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Turnier der Meister - Weltcup 2005 Quantität und Qualität nach Cottbus |
08.02.06 Mit der Meldung des japanischen Mehrkampfweltmeisters Hiroyuki Tomita sowie solchen Stars wie Olympiasieger Goncharov, den aktuellen Geräte-Weltmeistern Diego Hypolito - der in Melbourne 2005 Brasiliens erster Turn-Weltmeister (Boden) wurde - oder den Ringe-Giganten Yuri van Gelder (NED) und Vize Alexander Safoschkin (RUS), sowie den beiden slowenischen Champions an Barren und Reck, Mitja Petkovsek und Aljaz Pegan, wird die Männerkonkurrenz zweifelsohne zum bestbesetztesten internationalen Wettbewerb dieses Frühjahrs...
Die Besetzung der deutschen Teilnehmer wird zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen, wobei Trainer Andreas Hirsch sicher neben Fabian Hambüchen das bestmöglichste Aufgebot in die Lausitz schicken wird...
Die Organisation vor Ort läuft inzwischen auf Hochtouren. Schließlich soll auch die inzwischen 30. Auflage des Klassikers (eine unvergleichliche Bilanz eines der inzwischen bedeutendsten Turn-Turniere der Welt)umrahmt sein vom bekannt perfekten Ablauf, einer phantastischen Stimmung des fachkundigen Publikums und dem überdurchschnittlichen Engagement der Organisatoren für ein angenehmes Umfeld, welches Markenzeichen für das „Turnier der Meister“ und für die Turnerstadt Cottbus ist. |
Cottbuser erfolgreich beim Kampfrichterkurs der Männer in Bad Blankenburg Neumann und Wohlfahrt erhalten Brevet der F.I.G. |
06.02.06 Mit der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse endete am vergangenen Wochenende der Internationale Kampfrichterkurs der Männer in Bad Blankenburg.
Insgesamt 52 Kampfrichter bewarben sich um den Erhalt des Brevet der F.I.G., des Internationalen Turnerbundes.
Für alle Beteiligten, sowohl für die Teilnehmer als auch die Referenten war das Wochenende ein hartes Stück Arbeit, welches für die Besten der Teilnehmer mit einer bestandenen Prüfung endete. Die Inhaber des Brevets sind nunmehr berechtigt, bei F.I.G.-anerkannten Internationalen Turnieren zu werten.
Aus Cottbuser Sicht konnten Olaf Neumann (Kampfrichterwart beim SCC) - der sein Brevet verteidigte – und Mirko Wohlfahrt – der sich erstmals bewarb – die Glückwünsche des spanischen TK – Mitglieds der F.I.G. Julio Marcos Felipe, des deutsche TK – Mitglieds der F.I.G. Siegfried Funk (Augsburg) und der Referenten Holger Albrecht (Potsdam) und Dr. Jörg Fetzer (Leipzig) entgegennehmen.
Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch !
(scc)
Download Code de Pointage (ca.4MB)-Stand Januar 2006 |
Saisonauftakt der Deutschen Turnliga Juckel und Boy drängen auf Einsatz |
06.02.06 Wie bereits berichtet wird die Deutsche Turnliga erstmalig die Saison mit einem Auftaktwettkampf beginnen.
Am 11. März tritt die Deutsche Nationalmannschaft auf eine Auswahl der Deutschen Turnliga sowie dem amtierenden Deutschen Meister KTV Straubenhardt an.
Dabei kann ab 18.00 Uhr in der Straubenhardt-Halle erstmalig die Öffentlichkeit die gesamte deutsche Turnelite unter den neuen Wertungsvorschriften begutachten. Ein weiterer Testwettkampf am heutigen Montag in Kienbaum wird weiter Aufschluss darüber geben, wer in den einzelnen Teams zum Einsatz kommt.
