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Straubenhardt gewinnt Liga-Auftakt gegen Cottbus Cottbus vom Meister nur knapp geschlagen |
03.04.06 Titelverteidiger KTV Straubenhardt ist zum Start in die neue Saison der Deutschen Turnliga nur knapp an einer Niederlage vorbeigeschrammt.
Mit 38:37 Punkten konnte der deutsche Mannschaftsmeister vor eigenem Publikum den stark aufturnenden SC Cottbus erst in der letzten Übung abfangen.
Reck-Europameister Fabian Hambüchen (Foto) konnte dabei für Straubenhardt die verletzungsbedingten Ausfälle des Niederländers Jeffrey Wammes und des Ungarn Robert Gal nicht völlig kompensieren. Zudem hatte der 18-Jährige aus Wetzlar nicht den besten Tag erwischt und musste am Seitpferd gleich zwei Mal vom Gerät. «Nach der Pause habe ich dann aber den Turbo eingeschaltet», sagte Hambüchen und hob die geschlossene Mannschaftsleistung der Schwaben heraus, «auch wenn ich nach dem fünften Gerät nicht mehr sehr überzeugt davon war, dass wir es tatsächlich noch packen können.»
MTT Chemnitz/Halle unterlag in eigener Halle der TG Saar deutlich mit 28:63.
Der siebenmalige Meister KTV Stuttgart hatte mit einem klaren 70:18-Heimerfolg gegen den TSV Monheim seine Ambitionen auf eine gute Platzierung unterstrichen. Den Grundstein für den Erfolg legten die Schwaben am Seitpferd mit 15:0 Punkten und an den Ringen mit 19:0. Lediglich das Reck konnten die Gäste mit 7:5 für sich entscheiden.
Bayern München kam gegen Aufsteiger TV Wetzgau zu einem 62:27-Sieg. Dabei entschieden die Bayern alle Geräte zu ihren Gunsten und stehen nach dem ersten Wettkampfwochenende auf Platz eins der Ligatabelle. |
Schwerer Auftakt für SC Cottbus Turner starten beim Titelverteidiger in neue Saison |
31.03.06 Mit einem neuen alten Gesicht startet der fünffache Deutsche Meister SC Cottbus am Sonntag in seine 16. Erstligasaison: Der Ukrainer Roman Zozulya, der zuletzt vor zwei Jahren zur SCC-Riege gehörte, ist aus seiner Heimat in die Lausitz zurückgekehrt. Cheftrainer Horst Werner setzt beim Spitzenduell bei der KTV Straubenhardt auf den Barren-Europameister von 2004 und darauf, dass seine Mannschaft beim Club von Turnstar Fabian Hambüchen möglichst wenig Fehler macht.
Die Saison 2005 haben die Cottbuser auf dem dritten Rang abgeschlossen und auch für dieses Jahr ist eine Medaille das Ziel. Der Auftaktgegner am Sonntag ist derselbe wie im Vorjahr: die KTV Straubenhardt, amtierender deutscher Meister, der sich auch 2006 wieder an der Bundesligaspitze behaupten will. Damals unterlagen die Lausitzer bei den Badenern mit 19:46 Punkten und auch diesmal erwartet SCC-Cheftrainer Horst Werner ein schweres Duell – nicht zuletzt deshalb, weil er erneut nicht mit seiner kompletten Mannschaft an die Geräte gehen kann. «Wenn alle fit sein würden, wäre bestimmt etwas zu machen gewesen, aber so müssen wir abwarten, was möglich ist» , hält sich Werner mit Prognosen zurück.
Verzichten muss der Trainer im nördlichen Schwarzwald definitiv auf Brian Gladow, der sich langfristig auf die Junioren-Europameisterschaften vorbereitet. Auch Kai Werner steht aus beruflichen Gründen erst zur zweiten Wettkampf-Runde ab November wieder zur Verfügung. Dagegen wird Nationalmannschaftsturner Robert Juckel, der sich in dieser Woche mit Schulter-Problemen plagte, am Sonntag voraussichtlich dabei sein.
