbus Turnen e.V.

Ab dem Jahr 2001 übernahm er die Führung des Vereins als amt. Präsident und wurde am 30.01.2002 durch die Mitgliederversammlung zum neuen Präsidenten des SC Cottbus Turnen gewählt.

In seiner bisherigen ehrenamtlichen Tätigkeit war und ist er stets bemüht gemeinsam mit dem Präsidium alle Grundlagen zu schaffen, die es dem Verein ermöglichen nationale und internationale Spitzenleistungen im Turnsport hervorzubringen. Neben der sehr guten Nachwuchsarbeit im Verein und dem Einsatz von Turnern des SC Cottbus Turnen in fast allen Nationalmannschaften des DTB hat Wolfgang Wollgam wesentlich dazu beigetragen, dass dem Turnier der Meister seine Heimstatt in Cottbus erhalten wurde. Seit dem Jahre 2003 ist der SC Cottbus Turnen e.V. durch den DTB mit der Ausrichtung des Turniers beauftragt. Die Qualität und Quantität der Teilnehmer als auch die sehr gute Organisation des Turniers zeigen, Cottbus ist eine Turnstadt und wird es auch bleiben.

Seit 1999, seinem Einstieg in das Präsidium, wurde der SC Cottbus Turnen 5 mal Deutscher Mannschaftsmeister, 2 mal Vize-Mannschaftsmeister und erkämpfte 1 mal die Bronzemedaille.

Mit Robert Juckel, Ronny Ziesmer, Philipp Boy und Steve Woitalla nahmen Turner erfolgreich an den nationalen Meisterschaften sowie an Europa- und Weltmeisterschaften, als auch den Olympischen Spielen teil.

Mit Nico Gärtner, Nancy Rinkau und Christin Kaiser waren und sind aber auch die Trampolin-Turner des Vereins bei den Deutschen-, Welt- und Europameisterschaften erfolgreich vertreten.
Philipp Boy in Stuttgart Achter – auch Hambüchen verpasst Sieg
Bei der erstmals ausgetragenen Champions Trophy erlebte der Cottbuser Philipp Boy am Sonntag in Stuttgart ein "Auf und Ab der Gefühle".
18.11.08
Der Mehrkampf der acht weltbesten Turner begann denkbar schlecht für den 21-Jährigen vom SC Cottbus. Bei der Bodenübung landete Boy außerhalb der Begrenzung, was mit einem satten Abzug bestraft wurde. So fand er sich schon früh am Ende des Achterfeldes wieder und musste fortan stets als Erster ans Gerät.

Auch am Seitpferd war ihm das Glück nicht hold. Nach Problemen schon zu Beginn musste er schließlich auch noch runter vom Gerät. "Da bin ich weggerutscht, konnte eigentlich nichts dafür", ärgerte sich Boy. Richtig starke Übungen legte er dann immerhin an den Ringen und beim Sprung hin. Da konnte er endlich mal richtig jubeln. Doch nach diesem kurzen "Auf" ließ das "Ab" nicht lange auf sich warten. Schon am Barren kam Boy nicht problemlos durch. Und zur "Krönung" landete er nach Doppel-Tsukahara-Abgang vom Reck gar auf allen Vieren.

"Das hat mir den Rest gegeben", sagte Boy anschließend enttäuscht. Dennoch freute er sich, bei diesem "genialen Wettkampf" vor 4000 Zuschauern dabei gewesen zu sein, auch wenn er sich wohl mehr als den letzten Rang im weltbesten Achterfeld ausgerechnet hatte. 87,750 Punkte standen letztlich zu Buche

Der Sieg und die 15 000 Euro Preisgeld gingen mit 92,00 Punkten an Europameister Maxim Dewjatowski (Russland). Zweiter wurde der WM-Dritte Hisashi Mizutori (Japan/91,70) vor Fabian Hambüchen, der mit 91,55 Punkten mit 8000 Euro Preisgeld zufrieden sein musste. In Führung liegend patzte der Weltmeister beim Kolman-Salto ausgerechnet an seinem Spezialgerät Reck. Hambüchen hatte einen guten Start und kam am Boden mit 16,075 Punkten auf eine Wertung, die er noch nie zuvor in einem internationalen Wettkampf erhalten hatte. Am Seitpferd musste der Reck-Weltmeister ebenso wie Boy unfreiwillig absteigen und fiel zunächst auf Platz fünf zurück. Doch dann begann er eine Aufholjagd, die ihn nach dem Barren (15,925) an die Spitze führte. Am Reck lief wie bei Olympia in Peking auch diesmal nicht viel zusammen. Der Absturz beim Kolman-Salto und weitere Wackler kosteten ihn den Sieg.

Einen Tag zuvor war Hambüchen beim Weltcup immerhin der überragende Turner. Er siegte an Reck und Boden und holte Bronze am Barren.

Auch Philipp Boy machte am Samstag beim Weltcup auf sich aufmerksam. Nach leichten Problemen beim Stand belegte der Cottbuser am Reck Rang vier (15,425). In der Qualifikation war er tags zuvor sogar Zweiter gewesen. Am Seitpferd hingegen schaffte es Boy nicht bis ins Finale. (lr-online.de)
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