Nach dem letzten Gespräch mit Cheftrainer Andreas Hirsch werden die Eckpunkte der Deutschen Nationalmannschaft aber die Kandidaten für die Weltcups in Lyon und Cottbus bilden. Dabei denkt der Cheftrainer vor allem an Fabian Hambüchen, Thomas Andergassen, Eugen Spiridonov und Robert Juckel. Aber auch die "(noch) zweite" Reihe mit Robert Weber und Philipp Boy drängt auf einen möglichen Einsatz.
(dtl) |
Wo der Sport die Musik macht Mehr Schüler an sportbetonter Grundschule / Foto: Trainer Adolf mit Schützling Krause |
06.02.06 Die 18. Sportbetonte Grundschule in der Drebkauer Straße kann zum neuen Schuljahr 25 Kinder zusätzlich aufnehmen.
Das erklärte Rektor Edgar Weinreich bei einer Schul-Präsentation. Dabei zeigten junge Turner, Fußballer, Leichtathleten und Schwimmer ihr Können.
Aufmerksam verfolgten Eltern, Großeltern und Geschwister die Vorführungen und sparten nicht mit Applaus.
Darunter nicht nur der Ex-Fußballprofi Jörg Woltmann, sondern auch die Industriekauffrau Elvira Krause, deren Söhne Marc und Oliver hier als Leistungsturner in der 6. Klasse lernen. Tochter Sarah (3. Klasse) ist ebenfalls Schülerin der Bildungseinrichtung. Ihre Mutter, die den Ablauf seit drei Jahren kennt, nutzte den Tag besonders für Turnerin Sarah. Sie wechselt nach den Sommerferien in eine 4. sportbetonte Klasse. Anschließend sagte Elvira Krause: «Meine Kinder sind hier sehr gut aufgehoben, weil sie zu Selbstständigkeit und Disziplin erzogen werden. Manchmal empfinden sie das als streng. Sie wissen aber genau, dass das sehr wichtig für ihren Weg in eine weiterführende Schule wie die Lausitzer Sportschule ist.» Stolz sei sie auf Marcs und Olivers Erfolge. Sie brachten schon etliche Urkunden und Medaillen nach Hause.
Das bestätigte Turntrainer Christian Adolf (SCC), der gewissermaßen mit selbst erteilten Dienstauftrag die Mitglieder seiner Trainingsgruppe beobachtete und zugleich die Vereinsverbundenheit mit der 18. Schule demonstrierte. Für die Talentsichtung sei das äußerst wichtig. Und über Marc Krause wusste er natürlich genau Bescheid. «Er ist der Beste meiner Gruppe. Marc ist 7. seiner Altersstufe in der Bundesrepublik. Mit der Mannschaft holte er Silber beim Deutschlandpokal. Als DTB-Kader nimmt er regelmäßig an Lehrgängen teil und wird besonders gefördert.»
Die Noch-Neu-Schmellwitzerin Kathrin Castel schaute sich mit Sohn Howard (9) zuerst den Musikraum an. Der erste Grund: Die Familie zieht demnächst in die Welzower Straße um und damit verbunden ist Howards Wechsel von der 21. in die 18 Schule. Grund Nummer zwei: Seine musikalische Begabung. Kathrin Castel war vom vielseitigen Angebot beeindruckt, das nicht ausschließlich dem Sport gilt. Howard möchte später einmal Sänger werden. Seine aktuellen Lieblingsgruppen sind «US Five» und «Tokio-Hotel» . Sollte er sich jedoch als sportliches Talent entwickeln – Howard schnupperte mal kurz bei den Ringern – dann könne er sich immer noch für einen von zwei möglichen Wegen entscheiden.
Ab Herbst werden insgesamt 290 Schüler die Bildungseinrichtung in der Drebkauer Straße besuchen. Damit erweitere sich, so Weinreich, zum einen das Stundenvolumen und zum andern der Lehrerbedarf.