Mit zum Aufgebot gehören zudem Philipp Boy, Steve Woitalla, René Piephardt, Florian Kolzarek, Martin Wurziger, Marco Simon – und eben Roman Zozulya. Der ukrainische Nationalturner, der am Wochenende beim Turnier der Meister Zweiter an den Ringen wurde, geht in Straubenhardt als Mehrkämpfer an den Start. «Roman ist für uns eine echte Bereicherung» , freut sich Horst Werner über die Rückkehr des 26-Jährigen. Co-Trainer Karsten Oelsch wird die Cottbuser Riege in Straubenhardt betreuen, da Werner momentan aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu in der Lage ist.
Mit Reck-Europameister Fabian Hambüchen, DTB-Auswahl-Neuling Thomas Taranu und dem russischen Meister Alexei Grigoriev an der Spitze wartet auf die Lausitzer ein schlagkräftiges Team. Dennoch können auch die Gastgeber nicht aus dem Vollen schöpfen. Mit dem Niederländer Jeffrey Wammes und dem Ungarn Robert Gal fallen gleich zwei Punktegaranten aus. Wammes wird nach dem Bruch beider Knöchel beim Weltcup in Lyon wohl sogar seine Karriere beenden müssen. Gal hatte sich beim Turnier der Meister in Cottbus die Achillessehne gerissen, ist bereits operiert und wird ein halbes Jahr fehlen. «Trotzdem ist die KTV sehr gut besetzt und meine Jungs müssen ihr Bestes geben und das Bestmögliche herausholen» , fordert Horst Werner.
Zum Thema:
Wettkampf-Plan (Frühjahr)
2. April (14 Uhr): KTV Straubenhardt – SC Cottbus Turnen
8. April (15 Uhr): SC Cottbus Turnen – MTT Chemnitz/Halle |
16. Bundesligasaison des SCC / Vorschau Medaille als Ziel |
28.03.06 Die deutsche Turnliga ist eine der traditionsreichsten deutschen Wettkampfserien. Bereits seit 38 Jahren wird in der Deutschen Turnliga um Siege gefightet und ist nach der Fußball-Liga die älteste dieser Art in Deutschland.
Die Liga läuft zwischen in diesem Jahr zwischen April und Dezember, insgesamt werden rund 180 Wettkämpfe in 1./ 2. und Regionalliga ausgetragen.
Abschließend kommt es am 16.12.06 in Heidelberg zum Ligafinale, zu dem sich die beiden Tabellenersten qualifizieren.
Nachdem der 5-malige Deutsche Meister in 2004 seinen wohl größten Aderlaß zu verzeichen hatte gelang schon 2005 eine Konsolidierung, die mit dem Gewinn der Bronzemedaille einherging.
Die neue Saison 2006 wird weiter zur Stabilisierung genutzt werden müssen, zumal gestandene Athleten wie Steffen Logk oder Andre' Wetzel nur noch bedingt zum Einsatz kommen werden.
"Wir setzen weiterhin behutsam auf den Nachwuchs - sollten wir unsere Spitzenkader zu Wettkämpfen des DTB abstellen". Der Einsatz der hoffnungsvollen Talente um Phillip Boy, Steve Woitalla, Benjamin Drabsch oder Martin Wurziger wird mit bekanntem Fingerspitzengefühl erfolgen, um Ihre gesamtsportliche Entwicklung nicht zu gefährden.
In der Saison 2006 wird das Team des fünffachen Deutschen Mannschaftsmeisters also auf Stabilisierungskurs bleiben, klares Ziel ist eine Medaille - unterstützt durch die Integration des Cottbus-erfahrenen Roman Zozulya (UKR-Foto) und der Berliner Rene’ Piephardt, Brian Gladow und Victor Weber, die dem Cottbuser Team im teilweise zur Verfügung stehen werden, sollte dies möglich sein.
