Das Internationale Nachwuchsturnier um den GWG-Cup feiert in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum. Bereits zum 25. Mal treffen sich junge Turner aus zahlreichen Nationen in Cottbus, um internationale Wettkampfatmosphäre zu schnuppern und ihre Leistungen zu vergleichen. Begonnen hat alles deutlich kleiner.
Internationaler Vergleich
Erfolgreiche Turner wie Jens Fischer, Sylvio Kroll, Maik Belle, André Hempel und Karsten Oelsch starteten von Ende der siebziger Jahre an regelmäßig und erfolgreich an Olympischen Spielen, Welt-, Europameisterschaften oder Weltcups. Daraus entstand die Frage, wie auch der Turnnachwuchs auf internationale Wettbewerbe vorbereitet werden könnte. Geeignete Wettkampfformen mussten her, um die jungen Turner „bei der Stange“ zu halten. Es gab zwar bilaterale Wettbewerbe im damaligen Ostblock, den daraus wachsenden Wettkampfverpflichtungen nachzukommen, brachte die Turner aber zusehends in arge Terminschwierigkeiten. So reifte die Idee, den ausländischen Turnern mit einer gemeinsamen Veranstaltung Dank zu sagen. Ein würdiger Anlass wurde auch bald gefunden: der Jahrestag der Kinder- und Jugendsportschule im September 1986. Am 28. und 29. September 1986 veranstalteten die Cottbuser Turner das I. Internationales Nachwuchsturnier mit Teilnehmern aus sechs Ländern (DDR, Bulgarien, CSSR, Ungarn, Polen, Rumänien). Erster Turniersieger war damals der Rumäne Adrian Gal aus Bistrita, der Cottbuser Mirko Wohlfahrt belegte den 2. Platz.
Seit 1990 "GWG-Cup"
Bereits 1986 unterstützte die damalige AWG "Stadt Cottbus" das Trunier als "Patenbetrieb". Nach der Wende erhielt das V. Turnier den offiziellen Titel "GWG-Cup". Mit der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft " Stadt Cottbus" stand und steht dem SC Cottbus bis heute ein zuverlässiger Partner zur Seite. Gemeinsam mit der Sportschule, dem Sportstättenbetrieb, weiteren Turnvereinen der Region, den Sponsoren und vor allem den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern ist es gelungen, ein einzigartiges Turnier zu etablieren, das heute einen festen Platz im Terminkalender der Turn-Weltorganisation hat.
Ohne Helfer geht es nicht
Daß heute Gäste aus Amerika, Asien und sogar aus Afrika teilnehmen, viele Turner hier ihre ersten Schritte einer internationalen Karriere gehen können und die Gastfreundschaft und Herzlichkeit über allem steht, ist der Verdienst vieler Beteiligter. Kampfrichter, Kraftfahrer, Dolmetscher und vor allem jede Menge „Helfer für alles“ sind unentbehrlich, um so eine Großveranstaltung auf die Beine zu stellen. "Nach dem GWG-Cup ist vor dem GWG-Cup"- das gilt besonders für das Organisationsbüro, in dem über die Jahre etwa 25 Personen mit den organisatorischen Vorbereitungen beschäftigt waren und sind. Hinter den Kulissen des Nachwuchsturniers agierten etwa 250 Helferinnen und Helfer vom Geräteaufbau bis zum Einlass oder zur Verpflegung. Seit 1986 wurden etwa 9.000 Essensportionen für 112 Turnriegen zubereitet, 1.500 Blumensträuße und ebenso viele Preise bei den Siegerehrungen übergeben und mehr als 1.000 Magnesiawürfel bei den Wettkämpfen verbraucht. Die Fahrer haben etwa 250.000 km für den An- und Abtransport der Gäste zu den Flughäfen, Bahnhöfen und Wettkampfstätten zurückgelegt. "Allen Helfern gebührt ein riesengroßes Dankeschön, denn ohne sie wäre die Veranstaltung nicht machbar", so Reinhard Rau, Geschäftsführer des SC Cottbus.
Turnier mit Atmosphäre
Viele der damaligen Teilnehmer sind heute als Trainer oder Betreuer wieder dabei oder gehören von Anfang an zu den Stammgästen. Viele der jungen Sportler standen später bei Europa- und Weltmeisterschaften oder bei Olympia auf dem Siegerpodest. Der Cottbuser Mirko Wohlfahrt, Zweiter beim allerersten Nachwuchsturnier, ist heute als Turnierdirektor für das "Turnier der Meister" verantwortlich. Die Cottbuser Robert Juckel und Philipp Boy standen ebenfalls mehrfach beim GWG-Cup auf dem Treppchen, bevor sie 2007 mit der deutschen Mannschaft WM-Bronze errangen. Die herzliche Atmosphäre in Cottbus begeistert die Gäste auch heute noch.
Zum Geburtstagsturnier freut sich der SC Cottbus auf 23 Teams aus 13 Ländern. Die weiteste Anreise haben auch in diesem Jahr wieder die Sportler aus Japan. Und natürlich wird auch mit alten und neuen Weggefährten gebührend gefeiert.
Auch wenn vielleicht einige Übungen noch nicht so perfekt wie beim "großen Bruder", dem Turnier der Meister: sehenswert sind die Wettbewerbe allemal. Die Wettkämpfe finden wie immer in der Lausitz-Arena statt. Wettkampfzeiten: Sonnabend, 18.09.2010 ab 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr Altersklasse 10-14 Jahre, 14.30 Uhr - 17.30 Uhr Altersklasse 15-18 Jahre. Am Sonntag, 19.09.2010 finden von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr die Gerätefinals in beiden Altersklassen statt. Im Anschluss veranstaltet der SCC auf dem Gelände an der Lausitzarena sein traditionelles Familienfest für jung und alt. Sie sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist kostenlos! |