(lr-online.de / Rudolf Neuland) |
Superstars nach Cottbus Bisher 30 Nationen für "Turnier der Meister" gemeldet |
05.02.06 Das "Turnier der Meister" wird auch in diesem Jahr seinem Namen absolut gerecht werden, so viel steht bereits fest.
Nach dem japanischen Superstar Hiroyuki Tomita (Foto), dem Überflieger der letzten Weltmeisterschaften in Melbourne haben sich weiter aktuelle Weltmeister auf die Meldeliste setzen lassen.
Mit den Slovenen Mitja Petkovsek und Aljaz Pegan werden der Barren – und Reckweltmeister genauso an den Start gehen, wie der Bodenweltmeister Diego Hypolito (Brasilien) und mit Juri van Gelder der aktuelle Herr der Ringe.
Besonders gespannt darf auch man darauf sein, welche weiblichen Vertreter die USA nach Cottbus schicken werden. Bei den Weltmeisterschaften in Melbourne räumtem Ljukin, Memmel und Sacramone noch gnadenlos ab und hatten mit vier Doppelerfolgen die Titelkämpfe fest im Griff. Fest steht bisher nur, dass neben dem Männer- auch ein Frauen-Team aus den USA starten wird, ob die als Khorkina-Nachfolgerin gehandelte 16-jährige Anastasia Ljukin dabei sein wird?
Ebenfalls angemeldet, jedoch noch nicht namentlich festgelegt, ist das chinesische Team, auch hier sind einige spektakuläre Athleten zu erwarten. Mit dabei sind in der Lausitz-Arena auf jeden Fall die Russen Nikolai Kryukov und Alexander Safoshkin. Beide sind aktuelle Titelträger des DTB-Pokals in Stuttgart. Kryukov ist darüber hinaus ehemaliger Mehrkampfweltmeister und Olympiasieger
Doch neben den bereits gemeldeten, unten aufgeführten Athleten, erwarten Turnierdirektor Sylvio Kroll und sein Team noch weitere Hochkaräter, unter anderen auch den deutschen Reck-Europameister Fabian Hambüchen...
Schließlich gilt das "Turnier der Meister" nicht ohne Grund als eines der bedeutensten und ältesten Turn-Turniere der Welt. (dtb)
30. Turnier der Meister GYM WORLDCUP 2006
Infos/Tickets/Downloads
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Lausitzer Kitas gehen neue Wege bei der Sport- und Bewegungsförderung Erste Hilfe für den Spieltrieb |
04.02.06
 Einbeinstand, Hin- und herspringen oder aus dem Stand einen weiten Satz machen – scheinbar einfache Bewegungen, die jedoch, wie Studien belegen, vielen Kindergartenkindern schwer fallen.
Nicht unsportlicher, jedoch ungeschickter würden immer mehr Kinder werden, sagt die Kinderärztin Dr. Birgit Sonntag vom Kinder- und Jugendärztlichen Gesundheitsdienst des Landkreises Dahme-Spreewald (LDS). Deshalb gehen Lausitzer Kitas mit sportlichen Partnern neue Wege.
Körperspannung von Kopf bis zu den Zehen halten, während die Beine Blumen in die Luft malen – worauf es bei einem guten Turner ankommt, wissen die zwölf Kinder in der Turngruppe der Cottbuser Kita «Pfiffikus» längst. Seit fast zwei Jahren besteht eine Kooperation mit dem SC Cottbus Turnen. Seitdem üben die Kinder eine Stunde pro Woche mit Traineranleitung im gut ausgestatteten Keller-Sportraum. Ausgewählt wurden die Mädchen und Jungen nach den körperlichen Anforderungen an einen Turner: beweglich, schlank und nicht zu groß.
Ein gutes Konzept, wie der Cottbuser Sportarzt Dr. Bodo Krocker bestätigt. «Eltern legen immer weniger Wert auf Bewegung, das überträgt sich auf die Kinder» , so Krocker.