In den ersten beiden Begegnungen trifft der SCC auf die Favoriten um den Einzug in das Ligafinale, die letztjährigen Gold-und Silbermedaillengewinner:
02.04.06 KTV Straubenhardt vs. SCC
08.04.06 SCC vs. MTT Chemnitz/Halle im Kolkwitz-Center
(scc)
Das Aufgebot: |
Turn - Bundesliga der Männer startet in die 38. Saison Meister mit Verletzungssorgen |
28.03.06 Nach dem sehr erfolgreichen Auftritt der Nationalturner beim Weltcup – Cup in Cottbus startet am kommenden Wochenende die Bundesliga der Männer in ihre 38. Saison. Nicht zuletzt aufgrund des sehr engen internationalen Terminkalenders im Jahr 2006, Europameisterschaften im Mai und Weltmeisterschaften im Oktober, wird die Bundesliga in diesem Jahr zweigeteilt in Frühjahr und Herbst ausgetragen. Die Ansetzungen der Wettkampftermine wurden in enger Abstimmung mit dem Cheftrainer Andreas Hirsch vorgenommen, der vor allem die beiden Frühjahrstermine als Formbarometer im Hinblick auf die Europameisterschaften unter Berücksichtigung der neuen Wertungsvorschriften nutzen will.
Im Vorfeld der Liga kam es auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Turnliga zu zwei eindeutigen Beschlüssen hinsichtlich der Durchführung. Sowohl für die Beibehaltung des Score System, trotz der neuen Wertungsvorschriften, als auch für die Fortführung der Quotenregelung beim Einsatz von ausländischen Turner wurde nahezu einstimmig votiert.
Zum Auftakt kommt es zwischen dem amtierenden Deutschen Meister der KTV Straubenhardt und dem Bronzemedaillengewinner von 2005 dem SC Cottbus bereits zu einem Spitzentreffen. Straubenhardt muss dabei auf zwei seiner Punktegaranten aus dem Vorjahr verletzungsbedingt verzichten. Der Niederländer Jeffrey Wammes und der Ungar Robert Gal verletzten sich bei den Weltcups so schwer, dass sie erst wieder in der zweiten Saisonhälfte ins Ligageschehen eingreifen können. Nicht zuletzt aufgrund dieser Verletzungsmisere ist Fabian Hambüchen für die Straubenhardter der Faustpfand im Hinblick auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. Die Hoffnungen des mehrmaligen Deutschen Meisters SC Cottbus ruhen vor allem auf den Nationalturner Robert Juckel und die Newcomer aus den eigenen Reihen Philipp Boy und Steve Woitalla.
Das Mitteldeutsche TurnTeam Chemnitz / Halle, Vizemeister 2005, bestreitet seinen Eröffnungswettkampf der Saison in Halle/Saale gegen die TG Saar. Die Mitteldeutschen können dabei bis auf Nationalturner Jens Uebel, Regeneration nach Operation, aus dem vollen Schöpfen. Besonders Christian Berczes und Matthias Fahrig wollen sich mit guten Leistungen wieder für höhere Aufgaben empfehlen. Die frühzeitige Sicherung des Klassenerhaltes um dann den Blick nach vorne zu richten lautet das Saisonziel der Saarländer. Somit können die Turner von Viktor Schweizer unbelastet an die Geräte gehen. Der Punktegarant für die Saarländer ist der Mehrkampf-Achte der letzten Weltmeisterschaften Eugen Spiridonov.
In Ostfildern kommt es Duell zwischen der KTV Stuttgart und dem TSV Monheim. Die Stuttgarter konnten mit dem luxemburgischen Nationalturner Sascha Palgen einen hochkarätigen Neuzugang vom Ligakonkurrenten TG Saar verpflichten. Vor allem aber auf den frischgebackenen Weltcupzweiten von Cottbus am Pauschenpferd Thomas Andergassen ruhen die Hoffnungen auf eine Platzierung im Medaillenbereich in dieser Saison. Für den TSV Monheim heißt das Ziel im zweiten Jahr der Ligazugehörigkeit auch wieder der Klassenerhalt. Dabei setzt Trainer Mario Reichert wieder auf die gesunde Mischung aus Routiniers und aufstrebenden Newcomern aus den eigenen Reihen.
Der FC Bayern München muss sich am 1. Wettkampftag mit dem schwäbischen Neuling TV Wetzgau auseinandersetzen. Zielsetzung der Bayern ist ein Platz im gesicherten Mittelfeld. Für ihren WM – Starter Marcel Nguyen geht es darüber hinaus darum, sich durch gute Leistungen für die kommenden internationalen Aufgaben zu empfehlen. Mit dem schwäbischen Verein TV Wetzgau betritt ein Neuling die Bühne der 1. Bundesliga. Das Saisonziel heißt eindeutig Klassenerhalt. Dafür sorgen soll vor allem der ungarische Nationalturner Levente Fekete.
(dtl) |
Robert Juckel als Zaungast
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27.03.06 Nicht bei den Wettkämpfen, aber im Publikum dabei, war Robert Juckel vom SC Cottbus. Ein noch nicht überstandener grippaler Infekt hatte die aktive Teilnahme des Lokalmatadors verhindert.
«Ich wäre gerne gestartet, aber es reicht konditionell noch nicht» , bedauerte der 24-Jährige, der sich nun auf die nächsten Weltcups und die Bundesliga konzentriert. |
Deutsche Turner überzeugen beim Weltcup in der Lausitz Hambüchen (Foto) und Andergassen holen drei zweite Plätze in Cottbus |
27.03.06 Ein begeisterter Fabian Hambüchen, ein überglücklicher Thomas Andergassen, eine erleichterte Katja Abel und eine überraschte Jenny Brunner – die deutschen Turner haben sich beim 30. Turnier der Meister mit ansprechenden Leistungen präsentiert. Nach einem zweiten Platz von Andergassen am Pauschenpferd am Samstag rundete Hambüchen am letzten Tag mit zwei starken zweiten Plätzen beim Sprung und am Reck die guten Ergebnisse der Mannschaft ab und sorgte beim Cottbuser Publikum für Ovationen.
Einen furiosen Auftakt in seine Weltcup-Saison hat Fabian Hambüchen beim Turnier der Meister gefeiert. «Das war ein Super-Wochenende» , sprudelte es aus dem 1,61 Meter kleinen Ausnahmeturner nach seinem letzten Finale am Barren heraus. Platz zwei beim Sprung (16,312) und an seinem Paradegerät Reck (15,600), dazu zwei fünfte Plätze an Boden (15,150) und Barren (15,050) – für diese Bilanz bei seinem zweiten Auftritt in Cottbus erhielt der 18-Jährige tosenden Applaus von den Zuschauern in der ausverkauften Stadthalle.
«Ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen» , sagte Bundestrainer Andreas Hirsch nach dem mit 25 000 Schweizer Franken dotierten Weltcup, bei dem Konkurrenz aus 33 weiteren Nationen am Start war. Um Platzierungen sei es ihm nicht gegangen: «Wichtig war, dass die Turner gut durch ihre Übungen kommen.»
Das war auch Thomas Andergassens Ziel für das Turnier in Cottbus, das er mit Platz zwei am Pauschenpferd abschloss. Nach der besten Weltcup-Platzierung seiner Karriere reckte der Stuttgarter am Samstag freudestrahlend die Faust in die Höhe. «Ich bin überglücklich, dass es nach den vielen vierten Plätzen endlich mal fürs Podest gereicht hat» , jubelte er über seine 15,000 Punkte, die nur Europameister Krisztian Berki (15,575) aus Ungarn übertreffen konnte. An den Ringen musste sich Andergassen dagegen mit dem siebten Rang (15,350) begnügen. Dort bewies der niederländische Weltmeister Yuri van Gelder (16,050) seine Klasse und wiederholte seinen Erfolg vom Vorjahr.
Auch die Endkämpfe an Barren und Boden gewannen mit dem Slowenen Mitja Petkovsek (16,075) und dem sprunggewaltigen Diego Hypolito (15,700) aus Brasilien jeweils die amtierenden Weltmeister. Boden-Vizeweltmeister Brandon O´Neill (Kanada) wurde mit 15,425 Punkten Zweiter, gewann aber am Sonntag das Finale beim Sprung (16,362). Dort kam es zu einem unerwarteten Wiedersehen mit Eugen Spiridonov. Der Saarländer, Qualifikations-Neunter, rutschte aufgrund eines Achillessehnenrisses beim WM-Dritten Robert Gal (KTV Straubenhardt) noch in den Endkampf und wurde dort Sechster (15,737).