Der Cottbuser Sportmediziner spricht sogar von einer «Ermordung des Spieltriebes» : «Bis zum siebten Lebensjahr ist der Bewegungstrieb am größten. Werden die Kinder in dieser Zeit nicht gefördert, werden Spieltrieb und Bewegungsdrang abgeschaltet.» Die Folge: Ein Entwicklungsrückstand, der sich durch das ganze Leben ziehe.
Mit den Folgen mangelnder Bewegung bei Kindern wie Haltungs- und damit Wirbelsäulenproblemen sowie verkürzten Sehnen hat auch die Sportlehrerin und -therapeutin Peggy Ludwig im Herzberger Therapiezentrum Grochwitz täglich zu tun. «Die Kinder sind heute kaum belastbar, schnell erschöpft.» Peggy Ludwig sieht die Eltern in der Pflicht, sich gemeinsam mit ihren Sprösslingen zu bewegen. «Wenn sie lieber ihre Ruhe haben wollen, anstatt mit den Kindern Rad zu fahren oder die Natur zu erkunden, dürfen sie sich über die Folgen nicht wundern.»
In der Kita «Pfiffikus» hat die Zusammenarbeit mit dem SC Cottbus Turnen bereits Früchte getragen. Vier Jungen sind zum Training ins Sportzentrum übergewechselt. Die Kita-Leiterin bescheinigt ihren Turnkindern Beweglichkeit und eine positive Entwicklung: «Ein Junge mit Sprachproblemen ist durch den Sport viel selbstbewusster geworden.» Die Gründe für die eingeschränkte Beweglichkeit sieht Regina Bartsch in der veränderten Esskultur sowie in der trägeren Lebensweise: «Heute werden viele Kinder mit dem Auto zur Kita gebracht und oft noch bis ins Haus getragen.»
Ein weiterer Partner des SC Cottbus ist die Cottbuser Kindertagesstätte «Freundschaft» . Die Kita ist seit Oktober 2005 als erste in Brandenburg ein Modellkindergarten im Projekt «Kinder bewegen» der Deutschen Olympischen Gesellschaft. Für das erste Projektjahr sind laut Kita-Leiterin Elfie Feurich regelmäßige Bewegung und sportliche Höhepunkte geplant. Im Rahmen eines Olympia-Tages wird der Motoriktest der Uni Karlsruhe durchgeführt. Dabei wird geprüft, ob sich die Beweglichkeit der Kinder verbessert hat.
Elfie Feurich sieht in der Streuung der sozialen Handlungsräume von Kindern einen Grund, warum diese heute unbeweglicher sind als noch vor zehn Jahren: «Die Kinder sind darauf angewiesen, dass die Eltern sie zum Verein fahren. Dadurch wird der Bewegungsdrang gehemmt.»
Für eine Sportförderung bei Kindern ohne Leistungsdruck spricht sich auch Birgit Sonntag aus. «Jedoch haben nicht alle Kitas die räumlichen, personellen und finanziellen Möglichkeiten dazu» , weiß die Ärztin aus Erfahrung. Besonders im ländlichen Raum gebe es oft Defizite.
Nicht so in der Kita «Regenbogen» in Schönwalde (LDS). Beim Bau im Jahr 2002 fand unter dem Dach ein moderner Sportraum Platz. Täglich turnt eine Kita-Gruppe in dem mit Kork-Fußboden und Fußbodenheizung sowie mit zahlreichen Sportgeräten ausgestatteten Raum. «Kinder wollen sich von Natur aus bewegen. Die Einschränkungen kommen meist von den Erwachsenen» , weiß die Kita-Leiterin Veronika Milke. «Außerdem bieten wir Tanzunterricht an. Und seit einigen Monaten trainiert ein Vater und Mitglied des Schönwalder Fußballvereins rund 15 Kinder einmal in der Woche» , so die Leiterin. Dies ist laut Veronika Milke nicht alltäglich, wenden sich Sportvereine den Kindern meist erst ab einem Alter von sieben Jahren zu. Auch fehlten auf dem Land durch den Geburtenrückgang den Kindern heutzutage Spielpartner. «Die Kinder kommen aus einem weiten Umkreis in die Kita und haben zu Hause kaum Spielgefährten. Dadurch sitzen sie oft allein im Haus» , sagt Veronika Milke.