Bei den Frauen gab es eine Silberstreif am Horizont. Die Chemnitzerin Jenny Brunner, die sich bei ihrem Weltcup-Debüt am Freitag überraschend für zwei Finals qualifiziert hatte, wurde Sechste (14,150) am Stufenbarren und zum Abschluss Achte (12,025) am Boden. «Jenny hat ihre Übungen ganz souverän gemeistert, sie ist auf einem guten Weg» , lobte Cheftrainerin Ulla Koch. Auch ihr Schützling Katja Abel hatte Grund zur Freude. Bei ihrem internationalen Comeback nach dem Bruch beider Unterarme wurde sie Fünfte beim Sprung (14,137). «Als ich vor einem Jahr hier als Zuschauerin war, hätte ich mir niemals träumen lassen, jetzt schon wieder teilnehmen zu können» , verdeutlichte sie ihre Zufriedenheit. Überragende Akteurin in Cottbus war die Russin Irina Iseava, die sowohl am Schwebebalken als auch am Boden siegte und zudem am Stufenbarren noch Zweite wurde.
(lr-online.de) |
Turnier der Meister / 2. Finaltag Hambüchen glänzt |
26.03.06 Er stieß die Fäuste in die Luft und genoss die Ovationen der Fans: Fabian Hambüchen hat mit tollen Shows an Reck und Sprung beim Weltcup in Cottbus begeistert und geht nun mit breiter Brust die Europameisterschaften in Volos an.
Sechs Wochen vor dem Kräftemessen in Griechenland erkämpfte der 18-jährige Reck- Europameister beim 30. Turnier der Meister mit Platz zwei beim Sprung (16,312) seine beste Weltcup-Platzierung an diesem Gerät und fügte wenige Minuten später in einer Übung voller Risiko gleichfalls den Ehrenrang hinter dem zweimaligen Weltmeister Vlasios Maras (Griechenland/15,75) an seinem Spezialgerät hinzu.
Dabei präsentierte er erstmals den Kovacs-Flieger mit ganzer Schraube (Kolman) und unterstrich erneut seine Medaillen-Ansprüche für die EM am Reck. "Das waren heute Hammer-Finals: Beide Sprünge waren super. Damit konnte ich am Reck alles riskieren", sagte der deutsche Ausnahme-Turner hochzufrieden über sein bestes Weltcup- Turnier seit eineinhalb Jahren, als er in Stuttgart an Reck und Boden gesiegt hatte. Und selbst der sonst so strenge Vater stand applaudierend am Mattenrand.
"Einwandfrei, heute gibt es nichts zu meckern", sagte Wolfgang Hambüchen nach den blendenden Vorstellungen seines Schützlings vor insgesamt 5000 Zuschauern in der Lausitz. "Jetzt kommen noch ein paar Klausuren und dann die EM. Da möchte ich wieder einen raushauen", hofft Hambüchen. Der Sieg am Sprung ging an Vize-Weltmeister Brandon O'Neill aus Kanada (16,362).
Im dritten Finale fügte Hambüchen am Barren noch einen fünften Rang (15,050) hinzu, nachdem er tags zuvor am Boden den gleichen Rang (15,15) belegt und optimal geturnt hatte. In einer starken Konkurrenz mit den ersten Drei der Weltmeisterschaften setzte er auf Sicherheit und ließ beim Schlusselement eine Schraube weg. "Ich hatte Bedenken, dass die Kondition nicht reicht", sagte er. Der Sieg ging an den brasilianischen Weltmeister Diego Hypolito (15,70). Der WM-Dritte Robert Gal (Ungarn), der für Meister Straubenhardt turnt, zog sich einen Riss der Achillessehne zu und fällt für die EM aus.