Auf die Zusammenarbeit mit dem örtlichen Sportverein setzt auch die Kita «Spatzennest» in Hoyerswerda. Hier ist der Stadtsportbund seit dem 1. Januar 2005 Träger, das Thema Sport steht auf der Tagesordnung. Trainer des Stadtsportbundes begleiten die Kita bei der Umsetzung des Sport-Konzeptes. «Doch wir werden immer mehr selbst die sportliche Gestaltung übernehmen» , sagt Kita-Leiterin Rita Bläsche. Derzeit würden alle Erzieher Übungsleiterscheine erwerben.
Dass das Konzept aufgeht, beweist der rege Zuspruch, den die Kita «Spatzennest» hat. «Bis 2007 sind wir mit Voranmeldungen ausgebucht» , sagt die Leiterin. Auch der Stadtsportbund hofft, dass die Zusammenarbeit mit der Kita Früchte trägt. Dazu dessen Präsident Jürgen Schröter: «Wir hoffen natürlich, dass einige der Kinder später als Mitglieder bei uns sportlich aktiv bleiben.»
Sportmediziner Bodo Krocker kann diese Hoffnung nur unterstützen, blickt jedoch etwas pessimistischer in die Zukunft: «Wenn sich nichts ändert, wird es unseren Kindern bewegungsmäßig immer schlechter gehen. Gesundheitliche Probleme, der jetzt 60-Jährigen, werden die Kinder von heute bereits im Alter von 40/50 Jahren haben.»
(lr-online.de) |
Verletzter Cottbuser Trampolin-Turner Nico Gärtner arbeitet an seinem Comeback Ein Sportler auf dem schmerzhaften Weg zurück |
03.02.06 Ein Doppel-Salto mit drei Schrauben sollte es werden Anfang Dezember bei der Gymmotion-Gala 2005 des Deutschen Turner-Bundes (DTB) in Düsseldorf.
«Zwei Schrauben sind es nur geworden» , erinnert sich Trampolin-Turner Nico Gärtner vom SC Cottbus an den schmerzhaften Tag. Statt auf der weichen Matte landete der Sportler auf dem harten Hallenboden und brach sich die Kniescheibe des rechten Beines mehrfach. Jetzt versucht er, wieder auf die Beine zu kommen.
Zurück an der Trainingsstätte: Nico Gärtner kämpft nach seinem mehrfachen Bruch der rechten Kniescheibe für seine sportliche Zukunft.
Fast zwei Monate nach dem Unglück schwingt sich Nico Gärtner auf zwei Krücken durch die Turnhallen im Cottbuser Sportzentrum. Ein kleines Mädchen aus dem Nachwuchs eilt hilfsbereit vorneweg, um dem 24-Jährigen die Tür aufzuhalten – die Tür zu der Halle, in der gerade das Bundesliga-Team des SC Cottbus (SCC) trainiert. Mit großem Hallo wird Gärtner von den Kollegen begrüßt. Ein Empfang, der ihm sichtlich gut tut. Jeden Tag ist er seit kurzem wieder im Sportzentrum, quält sich, um gesund zu werden, um in seinen Sport zurückzukehren, den er nun schon seit fast 20 Jahren mit großem Ehrgeiz ausübt.
Trotz der schlimmen Verletzung hat er die Hoffnung darauf nicht aufgegeben. Auch, wenn die Fortschritte nur kleine sind, aber wichtige.