Tags zuvor hatte Thomas Andergassen dem Publikumsliebling aus Wetzlar noch die Schau gestohlen. Mit großem Kampfgeist gelang dem Stuttgarter erstmals eine Top-3-Platzierung im Weltcup. "Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass ich nach vielen vierten Plätzen endlich den Sprung auf das Podest geschafft habe", sagte der 26-Jährige, nachdem er erstmals aus dem Schatten von Hambüchen herausgetreten war. Mit 15,00 Punkten musste er nur dem ungarischen Europameister Krisztian Berki (15,575) den Vortritt lassen. An den Ringen kam er auf Platz sieben. Überragend dort der niederländische Weltmeister Yuri van Gelder, der beim 13. Turnier der Weltcup-Serie seinen zehnten Sieg feierte.
Lang ersehnte Lichtblicke gab es für das deutsche Frauen-Turnen: Katja Abel feierte nach zweijähriger Verletzungspause ein erfreuliches Comeback auf der Weltcup-Bühne. Die siebenmalige Meisterin, die sich im Februar 2004 beide Unterarme gebrochen hatte, wurde Fünfte beim Sprung (14,137). Bei ihrem ersten Weltcup-Auftritt siegte Jana Bieger (USA/14,625), die Tochter der deutschen Olympia- Teilnehmerin Andrea Bieger, und verhinderte damit den achten Erfolg der in Köln lebenden Usbekin Oksana Tschussowitina in Cottbus. Ein hoffnungsvolles Debüt gab die 16-jährige Jenny Brunner (Chemnitz) mit dem 6. Platz am Stufenbarren sowie Rang acht am Boden.
(dpa) |
Turnier der Meister / 1. Finaltag Andergassen 2. am Pauschenpferd |
25.03.06 Thomas Andergassen hat beim Turn- Weltcup in Cottbus dem Publikumsliebling Fabian Hambüchen die Schau gestohlen.
Der Stuttgarter erkämpfte mit Energie und Durchsetzungsvermögen einen zweiten Platz am Seitpferd und kam zu seiner bislang besten Weltcup-Platzierung seiner Karriere. Reck- Europameister Fabian Hambüchen turnte ebenfalls fehlerfrei am Boden und wurde mit Platz fünf belohnt. Seine starken Geräte Reck und Sprung stehen ebenso wie das Barren-Finale erst am Sonntag auf dem Programm in Cottbus.
"Ich wollte einfach nur mein Zeug turnen, die Platzierung hat mich im Vorfeld überhaupt nicht interessiert", meinte Thomas Andergassen strahlend nach dem Seitpferd-Finale, in dem er mit 15,00 Punkten nur dem ungarischen Europameister Krisztian Berki (15,575) den Vortritt lassen musste. "Nach so vielen vierten und fünften Rängen endlich mal ein Platz auf dem Treppchen: Ich bin total happy", meinte er. Im Ringe-Finale wurde Andergassen zudem Siebter (15,35). Weltmeister Yuri van Gelder (Niederlande/16,050) landete an diesem Gerät den zehnten Sieg in dieser Weltcup-Serie.
Überaus zufrieden war Fabian Hambüchen mit seinem Final-Auftakt. In einer stark besetzten Konkurrenz mit den ersten Drei der Weltmeisterschaften von Melbourne erzielte der Gymnasiast aus Wetzlar nach einer fast fehlerfreien Übung mit 15,15 Punkten 0,55 Zähler mehr als tags zuvor in der Qualifikation. "Das letzte Element muss ich noch schwieriger turnen, um die 0,5 Bonuspunkte zu erhalten. Hier habe ich darauf noch verzichtet, weil ich Bedenken hatte, dass die Kondition nicht reicht", meinte der WM-Vierte selbstkritisch.
Der Sieg ging an den brasilianischen Weltmeister Diego Hypolito (15,70). Der WM-Dritte Robert Gal, der in der Bundesliga für Meister KTV Straubenhardt turnt, zog sich einen Riss der Achillessehne zu und fällt für die EM im Mai aus. Für den Ungarn rückt Eugen Spiridonov (Bous) in das Sprung-Finale.