Einen Monat lang war Nico Gärtner überhaupt nicht fähig, sich alleine zu bewegen, saß im Rollstuhl. Den konnte er Anfang Januar in die Ecke stellen. Die tägliche Dosis Morphium zur Bekämpfung der Schmerzen ist seit vier Wochen ebenfalls Geschichte.
Stattdessen ist Bewegung angesagt. Die Physiotherapie hilft, das mit einer dicken Manschette im 15-Grad-Winkel stabilisierte Knie, wiederaufzubauen. Demnächst soll auch die Reha beginnen. «Es geht vorwärts» , konstatiert der 24-Jährige mit einem zaghaften Lächeln, das Optimismus zeigen soll.
«Schwer bis unmöglich»
Schließlich haben die Ärzte in der Düsseldorfer Uniklinik mit ihrer komplizierten, mehrstündigen Operation alles für ein sportliches Comeback getan. «Die Cottbuser Ärzte haben die OP als Meisterstück bezeichnet» , berichtet Gärtner, «und damit ist der Grundstein gelegt.»
Obwohl die Mediziner eine sportliche Zukunft für «schwer bis unmöglich» halten, lässt sich der 24-Jährige nicht entmutigen: «Wenn die Reha gut verläuft, wird es schon irgendwann wieder mit dem Turnen gehen.» Die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 in Peking hat er jedenfalls noch nicht abgeschrieben. Aber zunächst steckt er sich nur kleine Ziele: «In zwei Wochen will ich das Bein von alleine im Sitzen hochheben können.» Daran arbeitet er wild entschlossen und wird später auch einen Psychologen zu Rate ziehen, um über die Psyche zum gesunden Bein zu kommen: «Das macht viel aus.»
Die Zeit direkt nach dem Unfall verbrachte er bei seinen Eltern in Schwedt, die ihn tatkräftig unterstützten. Genauso wie seine Freundin Janine, die passenderweise derzeit den Beruf der Krankenschwester erlernt. Auch seine Freunde und sein Ausbilder Vattenfall kümmern sich intensiv um Nico Gärtner, der nun auf unbestimmte Zeit auf seinen Sport und die Lehre verzichten muss. «Momentan liegt einfach alles brach» , sagt er traurig. Umso wichtiger ist daher die Unterstützung des Umfeldes.
Seit er wieder in seiner Cottbuser Wohnung lebt, steht ihm sein Trainer Uwe Marquardt so oft wie möglich zur Seite. «Er ist jede freie Minute bei mir» , freut sich Gärtner, «er kauft für mich ein, bringt mich von A nach B.»
Auch der SCC und die Betreuer vom Olympiastützpunkt umsorgen ihren WM-Dritten 2005. Der gibt zurück, was er kann, arbeitet aushilfsweise als Trainer, gibt dem Nachwuchs Tipps. Doch an den Wochenenden ist Tapetenwechsel angesagt. Dann lässt sich Nico Gärtner entweder von seinen Kumpels ablenken oder er begibt sich in der Schwedter Heimat in die Hände seiner persönlichen Krankenschwester – Teamwork auf dem schmerzhaften Weg zurück.
(Beate Wockenfuß/lr-online.de) |
Internationaler Kampfrichterkurs Männer
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02.02.06 In der vergangenen Woche konnten Deutschlands Kampfrichterinnen bereits ihren internationalen Kampfrichter-Kurs überwiegend erfolgreich absolvieren, nun sind die Männer an der Reihe.
Im thüringischen Bad Blankenburg kommen vom 03. bis 05. Februar 43 DTB- und zehn ausländische Kampfrichter zusammen.
Julio Marcos Felipe (ESP), Vertreter des Technischen Komitees des Weltturnverbandes FIG, leitet den Lehrgang in der Landesportschule, unterstützt von Siegfried Funk, dem deutschen Mitglied des Technischen Komitees der FIG. Analog zum Frauen-Lehrgang geht es für die insgesamt 53 männlichen Kampfrichter nun ebenfalls darum, in einer Abschlussprüfung den Befähigungsnachweis (Brevet) für internationale Turn-Turniere nach dem neuen Wertungssystem (Code de Pointage) zu erlangen.
Mit Holger Albrecht und Dr. Jörg Fetzer stehen der Lehrgangsleitung zwei weitere deutsche FIG-Kampfrichter als Referenten zur Verfügung. Damit ist gewährleistet, dass eine geballte internationale Kampfrichter-Kompetenz den Brevet-Anwärtern mit Rat und Tat zur Seite stehen wird.
(dtb)
Aus Cottbuser Sicht werden sich Olaf Neumann und Mirko Wohlfahrt um ein Brevet bewerben. Viel Erfolg !
(scc) |
Wie geht es eigentlich - Ronny Ziesmer - Erste Klausur mit Erfolg! |
28.01.06 Der im ersten Semester an der Fachhochschule Lausitz in Senftenberg im Fach Biotechnologie studierende Ex-Turner der deutschen Nationalmannschaft, Ronny Ziesmer hat seine erste Klausur bestanden. Die Professoren Petrick und Suckow bewerteten ihn im Fach Informatik mit der Note 1,7.
Ronny hatte sich auf diese erste Prüfung mit aller Intensität vorbereitet. Seit er im Spätherbst durch das eigenständige Benutzen eines seiner Behinderung angepassten Fahrzeuges einen höheren Grad an Mobilität erreichte, hatte er diesen Studienstart in den Mittelpunkt seines Lebens gestellt und andere Dinge in die zweite Reihe gerückt...
Es ist für den Ex-Turner so eine Art Lebens-Tauglichkeitstest:
"... schließlich bin ich ja nicht auf den Kopf gefallen!" hatte er mal bei , Interviews nach seinen Studienplänen befragt, gesagt. Wenn er sich nun selbst den täglichen Nachweis erbringt, Anforderungen zu realisieren, die für einen Tetraplegiker (- alle 4 Extremitäten von Lähmung betroffen) wahrlich nicht einfach sind, "... dann wird auch keine Angst vor Zukunft entstehen!"
Seit Ende September 2005, nach einem feierlichen Immatrikulationsakt im Cottbusser Stadt-Theater, ist Ronny Ziesmer Student des Studienganges Biotechnologie an der Fachhochschule Lausitz. Seine Studienwahl hatte letztlich auch viel mit seinen künftigen Plänen zu tun.
Unglaublich viele Anfragen nach TV-Auftritten, Talkshows, PR-Aktionen, Kontakte zu anderen Hilfsorganisationen, Zeitungsinterviews, bis hin zu Auftritten in Spielfilmen, Theaterstücken, und, und und... werden von Ronny derzeit höflich aber bestimmt zurückgestellt: "So wie ich als Turner gedacht und gehandelt habe, nämlich konsequent aufs Ziel - die Leistung am Gerät - ausgerichtet, so konzentriere ich mich momentan auf das Wesentlichste: und das ist z.B. schon am Montag die nächste Prüfung in Zellbiologie bei Frau Prof Anderer!"
Soweit es die Zeit erlaubt, absolviert Ronny sein spezielles wöchentliches Fitnesstraining im Handbike im Freien - bei winterlichen Temperaturen natürlich in der Wohnung, auf speziellen Rollen. "... vorwiegend zur Erreichung eines körperlichen Überpotentials zur Bewältigung des Alltags!" - aber eine spätere Teilnahme am Berlin-Marathon, vielleicht, ist nicht ausgeschlossen!
Alles andere ordnet sich ein, zweifelhafter, kurzzeitiger Populismus etwa, ist nicht sein Ding. Voyeurismus lehnt er ab.