Ein erfreuliches Comeback auf der Weltcup-Bühne feierte nach zweijähriger Verletzungspause die Berlinerin Katja Abel. Die siebenmalige deutsche Meisterin, die sich vor zwei Jahren beide Unterarme gebrochen hatte, wurde Fünfte beim Sprung (14,137). Die Usbekin Oksana Tschussowitina verpasste als Zweite (14,475) hinter Jana Bieger (USA/14,625) knapp ihren achten Sieg in Cottbus. Die 30- Jährige, die seit drei Jahren in Köln lebt, hat die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt, will aber noch bis Jahresende für ihr bisheriges Heimatland starten. Ein Top-Weltcup-Debüt feierte die 16- jährige Jenny Brunner (Chemnitz) als Sechste (14,15) am Stufenbarren.
(dpa) |
Turnier der Meister / Qualifikation neun Finbalplätze für Deutsche Nationalmannschaft |
25.03.06 Fabian Hambüchen hat Hoffnungen auf seinen ersten Weltcupsieg in Cottbus geweckt. Der 18 Jahre alte Reck-Europameister bot in der Qualifikation des 30. "Turniers der Meister" starke Leistungen vor allem beim Sprung und am Reck und zog als jeweils Dritter in die Finals ein.
Am Boden und am Barren erreichte er als Sechster (14,60) beziehungsweise Achter (15,1) den Endkampf. "Wir haben die Programme für Cottbus etwas abgespeckt und ganz auf Sicherheit gesetzt. Das hat sich ausgezahlt", sagte der Gymnasiast aus Wetzlar, der im Vorjahr ohne einen Platz unter den Top Drei aus der Lausitz abreisen musste.
"Das Finale am Reck wird hammerhart", kündigte der Europameister einen heißen Kampf an. Er wird dann seine Übung (15,35) noch einmal aufstocken und hofft somit auf den großen Coup. Zuvor hatte er mit zwei blitzsauberen Sprüngen (16,00) gleichfalls für ein Spitzenresultat gesorgt. "Bei der Belastung durch das anstehende Abitur hat er zur Zeit noch Defizite, wenn er die für die neuen Wertungsvorschriften geforderten zehn Elemente in einer Übung turnen muss", räumte sein Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen ein. "Ich kann aber mit den neuen Vorschriften ganz gut leben", sagte sein Schützling.
Insgesamt erkämpften die Deutschen in Cottbus neun Finalplätze. Gleich in zwei Finals steht der Stuttgarter Thomas Andergassen, der mit stabilen Übungen sowohl an Ringen (15,45) als auch am Seitpferd (14,90) Fünfter der Qualifikation wurde. Nicht zufrieden war mit seinem Wettkampf hingegen Eugen Spiridonov. Der WM-Zehnte patzte am Seitpferd und belegte mit 13,80 Zählern nur Platz 15. Auch am Boden (12.), Barren (13.) und am Sprung (9.) verfehlte der Saarländer knapp das Finale. Auch Neuling Robert Weber (Hannover) scheiterte an Ringen (16.) und Reck (20.).
Die deutschen Turnerinnen konnten sich hingegen mit drei Finalplätzen in Cottbus besser als erwartet in Szene setzen. Die siebenmalige Meisterin Katja Abel kämpfte sich bei ihrem Weltcup- Comeback nach zwei Jahren als Fünfte (14,10) in den Endkampf am Sprung. An den anderen drei Geräten aber zeigte die Berlinerin Nerven und verpasste das Finale. "Sie setzt sich selbst viel zu sehr unter Druck und war furchtbar nervös", sagte Cheftrainerin Ulla Koch. Vor der Barren-Übung musste Abel sich vor Aufregung sogar übergeben.
Für eine Überraschung sorgte die 17-jährige Jenny Brunner, die als Zweite der Qualifikation (14,75) in das Barren-Finale einzog. "Damit habe ich nicht gerechnet, dass sie ein solch stabile Leistung abliefern kann", sagte Ulla Koch begeistert. Auch am Boden zog die Chemnitzerin mit einer starken Leistung (13,25) und Platz acht in den Endkampf ein.
(dpa) |
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30. Turnier der Meister GYM WORLDCUP 2006
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(turnier-der-meister.de)
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SCC-AKTUELL
Kinder stark machen:
"Turnen ist in"
Die Turn-Talentschule Lausitz: eine Initiative von T.I.C. und dem SC Cottbus Turnen e.V.
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