"Wenn ich nichts zu sagen habe, außer auf die Frage zu antworten '...hallo, wie geht's...', muss ich nicht von Talkshow zu Talkshow hüpfen. Wenn ich aber wirkliche Neuigkeiten habe, weiß ich, dass ich dann die Medien zur Unterstützung haben werde. Seit meinem Unfall haben sie mich nicht enttäuscht!"
Natürlich ist Ronny Ziesmer immer noch beeindruckt, wie stark die Öffentlichkeit auch lange nach seinem Unfall am 12. Juli kurz vor Olympia 2004 auch an seinem jetzigen Entwicklungsweg interessiert ist. Dieses Interesse will er künftig nutzen, um sich auch für andere Rückenmarksgeschädigte einzusetzen.
Entscheidende Initialzündung im Mai im Kanzleramt: Schröder sagte Unterstützung zu, das Kanzleramt steht noch heute zu Ronny's Projekten...
Initiiert durch den Kontakt beim damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder beim Turnfest-Empfang im Kanzleramt, ist auch nach dem Regierungswechsel der Arbeitskontakt zum Bundeskanzleramt nicht abgebrochen.
Die geplante Stiftung "ALLIANZ DER HOFFNUNG.Ronny Ziesmer" erfährt von da wesentliche Unterstützung und es stehen in wenigen Tagen nächste Kontakte im Kanzleramt aus.
Ziel der Stiftung soll es sein, die momentan großen Fortschritte durch die deutsche Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Regeneration von Nervenzellen finanzieren zu helfen. "Ich habe nach meinem Trainingssturz und dessen Folgen soviel Hilfe und Unterstützung bekommen, dass ich nun selbst meinen Dank durch Hilfe für alle gleichermaßen Betroffene zurückgeben möchte", so Ronny zu seinen Motiven.
Auch unter diesem Blickwinkel sind Studienziel und Leistungsstreben des Studenten Ziesmer einem größeren Ganzen zuzuordnen und nicht alleiniger privater Lebensinhalt.
(E. Herholz, GYMmedia.de) |
Lausitzer Springermeeting Show-Auftritt von Boy und Woitalla |
26.01.06 Bevor am gestrigen Mittwochabend die Stars des Hochsprungs der Frauen und des Stabhochsprungs der Männer die Manege in der Cottbuser Lausitz Arena betraten, wurde dem Publikum des 4. Internationalen Springer-Meetings der VR Bank Lausitz eG Cottbus ein attraktives und spektakuläres Showprogramm zur Einstimmung geboten.
Dort standen unter anderen zwei junge Männer im Rampenlicht des Showprogramms: die Cottbuser Turnhoffnungen Philipp Boy und Steve Woitalla (auf dem Foto mit Jana Thiel).
Die mehrfachen Deutsche Jugendmeister, die mittlerweile nicht nur dem deutschen Auswahlkader angehören, sondern auch fester Bestandteil des Bundesligateams des SCC sind, demonstrierten Ihre turnerische Klasse mit einer kleinen Showeinlage.
Die Verbindung von sportlicher Eleganz, athletischen Körpern, spannenden Duellen und einem hochwertigen begleitenden Showprogramm versprachen eine Gesamtveranstaltung von einer hohen Qualität sportlichen Unterhaltung in der Lausitz-Metropole.
Dieses Versprechen konnte mit den Siegen von Vita Styopina und Tim Lobinger die jeweils Jahresweltbestleistungen sprachen eingelöst werden.
>Lausitzer Springermeeting
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SCC-AKTUELL
Kinder stark machen:
"Turnen ist in"
Die Turn-Talentschule Lausitz: eine Initiative von T.I.C. und dem SC Cottbus Turnen e.V.
klicken Sie doch mal rein !
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Wir stehen für einen sauberen Sport!
Für einen fairen Wettkampf, in dem der Beste gewinnt und der Verlierer die Leistung seines Bezwingers respektiert.
NADA - Nationale Antidoping Agentur |